Beiträge von plantscher

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das halte ich fuer eine Schutzbehauptung der Entscheidungstraeger damit es nicht ganz so doll auffaellt, dass sie das eigentlich fuer die sinnvolle und leistungsfaehige Stadtbahn vorgesehene Geld jetzt aus 'politischen Gruenden' (schaut her, wir tun was!) fuer die sinnlose Busbeschleunigung ausgeben.


    Das mag sicherlich so sein. Wenn ich mich recht entsinne, kam die Aussage vom HVV-Chef, der na türlich daran interessiert ist, gute Partnerschaft mit der Stadt zu pflegen. Ging ja aber nur um die Frage, ob alles, was durch die 250 Mio. der Busbeschleunigung gebaut wurde und wird, wieder zum vorherigen Stand zurückgebaut werden müßte -- oder ob nich Teile der Arbeiten Vorteile für eine Stadtbahn brächten.

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    Keiner (!!!) der indirekten positiven Effekte einer Stadtbahn stellt sich bei der Busbeschleunigung ein. Einziger 'Vorteil' der Busbeschleunigung: Man kann unauffaellig das Geld aus dem OePNV-Topf dahingehend umleiten, dass man Massnahmen finanziert die mehrheitlich dem Individualverkehr dienen - wie z.B. grossangelegte Umbauten von Kreuzungen zu Betonwuesten mit noch mehr Abbiegespuren, etc.


    Das mag ja sein, aber darum gings gerade doch nicht. ;)

    Aber zum Thema Infrastrukturen, kamen nun ein paar bereits vorher angedeutete Äußerungen Scholz' wieder etwas deutlicher hervor. Die Stadt, wenn's nach ihm ginge, solle verstärkt auf den Ausbau von U- und S-Bahn setzen: http://www.welt.de/print/die_welt…er-Hamburg.html

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    Könnte. Obwohl ich darauf geachtet habe, sind mir keinerlei Belege begegnet, dass die Busbeschleunigung stadtbahnkompatibel oder gar als Vorleistung geplant ist. Wenn das Stadtbahnprofil nur etwas breiter ist, ist vermutlich ein erneuter Umbau sämtlicher Kreuzungen fällig.

    Mir kam es jedenfalls zu Ohren, daß viele Tätigkeiten (ob Breiten für XXL-Busse oder eben verlagerte LSA) auch für die Stadtbahn angefallen wären. War in einer der HH1-Diskussionen, also Schalthoff oder Presserunde. Ich schau mal am Wochenende, ob ich das Ding finde.

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    ^^ Tatsächlich, das Video wirkt wie für die darin angesprochenen Kindergärten konzipiert.

    An vielen der bereits umgebauten Kreuzungen übrigens bleibt die Vorrangschaltung noch für Monate außer Betrieb.

    Und bei der nun wieder zaghaft aufkeimenden Stadtbahndebatte wirkt die Busbeschleunigung der M5 eher wie ein Hindernis, denn für eine Stadtbahn müsste man die gerade umgebaute Strecke erneut umbauen. Um sich nicht diese Blöße zu geben, wird man wohl erstmal jede andere Strecke für die Stadtbahn in Betracht ziehen, aber nicht die M5, die die Stadtbahn am nötigsten bräuchte.


    Wieso soll die Busbeschleunigung ein Hindernis sein? Von vielen Ausbauten (z.B. Haltestellen hinter Ampeln verlegen) könnte eine Stadtbahn doch genau so profitieren. Die Gleise müßten verlegt werden und die Infrastruktur für die Energieversorgung geschaffen werden, klar, aber ich seh trotzdem kein Argument, zumal viele jetzige Arbeiten dann sowieso fällig geworden wären. "Wir bauen eine Stadtbahn nicht, weil einige Bauabschnitte, die wir dafür angehen müßten, bereits vor wenigen Jahren durchgeführt wurden"? Zudem ist die Busbeschleunigung mit an die 250 Mio. Euro auch nur ein Bruchteil dessen, was ein gesamtes Stadtbahnnetz wohl kosten wird. Also nee, rein planerisch und finanziell seh ich da keine großen Probleme. Lediglich für die Opposition wäre es ein gefundenes Fressen, eben weil sie dem Wähler dann sagen könnte: "Erst lehnt der Senat trotz unserer Forderungen die Stadtbahn ab, baut stattdessen neue Kreuzungen und dann kommt doch noch die Stadtbahn", eben um den Eindruck zu erwecken, es sei verpulvertes Geld und die Opposition hätte von Anfang an "recht" gehabt. :confused:

    Naja, zur Not bauen wir halt eine U-Bahn von Niendorf Markt über den Siemersplatz nach Gärtnerstraße, Hoheluft, Uni HH, Dammtor und zum Jungfernstieg und Hbf. Das Ganze nochmal östlich der Alster über Mundsburg, Goldbekplatz und Borgweg in die City Nord. Sollte Pi mal Daumen nicht mehr als die Stadtbahn kosten, aber vermutlich käme dann der Aufschrei, wann denn Großwohnsiedlung XY endlich eine Schienenanbindung kriegt. Oder von der CN nach Steilshoop ausscheren statt in Groß Borstel einen Zwischenstopp zu machen und eine neue Ringbahn in Niendorf zu schließen? :zunge:

    (nicht ganz ernst gemeinte Gedankenspielerei und vermutlich baulich im Innenstadtbereich gar nicht umsetzbar. ;) )

    Zumindest laut Google Maps heißt sie "Umfahrung Versmannstraße". Sehr originell. ;)

    Scheint aber offiziell auch so zu heißen: http://www.hafencity.com/upload/files/f…506_rot_1_9.pdf

    Und ja, tolle Bilder, danke! Der Neubau der HCU kommt ja scheinbar auch gut voran, auch wenn es mehr und mehr so erscheint, als wär das Gebäude ziemlich abgeschnitten vom Rest der Hafencity, wenn im Norden die Überseeallee und im Osten direkt die Baakenhafenbrücke verläuft. Oder wird's da zumindest ein paar Überquerungen, z.B. am Lohsepark, geben?

    Thiefaine, Du verrennst Dich hier in allerlei Themen, die a) mit dem Wohnungsbau in Hamburg nichts zu tun haben (z.B. Fischers Tätigkeiten heute) und b) größtenteils falsch sind (z.B. Grundgesetz/Verfassung, Neuordnung des Bundesgebiets etc.)

    Ebenso sind die Schlüsse falsch, daß eine geringere Zahl an Einwohnern automatisch heißt, daß diese haargenau auf die Zahl an Wohnungen übertragbar sind. Als Vermieter, wie ich, solltest Du wissen, um wie viele Teilmärkte es auf dem Wohnungsmarkt geht; ob Ausstattung, Lage, Größe oder Mietart. Rein mit Plus und Minus bei zwei Zahlen kommst Du da nicht weit, selbst wenn diese korrekt wären. Zudem wird völlig vergessen, wie sich die Gesellschaft sozial bzw. demographisches verändert. Mit lautem Gebrüll ändert man daran nichts.

    Und irgendwelche Vergleiche zu Juden im Dritten Reich sind mehr als nur geschmacklos, egal wie groß der persönliche Frust ist und wie sehr man diesem mal freien Lauf lassen möchte.

    Im Hamburger Abendblatt kann man heute die Zusammenfassung einer Studie des HWWI und der Haspa lesen, in welchem es darum geht, daß Hamburg bis 2030 an die 100.000 Wohnungen benötigt, wenn die Stadt um 50.000 Einwohner steigen sollte. Und die 100.000 heißen nicht, daß man 80.000 abreißt und 100.000 neu errichten läßt, sondern diese 100.000 zusätzlich benötigt. Das wird noch ein aktuelles Thema für viele Jahre bleiben. Daraus kann man aber nicht persönlich schlußfolgern, daß man durch die Menschenwürde das Recht hat, in dieser Zeit möglichst fette Renditen zu erzielen.

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    Der CTS soll schon dahin, weshalb mich diese Entscheidung besonders wundert. Das mag ja jetzt erstmal günstiger sein, aber wenn der CTS dann irgendwann doch mal kommt muss das Kreuzfahrtterminal wieder verlagert werden an den Grasbrook oder an einen anderen Ort. Also letzendlich wirds so doch nur noch teurer.


    Je nachdem. Horch spricht ja von einer Zwischenlösung. Wobei das auch ein strategischer bzw. politischer Zug sein könnte (nur meine Vermutung), um die Hafenwirtschaft nicht zu sehr zu enttäuschen. Wenn ein Kreuzfahrtterminal dort erstmal in Betrieb ist und einige Jahre erfolgreich läuft, wird es schwieriger, argumentativ für die CTS-Planung Grundlagen zu schaffen als es bei der jetzigen Nutzung Steinwerders der Fall sein dürfte.

    Insgesamt erscheint alles recht "kurzfristig" bedacht zu sein, was eigentlich der bisherigen Hafenplanung widerspricht. Krisenbedingt stagniert der Umsatz bzw. konnte sich nur Pi-mal-Daumen aufs Vor-Krisen-Niveau zurückbewegen, während die Kreuzfahrt stark zunahm. Schwups, soll ein Kreuzfahrtterminal zugunsten des CTS umgesetzt werden. Da darf man gespannt sein, wie sich der Umschlag in den nächsten Jahren entwickelt. Kürzlich hatte man ja noch groß verkündet, in Südamerika neue Märkte bzw. Partner gefunden zu haben; ebenso in der Binnenschifffahrt.

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    Fällt Dir den ein Ende einer U-Bahn-Strecke ein, die sonst noch verlängert werden könnte?
    Mir nicht. Ist aber kein Faktum, sondern nur eine persönliche Meinung.;)

    Naja, verlängern könnte man vieles. Die Frage ist nur, ob die Möglichkeit überhaupt ein Grund ist, es auch zu tun. Würde man frei Linien zeichnen können, gebe es sicherlich viele Strecken, über die man nachdenken könnte und die sicherlich auch Nutzer fänden. Fraglich ist nur, ob sich die Kosten gegenüber dem Zeitgewinn und der Entlastung der Straßen auch lohnt.

    Ansonsten könnte man auch in die Runde werfen, die U4 vom Jungfernstieg über Mundsburg, Winterhuder Weg, Goldbekplatz, Borgweg und Überseering nach Steilshoop zu verlängern, um die überfüllten Linien der U1 und S1 sowie den Metrobus Linie 6 zu entlasten. Oder die U4 vom Jungfernstieg Richtung Norden über Dammtor, Uni Hamburg, Hoheluft und Gärtnerstraße bis zum Siemersplatz. Ganz utopisch auch bis Niendorf Markt und Eidelstedt oder Schnelsen. Die Linie 5 würde sich freuen und sicherlich manch ein Auto auch die schnelle U-Bahn nehmen, mit der eine Stadtbahn ja nicht mithalten könnte. Und ob man das U4, U5 oder sonstwas nennt, ist ja irrelevant.

    Ob das realistisch ist und seine Kosten wirklich wert ist? Wohl kaum, selbst wenn es technisch möglich wäre (was ich nicht weiß, insbesondere beim Bau der Tunnel beim Jungfernstieg und der Beeinträchtigung der jetzigen Strecken). Und die überlasteten Bus- und Bahnstrecken sind schon eher noch ein Argument als ein "Es gibt die Möglichkeit, eine U-Bahnlinie zu verlängern, weshalb man einen Grund hat, es auch zu tun".

    (Bitte nicht die Kritik persönlichen nehmen. Es war nur ein Beispiel zur Veranschaulichung)

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    zur Windmesse: das hätte ich SH als Zeichen der "Freundschaft" gelassen. SH blockiert die Elbvertiefung nicht und macht keinen Ärger beim Baggergut. Dafür können sie ihre Windmesse haben. Ist doch ein guter Deal für Hamburg.


    Wenn es ein rein politisches Thema wäre, dann wohl schon. Aber es waren auch vor allem die zahlreichen Unternehmen in Hamburg und Umland, die gerne eine Messe in Hamburg hätten. Liegt vor allem daran, daß Husum relativ bescheiden zu erreichen ist und die Infrastruktur (Hotels, Gastronomie, ...) auch ihre Grenzen erreicht.

    Wenn ich mich nicht irre, gab es immer wieder die Überlegung, daß in Husum WKA-Produzenten und -Betreiber eine Messe abhalten, während in Hamburg die Finanzierer, Projektentwickler usw. sind. Aber scheinbar hielt man eine solche Trennung dann doch nicht für sinnvoll. Schade. Daß die Grünen aber nun die Stadt mit dem Hafenschlick quasi erpressen, ist auch nicht gerade die feine englische Art. Aber das wird wohl nur der Umweltphilosoph verstehen.

    Also wenn ich mich nicht irre, ist der Hühnerposten noch (wieder?) der aktuellste Plan. Die Hafencity hat man aus Kostengründen und aufgrund der Erreichbarkeit (die meisten Bürger des Bezirks kommen leichter zum Hauptbahnhof als in die HC) verworfen und will die alten Hochhäuser nicht behalten. Sowas war zuletzt vor rund einem halben Jahr (finde leider gerade keine Quelle) im Gespräch. Kann sich aber auch wieder geändert haben. Bis solche Überlegungen aber konkret werden, kann wohl noch Zeit vergehen.

    Vor zwei, drei Jahren wurde das mal bei einer Talkshow auf Hamburg 1 diskutiert. Generell lehnt man dies seitens des HVV ab, da Umfragen zeigten, daß das auch unter den Fahrgästen unerwünscht ist. Als Begründung ging es vor allem um Sicherheitsaspekte, da sich Beifahrer wohler fühlen, wenn sie im Notfall direkt den Fahrer alarmieren können und/oder dieser sieht, was auf dem Gleis passiert. Das könnte aber auch die Mutter sein, die ihren Kinderwagen in den Wagon schiebt, aber es bei schließenden Türen nicht mehr selbst reinschafft. Fürs Standortmarketing halte ich solche Gimmicks auch nicht für so ausschlaggebend, da es keine technische Revolution ist, wenn auf Gleisen ein Fahrzeug selbstständig fährt.

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    Ich frage jetzt nur mal so ganz dezent: Meint ihr das eigentlich Ernst??

    Wie kann man ernshaft fragen, warum es eine U4 und keine U2 ist...


    Genau, wo die Bahn doch hauptsächlich auf der Linie U2 verkehrt und die selben Stationen anfährt. Unglaublich! Man hätte sich den Abschnitt ab Billstedt natürlich sparen können und sie auf den drei Stationen pendeln lassen können. Dann hätte man ein paar mehr Gründe, um sich dermaßen zu echauffieren für nichts.

    Von einer merkwürdigen Trennung wie am Flughafen sprach auch keiner, aber scheinbar muß man hyperventilierend irgendwas erfinden, um sich künstlich empören zu können. :nono:

    Aber ok, so viel Gerede für ein lüttes "Für die Touris ist das einfacher, behaupte ich einfach mal grundlos". Sag's doch gleich. ;)

    Die Hafencity sollte man halt nicht überbewerten. Sie ist nur ein kleiner Abschnitt in der Geschichte der Stadt, genau wie die U-Bahn-Linie. Für die meisten Hamburg ist es nur ein Ort, von dem man alle vier Wochen mal in der MOPO etwas liest. Aber na gut, ein "Signal" geben, verstehe. Das ist natürlich ein so starkes Argument, das alle konkreten Gründe einfach in den Schatten stellt. Glückwunsch.

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    Ganz Hamburg spricht von der neuen U4. Die Zuege rollen, die Zeitungen berichten, das Fernsehen dreht einen Beitrag nach dem anderen, der Buergermeister ist unterwegs und die Internet-Foren gluehen. Alle, alle, alle haben mitbekommen, dass die neue Linie U4 seit heute morgen offiziell in Betrieb ist.

    Wirklich alle? Nein! Es gibt jemanden an dem all das vorbei gegangen ist: Den HVV. Auf dessen Website darf man sich noch den veralteten Liniennetzplan herunterladen auf dem die U4 noch nicht einmal als Planung existiert.

    Herzlichen Glueckwunsch, lieber HVV. Das ist schon eine 'Leistung' - So viel Desinteresse am eigenen Produkt zeigen, das muss man auch erstmal schaffen :nono:

    ***

    Edit: Seit heute (30.11) hat man das dann doch gemerkt und einen neuen Netzplan auf die Seite geladen.


    Naja, zumindest auf den "Flugblättern" ist die neue Linie drauf. Falls es Dich (oder wen anderes) die Darstellung interessiert: Ich hab mich mal so frei gemacht und den Wisch eingescannt, den mir eine charmante Frau gestern in der U2 in die Hand drückte.

    nairobi: Das verstehe ich auch nicht. Nicht nur die U1, sondern auch die U3 hat einen "Wurmfortsatz" mit einigen Stationen. Die U4 fährt von Mümmelmannsberg bis Jungfernstieg 20 Minuten auf der Linie der U2 und steuert dann nur die beiden Stationen ÜSQ und HCU an. Selbst eine Fortführung zu den Elbbrücken würde nicht unbedingt viel daran ändern. Ob die Bahn jemals gen Wilhelmsburg verlängert wird, steht auch in den Sternen -- und selbst dann könnte man sie entsprechend benennen.

    Vielleicht geht's einfach nur darum, daß U4 "neuer" und "exklusiver" klingt, als U2-Verlängerung.

    *ups, Korrektur: Fährt nur bis Billstedt und nicht Mümmel. Ist aber immer noch eine Viertelstunde.

    Wo soll denn das Problem sein, wenn eine U-Bahn-Station schon fertig ist, aber noch nicht angefahren wird, weil noch kein Bedarf besteht? Schadet doch keinem. Schlimmer wär's, wenn die Station einfach nicht fertig wird und sich Anwohner, Studenten, Touristen etc. in überfüllte, selten fahrende Busse quetschen müßten. Aber hier ist das Gegenteil der Fall. So kann alles reibungslos starten. :confused:

    Daß man dann die Sicht der Stadt emotional betrachtet ("findet man nicht tragisch") ändert auch nichts daran. Es ist halt nicht tragisch. Einzige Tragik ist, daß die Studenten etwas später als geplant einziehen werden. Aber ob das für diese ein großes Drama ist, wage ich zu bezweifeln. Um die geht's aber auch im Artikel gar nicht direkt. Herje. :nono:

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    Hamburg hat nicht mitzureden gehabt. stimmt!

    Aber Hamburg hätte ihn fast verhindern können. Der JadeWeserPort wäre ohne Hamburgs Zustimmung so nicht gebaut worden.

    Und mit der Aufgabe des Widerstands, hat sich Hamburg eben auch dem Schicksal gefügt

    Link

    Keineswegs. Der JWP läuft derzeit massiv subventioniert an. Zudem hat er weiterhin, wie ich beschrieb, ein ganz anderes Gebiet, das er abdeckt. Seine Höchstkapazitäten sind rund ein Fünftel Hamburgs. Selbst wenn jedes zweite Schiff bei ihm vorher Hamburg (und nicht Rotterdam, Bremerhafen o.ä.) angelaufen wäre, wären das nur zehn Prozent. Und da wird er niemals herankommen. Vom Schicksal kann da nicht die Rede sein. Hätte sich Hamburg beteiligt, was ich nicht für schlecht halten würde, dann würde Hamburg weitere Märkte erschließen. Derzeit gibt es nicht einmal zehn Häfen mit der Tiefe des JWP. Damit dieser zu einem Welthafen wird, müßte die große Masse der Schiffe alle anderen Häfen ignorieren -- und das ist nicht absehbar. Wenn es mal der Fall sein sollte, kann man den Fall, wie gesagt, nochmal aufrollen. Aber bis dahin werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Der JWP wird jedenfalls erstmal keine Infrastruktur haben können, wie Hamburg sie hat. Und eine Änderung ist auch nicht in Sicht. Selbst in Niedersachsen wird er gerne als "Prestigeprojekt" bezeichnet und mit Sicherheit nicht als der Tod des Hamburger Hafens. Wie gesagt, ein anderer, vor allem kleinerer Markt.

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    Ehrlich gesagt, kann ich genau diesen Aspekt derzeit nicht verstehen!
    die HPA und die Hamburger Politik (zuvorderst Senator Horch) benehmen sich in letzter Zeit wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders. Jede Debatte, jede Fragestellung wird dem vermeintlichen Totschlagargument "Hamburg lebt vom Hafen und der Hafen braucht Fläche" beendet und lässt keine Luft mehr für Diskussion.

    Wenn es um Olympia und Uni-Verlagerung geht, ist der Hafen angeblich entbehrlich und kann JEDERZEIT überall hin auf andere Flächen verlagert werden. Doch sobald es um andere "normale" Entwicklungen, Verkehrsachsen und Bauten geht, soll der Flächenbedarf angeblich weiter wachsen?


    Das ist doch eine Sache der Prioritäten. Wenn man für Milliarden eine Uni mit zigtausenden Studenten verlagert, wodurch in nachgefragten GEbieten wiederum neuer Wohnraum entsteht (Eimsbüttel), dann ist es nicht gleichzusetzen damit, marode Werkhallen zu erhalten, nur weil sie schon etwas älter sind.

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    Was gänzlich verkannt wird, ist dass in dieser Stadt auch zunehmend Menschen die Abkehr von der reinen Hafenliebe fordern. Elbvertiefung und Erweiterungsflächen eben nicht für unentbehrlich halten.
    Spätestens seit der Zustimmung zum JadeWeserPort hat Hamburg seine Zukunft selber hervorgerufen: Auf kurz oder lang wird Hamburg kein Welthafen mehr sein. Wir sollten uns lieber endlich der Realität stellen und anfangen Hamburg in anderen Bereichen auf solide Füße zu stellen, ehe alles ganz schnell geht und die Stadt ihren Reichtum verliert. Nur scheint man zu denken, dass mit dem Thema Hafen noch jede Bürgerschaftswahl gewonnen werden könne.


    Hamburg hat beim JWP nicht mitzureden und hat sich daran auch nicht beteiligt. Der Begriff "Welthafen" ist übrigens so schwammig wie die vergessene Tatsache, daß der JWP kaum in Konkurrenz zum Hamburger Hafen steht, da dieser für ganz andere Bereiche (Metropolregion Hamburg, Ostseeraum und östliches Mitteleuropa) interessant ist. Die Wachstumsprognosen sind gut und die Kapazitäten viel höher als in Wilhelmshaven. Also so optimistisch ist sicherlich nicht einmal irgendwer in Hannover.

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    Und dazu gehört eben auch die leidige Debatte um Erweiterungsflächen der HPA. Braucht man diese wirklich? Wer wird dort hinziehen und lagern? Können diese nicht auf woanders hin? Zumal der reale Hafen mittlerweile einige Kilometer von der Peute entfernt ist.


    Man braucht sicherlich nicht unbedingt neue Flächen. Erstmal. Es ist nur meistens günstiger, als eine effiziente Verdichtung zu erzeugen, wie es dort der Fall ist. Hat der Hafen nicht genug freie Flächen, müssen halt solche bearbeitet werden. Da die wenigen Künstler, die dort fürn Appel und 'n Ei arbeiten, später dort wieder einziehen können, verstehe ich die empörte Dramatik gar nicht.

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    Was diese Stadt braucht, ist endlich eine ehrliche, offene und schonungslose Diskussion um den Hafen, seine Zukunft und die rechtliche Stellung der HPA. Und ein Ende der Augenwischerei, dass Hamburg auf ewig eine prosperierende Hafenstadt sein könne


    Die Stadt war schon immer recht adaptiv, eben weil sie nicht an allem, nur weil es alt ist, festhält. Viele Zukunftsmärkte werden derzeit erschlossen und ein Abbruch des Welthandels ist nicht in Sicht. Und sollte er, aus welchen Gründen auch immer, in 100, 200 Jahren eintreten, dann kann man sich immer noch zeitnah mit (dann) modernen Lösungen darum kümmern. Alles andere sind nur Glaskugeln und fragwürdige Argumente, um eine einzige, kleine Sachentscheidung zu kritisieren. Wer sich anschaut, wie es um den Hafen in den späten 80ern stand, und es mit heutigen Zahlen vergleicht, wird auch feststellen, daß die Nachfrage nicht gerade sinkt. Ein kleines, krisenbedingtes Abknicken fällt da in der Gesamtstatistik kaum auf, auch wenn einzelne gerne selektiv unkritisch einen Zeitraum rauspacken, um ein Ablaß zu suggerieren oder vermeintliche Prognosen und Hochrechnungen früherer Jahre als falsch abstempeln wollen.

    Bei der HPA läuft sicherlich nicht alles rund, aber insgesamt schafft sie einen guten Interessensausgleich und verhält sich so, wie es auch sein sollte: Mit Blick auf die gesamte Stadtentwicklung. Aber da entstehen immer wieder die Konflikte bei jeder Öffnung des Hafens. Man denke nur ans Angebot, günstig das Dockville dort zu veranstalten auf Reserveflächen. Da war jedem von Anfang an bekannt, daß das nur temporär war. Als angekündigt wurde, daß die Fläche in einigen Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen wird, war die Empörung einiger Künstler so laut, als seien hier irgendwelche Menschen enteignet worden -- gepaart mit dem bekannten "Die Stadt interessiert sich nicht für die Zukunft", weil man vielleicht in den kommenden Jahren 15 Minuten weiter fahren muß.