Beiträge von OffenbacherBub

    In dieser Woche wurde das jüdische Museum in Warschau eröffnet. Als Beispiel wie man ein Museum auch bauen kann, hier zwei Bilder von der äußeren Architektur zum Vergleich:


    http://www.spiegel.de/kultur/g…t/bild-999570-763936.html


    http://www.faz.net/aktuell/feu…re-leben-13228048-b1.html


    Ich verstehe nicht warum man sowas in der Art nicht auch in Frankfurt bauen kann. Klar, sowas passt bei uns auch nicht zum historischen Umfeld. Aber im Gegensatz zu dem geplanten tristen, kalten Betonklotz in Frankfurt, wirkt das Warschauer Museum einladend, offen und modern. Man kann nur hoffen, dass sich die Stadtverordneten sich davon inspirieren lassen und entgültig auf den Sichtbeton (und graues Äußeres) verzichten.



    (Direktes einbinden der Bilder unterlasse ich wegen Copyright, falls doch erlaubt kann das ein Mod gerne ändern.)

    Sorry newmarket, aber die Realität sieht anders aus. ARD & ZDF übertragen seit 2014 nicht mal mehr die Dressur- und Reit-WM, weil die "Einschaltquoten sind nicht mehr so gut, wie sie schon waren".
    Quelle: http://www.t-online.de/sport/i…ur-gekuerzt-gesendet.html


    Schon merkwürdig dass die Sportart mit den angeblich "meisten aktiven Fans weltweit" kaum noch einer zuschauen mag und sich Milliarden Fußball und American Football (Superbowl) anschauen und auch Basketball, Handball, Baseball, Eishockey höhere Quoten erzielen. Selbst Freundinnen die reiten, waren noch nie auf der Gallopprennbahn in Frankfurt. Und wie tunnelklickt sagt, man hätte wohl kaum Probleme die Miete zu zahlen und würde öfter rennen veranstalten, wenn sich die Leute so sehr für den Sport interessieren.


    Wenn man sich schon für den Erhalt einsetzen will, dann bitte auf seriöse Weise!


    Weniger hinnehmbar für eine Stadt wie Frankfurt ist eigentlich, dass so eine riesige Fläche (Rennbahn-Gelände) fast das ganze Jahr ungenutzt ist, nur damit dort 6-7 mal im Jahr Pferderennen stattfinden können. Beim DFB wird das Areal wenigstens ganzjährig als Leistungszentrum für (Jugend-)Nationalspieler, Schiedsrichter etc. genutzt. Insbesondere im Jungendbereich wird man dort ganzjährig die Fußballtalente in einem Internat fördern, Vorbild hierfür ist laut Spiegel-Online das Leistungszentrum in Frankreich. Solche Leistungszentren gibt es im Ausland bereits für andere Sportarten. Deshalb fordern Athleten von ihren Verbänden schon länger Leistungszentren für ihre Sportart. Der DFB kann mit dem Bau seines Leistungszentrums durchaus eine Dynamik entfachen, die anderen Sportarten zu Gute kommt, wenn sie dem Beispiel folgen.


    Nachtrag: Bezüglich Prosperität für die Stadt. Die Nationalelf steht weltweit sehr stark im Fokus. Wenn weltweit regelmäßig von der Vorbereitung in Frankfurt berichtet wird, stärkt das eher das Prestige Frankfurts und fördert den Ruf als Sportstadt mehr, als es die Rennbahn kann, weil Fußball als der Massensport schlechthin ständig in den Medien global vertreten ist.

    Kleine Ergänzung dazu: Habe heute beim vorbei gehen gesehen, dass BettenRid seinen neuen Laden in der Kaiserstraße 9 (zwischen Kaiserplatz und Roßmarkt) eröffnet hat. Vielleicht sogar erst heute, da Kunden bzw. deren Kinder mit Luftballons begrüßt wurden.

    Klingt alles sehr vielversprechend, aber ich frage mich wie man das ganze umsetzen will, wenn der Bebauungsplan max. 80 Meter hergibt und eine andere Orientierung (Ost-West) plant als vorgesehen. Weiß jemand ob die Entwickler schon in Gesprächen mit der Stadt sind? Wäre schade, wenn man hier einen genialen Enwturf präsentiert bekäme, die Stadt am Ende auf den Bebauungsplan verweist und alles Makulatur wäre.

    Sehe ich auch so, bis auf den Mittelteil wirklich gut aus der Ferne. Wäre es nicht besser gewesen, wenn man den Mittelteil wenigstens sandsteinfarben angemalt hätte? Dürfte ja nicht soo teuer sein oder? Dann wäre der Kontrast mit dem scharzen Balken zum Rest der Brücke nicht ganz so krass und es würde eher wie eine Einheit aussehen. Fände ich harmonischer. Oder soll der Mittelteil wieder so ein pseudo-linksintellektuelles Kriegsgedenken sein?

    Fast alle Großstädte haben deutlich breitere Straßen die deutlich weniger trennend wirken.


    Richtig. Ich möchte hier mal zu bedenken geben, dass z.B. um den Central Park herum auch 4-6 spurige Straßen führen - trotzdem ist es einer der teuersten Wohnlagen der Welt. Generell findet man in New York häufig 6-8 spurige Straßen und trotzdem hat man dort mehr Aufenthaltsqualität als in der Berliner. Das Problem der Berliner sind nicht die Anzahl der Autospuren, sondern die katastrophale Bebauung drumherum. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch den heruntergekommen Zustand der Bauten und Gehwege.


    Das Beste wäre es fast alles abzureißen und neu zu bauen, was bekanntlich leider nicht geht. Was Cunitz aber macht finde ich fahrlässig und wenig zukunftsorientiert. Als Mischnutzer (fahre täglich ÖPNV, öfter Fahrrad & regelmäßig mit dem Auto nach Frankfurt) verstehe ich die Ideologisierung eines Verkehrsmittels nicht. Letztens kam ein Bericht im heute-journal, in dem gesagt wurde, Frankfurt wächst um 15.000 Einwohner pro Jahr. Das heißt in 2-3 Jahren wuchs und wächst Frankfurt um eine Kleinstadt. Ob man will oder nicht, die werden niemals alle mit Fahrrad oder ÖPNV fahren. Jeder hat andere Vorlieben und auch der ÖPVN stößt gerade im Berufsverkehr ebenfalls arg an seine Grenzen.


    Trotzdem werden seitdem immer mehr Straßen verengt. Teilweise war dies richtig und hat Aufenthaltsqualität geschaffen. Aber auf Dauer plant man so nur den Verkehrsinfarkt. So wie oben beschrieben gibt es kaum noch Ausweichmöglichkeiten bzw. kaum noch eine gescheite Ost-West-Verbindung, wenn man auch die Berliner verengt. Anstatt Aufwertung durch Wegnahme ein bis zweier Autospuren zu bewirken sollte man als pfiffiger Planungsdezernent mal ein Gesamtkonzept aufstellen. Wieso müssen denn überall wo Autos fahren auch Radler hin? Allgemein fände ich es sinnvoll, wenn man ein Verkehrsnetz erstellt, dass einen Hauptstrom für die jeweiligen Verkehrsteilnehmer hat. Beispiel: Berliner + Anlagenring für Autos, Kurt-Schumacher-Str. & bestimmte Zeilnebenstraße als inneren Fahrradring, die Zeil+Liebfrauenstr.+Neue Kräme+Altstadt als Fußgängerzone. Bin kein Verkehrsplaner, ist kein ausgereiften Konzept, aber so eine Grundrichtung die ein Mit- und Nebeneinander vorsieht würde ich mir eher Wünschen als das man Verkehrsteilnehmer bzw. Arten gegeneinader aufhetzt ("Flächenverschwendung zugunsten der Autofahrer"...).

    Die FNP berichtet etwas ausführlicher über die geplanten Änderungen:
    - Auf dem Rossmarkt soll es mehr Grün geben. Cunitz kann sich bspw. Blumen-/Pflanzenkübel an den Rändern des Rossmarkts vorstellen.
    - Der Bodenbelag soll durch einen helleren Schott ersetzt werden, der dann auch nicht mehr so stauben würde.
    - Die "grob gepflasterte Fläche" (Goethplatz ?!) soll auch mehr begrünt werden.
    - Auf dem Goetheplatz sollen zwischen den Bäumen mehr Sitzgelegenheiten installiert werden.
    - Trotz der Verschönerungen soll der Rossmarkt eine Veranstaltungsfläche bleiben.


    Das alles dürfte soweit sicher positiv werden, sofern man nicht so Waschbeton Blumenkübel wie in den 70igern aufstellt. Zur hier umstrittenen Maßnahme mit dem Riegel wird folgendes erwähnt:
    "Er hält es für sinnvoll, die Plätze durch ein Gebäude zu gliedern, das ungefähr in Höhe des Tiefgaragen-Zugangs stehen könnte." Cunitz ist sich der Kontroverse bewusst, es wurde laut FNP aber sogar in das Innenstadtkonzept aufgenommen. Cunitz sei "experementierfreudig" und könne sich einen "Gastronomie-Pavillon mit Dachterrasse" vorstellen. Da dies umstritten ist, schlägt er ein Provisorium vor, dass (deswegen) nicht schlecht aussehen müsse.


    So wie ich das verstehe dürfte das die linke Variante auf Schmittchen Plan sein. Diese fände ich nicht so schlecht, hängt aber stark von der Qualität des Baus ab.


    PS: In dem Artikel wird auch erwähnt, dass Cunitz insbesondere das Gebiet um die Breite Gasse nahe der Ostzeil aufwerten will, u.a. durch Schaffung eines Quartierplatzes auf einer jetzt als Parkplatz genutzten Fläche.

    Sind natürlich keine schönen Schlagzeilen, aber dem Wohnungsbau und der Nachfrage dürfte das nich dämpfen. Als Beispiel mal eine Schnellsuche im Internet zu NYC:
    - 10.12.12: "Man Killed - Shooting in Midtown Manhatten"
    - 24.08.12: "Eleven People Shot, Two Fatally, Outside Empire State Building"
    - 15.09.13: "Cops shoot two bystanders on Broadway"
    - 08.05.14: "person injured in a shooting at a Manhattan"
    - 16.05.14: "Cops shoot Pharmery Robber"


    Gibt noch viel mehr Schießereien bzw. Schlagenzeilen und trotzdem wollen immer mehr Leute nach Manhatten, die höchsten Wohnhochhäuser der Welt werden da gebaut und Touristen überrennen die Stadt mehr denn je. Ähnliches gilt sicher für den Hamburger Kiez oder Teile von Berlin, die auch nicht gerade ungefährlich sind. Die Einschusslöscher sind daher das ärgerlichste für unser Forum hier. Aber Tishman kann ja bei der Bahn nachfragen, wie man das schnell löst: Nach fast 70 Jahren ist man ja auch dabei, die Einschusslöcher in der Atlas-Skulptur des Hbf. zu entfernen. ;)

    Auf den Renderings hat mir kein Entwurf zugesagt. Nach Ansicht der Modelle gefällt mir der Entwurf von Mäckler mit Abstand am Besten. Von der Form her passt er am Ehesten zum Goethehaus. Die Dächer zur Straße hin haben da eine ordentliche und passende Neigung. Auch der kleine Hof gefällt mir, weil wie Bau-Lcfr erwähnt hat, damals ja auch recht eng gebaut wurde. Aus dem kleinen Hof kann man durchaus was romantisches und der damaligen Zeit entsprechendes machen: Bspw. Efeu oder russischen Wein an den Häuserwänden des Innenhofes hoch wachsen lassen, in der Mitte einen kleinen Brunnen (größere Vogeltränke) mit ein paar Bänken aufstellen. Paar kleinere Sträucher und Rosengewächse oder sonst was blühendes dazu, schon könnte da ein richtiger Kleinod entstehen. Der ein oder andere Dichter der Romantik und Weimer Klassik hat sich an solchen Orten - nach Verköstigung diverser Weine - zu kleinen Meisterwerken inspirieren lassen.


    Und wem das zu kitschig ist: Keine Angst, Kosten und Sparzwang werden das schon verhindern. ;)

    fussballworker: Genau Termine kann ich dir nicht nennen, aber beim Projekt Opernplatz XIV neben der alten Oper ist ja eine riesige Baugrube, in die sicher bald reichlich Beton fließen wird. Solltest einfach den verlinkten Thread regelmäßig verfolgen, dann bekommste den Termin sicher mit. Außerdem dürfte in ein paar Wochen an der Taunusanlage 8 das Gießen des Fundamentes erfolgen. Der Abriss ist fast fertig und mit den Gründungsarbeiten wurde bereits begonnen.


    hulibobo: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe wird Main Zero das neue Händlerzentrum der Deutschen Bank. Die Grafik dort zeigt nur eine Vorstudie - dies und weiteres siehe hier.

    Gefällt mir ausgesprochen gut. Schön das man wieder die Symethrie des Bestandsbau aufnimmt, ähnlich wie beim Haus 23 und 25b. Normalerweise bin ich nicht so der Fan von "tetrisförmigen" Fensterreihen, aber hier belebt es den eher langweiligen Bestandsbau doch deutlich. Hoffentlich wird der Farbüberlauf von grün zu rot in der Mitte in echt auch so gelungen wie auf dem Renderering. Insgesamt finde ich das hier mal ein positives Beispiel für moderne Bauweise. Hat was leicht futuristisches, irgendwie passend für eine Forschungsstätte des 21. Jahrhunderts.


    Ein gutes Gebäude für ein gutes Anliegen. Von daher auch danke an Frau Quandt für die Unterstützung. Auch wenn Sie hier wahrscheinlich nicht mitliest.

    Mit den Lofts hast du aus architektonische Sicht Recht. Bei der Mato-Fabrik könnte man sicher was ähnlich schönes drauß machen, wie aus der Heyne-Fabrik. Allerdings sieht man an dieser auch schon das Problem bzw. den Verhinderungsgrund: Seitdem es dort Loft gibts, hängt draußen ein Schild mit "Lofts zu vermieten". Man bekommt sie scheinbar nicht alle los. Lofts sind leider recht teuer, insbesondere durch hohe Heizkosten. Kunststudenten für die Lofts eigentlich interessant ist, scheitern oft an dieser Hürde. Und Besserverdiener kann man noch nicht nach Offenbach locken.


    Deswegen sehe ich die Stadt langfristig durch die aktuellen Neubau-Projekte auf einem guten Weg. Dass Mehreinnahmen durch Normalverdiener / Familien durch KiTa-Plätze aufgefressen werden mag sein. Aber bisher hat Offenbach deutschlandweit leider den Ruf, einer assozialen Stadt, mit hoher Kriminilität und hoher Arbeitslosigkeit. In so eine Stadt kann man keine Besserverdiener locken, die nötig sind um hochwertige Architektur zu bauen.


    Dass nun daher in die Investorenkisten viele Familien und Leute die in Lohn und Brot stehen ziehen, ist daher erstmal ein Fortschritt und kann das Problem der "Unterschicht"-Stadt Offenbach lösen. Erst wenn die Bevölkerung sozial wieder besser durchmischt ist, werden auch wieder Besserverdiener kommen. Dies sieht man ja besonders gut in Frankfurt. In normalen oder bürgerlichen Vierteln ziehen immer mehr Besserverdiener hin, in Frankfurt Nied oder Bonames kommt der Bauboom dagegen bisher nicht an.


    Die CAD-Standardarchitektur muss auch nicht schlimm sein. Für Normalverdiener ist wohl auch nur Normalarchitektur drin. Und dies ist kein neues Phänomen, in viele Straßen in Offenbach (und Frankfurt) stehen auch überall die gleichen 0815 50iger-Jahre Mietskasernen. (Ich weiß, nicht aus Renditegründen, sondern weil es nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau schnell gehen musste - das Ergebnis ist aber ähnlich). Die neuen Mietskasernen sind da immerhin energieeffizienter. ;)


    Und abschließend nochmal was zum Stadtbild und zur finanziellen Seite: Mit den tausenden neuen Mieter kann auch die Kaufkraft in Offenbach wieder steigen. Bei bisher fast 50% Hartz-IV-Anteil in einigen innerstädtischen Quartieren verwundet es nicht, dass Billigbäcker und 1-EUR-Läden das Bild der Einkaufsstraße (Frankfurter Str.) prägen. Mit höherer Kaufkraft halten sich vielleicht die wenig verbliebenen Fachgeschäfte und im Idealfall wird auch mal ein Billigladen durch was normales ersetzt.

    Leider macht das alles das Stadtbild kaputt, neben der sozialen Folgen. Man müsste den Bestand soweit aufwerten, dass die besser gestellten sozialen Schichten in der Innenstadt verbleiben und so das Niveau noch zumindest erhalten bleibt.


    Also das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Über die Qualität der Architektur kann man sicher streiten, aber wieso machen die Neubauten das Stadtbild kaputt?? Sind seit Jahrzehnten vor sich hingammelte Fabriken denn besser? Und wieso sollten brachliegende Flächen in der Innenstadt und ein völlig heruntergekommenes Industriehafenareal besser für das Stadtbild sein?
    In die Neubauten im Luisenhof, im Hafen, im ehemaligen Lohwald, auf dem ehemaligen TSG-Areal in Bürgel, im Mathildenviertel etc. etc. - überall ziehen Normalverdiener ein. Zudem werden in der Innenstadt immer mehr Gebäude saniert und teuerer oder an Studenten-WGs weiter vermietet. Wie soll das bitte in einer Stadt mit bisher sehr hohem Hartz-IV-Anteil soziale Folgen haben? Aktuell muss man eher die erwähnten "besser gestellten Schichten" in der Innenstadt mit der Lupe suchen. Nur auf dem ehemaligen MAN-Areal werden - neben Wohnungen für Normalverdienern - Sozialwohnungen enstehen. Bei mehr als 1000 neuen Wohnungen ist das sicher verkraftbar.


    Die Neubauten werden daher zu einer besser sozialen Mischung Offenbach beitragen. Ich empfehle hier mal einen Gang ans Mainufer. Dort habe ich früher beim joggen fast nur kiffende Assis gesehen, heute sieht man neben diesen auch sehr viele Studenten. Gleiches ist mir letztens im Penny nahe dem Hauptbahnhof widerfahren. Seit dem Zivildienst vor 10 Jahren meidete ich den Laden, weil da früher das letzte Gesocks zu finden war. Jetzt sind dort viele Studenten und einige, die keiner hohen sozialen Schicht angehören. Im Gegensatz zu früher geht es da aber nicht mehr assozial zu.


    Hier ein Beispiel aus der Offenbach Post, was so schreckliches mit dem Offenbacher Stadtbild passiert:
    Aufgrund der Aufwertung des Hafens wird ein heruntergekommener Wohnblock gekauft, der bei den Anwohnern im Nordend als "sozialer Brennpunkt" gilt. Das Gebäude wird modernisiert, eine zentrale Satelitenanlage installiert, damit "Schüsseln auf den Balkonen verschwinden." Zudem wurde dem Betreiber eines der in Offenbach so seltenen Spielcasinos sowie einem Wettbüro gekündigt um Raum für "kreative junge Unternehmen zu schaffen."


    Und wie hier werden nun sogar die leerstehnden Bürogebäude am Kaiserlei in Wohnungen umgewandelt. Da dies nicht billig ist und der Investor seine Rendite machen will, kann man auch hier davon ausgehen, dass man dort nicht an die "Unterschicht" vermietet.


    Ich kann daher weder eine sozialen Abstieg Offenbachs erkennen, noch eine Schädigung des Stadtbilds. Nur weil aktuell keine Stadtvillen mehr wie im Westend gebaut werden, ist das nicht der Untergang!

    Dann hoffen wir mal, dass der Terminal auch wirklich genehmigt wird. Die Qualitätsbegründung finde ich gar nicht mal so uninteressant. Mir geht's dabei weniger um die Busse, sondern - passend zum Forum ;) - um Architektur. Wenn T3 fertig ist, wird man in den ersten Jahren die Kapazitäten sicherlich nicht voll ausschöpfen. Das könnte man nutzen um T1 in Etappen zu sanieren. So könnte man bspw. ein Viertel/Drittel/Hälfte von T1 für eine umfassende Modernisierung sperren und solange mit den betroffenen Bereichen/Gates auf T3 ausweichen. So könnte man T1 architektonisch ins 21. Jahrhundert befördern, ohne große Passagierverluste hinnehmen zu müssen. Wenn T3 und damit der ganze Flughafen erstmal an der (neuen) Maximalgrenze ist, wird das kaum noch möglich sein.

    Das sind in der Tat gute Nachrichten. Jedoch sollten wir uns nicht zu früh freuen. In der FNP heißt es "Wie hoch der (Wohnturm) werden könnte, steht noch nicht fest. Immerhin sind auf dem Grundstück bis zu 160 Meter Höhe möglich." Klingt also nicht so, dass es definitiv fix 160m geplant sind, kann also auch deutlich weniger werden. :/


    Was mich sehr überrascht: 2 Sätze weiter heißt es, das auf dem Telenorma-Areal auch mal ein 160m Turm möglich gewesen wäre und dass dort "jetzt ebenfalls Wohnungen entstehen, unter anderem in einem maximal 90 Meter hohen Gebäude." Hab ich da was verpasst oder ist das eine weitere "Sensationsmeldung", die sich in dem Artikel versteckt? Oder interpretiert die FNP den von Schmittchen erwähnten CDU-Antrag falsch? Wahrscheinlich meint die FNP, dass dort auch grundsätzlich 90m möglich wären!?


    Hier der ganze Artikel / die Quelle:
    http://www.fnp.de/lokales/fran…yline-Plaza;art675,817939

    Drei Fragen zur aktuellen Entwicklung

    Zwei Fragen zum "neuen Messeturm". Dort wird ja erwähnt, dass die Messe "bewusst kein Landmark-Builidung" bauen wollte. Weiß jemand warum? Fehlt der Messe für so etwas einfach das Geld oder hatte man vielleicht Angst bei Kostensteigerung als Frankfurt's Elbphilharmonie gebrandmarkt zu werden? Denn von einer städtischen Gesellschaft erwarte ich eher, dass sie die Stadt um "Diamanten" bereichert, als von rein renditeorientierten Investoren.
    Frage 2: Die Messe wollte ja bewusst keine Mischnutzung (z.B. Büros + Hotel) in einem Turm. Was spricht dagegen? Wären dann z.B. Sicherheitsauflagen strikter gewesen, was widerum höhere Kosten verursacht hätte? In der Welt stehen ja genug Gebäude rum, in denen Mischnutzung gut funktionert!?


    Und noch eine andere Frage zur aktuellen Entwicklung: Dass man in Frankfurt nicht mehr über 150m+ hinaus bauen will, wird ja oft damit begründet, dass mit zunehmender Höhe die Wirtschaftlichkeit abnimmt, weil z.B. immer mehr Platz für Aufzugsschächte drauf geht. Aber wieso sind dann weltweit hunderte Wolkenkratzer in Planung, die höher sind? Die werden ja nicht alle nur von Scheichs gebaut, die nicht wissen wohin mit den Geld, sondern auch oft von Investoren mit hohen Renditeerwartungen. Letzteren geht ja es um Wirtschaftlichkeit, trotzdem wird höher gebaut als es bei uns. Mir erschließt sich das nicht. Insbesondere dann nicht, wenn man in der Immobilienbranche davon ausgeht, dass trotz aller Neubauten hochwertiger Büroraum in einigen Jahren rar wird. Sind etwa die Gesetze in Deutschland strikter, so dass es sich bei uns nicht lohnt höher zu bauen oder fehlt uns als vergleichsweise kleine Metropole einfach nur die wirtschaftliche/demografische Dynamik der Millionenstädte?

    Sehe ich auch so, das sind sehr gute Nachrichten für die Ecke. Bei der anthrazitfarben Fassade bin ich noch skeptisch. Einerseits kann das bei Hochhäuser ganz gut aussehen und ist im Vergleich zu den vielen hellen oder betongrauen Gebäuden (in der Region) eine Abwechslung. So möchte ich z.B. den kleinen schwarzen Commerzbank-Turm in der City als Kontrast nicht missen. Andererseits kann sowas auch schnell recht trist aussehen, insbesondere wenn das Gebäude als einziges Hochhaus in der Gegend rum steht. Bin mal gespannt wie es dann in der Realität wirkt. Durch das Glas und den Sockelbereich wird das Gebäude auf jeden Fall viel moderner wirken.


    Und wer weiß, vielleicht entwickelt sich die Ecke ja zu einem kleinen China- oder Asia-Town, wenn dort täglich chinesische Unternehmer und Geschäftsleute täglich die leerstehenden, günstig zu mietenden Gebäude sehen. Mit dem Zuzug des chinesische Industrieverbands und dem Renminbi-Handelszentrum nach Frankfurt dürfte sich auch das Interesse an Büros im Kaiserlei zunehmen. ;)


    Dann hoffen wir mal, dass es hier zügig voran geht und nicht zu einer Hängepartie wie an der Galopp-Rennbahn wird.

    Sehr schönes Detail, mal ein großes Lob & Dank an die Bahn dafür. So viel Liebe zum Detail hätte ich ihr gar nicht zugetraut.


    Und irgendwie ist es perplex: Die Bahn, die als Logistik- und Technologiekonzern zukunftsorientiert ist - Stichwort: 'Modernisierung' der Züge, des Netzes, der Bahnhöfe etc. - die lässt seit Jahrzehnten fehlende historische Kronen ihrer Steinfiguren rekonstruieren.* Die der Vergangenheit zugewandte Senckenberg-Gesellschaft, die u.a. Millionenjahre alte Fossilien und Dinosaurierskelette detailgetreu rekonstruiert, hegt und pflegt ist dagegen nicht in der Lage ein paar Zierelemente an ihrem (neuen) Gebäude zu erhalten. :rcain:


    *Ja ich weiß, über die Zukunftsfähigkeit & Modernität der Bahn lässt sich streiten, aber ihr wisst was ich meine. ;-)