Beiträge von I_Engineer

    Ein Merkmal des Nationalsozialismusses ist ja, das er sich aus allem, was er so vorfand das herausgenommen hat, was er im Moment am besten verwursten konnte.

    Erst durch diesen Ideenklau ist aus diesem dilettantischen Haufen, der sich nach dem WK1 an münchner biertischen traf jene Monstrosität geworden, die in wir kennen.

    Was sagt es jetzt über die Moderne, wenn bestimmte Nazi Architekten einige Elemente für sich vereinnahmten?

    Irgendwo habe ich mal ein Zitat gelesen..." Mauern tragen keine Schuld"...Menschen tragen Schuld.
    Und ja....es wird einigen vertretern der Moderne, allen voran Le Corbusier immer wieder vorgeworfen, totalitäre Ansätze zu verfolgen.

    Aber es geht ja um den Kern einer Bewegung---nicht um einzelne Randgestalten oder Sonderfälle....und da waren die Moderne und die Nazi Architektur eben Feuer und Wasser...auch wenn es an manchen Stellen formale überlagerungen gab und die Nazis Stilemente "geklaut" haben, wenn es ihnen gerade passte.

    irgend was hast du da falsch verstanden....Die Moderne wird ja deshalb gefeiert, weil sie von den Nazis ja so verhasst war, das sie sich eben nicht durchsetzen konnte.

    Architektur ist eben poltik, und nicht einfach nur design/gestaltung.

    Die Nazis haben das meisste gehasst, worfür die architektonsiche moderne stand, speziell den gesellschaftlichen ansatz. Und deshalb wurde sie von den Nazis als Symbol genommen und bekämpft. Und deshalb wird sie heute umgekehrt gefeiert.

    1936 waren die Nazis 3 Jahre lang an der Macht und schlicht und ergreifend in einer (architektonischen) Konsolidierungsphase.

    Das heisst, das speziell in den Anfangsjahren errichtete gebäude oftmals noch nicht 100% dem entsprachen, wo man eigentlich hinwollte. Und auch noch nicht allle Architekten komplett auf Linie gebracht waren. Bestes Beispiel: Mies van der Rohe hat noch 1937 versucht, eine naziversion seines berühmten Barcelona Pavilions für die Weltausstellung in Paris einzureichen...ohne Satteldach, dafür mit viel Hakenkreuzen und Fahnenmasten. Irgendwann hat er dann gemerkt, dass das nichts mehr wird und ist endgültig ausgewandert.

    In sofern ist es sinnvoller, die planungen anzusehen, die für Germania, München, Linz , die ganzen siedlungen im Ostraum angestrebt waren, wenn man wissen wollte, wohin die reise gehen sollte.

    In sofern spiegelt die tatsächliche, gebaute nazi architektur auch ein bisschen den selbstfindungsprozess der nazis während sie an der macht waren wieder.

    Mein Kunstgeschichte Prof. formulierte es mal so: "In den Anfangsjahren war noch etwas vernunft zu erkennen, die sich dann aber mehr und mehr verflüchtigete, und der ideologie platz machte".

    Der Flughafen wurde unter Einflussnahme der Luftwaffe errichtet. in dieser komplett neu geschaffenen "organisation" war man sehr zukunfts und technikorientiert, auch und gerade was Flughafenbauten anging (sowie Hangars und Betriebseinrichtungen)

    Kunstgeschichtler sprechen daher auch von einer "Luftwaffenmoderne innerhalb des nationalsozialistischen neoklassizissmusses". Kein Witz!

    Nur so als ergänzung..... ;)

    Siedlungsbauten mussten natürlich "völkisch" errichtet werden.....
    (wobei ja die "untermenschen aus dem Osten" auch im tiefsten sibirien in häusern mit satteldach leben....aber gut , die nazis sind nunmal nicht logisch....)

    Ein "richtiges" Hochhasu am Hauptbahnhof war dort als landmark von anfang an gedacht.

    Wobei---ich wiederhole mich- ein "richtiges" hochhaus aus meiner sicht eben nicht 100, sondern eben wie in FRA auch so ab 120-140 metern beginnt. Kurzzeitig war an dieser stelle ja auch mal ein Turm von der Bahn selbst mit 200 metern geplant.

    Hätte ich grossartig gefunden!. Eine weitläufige Stadt wie Berlin und das grossmasstäbliche Umfeld am Hauptbahnhof verträgt Hochhäuser in der 150m(-200) Liga locker.

    hier mal der "neue" Bahntower entwurf von Murphy Jahn aus den 90ern, damals mit knapp 200 metern höhen.

    Das einzig ärgerliche an der zweiten Stammstrecke ist, das sie nicht schon längst fertig ist.
    Man redet schon viel zu lange darüber, sucht alternativen, die es nicht gibt, nie gab und nie geben würde, wenn man die Stamm2 kippen würde.

    Eine investition von 3 milliarden €, die als investition direkt in die heimische wirtschaft zurück fliessst und nach fertigstellung den alltag von hunderttausenden von menschen verbessert ist die beste Investition, die ein Land überhaupt machen kann.

    Und von der Stamm 2 wird München ja noch in 100 oder 200 jahren profitieren---ich denk da nur an Berlin---eine der wichtigsten U-Bahnlinien ist die 1902 eröffnete U1 und U2 ( google mal "Stammstrecke der Berliner U-Bahn". Wer frägt da heute nach den Baukosten??????
    ...in sofern sind die 10 Jahre, von welchen ISEK sprach im prinzip fast noch viel zu kurz gerechnet....

    Und von mir aus kannst Du gerne auch andere Punkte heraussuchen, wo in Deutschland kohle ohne ende verpulvert wird. Fangen wir mal beim verteidigungshaushalt an! Der NATO Europachef will ja, das Deutschland den Militärhaushalt deutlich erhöht. Weil Krieg ja so geil ist! Und Panzeruschi und Mutti werden natürlich folgen, so wie sie es immer tun, wenn ein Befehl aus Brüssel oder Washington kommt. Da sage ich nur: Lieber S- und U-Bahnen fürs Volk als Panzer und Kriegsschiffe für die Politiker....

    Ich empfehle jedem mal sich jetzt, nachdem die Kuppel des Schlosses fast ihre endgültige höhe erreicht hat, auf die Treppen des Brunnens vor der Marienkirche zu stellen und richtung Westen zu blicken.

    Die moderne Ostfassade des Schlosses und dessen markante Kuppel geben dem ganzen Areal den dringend benötigten optischen Halt richtung Westen.

    Klar---es ist nach wie vor eine riesen fläche, die gestaltet und bespielt werden muss---aber wenn diese an einem schönen Tag voller menschen ist, und das ist inzwischen sehr häufig der Fall (und dann sind auch die Assis ganz klar in der unterzahl) entsteht eine unglaublich weltstädische Atmosphäre.

    Das wird eher noch zunehmen, wenn Schloss (und die kuppel) komplett fertig ist.

    Im winter, wenn es kalt ist und der wind weht, ist das ganze areal sowieso mit einem riesen Weihnachstmarkt und der eislaufflläche "zugebaut"

    grossartig !!!

    auf den ersten blick etwas speziell, aber da eine skyline ja aus vielen hochhäusern besteht und nicht nur aus einem defintiv eine grosse Bereicherung für die Frankfurter Skyline.

    Mit 185 m auch ein richtiges Hochhaus im internationalen Vergleich.

    Die Perspektive von der Kreuzung wird spektakulär.

    Ich hoffe, Frankfurt geht seinen mutigen weg weiter...die Stadt wird besser und besser in ihrem umgang mit Hochhäusern.

    Stadt ist immer ein Prozess und ncihts statisches. Daher kann so etwas auch nicht gebaut werden und ist dann einfach da. Eine funktionierende Stadt bzw. ein guter Stadtraum muss entstehen. Mit dem LP12 ist jetzt etwas sehr grosses gesetzt worden, und das muss jetzt mit der umgebung verwachsen. Ich habe niht die geringsten zweifel, dass das geschehen wird. Ich denke die Grund DNA funktioniert und alles andere kann durch aktives management und kleinere umbauten angepasst werden.
    Das wird ein paar iterationsschritte benöitgen, aber wird kommen. Dafür ist die Lage im Zentrum Berlins in der Summe ihrer eigenschaften einfach zu gut....

    Ich habe scheinbar geschrieben und ich habe scheinbar gemeint. Deine Definition trifft die Sache sogar noch besser auf den Punkt, als ich es hätte formulieren können.

    Und beim Blick auf den Grundriss wird dir auch auffallen wieso :-).

    Man könnte den Satz so umformulieren, das man beide Wörter ihrem Sinn gemäss verwendet----(Allerdings ist das hier ja ein Architekturforum, und kein Grammatikforum)

    LP 18/19 ist anscheinend seit kurzem Bestandteil der Gesamtplanung allerdings nur scheinbar integraler Teil, da es räumlich vom rest getrennt ist.

    So, ich geh jetzt ne runde radfahren, mir das Kuppelgerüst des Schlosses anschauen, das wird laut Webcam gerade so schön von der Sonnne angescheint.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ganz schwach ist dieser Entwurf IMHO, dass möchte ich in aller Deutlichkeit sagen. Dem Architekten/ Entwickler / Entwurfsverfasser scheinen sich mit der Örtlichkeit überhaupt nicht auszukennen oder es geht ihnen einzig und allein um den Abverkauf zu Maximalpreisen bei minimaler Gestaltung / Investition.

    Das wäre ja mal was ganz was neues bei Investoren ;)

    Verglichen mit dem überteuerten Schrott, der in München in solchen lagen hochgezogen wird, finde ich es zumindest noch halbwegs optisch ansprechend, auch wenn die Architketur in spätestens 15 jahren geschmäcklerisch und abgestanden wirken wird. So wie heute viele Gebäude vom anfang der 90er.

    Schlimmer finde ich allerdings die wohnungsgrössen und preise....75m², 3 Zimmer (!) 370 000 Euro.... mit Grunderwerbssteuer und nebenkosten ist man da schnell auf 400 000€.....

    Dekoratives Anführungszeichen

    Weiß jemand von euch, was hier aktuell geplant ist und wie der Stand der Dinge ist, ob ein Baubeginn in Sicht ist ?

    mein aktueller stand ist, das dieses grundstück für baustellenlogistik der S21 zwischen HBF und Potsdamer Platz verwendet wird. Vermutlich als Ort für den Startschacht der TBM. Erst wenn der tunnel fertig ist, wird dieses Grundstück wohl bebaut werden. Bis dahin sollten rund um den HBF alle anderen freien flächen inklusive des grossen Bürowürfels auf dem Wahsingtonplatz bebaut sein

    Meine bescheidene Meinung nach 6 Jahren Hauptstadt:

    Niemand, der länger in Berlin wohnt geht abends am Potsdamer Platz etwas trinken....es sei denn, man hat Besuch von "auswärts" (Schwaben, Oberbayern oder aus dem Pott), der unbedingt mal im Sony Center einen Cafe trinken will...

    Berlin ist eine absolute "weggeh" und Partyhauptstadt mit dutzenden grossartigen, indivuduellen und authentischen Bars....aber die findet man so gut wie überall bis auf den Potsdamer Platz.

    Es ist einfach alles zu sehr durchgeplant und durchgestylt..es wird zu sehr auf Touristen und Geschäftsreisende (also durchreisende) gesetzt.

    interressant,in dem Bericht wurde erwähnt,das Bärlinde kurz vor dem Durchbruch eine Spitzenleistung von 20 metern pro Tag geschafft hat.