Tja, dann liegen sie halt noch ne Weile, wie es unterirdisch schon teilw. seit Jahrzehnten der Fall ist ;). Ob man die überhaupt noch verwenden könnte?
Tramgleise überdauern nach 100 jähriger deutschlandweiter Erfahrung selbst unter regem Linienverkehr locker 20 Jahre, nicht selten auch 30 Jahre und sogar darüber hinaus (zumindest rein technisch, man wird aber zur Sicherheit immer eine Sanierung durchführen bevor die technische Nutzbarkeit endgültig ausgereizt ist).
in berlin geht es auch ohne auto. insofern: ich hoffe auf die tram, nicht nur dort!
Das ist schöne Theorie, aber funktioniert nicht. Beispiel München: ein extrem dichtes U-Bahn-Netz mit hoher Fahrtgeschwindigkeit, modernen Zügen und Bahnhöfen, allesamt mit Rolltreppen ausgestattet. Ergänzend Stadtbusse und Tramlinien zur Naherschließung, ein riesiges S-Bahnnetz (viel mehr Streckenkilometer als das der berliner S-Bahn!) zur Anbindung der Region.
In München müsste keiner das Auto nehmen. Kein Pendler aus einem Vorort im Grünen, kein Schwabinger der in's Büro fährt. Aber was sieht man? Leute die direkt an einer U-Bahn Station wohnen und deren Arbeitsplatz nahe einer anderen U-Bahn Station liegt und trotzdem den PKW zur Arbeit nehmen. Da gibt es unzählige Gründe, von Bequemlichkeit bis hin zum Sicherheitsgefühl. In jedem Falle sind die meisten Menschen nicht nur pragmatisch was ihre Mobilität angeht (ich habe selbst nicht einmal ein Auto, weil ich Autofahren nur als Stress empfinde und man sehr viel Geld spart wenn man ganz auf ÖPNV und Radeln setzt, aber damit gelte ich in meinem Freundeskreis als Paradiesvogel...).
Das Ende von der Geschicht': München hat auch einen Autobahnring um die Stadt herum, hat einen Mittleren Ring mitten durch die Stadt und hat dann noch einen Altstadtring, alles wunderbar und teuer ausgebaut, mit zig Tunneln und die staugewöhnten Pendler kommen trotzdem nicht auf die Idee ihr fahrendes Blech stehen zu lassen, gar abzuschaffen, und auf die Öffis zu setzen. Und warum sollte das in Berlin, wo es breitere Straßenschneisen und geringere Bevölkerungsdichte als in München gibt/sich die Stadt auf eine überproportional größere Fläche verteilt, anders sein.