Beiträge von I_Engineer

    OMG, wie traurig.:nono:

    Ich bin gestern dran vorbeigefahren...das Ding könnte genau so gut ein logistikcenter irgendwo in der nähe von Schönefeld sein.

    Wenn man dann 500 meter weiterfährt kommt man am neuen BMW-Zentrum vorbei, das fast genau so aussieht von der architektursprache.

    Silberne Box die auf einer dunklen fuge "schwebt"....Mehr fällt den Architekten heute nicht ein....Hoch lebe das ICC!!!

    Das wird ne beeindruckende Ecke!
    A100 Neubau, 175m "Torsituation" von der Flughafen-Einfallautobahn und das alles im Jahr 2014-2017. Berlin beginnt mich positiv zu überraschen!

    Die ganze Gegend und somit ganze Teile Neuköllns werden sich in folge dessenmassiv ändern, da garantiert weitere investoren angezogen werden.

    Trotzdem bin ich etwas zwiegespalten darüber, das schon wieder der "Fehler" gemacht wird, die Hochhäuser über die Stadt zu verteilen, statt einen schönen Cluster zu bauen.

    Wir betonieren in Deutschland pro Tag 70 Hektar land zu.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenverbrauch

    Jeden Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
    Macht ca. 254 quadratkilometer pro Jahr, die für Factory outlet center, discounter, möblemärkte und deren Parkplätze verwendet werden.
    Hier sollte man ansetzten!!!

    Wie oft wird eine Start- und Landebahn a la MUC, FRA oder BER gebaut? Einmal in 40 Jahren!
    Ein derartiges Projekt hat bilanziell maximal Symbolcharakter, wenn währenddessen tausende von quadratkilometern unter beton und aspahlt verschwinden. Oftmals für Gewerbegebiete, die dann nach 20-30 Jahren leer stehen.

    Ja, für die dritte S/L-Bahn geht etwas natur verloren. Aber kein Vergleich zu dem, was tagtäglich überall anders im Land geschieht, auch und gerade im Münchner Umland.

    Meine grösste Befürchtung ist, nachdem jetzt die rechtsstaatlichen Mittel ausgeschöft sind,dass irgendwelche Spinner auf Bäume klettern und sich festbinden oder anfangen, Zeltstädte zu bauen....
    So euphorisch ich auch bin aufgrund des Urteils, ich fürchte, es ist alles noch nicht ausgestanden.
    Das Beste wäre, wenn die FMG das Gelände sofort umzäunt....

    Uiuiui, da wird eine sehr sehr grosse Flasche aufgemacht.
    Mit einer Routenführung quer durch die Münchner innenstadt mit anbindung an bestehende U-Bahnhöfe und dem Bau von neuen Bahnhöfen, insbesondere unter dem Hauptbahnhof und an der Münchner Freiheit wird das Vorhaben richtig richtig richtig teuer und aufwändig.

    Aber ich sehe nicht wirklich eine alternative dazu, es stimmt ja, dass das Netz vollkommen überlastet ist und beim Zuzug von noch mehr Menschen total zusammenbrechen wird.

    Ich hoffe, es wird schnell umgesetzt und kommt nicht zu so einer dauerveranstalltung wie bei der Stamm2

    Dekoratives Anführungszeichen

    Schwer haben werden es m. M. nach die Potsdamer Platz Arkaden. Saturn ist dort längst raus und wird im neuen EKZ neu eröffnen. Andere werden folgen. Entweder werden die Potsdamer Platz Arkaden dann als B-EKZ vor sich hin siechen oder man muss sich dort was ganz neues einfallen lassen.

    Hugendubel ist auch schon raus. Im Keller wurde der Edeka durch einen REWE ersetzt und an stelle des Saturn soll bald ein TK-Max einziehen. Auch hat H+M massiv umgebaut. Dort wurde eine komplette Etage nach unten hinzugefühgt, indem ein Teil der Tiefgarage "geopfert" wurde und mithilfe eines dekendurchbruchs erschlossen wurde.

    Ich denke also, das geht alles in richtung B+...wenn es funktioniert. Das grösste Problem ist und bleibt, das die Arcaden eine art "Sackgasse" darstellen. Es gibt nichts interesseantes auf der anderen seite. Man muss wieder zurück.
    Hier hat es das HGHI Projekt durch seinee Scharnierfunktion deutlich einfacher....

    Dekoratives Anführungszeichen

    @ JanM. Restrigo

    In den Jahren, als ich in Berlin gelebt und gearbeitet habe, hat mich dieser merkwürdige Hang, Schund, Dreck, Grafittis und Bruchbuden für Essentials von Urbanität zu halten, immer wieder ungläubig staunen lassen. :cool:

    +100 !!!!!!

    Ich wohne jetzt seit fünf jahren in Berlin, bessser hätte ich es nicht sagen können

    Dekoratives Anführungszeichen

    ReinhardR: In der Zeit, als ich in Berlin gelebt habe, habe ich das zeitweise auch so gesehen. Aber dann bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass all diese Essentials ihren Reiz haben und sozusagen ein notwendiges Übel sind, in der Hoffnung, dass diese die Mietpreise nicht so stark steigen lassen.
    ..........

    dort, wo die Mietpreise hochgehen verschwinden als allererstes die Graffiti und die Buden. Und nicht anders rum. Das wird noch richtig spannend, wenn die Walze übers Kottbusser Tor richtung Neukölln rollt...im anmarsch ist sie ja schon

    Dekoratives Anführungszeichen

    Man kann jetzt argumentieren, dass so nunmal die freie Marktwirtschaft in einem mehr oder weniger freien Land funktioniert

    Der Witz ist ja, das es eben keine freie Martkwirtschaft mehr ist, sondern das alles getan wird, damit das Angebot (Verkaufsflächen in attraktiver Lage, Zentralisierung auf einen ganz bestimmten bereich) zwangsläufig so niedrig ist, damit die Preise steigen wie verrückt . Angebot und Nachfrage eben.....

    Hier in Berlin wird ein Shoppingcenter in innenstadtnähe nach dem anderen gebaut...und voila...die preise bleiben bezahlbahr.

    In dem Moment, wo man 3-4 höchstwertige shoppingmalls a la Boulevard Berlin Steglitz oder dem HGHI Projekt am Leizpizigerplatz im Radius von ca. 2 km (also z.B. an der Münchner Freiheit oder an der Dobe Brücke) rund um die Münchenr innenstadt bauen würde (und der Markt würde das hergeben) würden auch die Preise sinken. Und alle würden profitieren...alle bis auf ein paar ganz wenige...

    Städtebaulich/geographisch/verkehrstechnisch ist die MS-Zentrale in U-Heim in der Tat katastrophal eingebunden.
    Das ist der Tatsache geschuldet, daß Microsoft vor 15 jahren schnell ein neues grosses Grundstück für einen Neubau brauchte, und dies das einzige entsprechend grosse auf Gemeindegebiet war!
    Damals war man kurz davor, das Gebiet für die Bebauung mit Reihenhäusern (!!!) freizugeben. Dann kam Microsoft mit 8 geschossiger Bürobebauung.
    Um dies überhaupt erst zu ermöglichen hat man damals übrigens einen sogenannten vorhabensbezogengen Bebauungs und Erschliessungsplan erstellt. Wäre eine reguläre Planungsprozedur durchgeführt worden, wäre schon von vorn herein herausgekommen, das ein derartiges Gebäude an dieser Stelle extrem viele Probleme verursacht. Insbesondere im Bereich Verkehr/Stellplätze und Anwohnerkonflikte.

    Ordnung in das umgebende Mischgebiet zu bekommen wird so gut wie unmöglich sein und auch die Verkehrssituation wird sich kaum lösen lassen. Es ist schlicht kein platz für grössere, breitere strassen da. Man probiert ja schon so lange rum, wie es das Gebäude gibt und findet keine Lösung.

    Es abzureissen und durch wohnungen/Mehrfamilienhäuser zu ersetzten wäre demzufolge wohl konsequent, auch hat der neue SPD Bürgermeister schon einmal im Wahlkampf die Idee hervorgebracht das es besser sei, leerstehende Gewerbeflächen in Wohnraum rückumzuwandeln. Allerdings halte ich es kaum für finanzierbar. Die immobilie ist 15, bei auszug von MS 17 Jahre alt. Auch ist die politische Denkweise eine komplett andere : Man will ja neue, zahlunkskräfitge Unternehmen anziehen! (Auch wenn das evlt eine Illusion ist und sich die dann lieber etwas neues bauen)

    Bei EADS/Cassidian ist zumindest die städtebauliche Situation und die Erschliessung kein so grosses Problem, aber der Gesamtkomplex ist noch grösser und umfasst auch einige Fabrikationshallen. Im Prinzip wäre er ideal für ein Unternehmen wie BMW....

    Durch den Wegzug dieser beiden Vorzeigeunternehmen hat man in U-Heim ein gigantisches Überangebot an Büroflächen. Und beide Objekte sind aufgrund ihres alters nicht ganz unproblematisch. Wahrscheinlich wird man ne ganze menge Geld in die Hand nehmen müssen, um die Objekte zurück in den Markt zu bringen. Evlt. wird auch die öffentliche Hand einen teil der revitalisierungsmasshamen tragen müssen--um dann eben neue Unternehmen anzuziehen.

    In sofern sind grosse Neubauprojekte wohl jetzt erst recht unangebracht.....

    OT: Ich bin mal gespannt, was mit dem riesigen, gerade mal 17 Jahre alten Gebäude in Unterschleissheim wird.
    Es wird praktisch unmöglich sein, für ein so grosses Gebäude einen einzelnen Nachmieter zu finden. Des weiteren ist die Verkehrssituation seit jeher prekär und die städtebauliche einbindung nicht sonderlich repräsentativ.
    Es gibt mehr als genug Bürogebäude-Leerstand im Umland....

    So wie von Tel33 formuliert war das Statement meinerseits eigentlich auch gedacht.

    Selbstverständlich müssen Versammlungsstätten so errichtet werden, das die Nutzer im Brandfall (so er denn überhaupt noch eintritt aufgrund der inzwischen oftmals komplett unbrennbaren Materialien) sicher sind.

    Aber das, was da passiert ist eine von niemandem mehr zu kontrollierende verselbstständigung der entsprechenden Normierungsausschüsse (seitens des DIN und der entsprechenden Europäischen gegenstücke) mit dem Ergebniss, das die Fachplaner und Architekten nur noch versuchen, ihren Kopf aus der Schlinge zu bekommen und möglichst unbeschadet aus jedem Bauvorhaben heraus zu kommen.
    Und ganz nebenbei werden dann solche architektonischen Schwachsinnsergebnisse präsentiert wie jetzt beim Schloss.

    Das ist doch eine Farce.....

    Ps: Was müsste man denn laut aktueller Brandschutzverordnung machen, damit die Kuppel öffentlich betretbar ist? Also ausser der Tatsache, das sie komplett aus nichtbrennbaren materialien Gebaut werden muss, das sie komplett gesprinklert sein muss und das es 2 unabhängige Fluchtttreppenhäuser geben muss? Kann dazu mal jemand was sagen?

    Da hat sich ein Sponsor für die Kuppel des Stadtschlosses gefunden, und bereits jetzt ist klar, das sie aus Brandschutzgründen NICHT für die Öffentlichkeit zugägnlich sein soll?????
    Eigentlich würde ich das für einen schlechten Witz halten, aber nach dem BER Debakel glaube ich inzwischen, dass das ganze Methode hat.

    BTW: Die Ausführungsplanung des BER wird vom selben Archtitekten gemacht, wie die des Schlosses.
    Wäre vielleicht gar nciht so dumm gewesen, wenn man beim BER auch von vornherein gesagt hätte, das er nicht für die öffentlichkeit zugänglich sein soll ;)

    Deutschland hat ein ernsthaftes Brandschutzproblem.... :nono::nono::nono::nono:

    Zur aktuellen Entwicklung der Nutzung öffentlichen Raumes hier mal ein interressanter Artikel aus dem Heutigen Tagesspiegel:

    Es geht um den Görlitzer Park.

    Vor ein paar Tagen wurden 4 Autos angezündet. Anfangs ging die Polizei noch davon aus, das kein politisches Motiv hinter der Tat stand....bis ein Bekennerschreiben auftauchte.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/goerlit…ht/8537778.html

    Darin wird der Anwohnerinitiave "Unser Görli-einer für alle" rassissmuss und pauschale verurteilung der (meist schwarzen) Drogendealer vorgeworfen.

    Auch der Betreiberin des Görli-Cafes "Edelweiss" wird Rassissmus vorgeworffen.

    Die Politik ist natürlich wie immer sichtlich betroffen und entstetzt und tut (wie immer ) so gut wie nix.

    Ich denke, in den nächsten Jahren könnte es noch spannend werden in dieser Ecke Berlins.

    Ich gehe da immer ganz gerne hin, und schaue mir den Wahnsinn live an---es wird nicht mehr lange dauern, bis es da mal richtig richtig knallt. Und dann wills natürlich keiner gewesen sein, und niemand hat von etwas gewusst.

    Das inzwischen selbst linke Bürgervereinigungen als rassistisch bezeichnet werden zeigt, wie der Artikel auch schreibt, die "neue Qualtiät" der Auseinandersetzung.