Beiträge von OffenbacherBub

    Also ich kann das Argument der mangelnden Transparenz nicht nachvollziehen. Auf vielen Fotos sieht man das Innere des Turms oder kann gar komplett durch gucken. Ich standt auch schon oft genug davor und war überrascht wie Glas klar man auf die andere Seite hindurch schauen kann. Letztlich hängt es stark vom Stand der Sonne ab. Bei stark bewölkten Himmel spiegelt die Fassade halt mehr.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von frank353


    Anders als, zum Besipiel im Commerzbankturm, der einen Einblick auf die Gärten zulässt.


    Ich arbeite gegenüber vom Commerzbank-Turm, die Gärten sehe ich auch nur bei günstigen Sonnenstand, ansonsten erkennt man diese nur schemenhaft oder gar nicht, weil die Fenster der Atrien zu sehr spiegeln. Einen besseren Einblick als bei der EZB hat man da nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von frank353


    Die innere Gestaltung mit Brücken und Streben geht auch völlig verloren.


    Kommt wie gesagt auf die Lichtverhältnisse an, man kann Brücken und Streben auch von Weiten sehr gut sehen, siehe bspw. Adamas Foto in Beitrag 1157.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von frank353

    Das ganze Gebäude ist ein monolithischer Klotz, die Feinheiten der gedrehten Fassade gehen unter.


    Auch da kommt es auf die Perspektive an. Schau mal hier im Thread, da gibts viele Fotos auf denen die Drehung gut erkennbar ist, zuletzt in den Vorbeiträgen von RMA und sweat_meat (übrigens sehr interessant mit den Lichtbrechungen). Bin mir gerade nicht sicher von wo, glaube von der Hanauer Landstr. aus kommend, da sieht die EZB sehr krass verdreht aus. Aus anderen Perspektiven fragt man sich, ob das Gebäude tragfähig ist oder ob es gleich zur Seite umkippt.

    Mit etwas mehr Höhe würde es sicher eleganter wirken, aber auch so ist es ein schönes Gebäude. Gerade die vielen Fassetten aus unterschiedlichen Blickwinkeln macht es so interessant. Andere Gebäude sehen aus allen Richtungen gleich aus, die EZB kann man immer wieder neu entdtecken. Verstärkt wird dies durch die unzähligen Varianten an farblichen Spiegelungen bei bestimmten Lichtverhältnissen. Da werden sich Fotografen an den wechselnden Spiegelungen und transparenten Einblicken austoben können.

    PS: Ich kann jeden Foristen empfehlen, mal morgens beim Sonnenaufgang von Sachsenhausen bis zum "Ortseingang" Oberrad zu fahren und von dort über die Felder zur EZB gucken. Die aufgehende Sonne erhellt die Main-Triangel, die sonnengebadet vor der EZB strahlt. Von dort sieht sie aus, als würde sie direkt vor der EZB stehen und von der Schräge (und deren Richtung) her passt sie Ideal zum schrägen Dach der EZB.

    Das man an der Südseite des Primus-Turms aus Brandschutzgründen die Fenster zu mauern muss, kann ich verstehen. Aber kann man auf die zugemauerten Fenster nicht sowas wie "Fensterattrappen" setzen? Z.B. Fensterscheiben oder gar Spiegel drüber, schließlich spiegelt sich in den normalen Fenstern auch alles. Dann würde man den Brandschutz erfüllen und hätte Außen/nach Süden hin eine schönere Optik?!

    Sehr schönes Foto Adama und vielen Dank für deine eingebauten Simulationen. Der große Turm links auf dem oberen Bild, wäre das der HH-Standort neben HBF ("Campanile"-Bauplatz? Wenn ja dann kann man nur hoffen, dass man da schnellstmöglich deinen Entwurf umsetzt. Das Hochhaus würde von der Position, Form, vom Design und von der Höhe her, sehr gut zur Skyline passen!

    Hast du es selbst gestaltet oder von einer anderen Skyline "geborgt?" Wenn letzteres, dann bin ich dafür, dass die Stadt nach Schüleraustauschprogrammen nun Partnerschaften mit anderen Städten zum Skyscraper-Austausch eingeht und das Ding nach Frankfurt holt! :naughty:

    Dem entsezten der Schreiber in der Europaviertel Lounge (ab Post 88) kann ich mich nur anschließen. Überall auf der Welt versucht man die Städte grüner zu machen und ausgerechnet Frankfurt als "Green City" soll nun statt einen Park eine Stadtautobahn bauen??

    Die Größe des Europagartens kann ja wohl kein Grund sein ihn nicht zu bauen. In Offenbach gibt es bspw. mit dem Hessenring einen nur 20-30 m breiten Grünstreifen, von ein paar hundert Metern länge. Trotzdem gehe die Anwohner dort gerne hin, um im Grünen zu sitzen / zu spazieren. Der Europagarten bietet da viel mehr Platz. Es muss nicht immer ein Central Park vor der Tür sein, auch grüne Kleinode tragen erheblich zur Aufwertung der Lebensqualität eines Stadteils bei!

    Und es sollte hier nicht vergessen werden, dass der Europagarten noch mit dem Rebstockpark verbunden wird. So klein wird das Ganze also gar nicht. Der Europagarten soll 6 Hektar, die Verbindung zum Rebstockpark weitere 3 Hektar groß werden. In Summe 9 Hektar, in Verbindung mit dem Rebstockpark wird den Anwohnern im Gallus und Bockenheim so eine zusammenhängende Grünfläche von insgesamt 37 Hektar zur Verfügung stehen.

    Zudem ist der Europagarten als kleine grüne Lunge für das Europaviertel notwendig. Von der Stadt Frankfurt wird er auch aus klimatechnischer Sicht als notwendige Kaltluftschneize zum "Ausgleich für die Kaltluftschneise, die die Gleisfläche des ehemaligen Güterbahnhofs bildete" bezeichnet.

    Das an anderer Stelle ein Tunnel notwendig ist, ist erst Recht ein Grund im Europaviertel die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und gleich so zu bauen, dass man nicht die nächsten Jahrzehnte damit hadern muss. Sorry, aber ein Verzicht auf die Untertunnelung wäre ein Rückschritt in die 60/70iger und ist für eine moderne Stadt im 21. Jahrhundert nicht zeitgemäß!

    Der Hafenpark hat ja eher eine junge und sportliche Zielgruppe bzw. ist Anlaufpunkt für Skater. Zu deren Subkultur gehört nunmal Graffiti. Das sich dort Leute kreativ ausleben werden, war doch so klar wie das Amen in der Kirche.

    Intelligent wäre es daher nicht gewesen besser abweisende Materialien zu verwenden, sondern die Sitzblöcke und andere Flächen gleich mit professionellen Graffiti-Bildern besprühen zu lassen. Denn das einzige woran sich die Sprayer halten, ist das ungeschriebene Gesetz, dass man kein Tag / Bild übersprüht. Dann hätte man anstatt dem sinnlosen Geschmiere ansprechendere Bilder wie z.B. diese hier (aus Offenbach):

    http://www.graffitiauftrag.org/sites/graffiti…ach-am-main.jpg

    http://www.okayfrankfurt.com/wp-content/upl…offenbach-1.jpg

    Den Künstler hätte man auch den Auftrag geben könnten, dass es zu Skatern, Sport & Co. passt. So muss man nun damit leben, dass jeder Amateuer seinen Namen hinkrizzelt und es dementsprechend aussieht. Schade, weil man sonst eigentlich an alle Details gedacht hat.

    Ich bin völlig fassungslos. Bei so extrem hässlichen Entwürfen kann ich einfach nicht mehr sachlich bleiben. Als Architekt muss man sich doch schämen so einen Sc***ß abzuliefern. Wie kann man denn bitte neben eine so schönes Gebäude so völlig unpassenden Dreck hinstellen wollen???

    Völlig unverständlich ist mir, dass Architekten nicht aus Bausünden der Vergangenheit lernen. Es ist doch ein Armutszeugnis für jeden modernen Architekten wenn ein Großteil der Bevölkerung die Bauten, die vor über 100 Jahren oder noch länger entstanden sind, deutlich schöner findet und sich den Abriss moderne Gebäude wünscht. Oder gar wie im Altstadtprojekt Gebäude im alten Stil aufstehen zu lassen. Weiter verstehe ich nicht, wie die Stadt für sehr viel Geld solche Schandflecke beseitigt, um dann ein paar hundert Meter weiter noch hässliche Nachfolger bauen zu lassen.

    Und wieso soll man in ein Museum keine Fenster einbauen? Wieso darf gerade ein jüdisches Museum nicht mit Licht geflutet werden? Auch als Nichtjude weiß ich, dass das Judentum mehr ist, als die düstere Zeit im 2. Weltkrieg die es erlebt hat - und deswegen kann auch das Gebäude Innen und Außen gerne freundlich und einladend sein. Ferner bin ich weder Vampir noch Höhlenmensch und freue mich, wenn Exponante im Sonnenlicht strahlen.

    Ich glaube ich habe noch nie einen Archtikturwetterbewerb erlebt, bei dem jedes Ergebnis schlechter ist als das andere. Als Auftraggeber hätte ich den Ausruf eines Siegers verweigert, alle nochmal komplett neue Entwürfe erarbeiten lassen und jeden teilnehmenden Architekten wegen Schmerzensgeld verklagt, weil man sich so potthässlichen Entwürfe antun musste.

    Schade, aber das war ab zu sehen. Bekannte von auswärts wollten vor ein paar Wochen unbedingt da rein, weil sie vom Cocoon gehört hatten. Dort war es aber trotz freien Eintritts plus 1 Freibier recht leer. Muss Azichan zustimmen, die Lage des Clubs ist sein großes Problem. Die letzten Jahre haben immer mehr Clubs in der Innenstadt und teilweise auf der Hanauer aufgemacht, die einfach mit ÖPNV viel besser & schneller zu erreichen sind. Und wenn es einen nicht gefällt, ist man schnell in einem anderen Club. Vom Cocoon dauerts dagegen eine halbe Ewigkeit oder man nimmt Taxis, was sich Studenten aber nicht leisten können bzw. wollen.

    Trotzdem steht das Frankfurter Nachtleben meiner Meinung nach besser da als früher, denn es haben wie erwähnt die letzten Jahre einige neue Clubs aufgemacht. Da ist es normal, dass es dann auch Verlierer (Sinkkasten, Cocoon, U60311) gibt.

    Spannend dürfte es nächstes Jahr werden. Ab 2013 gilt ja (wahrscheinlich) die neue GEMA-Gebührenverordnung, von der Bar-, Club- und Diskothekenbetreiber ja ein extreme Mehrkosten und Schließungen in Folge erwarten. In ihrer Petition werden von der Bundesvereinigung Musikveranstalter (Extrem)Beispiele aufgezeigt, in denen ein 310m² großer Club in Zukunft ca. 148.000 EUR anstatt wie bisher ca. 22.000 EUR an die GEMA zahlen muss. Wenn die Zahlen bzw. die Dimensionen stimmen, dann lesen wir hier im Thread wohl öfter von Insolvenzen.

    So richtig überzeugt bin ich von dieser Revitalisierung nicht. Ich weiß es fehlen noch die untersten Stockwerke, aber schon jetzte merke ich deutlich, dass mir die alte Version besser gefallen hat. Da hatte das Gebäude noch einen gewissen Charme. Auch das Steinmuster in der Fassade (siehe Schmittchens Foto) war mal was anderes. Das habe ich so bei noch keinem anderen Gebäude gesehen. Die jetztige Fassade ist so beliebig und mir persönlich zu kleinteilig. Was mir gar nicht gefällt sind die eingefallenen Fenster, die besonders auf thomasfras 3. Bild auffallen. Verstärkt die Kleinteiligkeit nur noch mehr, weil es das Fassadenmuster hervorhebt.

    Auf Adamas Foto wirkt es auf mich sogar nicht wie ein neues modernes Gebäude, sondern wie ein Bau aus den 50er oder 70er Jahren. Aus der Nähe betrachtet wie auf thomasfras Fotos ist der Eindruck jedoch nicht ganz so schlimm. Der Naturstein gefällt zwar, dennoch fällt mir zur Revitalisierung nur das Wort "Verschlimmbesserung" ein.

    Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, wie ist denn euer Eindruck?

    Maison 43

    Geht mir wie RMA. Maison 43 passt doch gut zu den Nachbarhäusern. Deswegen finde ich eine Fassade, wie Wikos sie in Beitrag #823 verlinkt hat, an dieser Stelle unpassend. Ebenso ein Bullauge; dazu braucht es bogenförmige Fenster, dann sieht ein Bullauge gut aus bzw. passt zum Gebäude.

    Unter 0815 verstehe ich auch etwas anderes, eher sowas wie das hier oder das hier auf dem Riedberg. Bei Maison 43 hat man immerhin ein modernes Dach, einen Steinsockel, rechts hat man wie auf dem letzten Foto zu sehen einen kleinen "Turm", dahinter ist die Fassade versetzt. Zur Mainseite hin sorgen zwei Balkonreihen sowie das Panoramafenster im Dach für Abwechslung. Insgesamt sieht Maison 43 daher wertig aus. In Schulnoten keine Note 1 mit Sternchen, aber mindestens eine solide 2.

    Erstmal danke an alle für die vielen Fotos. :)
    Als ich beim Einschwimmen kurz vor Ort war, war die Osthafenbrücke unten noch richtig gekrümmt und schepp. Auf deinen Fotos sieht der Fahrbahnbereich so gerade aus, epizentrum. Hat sich die Brücke in den paar Tagen wirklich soweit durch ihr Eigenwicht (samt Stützpfeiler) abgesenkt und begradigt oder wirkt das auf den Fotos nur so, weil es nur einen Ausschnitt der Brücke zeigt?

    Auch auf die Gefahr hin, dass mich einige steinigen werden: Ich finde das ist eher ein Beweisfoto für Fortschritte im Umweltschutz. ;)
    Wenn du asiatische Metropolen aus der Distanz fotografierst, dann haste da einen richtig dunkelgrauen Schleier - siehe bspw. Shanghai im Sommer. Die Bewohner laufen da teilweise mit Atemschutzmasken durch die Gegend.

    Da geht's uns doch vergleichweise gut. Die Luft auf dem Land ist natürlich noch besser als in Frankfurt und es gibt noch einiges zu tun. Aber hey, wir machen Fortschritte. :daumen:

    Noch schöner wäre es gewesen, wenn man die zwei veränderten Dächer auch etwas höher gestaltet hätte. Würde von den Proportionen besser zum Baukörper passen, so wirken sie immernoch etwas platt. Dennoch eine deutliche Verbesserung zu den vorherigen Versionen.

    Schade ist aber, dass man bei den zwei Häusern links die Dächer nicht geändert hat. Insbesondere das ganz Linke mit seinen 3 "Schießscharten" sieht sehr merkwürdig aus. Dann lieber ein Flachdach wie beim Nachbarbau.

    Bin mal gespannt wie das Ensemble nach seiner Fertigstellung in Echt wirkt. Insbesondere ob die Scheiben des Turms so blau-türkis-lila schimmern, wie auf den Tag- & Nachtrenderings suggeriert wird.

    Doku über Wandel der Hanauer

    Um 19:30 beginnt am morgigen Dienstag (07.08.) in der Wittelsbacherallee 29 (im Kino auf Naxos bei der Waldschmidtstraße) die Vorführung eines Films über den Wandel der Hanauer Landstraße seit 1989. "Eine rauhe Ecke – Die Hanauer" von Peter de Leuw und Harald Schleicher dokumentiert "die beginnende Entwicklung von industrieller Produktionsstätte zum Knotenpunkt des kreativen Dienstleistungsgewerbes".

    Nach dem Film laden de Leuw und Ralph Haerth (Interessengemeinschaft Hanauer Landstraße) ab 21h zu einer Diskussion hierüber ein. Wenn jemand von euch Interesse an der Veranstaltung hat: Der Eintritt kostet 7, ermäßigt 5 Euro. Karten können unter Rufnummer 70 79 49 10 reserviert werden.

    Weitere Infos im dazugehörigen FNP-Artikel.

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    Zitat von Azichan

    Ja das stimmt, auch wenn ich Bankia nicht unbedingt als eine öffentliche Bank ansehe,


    Doch ist sie. Sie hat einen öffentlichen Hintergrund: Die Caja Madrid ("Sparkasse von Madrid") war Spaniens älteste Sparkasse. Die Bankia entstand durch die Fusion der Caja Madrid mit 6 weiteren Sparkassen.

    Die neu entstandene Bankia wurde 2010 durch einen Börsengang privatisiert. Da aber jeder der ursprünglichen Sparkassen zu viel Immobilienbalast mit in die fusionierte Bankia eingebracht hat, mussten ständig Abschreibungen getätigt werden. Der Aktienkurs brach u.a. deshalb um 70% ein. Im Frühjahr 2012 stand sie wegen mangelnder Liquidität vor der Insolvenz. Aus Sicht der spanischen Regierung hätte es katastrophale Folgen gehabt, schließlich ist sie das viertgrößte Finanzinstitut des Landes. Also erhielt sie im Mai 9 Milliarden Kapitalspritze (allein 7 Milliarden für Abschreibungen) und der spanische Staat im Gegenzug die Aktien (vereinfacht dargestellt).

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    Zitat von Azichan

    Ja, aber diese Banken haben die Krise nicht verursacht, sondern sich dummerweise in den Abgrund ziehen lassen.


    Es stimmt zwar, dass die ersten welche die faulen Papiere/Investments geschaffen haben, amerikanische Bausparkassen und später US-Investmentbanken waren. Ebenso richtig ist, dass diese ihre merkwürdigen Papiere weltweit verkauft haben. Dennoch sind die Landesbanken und alle anderen die diesen Mist gekauft haben selbst schuld. Anstatt sich blind auf ein AAA-Rating von irgend einer Agentur zu verlassen, sollte man selbst eine gescheites Risikomanagement haben und neue Investmentprodukte intensiv prüfen, bevor man sie kauft. Und genau hier liegt das Versagen der Landesbanken. Man wollte mit den großen Banken bei den großen Geschäften dabei sein, um sich als Big Player zu fühlen.

    Obwohl keiner die neuen Produkte richtig verstanden hat, wurden sie gekauft. Eine der goldenen Investmentregeln ist aber, dass man gefälligst die Finger von Sachen lassen sollte, die man nicht versteht. Das sagt auch allein der gesunde Menschenverstand. Doch der ist vielen Bänkern durch die Gier abhanden gekommen...

    Deswegen ist es wurscht, ob Aktionäre oder Staat (plus Sparkassen) Eigner der Bank ist, versagt haben alle!

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    Zitat von Luke13

    Im EBA Stresstest vor einem Jahr sind auch die NordLB und die Helaba mit Pauken und Trompeten durchgefallen.


    Die Helaba steht gut da und kam gut durch die Krise. Streitpunkt war die harte Kernkapitalquote (Core-Tier-1-Ratio). Diese lag 2011 bei der Helaba bei 6,8%. Um den Test von der EBA zu bestehen musste man 5% erreichen. Allerdings akzeptierte die EBA nicht die in der Realität vorhanden stillen Einlagen des Landes Hessen, weshalb man durch diese Rechnung unter die 5% kam und durchfiel. Die Helaba hat so kurioserweise den Stresstest nicht bestanden, obwohl sie in der Realität überlebt hätte, da die stille Einlage ja nun einmal tatsächlich Existiert - auch wenn es der EBA nicht in die Philosophie passt.

    Richtig ist aber auch, dass in Europa viele staatliche Banken von Anfang an Teil der Krise waren. Dies betrifft nicht nur die von Luke13 erwähnten BayernLB, WestLB, LBBW und die HSH Nordbank, sondern bspw. in Spanien insbesondere die Sparkassen. Diese sind hauptveranwortlich für die Immobilienblase, unter der das Land noch heute leidet. Auch das jüngste spanische Bankenrettungspaket ging fast ausschließlich an Sparkassen, die sich zu neuen Banken fusioniert haben. Große Privatbanken wie die Santander kamen bisher gut durch die Krise (was sich langsam ändert).

    Die Finanzkrise hat bewiesen, dass sowohl Privat- als auch Staatsbanken krasse Fehler und ultra spekulative Geschäfte eingehen oder einfach schlecht/unverantwortlich wirtschaften. Von daher ist eine Verstaatlichung aller Banken genauso wenig eine Lösung, wie die Privatisierung aller.

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    Zitat von tscheibörd

    Die Abhängigkeit Frankfurts von der Finanzindustrie ist m.E. ein Fehler, der Petra Roth anzuhängen ist.


    Ich finde nicht das Frankfurt so abhängig ist. Frankfurt ist mehr als Bankfurt. In Frankfurt sitzen viele große Unternehmensberatungen, einige der großen Marketingunternehmen, die Chemie- & Pharmabranche ist sehr stark vertreten. Auch im Bereich Biotechnologie genießt Frankfurt einen sehr guten Ruf. Es beherbergt noch einiges an Industrie (Ostend bis Fechenheim, sowie viele Gewerbegebiete außerhalb der Wallanlagen). Frankfurt ist ein großer Messestandort und Europas wichtigster Internetknoten (London & Amsterdam sind starke Konkurenten). Betreiber von Rechenzentren bauen seit Jahren ständig ihre Kapazitäten aus. Mit dem Frankfurter Flughafen befindet sich sogar der größte Arbeitgeber Deutschlands im Stadtgebiet. An diesem hängen wiederum viele Logistigunternehmen die sich in und um Frankfurt angesiedelt haben. Auch wenn Frankfurt nicht den Ruf hat, ist es eine große Studentenstadt. Allein Goethe-Uni + FH bringen es auf über 50.000 Studenten - nun gibt es bekanntlich aber noch einige weitere Hochschulen.

    Frankfurt steht also auf vielen Beinen und das macht es auch stark. Natürlich fehlen aktuell die großen Gewerbesteuerzahlungen der Banken. Das man aber in Zeiten, in den die Banken kaum Gewinne abwerfen, in 6 Monaten ca. 730 Millionen Euro Gewerbesteuer erhalten hat, spricht auch für eine gut aufgestellte Stadt. Bei einer besseren Finanzplanung wäre auch das Defizit kleiner - aber das ist wieder ein Thema für sich. ;)

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    Zitat von Xalinai

    Es wird immer Menschen geben, deren wirtschaftliche Lage so ist, dass sie aus Kostengründen an Orte ziehen, die eigentlich nicht akzeptabel sind. Gerade Studenten sind hier ein gutes Beispiel.


    Sorry, aber das ist pure Polemik. Du tust so als ob nur arme Menschen nach Offenbach ziehen, weil sie keine andere Wahl haben. Erst im Mai hat sich jemand die Villa Rosenheim in der Parkstraße gekauft. Auch die Vermarktung vom ehmaligen Lohwald sowie dem Hafenviertel nimmt immer mehr fahrt auf. Zwischen den Stadtteilen Rumpenheim & Bürgel entstehen bald 29 neue Häuser, von denen schon jetzt 22 in kürzestes verkauft waren. Diese Leute waren auch vor Ort um "sich selbst ein Ohr zu machen", für sie "zähle Schule, Umfeld, Vereine, Infrastruktur" aber mehr als Fluglärm (Printausgabe Offenbach Post, 06.05.).

    Wie hier im Forum berichtet entstehen sowohl in Lauterborn 18 Reihenhäuser und im innerstädtischen Bereich wird das Projekt Luisenhof gebaut. Das sind alles Projekte die auf das klassische Bürgertum abzielen. Bei mangelnder Nachfrage würde man all das nicht tun. Aber es gibt nun einmal auch genug Leute die mit Fluglärm klar kommen oder sich nicht daran stören.

    In Offenbach wandern seit Jahrzehnten Firmen ab oder gehen Pleite. So war es beispielsweise doch logisch das manroland als Druckmaschinenhersteller in einer immer digitalisierteren Gesellschaft mit der Insolvenz kämpft und Pleite geht. Dann ist Offenbachs Pech, dass es einige Zulieferer für Opel hatte - die einzige deutsche Autobauer der seit den 90igern in der Krise steckt. Die Lederindustrie ist ins Ausland abgewandert. Der Chemiepark bei Bürgel war zu klein, um wirkliche Synergieeffekte zu erzielen, Neuansiedlungen fanden/finden auschließlich in den großen Chemieparks wie Höchst statt. Elektronikgeräte-Hersteller wie Rowentha bekamen zu starke & billige Konkurrenz aus Fernost. Das alles hat doch nichts mit dem Flughafen zu tun.

    Das nennt man Strukturwandel. Und obwohl dieser seit Jahrzehnten anhält, gibt es in Offenbach keinen Masterplan. Offenbach will zwar "Kreativstadt" werden. Hier könnte man gut mit Frankfurt zusammen arbeiten, das ebenfalls die Kreativen mehr fördern will. Aber ausschließlich Kreative anzulocken wird nicht reichen. Es bedarf vielmehr einer Gesamtstrategie. Doch wo ist denn von irgend einer Partei eine Gesamtstrategie für Offenbach? Wie will man den Strukturwandel denn endlich begegnen? Wie will man neue Firmen anlocken? Warum sollen sie nach Offenbach kommen?

    OB Schneider hatte zu seiner Anfangszeit die Strategie mehr Bürger und einkommenstarke Privatpersonen nach Offenbach zu locken. Nicht nur für die Stadtkassen, sondern auch für eine bessere "Durchmischung" der sozialen Struktur. Hierfür hatte man Pläne, Strategien - und siehe da, trotz des bösen Fluglärms funktioniert es (nach Startschwierigkeiten). Ich kann verstehen wenn einen der Fluglärm nervt und ich finde auch, dass noch viel mehr für Schallschutz & Lärmminderung getan werden muss. Ich verstehe auch, dass es viele Menschen gibt die den Lärm nicht so gut (unterbewusst) filtern können und die der Lärm stresst oder sogar krank macht. Das gerade auch ältere Menschen einen steigenden Ruhebedarf haben, ist mir auch bewusst. Hier müssen Lösungen gefunden werden.

    Aber man muss jetzt nicht alle Probleme auf den Flughafen schieben und ihn für jede Fehlentwicklung in der Region verantwortlich machen!

    Na ja Xalinai, daran kann es ja nicht liegen. Schließlich beweist man in Gateway Gardens gerade auch, dass man viele Firmen ansiedeln kann, obwohl dort die Flugzeuge so nah und laut wie kaum wo anders sind. Als ich noch am Kaiserlai gearbeitet habe, konnten wir die Fenster offen lassen und haben bei schönen Wetter auch draußen gegessen. Ja man hat die Flugzeuge gehört, aber ich konnte mich trotzdem immer problemlos mit anderen unterhalten.

    Auch die Einwohnerzahl ist in Offenbach die letzten Jahre weiter gestiegen. Aufgrund der hohen Mieten in Frankfurt und den günstigen in Offenbach ziehen auch immer mehr Studenten in die Innenstadt. Ich kenne einen Hausverwalter, der für seinen Chef & Immobilienbesitzer derzeit 2 Häuser nahe dem Hauptbahnhof saniert und zu Studenten-WGs umbaut. Auch an der Waldstraße 10 wird von ihm demnächst eine Hinterhaus zu eine Art Motel für Studenten umgebaut.

    Also so lebensfeindlich kann Offenbach trotz Fluglärm nicht sein, was man auch daran erkennt, dass sich z.B. am Mainufer immer mehr Menschen im freien aufhalten.

    Nun ist die Frage, warum das was bei Privatpersonen funktioniert, nicht mit Firmen passiert. Und hier hilft ein Blick auf die Hebesätze der Gewerbesteuer. Offenbach ist bei 440, Frankfurt bei 460. Auch wenn es die Fluglärmgegner nicht gerne hören, aber das große Pfund von Offenbach ist ja gerade die Nähe zum Flughafen und die gute Verkehrsanbindung dorthin. Aber das trifft auch auf andere Städte nahe Frankfurt zu. Wieso sollte ich als Firma dann ausgerechnet nach Offenbach ziehen? Und genau diese Frage müsste man mit einem guten Standortmarketing für Offenbach klären. Doch ein solches kann ich nicht erkennen. Offenbach hat immernoch einen sehr sehr schlechten Ruf in Deutschland. In Frankfurt erkenne ich zudem, dass man sich im Wirtschaftsdezernat aktiv um Firmenansiedlungen bemüht. In Offenbach sehe ich das nicht wirklich.

    Alternativ könnte man auch mal den Gewerbesteuer-Hebesatz deutlich reduzieren, um Firmen anzulocken. Muss ja nicht so extrem wie in Eschborn werden, aber Eschborn hat bewiesen das es funktionert.

    Offenbachs Probleme sind für mich daher hausgemacht. Anstatt was zu ändern sind aber in Offenbach immer die anderen Schuld, wie OB Schneider es letztens bei "OB vor Ort" im Mathildenviertel kund tat: "institutionelle Verfasstheit in Hessen", der Flughafen und die Frankfurter Millionäre (auf dem Lohrberg), die nicht von Anfang gegen die neue Landebahn gekämpft haben usw.
    Wo so eine Einstellung hinführt sehen wir gerade in Griechenland...

    weniger Beschäftigte - Gewerbesteuerrekord

    In der FNP gab es zwei kleine Artikel, die Bezug auf die Frankfurter Wirtschaft nehmen.

    In diesem wird erwähnt, dass der DGB Frankfurt ermittelt hat, dass es im Jahr 2011 22.500 weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Frankfurt gab. "Zuletzt" seien 497.200 sozialversichert Beschäftigte in Frankfurt gezählt worden.

    Erfreulicheres wird in diesem Artikel erwähnt: Die Stadt Frankfurt "konnte von April bis Juni dieses Jahres ihre Einnahmen aus der Gewerbesteuer mit 489,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppeln".
    In ganz Hessen stiegen die Gewerbesteuereinnahmen übrigens um 41,1% auf 1,2 Millarden Euro - außer in Offenbach, das 12,2% weniger einnehmen konnte.

    Die Mehreinnahmen lassen mich hoffen, dass das bisher einkalkulierte Defizit von über 200 Millionen Euro im aktuellen Frankfurter Haushalt vielleicht deutlich geringer ausfallen wird.

    Nachtrag: Hier erwähnt die FNP nun, dass die oben genannten Zahlen das schlechte 1. Quartal mit "nur" 243 Millionen Euro ausgleichen. Damit ist man ungefährt auf Kurs der veranschlagten 1,39 Milliarden Einnahmen. Deshalb bleibt es wohl beim eingeplanten Defizit.

    Richtig. Man sollte Frankfurt nicht mit den Megametropolen der Welt vergleichen. New York und viele asiatische Städte haben mehr als 10 Millionen Einwohner. Auch Moskau hat über 11 Millionen Einwohner, da ist es doch nur logisch, dass dort eine wirtschaftliche Dynamik entstehen kann, die zu höheren und irgendwann auch zu mehr Wolkenkratzern (als in Frankfurt) führen kann. Das gleiche gilt für die Millionenmetropolen London und Paris.

    Was Frankfurt gegenüber Moskau, London & Paris in Europa so einzigartig macht, ist die Verteilung der Hochhäuser. In den drei erwähnten Städten sind die Wolkenkratzer fast ausschließlich in einem gesonderten Distrikt erbaut, der meist am Stadtrand zu finden und nach Feierabend menschenleer sind. In Frankfurt läuft man dagegen quasi ständig gegen ein Hochhaus. Sei es an der Messe, entlang der Mainzer, an der Oper, an der Zeil oder am Westhafen sowie (bald) im Ostend. Frankfurt ist so gesehen eine typisch amerikanische Großstadt - in Europa - und sollte auch mit diesen verglichen werden.

    Berühmte Städte wie Seattle, (Detroit,) Boston, Baltimore, und San Francisco sind Städte, die von der direkten Einwohnerzahl, als auch von der Metropolregion mit Frankfurt/Rhein-Main vergleichbar sind. Zudem haben sie teilweise ähnliche Probleme. Hierzu möchte ich beispielhaft auf das Big-Dig-Projekt in Boston verweisen. Dort hat man die Stadtautobahnen, welche Boston durchschnitten für 14,6 Milliarden Dollar (!!) unter die Erde verlegt. Vergleichbar mit dem A66 verbindenden Riederwaldtunnel und einer gewünschten Einhausung der A661 sowie Tieferlegung der Rosa-Luxemburg-Straße.

    Vergleicht man Adamas Fotos aus dem Flugzeug mit Luftbildern dieser Städte stellt man fest, dass die Wolkenkratzer dort ebenfalls quer durch die Stadt verstreut sind. Wie in Frankfurt sieht es von oben recht Lückenhaft aus und ist daher kein Vergleich zu New York City. Vor ein paar Monaten habe ich mal bei emporis.com recherchiert. Dabei habe ich und festgestellt, dass viele dieser und weiterer US-Großstädte im Schnitt ca. 50-60 fertiggestellte Häuser größer 100m haben (Fernsehtürme nicht einbezogen), Frankfurt ca. 30. Von daher ist bei uns also noch Luft nach oben. ;)

    Frankfurt sollte sich auch mit Altanta messen. Dessen Ballungsgebiet ist mit 5,7 Millionen Einwohner etwas größer als Rhein-Main und hat wie Frankfurt einen Weltflughafen, der als Hub dient (ebenfalls größer als unserer in Frankfurt). Wenn Frankfurt in den nächsten Jahrzehnten in Punkto Hochhäuser ab 100m (59), Einwohner im Ballungsgebiet und bei den Flughafendaten mit Atlanta gleichziehen könnte, wäre das schon gigantisch. :)