Beiträge von I_Engineer

    Es wird keine Reden geben, stattdessen wird eine türkischstämmige Moderatorin von Arte eine Podiumsdiskussion leiten.....

    Ich weiss nicht, wer jetzt hier schon wieder das bedürfniss hatte, krampfhaft ein zeichen der integration an solch einem Tag zu setzten. Oder wer genau vor was angst hat, damit es so wichtig ist, das hier jemand mit so gross herausgestelltem mirgrationshintergrund eine solche Rolle einnimmt.

    Aber da sich der WK2 ja nicht gegen die Türken richtietete, sondern praktisch gegen den gesamten rest der welt geführt wurde, fände ich es wahrlich besser, wenn jemand mit einem migrationshintergrund aus einem der ehemaligen Kriegsgegnernationen oder eben NS-Verfolgungsopfern hätte. Sehr gut würde hier jemand aus Polen, der ehmaligen Sowjetunion, Frankreich, GB oder den USA passen. Oder natürlich auch ein Opfer des SED regimes......

    Naja, aber was solls....

    Ich war an dem Abend im Publikum und habe mir die Diskusion live angehört.
    Prinzipiell wird das in der Presse alles etwas verkürzt und polarisiert dargestellt, weshalb auch der Eindruck, den die einzelnen Teilnehmer hinterlassen etwas verfälscht wird.

    Speziell Lüscher hat bei mir an dem Abend doch sehr gewonnen---
    Es geht ihr nicht darum, den kolhoff plan aus prinzip zu ändern. (weil sie kollhoff oder dessen architektursprache nicht mag) Ganz im gegenteil geht es ihr darum, an seinem Plan festzuhalten (!) und diesen eben nach dem Stillstand der letzten 20 Jahre so anzupassen, das die Hochhäuser insgesammt, aber insbesondere die Sockelbebauung im Bereich des Park Inn in absehbarer Zeit basierend auf der aktuellen Martklage und Nachfrage realsiiert werden können. Lüscher war die erste, die an dem Abend nein gesagt hat, als an dem Abend die Rede von einem neuen Wettbewerb für einen neuen Masterplan war.

    Anpassung war aus ihrer sicht in 3 Bereichen nötig: Das Haus des Reisens, das sie wohl erhalten will.
    Dann will sie eine Loslösung der Hochhäuser von der Sockelbebauung rund ums Park inn, so das erst mal der Alexanderplatz als Platz vervollständigt werden kann,und die Hochhäuser dann kommen können, wenn die Nachfrage da ist . Sei es nun als Wohnhochaus oder als Büro oder Hotel wird sich dann zeigen.

    Und zu guter letzte eben das Park Inn, für das es aus Ihrer sicht derzeit aus wirtschaftlicher sicht überhaupt keine Perspektive für einen Abriss und Neubau gibt. Was nicht heissen muss, dass das Hochhaus in 20 Jahren nicht doch abgerissen werden könnte, und mit einem Haus gemäss kolhoff plan ersetzt werden könnte (!!!)

    Es geht ihr eben darum, Stadt und stadplanung als Prozess zu begreifen und nicht als einmaligen kraftakt um eine grosse, gefälllige Figur zu errichten, die dann für immer buchstäblich in Stein gemeisselt ist.

    Genau das finde ich als ex Münchner, also einer stadt, in der sich gar nichts mehr tut, weil alles wie eingefroren ist sehr sympathisch und lässt für Berlins zukunft hoffen.

    Sie selbst behauptete auch von Sich, das sie ein keinster weise gegen "visionen" sei.
    Aber man müsse sich dann eben auch klar machen, was es zu heissen hat, "visionen" zu haben, und das sich das nicht auf "sich in den Himmel schraubenende Hochhäuser" beschränken dürfe (gegen die sie im übrigen nicht hat !!!!)

    Und hier in hoher auflösung

    Rot: Ringbahn
    Türkis: Umsteigestationen zu bestehenden Bahnlinien


    Als Münchner, der nun 5 Jahre in Berlin lebt habe ich mich mal hingesetzt, und mich spasseshalber mit dem Thema "Ring-U-Bahn" beschäftigt.

    Grundhypothese: München ist bereits jetzt zu gross, um alle verkehrsströme durchs zentrum zu führen. und münchen wird durch seinen wirtschaftlichen Erfolg weiter massiv wachsen.

    Das spinnenartige netz aus den 70ern ist somit überholt und wird durch eine weitgehend unterrirdische Ringbahn ergänzt und entzerrt.

    Wie genau die Bauliche ausführung dieser Ringbahn aussieht möchte ich mal bewussst offenhalten. Ich könnte mir vorstellen, das es entweder nach Münchner U-Bahn standart ist, oder aber eine komplett eigene, unabhängige u-Bahn (z.B. von den dimensionen so wie die Berliner Kleinprofil-U-Bahn, um kosten zu sparen) oder aber als kompletter Stadtbahntunnel (wo dann beispielsweise Flexity 2-artige Züge fahren könnten und evlt über rampen auch noch oberridisch weiter ins umland fahren könnten)

    Der routenverlauf folgt einer relativ einfachen logik:
    Im Westen ist es die jetzt als Tram geplante Westtangente. Im Norden wäre die streckenführung oberiridisch entlang des nordringes. Im Osten und Süden ergigbt sich die (unterirdische )Streckenführung dadurch, das man die bestehenden U- und S-Bahnlinien in einem bestimmten abstand vom Zentrum tangential miteinander verbindet, um eben die Verkehrsströme zu entzerren.

    Im Nordosten würde der Tunnel unter bisher freien Feldern durchfahren. Diese wären dadurch natürlich excellent an den OPNV angebunden, und würden sich infolge dessen und durch ihre Innenstadtnähe hervorragend als neubaufläche eigenen, um die bestehende Wohnungsnot zu linern und das Wachstum aufzufangen....

    Die Gesamtlänge des ringes ist so wie dargestelllt ca. 37 km, wovon ca. 8 km am nordring oberirdisch wären, der rest in Tunnellage. Somit entspricht der U-Bahn ring in etwa dem Berliner S-Bahn ring, die Fahrzeit wäre ca. 1h für eine rundfahrt.
    Bzw. für einen Viertelkreis wie von Laim nach Freimann ca. 15 minuten .

    Tja, und was die Kosten angeht: 1km U-Bahn kostet wie wir wissen zwischen 60 und 100 mio Euro. Da sehr viele, sehr komplizierte umsteigebahnhöfe gebaut werden müssten, läge man wohl im Schnitt im oberen bereich.
    Macht also eine gesamtsumme von ca. 3,5mrd Euro (da ja ein teil oberirdisch wäre)

    3,5mrd Euro---die einen sagen unbezahlbar, die anderen sagen, dass das bei der derzeitigen niedrigzinspolitk der EZB problemlos durch die KFW vorfinanzierbar wäre ;)

    Muss man doch gar nicht einschätzen...Steht doch im Datenblatt:

    70m lang und 6,7m Bohrkopfdurchmesser vorne. Die "Container", die hinter dem Bohkopf hergezogen werden haben, soweit ich das beurteilen kann das übliche lichtraummass, um auf Strasse oder schien als Transport mit übergrösse durchzugehen.

    Durchmesser und Länge der Tunnelbohrmaschine entsprechen in etwa dem des Rumpfes einer 777-300

    Interressant finde ich auch, das man urpsürnglich Tunnel mit 10m aussendruchmesser Bohren wollte, dann aber aus Platzgründen auf 6,7 m gegangen ist. 10 meter wäre echt gigantisch gewesen, vor allem da eine U-Bahn selbst ja gar nicht so gross ist....

    Torben,

    Ja, stimmte Dir mit der Strasssenbahn zu. Von hier aus Berlin kann ich sagen, das eine niederflurige Strassenbahn mit niedrigen Bahnsteigen defionitv besser aussehen würde als das, was da jetzt kommt...wenn man eben schon keine richitge U-Bahn bauen will.
    Ich sage bewusst will, weil ich irgendwie nicht so recht daran glaube, das sich eine richtige u-Bahn (in der billigsten ausführung) nicht rechnen würde. Wenn ich mir ansehe, was derzeit in Lissabon, Madrid, Barcelona oder Palma de Mallorca (!!!) an richtigen U-Bahnen gebaut wird bzw. in den lezten Jahren gebaut wurde, dann sollte sich die Finanzmetropole Deutschlands mit Sitz der EZB, Bundesbank und dem grössten Verkehrsflughafen des Landes doch bitteschon eineinhalb kilometer U-Bahn in ihrem repräsentativsten Neubaugebiet leisten können.
    Alles andere wäre ein witz.
    Es geht hier um mehrkosten von vielleicht 50-100 mio gegenüber der jetzt realisierten variante.....
    Hier in Berlin baut man für 150 mio € ein 1km langes unterirdisches S-Bahn stück das parallel zu einer bestehenden U-Bahn und zu einer bestehenden unteriridischen Regionalbahn fährt. Wenn man will, findet man einen Weg

    Ich finde das alles extrem enttäuschend.
    Vom "Boulevard" wird nichts mehr übrig bleiben, wenn er von Rampen und gleisen zerschnitten ist. Insbesondere die Rampen sind in der Präsnentation mit allen mittelnr der 3D-Visualsierung bis zur unkenntlichkeit beschönigt.

    Wenigstens bis zur Emser Brücke hätte man sie unterirdisch bauen können.
    Wenn schon nicht als "richtige" U-Bahn, dann wenigstens als "unterpflasterstrassenbahn", sprich als Einschnitt mit (begrüntem) Decke drauf. Dadurch wäre dann auch die anschliessende Rampe nicht so gross ausgefallen.

    Beispiel für eine solche Unterpflaster-Strassenbahn bauweise ist die U1/U2 in Beriln am Tauentzien. Auch wenn die schon etwas älter ist, könnte man so etwas heute mit moderneren methoden erst recht bauen.

    So eine städtbauliche Chance wie den EuropaBoulevard bekommt man nur alle 100 Jahre, da sollte man dann doch keine halben sachen machen.

    Ich habe auf Competitionline einen sehr interressanten Beitrag für eine Freiraumgestaltung gesehen.
    Prinzipiell könnte ich mir das Marx-Engels Forum und auch den Vorplatz des Rathauses ganz gut so vorstellen,


    http://www.competitionline.com/de/beitraege/65900

    http://www.competitionline.com/upload/images/…-axo-120319.jpg

    http://www.competitionline.com/upload/images/…_cam1-final.jpg

    http://www.competitionline.com/upload/images/…_cam3-final.jpg

    Wenn das Schloss fertig ist und das Gebiet rund um den Molkenmarkt und dem Alex endlich richtig bebaut sind (insbesondere mit ein paar schicken hochhäusern) könnte das M-E-Forum und der Rathausplatz eine sehr angenehme, einladende und willkommene Grünfläche, ein öffentliches Forum zwischen all der Bebauung sein.

    Wie gesagt, könnte....wenn man es richtig macht.

    Das beste aus meiner Sicht wäre ein Ideenwettbewerb, in dem beispielsweise 10 Varianten für eine Bebauung und 10 Varianten für eine nicht bebaute Lösung erarbeitet und gegenübergestellt werden. Dann hätte man eine Diskussionsgrundlage.

    Besser hätte man es nicht sagen können Isek. Leider :(

    Und soll ich Dir was sagen: Aus genau dem Grund habe ich München vor ein paar Jahren verlassen...und jetzt muss ich diese rückwärtsgewandte öko-hippster neureichenbewegung auch hier in Berlin aufkeimen sehen... Ist wohl leider nicht nur eine Münchner Krankheit....

    Ich denke das man sich hier bewusst sein sollte, das es politisch vermintes Gebiet ist, auf dem man sich bewegt.
    In sofern sollte man sehr behutsam bei der Wortwahl sein, schliesslich sollen gute architektonisch/städtebauliche Ideen nicht durch eine plumple rehtorik disqualifiziert werden.

    De Facto wird der Platz neu angelegt, auch wenn er eine 300 jährige geschichte hat, daher wäre auch ein neuer Name und evlt eine neue gestaltung angebracht, auch wenn die alte Gestaltung von Schinkel sicher eine phantastische Bereicherung für Mitte wäre.

    hier mal der vollständigkeit halber ein Link zur "historischen" platzgestaltung, vor dem U-Bahn bau.

    http://de.academic.ru/pictures/dewik…tz_lageplan.png

    Und so sah die Nordhälfte des Platzes aus, bevor ihn die Nazis für ihre Aufmarschfläche Plattgemacht haben:

    http://de.academic.ru/pictures/dewik…9e4e0c65cd0.jpg

    und hier noch der Platz nach dem U-Bahn bau und ebenfalls vor "Umgestaltung" durch die Nazis
    https://model2.de/light/6610/wilhelmplatz55k3v.jpg

    Der jetzige Abgang zur U2 ist auch an die durch die Nazis "reduzierte" Variante angelehnt.
    Theoretisch könnte man somit auch argumentieren, das man auch gleich noch den Vor-Nazi zustand des U-Bahn-Aufganges wiederherstellen könnte.

    Und was politisch korrekte Namen angeht: Man plant derzeit im Übrigen, den unter dem Platz liegenden Bahnhof "Mohrenstrasse" aufgrund der rassistischen Nebenklänge des Namens umzubennen.
    Würde der Platz wieder hergestellt werden, könnte man U-Bahnhof und Platz gleich zusammen mit einem Neuen Namen versehen.....

    Jep, man müsste den WBS-70 Plattenbau (inklusvie Hit-Martk im Keller) auf der nördlichen Platzhälfte, der in den späten 80ern errichtet wurde auch abreissen, dann wäre der Platz wieder vollständig.

    Das Prachtexemplar ist hier zu sehen:

    http://www.flickr.com/photos/wolf-rabe/7716815850/

    (und bevor jetzt wieder alle schreien "hier werden günstige wohnungen vernichtet"....da sind inzwischen zu einem grossteil Ferienwohnungen drin)

    Der witz ist ja, das man gar nix baut, sondern den vorher vorhandenen Wilhelmplatz wiederanlegt. Man muss ihn ja nicht wieder Wilhelmplatz nennen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelmplatz_%28Berlin%29

    Wilhelmplatz im Stadtegefüge, vor dem bau der neuen Reichskanzlei

    Dass das, was da dann gebaut werden würde nicht viel besser wäre als das, was derzeit vorhanden ist kann sich hier jeder denken.

    Ich glaube, das hier im Forum die meisten User einfach schon viel zu viele Neubauprojekte mitverfolgt haben um noch daran zu glauben, das sie das halten, was die Renderings und die verschwurbelten, oft pseudointellektuellen Entwurfserläuterungen versprechen---Sie tun es einfach in mehr als 50% der Fälle nicht!

    Daher schliesse ich in diesem Fall mit meiner meinung: Entweder die tschesiche Botschaft bzw. das gebäude beibehalten, es ist in der Tat ein beeindruckender Vertreter seiner Epoche, oder, wenn schon weg, dann konsequent und den alten Stadtraum wiederherstellen.

    Bitte keine 08/15 standart-Investorenarchitektur!!!!

    Edit: Falls sich Nordkorea mit einem entsprechenden Geldbetrag evtl auch zu einem Umzug bewegen lassen würde, könnte man, basierend auf dem jetzigen Hotelboom auch das hier wieder am wiederentstandenen Platz aufbauen: (in-deckung-geh)

    http://www.potsdamer-platz.org/kaiserhof.htm

    Auszug aus dem Artikel:

    "..."

    Das ist ja eine fast schon zynische beschönigung und euphemisierung der planlosigkeit von Frau Lüscher.
    Das auch noch als konzept darstellen zu wollen ist eine Frechheit ohne gleichen.

    Planung, insbesondere Stadtplanung war schon immer das Durchsetzen eines konzeptes(dessen erstellung aufgabe des Planers ist) gegen all jene, die es aufgrund ihrer eigenen Defizite bzw. ihrer Position im System verwässern wollen.
    Das ist keinesfalls Hans Stimmans Idee bzw. "Erfindung" gewesen.

    Wenn man den Dialog bereits als Ziel ansieht wird nichts entstehen als Chaos.

    Hinweis der Moderation: Die Einbindung des Zitats wurde editiert. Grund: Unerlaubtes Pressezitat.
    Bitte künftig auf die Richtlinien für das Einbinden von Texten achten. Vielen Dank.
    Bato

    auf der Website von Neumeister und Partern (N+P) habe ich zufällig ein paar sehr sehr ansprechende Renderings zum PTS system am Flughafen (zwischen T2 und dem dazugehörenden Satelliten) gefunden.


    copyright bei neumeister and partners


    link zur website und zu noch mehr bildern http://www.np-id.com/project.html?c…C-Design-Studie


    auszug aus der Beschreibung:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das Design, welches sich durch großzügige Glasfronten sowie einer gläsernen Decke auszeichnet, ist eher „horizontaler Lift“ als Fahrzeug. Die Verschmelzung mit der Architektur ist sowohl zeitlos als auch ein Schritt in die Zukunft und macht den Aufenthalt am Flughafen zu einem eigenen Reiseerlebnis.


    netterweise sieht man an den Renderings auch ein bisschen etwas vom Bahnhof und der vertikalen erschliessung. Ob das dann auch so gebaut wird, sei mal dahingestellt.


    gebaut wird wohl leider dieses gruselige old-school design:

    copyright by bombardier


    Edit: Ne quatsch, wirds gar nicht. Das Bombardier Design wurde von N+P zum Glück auch nochmals überarbeitet, um es dem Anspruch des Flughafens München anzupassen.

    Ergebniss ist doch ganz gut geworden:

    http://www.np-id.com/project.html?c…sign-Refinement

    Dekoratives Anführungszeichen

    Nachdem N+P bereits 2010 eine Studie für das PTS des Münchener Flughafen gestaltet hatte wurden wir auch für die Designanpassung eines bestehenden Systems an die Anforderungen, Architektur und Markenidentität des Terminal 2 beauftragt.

    Das neue Design unterstreicht nun die moderne und offene Architektur und gewährleistet dennoch maximale Nutzbarkeit und Komfort. Zeitloses Exteriordesign sowie eine sich zurücknehmende aber elegante Material - und Farbwelt im Inneren binden das Fahrzeug optisch in seine Umgebung ein. Details und Akzente integrieren Markenwerte der Lufthansa und des Flughafens und schließen wiederum den Kreis zur damaligen Studie.


    copryright N+P

    Dekoratives Anführungszeichen

    Man möchte den Architekten und Stadtplanern zurufen: "Nun reißt Euch doch mal zusammen! Und werdet Eure Verantwortung gegenüber Eurer eigenen Generation gerecht." Aber schon Aufgeben ohne es überhaupt zu versuchen, zu lamentieren, dass man eh nie die Leistung der glorreichen Vorgänger ereichen wird, erinnert mich an meine pubertierenden Kinder.


    Diese ermahnende Klugscheisserei stört mich ganz gewaltig.

    Hier geht es nicht um die Rettung der deutschen Baukultur, sondern darum, das auf Teufel komm raus Argumente "generiert" werden sollen, um den Wiederaufbau eines bei einer bestimmten Personengruppe aus ideologischen Gründen verhaßtem Projekt zu verhindern.

    Tagtäglich werden in Deutschland dutzende Neubauten fertig bzw. neu begonnen.
    Bei jedem kann sich die Architektenschaft selbst verwirklichen und zeigen, was sie auf dem Kasten haben...Nutzen sie diese Chance? Meiner Meinung nach nein...und das liegt nun wirklich nicht an den wenigen Rekonstruktionsprojekten, die Deutschlandweit im vergleich zum Neubauvolumen im mikroskopischen Bereich liegen.

    In Potsdam gibt es genug Neubauvorhaben, auch an prominenten stellen, wo Architekten ihr können unter Beweis stellen können. Bestes Beispiel waren in der Vergangenheit der Hauptbahnhof, oder ist jetzt der geplante Neubau der ILB direkt daneben.

    In Berlin die gleiche Heuchelei: gegen das Stadtschloss wird intrigiert mit genau dem selben Argument, aber 500 Meter weiter fehlt der Mut und die Entschlossenheit, mit moderner Architektur ein paar schicke Stahl-Glas Hochhäuser hinzubauen.

    Nein nein...das ist mir alles zu abgedroschen.

    so ganz erschliesst sich mir noch immer nicht der Zeitplan.
    Nach den öffentlich zugänglichen daten sollen die beiden röhren im laufe des Jahres 2014 fertig gebohrt sein. Ok, ist ja auch nicht sonderlich weit.
    Aber dann braucht man noch geschlagene 5 Jahre (bis 2019) um den rest fertig zu bauen??????? Oder ist da richtig viel Puffer dabei und der Tunnel könnte evtl. schon früher öffnen? den innenausbau der ersten röhre könnte man ja problemlos anfangen, während die zweite noch gebohrt wird....
    Hmh....