Beiträge von I_Engineer

    gerade diese "erschlagende Dichte" ist es doch, die die echten Wolkenkratzerstädte von Chicago über Singapur, Hong Kong bis hin zu inzwischen London ausmacht und für viele so urban und faszinierend macht.


    Wenn die Sockelgebäude und Ergeschosszonen gute bespielt werden, wird das unschlagbar und ein Anziehungspunkt sondergleichen. Viel attraktiver als das bräsige Skyline Plaza oder sonst ein x-beliebiger vergnügungspalast.
    Das einzige, was mir analog dazu einfällt ist das Sony Center in Berlin....von Architekturkritikern gehasst und verrissen, von den Besuchern seit jeher geliebt.

    Baunetz hat schlecht geschlafen und einen miesepetrigen Artikel/Kommentar zu Four Frankfurt veröffentlicht


    https://www.baunetz.de/meldung…udio_und_HPP_5322833.html


    Der letzte Satz fasst die Meinung des Schreibers zusammen:


    "Weder in einer interessanten städtebaulichen Struktur noch in flexiblen Wohn- und Gemeinschaftsflächen. Four ist frei von Wagemut, es ist ein konventionelles Renditeprojekt, wie es in Frankfurt vielerorts zu finden ist."


    Ich stimme nicht zu.

    Also womit sie nicht ganz unrecht haben, ist die Tatsache, dass man auch mit Gebäuden unter 100 metern sehr viel verdichten kann.


    Der Skyline Tower in der Parkstadt ist 85 meter hoch....da würden sogar noch 15 meter mehr gehen. Und davon hätte man problemlos 20 oder 30 stück auf die Fläche der Parkstadt unterbringen können. Mit dem richtigen Mix aus wohnen, Gewerbe und retail wäre das ein sehr quirliges viertel geworden.


    Das Problem ist: Man würde sich ja nicht trauen, die türme so nah zueinander zu stellen.


    Es ist also nicht nur die fehleden Höhe, die Diskussion ad absurdum führt, sondern auch der Umstand, dass man beim vermindern der Höhe nicht die entsprechenden Konsequenzen zieht und dann eben bis zu dem Maß verdichtet, was gemäss hochhausentscheid zulässig wäre....


    Und so dreht man sich weiter im kreis.....

    Bei dem derzeitigen explosionsartigem Nachfragewachstum nach Büroraum könnte ich mir gut vorstellen, dass evtl. doch noch jemand auf die Idee kommt, bei alle dem Heckmeck um den Wohnturm einen Office Tower hinzubauen. Ganz simpel und gemäß dem ursprünglich bestehenden B-Plan.


    Dann gibt's gar keine Wohnungen und die Stadt hat keinen Hebel um sich quer zu stellen.

    Es ist schon interessant, dass ausgerechnet ein Prestige- (Protz-) Bau einer (kommunistischen) Diktatur auf einmal als Maßstab aller Dinge gilt und nicht in seiner Wirkung beeinflusst werden darf.


    In Shanghai gibt's auch einen schönen Fernsehturm mit Kugel, und dort geht die (deutlich höhere) Skyline eine hervorragende Symbiose mit dem Turm ein.


    Ergo: die 150m bzw. 130m sind blanke Willkür

    An einer anderen Stelle hat mal ein user in Bezug auf das Meininger am Hauptbahnhof einen sehr treffenden Vergleich gemacht, den ich hier mal wiedergebe:


    "Dieses Gebäude entzieht sich durch seine Anspruchslosigkeit so der Architekturkritik, wie sich der Ditsch einer Restaurantkritik entzieht" Oder so ähnlich.


    Wobei ich es einfach aufgrund seiner grösse und stadträumlichen Wirkung trotz aller Banalität immer noch als gewinn sehe. Irgendwie hat es, wenn man in echt davor steht immer noch etwas ansatzweise weltstädtisches.....

    Für Umsteiger wird es auch in Zukunft attraktiver sein, nach MUC zu fliegen, als zuerst mit dem ICE zum Hauptbahnhof und dann mit der S-Bahn in 45 min (oder in Zukunft irgendwann 25 min) zum Flughafen zu schleichen.


    Helfen würde nur eine ICE Anbindung des Airports oder eine direkt Shuttle Verbindung a la Transrapid.


    Eigentlich ist es ja traurig, aber der ICE sprinter nach Berlin wird gefühlt immer noch 30-45 min zu langsam sein, um dem Flieger wirklich Konkurrenz zu machen. (Ich fliege die Strecke öfters....)


    In sofern stimme ich LugPaj zu...da wird sich nicht viel ändern.

    Ich frage mich ernsthaft, für was wir ein Baukollegium brauchen, wenn dann solche investorenkisten rauskommen.
    Da kann man die Bauherren auch einfach so drauf losbauen lassen. Würde evtl. sogar eher besser werden.


    Das einzig gute an dem gebäude ist die Kubatur. Die Baumasse wirkt an der stelle sehr grosstädtisch. Die Verdichtung tut der stelle gut. Mehr aber auch nicht.

    Ein Thema im bereich kapazität wurde bisher noch nie wirklich angsprochen:
    Nämlich die der Runways.


    BER wird das gleiche Layout haben wie München. Dort kommt man nun bei ca. 45 Mio Passagieren an dem Punkt an, das man eine dritte Piste bauen will. Und das politische Heckmeck dort sieht man jeden Tag in der Presse, und das obwohl man in Bayern/München im vergleich zu Berlin extrem pragmatisch ist.


    Ich möchte garnicht daran denken, was es für ein Theater geben wird, wenn man am BER eine dritte Piste bauen will. Erleben werde ich dren fertigstellung mit meinen derzeit 37 Jahren sowieso nicht mehr.


    Mit einer Offenhaltung von Tegel hätte man nicht nur die Terminalkapazität, sondern auch die Runwaykapaziätt für die nächsten 30 Jahre....wenn nicht gar für immer....

    Sah so abgeranzt irgendwie fast besser aus als so lieblos renovert.
    Dass da fassadentechnisch nicht mehr möglich war an der grossen Brandwand.... :-/


    Denke es wird nicht lange dauern, bis die grosse kahle fläche des nächtens von "kreativen Systemkritikern" mit Farbbeuteln und ähnlichem "gestatlet" wird.

    Ich kann dieses Versiegelungsargument nicht mehr hören.


    täglich verschwinden dutzende von Hektar unter Beton und Asphalt.
    Schuld daran sind vor allem dämlich geplante Gewerbegebiete und Zersiedlung durch "Häuschen im Grünen", die dann natürlich ihre Zuwegung für den SUV benötigen.


    Eine deutschlandweit quasi einmalige Maßnahme wie der Bau der 3. Startbahn fällt da absolut betrachtet überhaupt nicht ins Gewicht. Ganz abgesehen davon sollte man mal die ganzen S/L-Bahnen und Flugplatzvorfelder gegenrechnen, die in den letzten Jahren durch Standortschliessungen der Bundeswehr/NVA/Sowjetarmee obsolet wurden und der Natur "zurückgegeben wurden".


    Allein hier rund um Berlin ist das eine Hand voll.


    Wenn man also tatsächlich was gegen Versieglung machen will, sollte man auf die Ausweisung von neubaugebieten und deren Erschliessungsstrassen verzichten, statt dessen auf bestandsfächen massiv nachverdichten und in die höhe bauen, den Neubau von Straßen und Eisenbahnen vor allem unterirdisch vorantreiben und bestehende versiegelte Flächen renaturieren.


    Und die paar Hektar, die die neue S/L Bahn in München dann einmalig versiegelt sind aufs ganze betrachtet im mikroskopischen Bereich.....(ganz abgesehen davon, dass es hier auch Ausgleichsmaßnahmen gibt)