Beiträge von Flo_K

    Komisch. genau das hatte ich geschrieben, das Forum hat das aber offenbar verschluckt. Die Beleuchtung von Gebäuden in Deutschland beschränkt sich meist auf irgendwelche Flutlichtstrahler, die von Weitem ein Gebäude anstrahlen. Das ist Lichtverschmutzung und sieht langweilig aus. Mit LED und einem echten Lichtkonzept geht da wesentlich mehr - kann man vor allem in Frankreich bei vielen Gebäuden bewundern.

    Zum Hbf: Ganz so einfach ist es dann aber vermutlich doch nicht. Die Lampen sind eine Maßanfertigung für den Münchner Hauptbahnhof. Man hat an den Bahnsteigen am Rand der Halle sogar darauf geachtet, dass de Leuchten in einer Linie hängen, sie sind also auch noch unterschiedlich groß. Billig war das Ganze also bestimmt nicht, zumal dem auch eine längere Testphase mit anderen LED-Leuchten vorausgegangen war. Und soweit ich weiß, ist das Lichtsystem auch erstmal nicht für andere Bahnhöfe vorgesehen.

    Also Hochhäuser müssen nun wirklich nicht beleuchtet werden - weder innerhalb noch außerhalb des mittleren Rings. Sowas kann man vielleicht bei wirklich bekannten Hochhäusern machen, wie z.B. am Potsdamer Platz in Berlin. Aber die Gebäude in München muss man nun wirklich nicht beleuchten. Was München aber mal angehen sollte, ist die Beleuchtung der berühmten Gebäude, wie z.B. das Rathaus oder diverse Kirchen. In München beschränkt sich das Beleuchten meist darauf, dass irgendwo im Umkreis Strahler stehen, die das ganze Gebäude beleuchten. Das ist nicht nur langweilig, sondern ist auch Lichtverschmutzung. Stattdessen sollte man hier mal dazu übergehen, Gebäude geschickte anzustrahlen, z.B. durch direkt an der Fassade (natürlich versteckt) installierte Lichtquellen, die das Gebäude gleichmäßig und ohne Schattenwurf beleuchten. In anderen Ländern wie Frankreich ist das meist deutlich besser umgesetzt als in Deutschland.

    Denkmalschutz schützt nicht nur Dinge, die alle schön finden, er ist keine Frage des Zeitgeistes. Ich finde es gut, dass die Halle geschützt ist. Würde man sie mal von Grund auf sanieren, also nicht nur das Dach, sondern auch Bahnsteige, Wände und Säulen, und würde man sie mit Licht in Szene setzen, wäre schon sehr viel gewonnen.

    Eine so große Halle komplett neu bauen würde die DB vermutlich auch nicht so ohne weiteres finanzieren können. Gleishallen sind eine teure Angelegenheit, weshalb ihre Anzahl eher abnimmt, als zu nimmt (z.B. Oldenburg, wo die Db am liebsten drauf verzichten will, oder Hamburg Diebsteich).

    Naja da sehe ich die Stadt auch in der Pflicht. Es ist mitterweile Gang und Gäbe, dass Kommunen mit der DB gemeinsam Bahnhofsgeschichten finanzieren, wenn sie besondere Ansprüche haben. Das wurde erst kürzlich in Frankfurt so beschlossen. Auch in Hamburg beteiligt sich die Stadt am neuen Fernverkehrsbahnhof, damit etwas Ansehnliches dabei herauskommt. Die Stadt München hingegen hält sich hier bisher komplett zurück. Das Ergebnis kann man z.B. am Pasinger Bahnhof gut betrachten...

    Das sollte auch kein Plädoyer für den Erhalt des Daches sein. Ich wollte damit lediglich sagen, dass ein Erhalt nicht zwangsläufig negativ sein muss, sondern man aus diesem Dach sicher auch etwas Akzeptables machen könnte.

    MiaSanMia:

    Ich meine damit nicht die Bahnsteigbeleuchtung, die in der Tat erst auf LED umgerüstet wurde und nun deutlich heller ist, als zuvor. Ich meine damit die Inszenierung der gesamten Halle mit Licht. Man könnte Decke, Wände und Säulen der Halle mit LED sicherlich schick in Szene Sitzen, ihr so mehr Tiefe verleihen und sie so zu etwas machen, das man gerne anschaut. Die Halle ist nämlich ja tatsächlich beeindruckend groß, aber leider nicht schön. Mit der neuen Bahnsteigebeleuchtung geht die Größe der Halle auch noch mehr unter als zuvor.

    Hier mal ein Beispiel, was ich meine: Bahnhof Zug, Schweiz Das muss natürlich nicht zwangsläufig so quietschbunt und hell sein, aber es würde der Gleishalle grundsätzlich gut tun, wenn man sie etwas in Szene setzen würde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Selbst das Vordach wollen sie erhalten.

    Naja aus dem könnte man aber wenigstens etwas machen. Vor allem mit einer künstlerischen LED Beleuchtung oder dergleichen, könnte man das Dach nach Sanierung und Veränderung der Zugangssituation zum Untergeschoss durchaus erhalten.

    Beleuchtung wäre allgemein mal ein Thema beim Hbf, vor allem in der Gleishalle. Man könnte dieses für die meisten langweilige Gebäude mit Licht von innen sicherlich super inszenieren und so zumindest nachts einen "Aha"-Effekt bei Reisenden auslösen. Leider wird die Bahn hier wohl nicht tätig werden.

    Das sehe ich ähnlich. Ich habe sogar den bösen Verdacht, dass die von DB Station&Service vorgeschlagene Sparvariante besser geeignet gewesen wäre. Die war zwar langweilig und nichtssagend, aber eben nicht so wuchtig. Und mit Uhr und Mosaik hätte sie auch etwas den alten Bahnhofs erhalten, was ich tatsächlich recht charmant fand. Jedenfalls wäre das ein Gebäude gewesen, das auch in 20 Jahren noch vor allem langweilig sein dürfte, während der aktuelle Entwurf vermutlich irgendwann eine Bausünde darstellen könnte.

    Ich bin ja auch absolut für den Hbf-Turm und auch ich finde das BR-Haus grausam. Aber nur, dass früher etwas Schlimmes genehmigt wurde, kann ja heute nicht ernsthaft ein Argument sein - weder dafür noch dagegen. So viel Lernfähigkeit bzw Erkenntniszugewinn sollte man beiden Seiten zutrauen.

    Viel Zielführender ist es doch, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen. So kann man z.B. mal schauen, ob das Argument mit den Sichtachsen richtig ist oder nicht. Das ist für die Zukunft des Stadtbildes nämlich wesentlich wichtiger als die Frage, ob die CSU vor Jahrzehnten ein BR-Hochhaus genehmigt hat :)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Gott sei Dank: Kein Grün. Ein Stadtplatz braucht kein Grün. Ein Stadtplatz braucht viel Stein, ein Brünnlein und wenn überhaupt was Grünes, dann vielleicht ein Bäumelein, welches aber nicht den ganzen Platz verschatten darf. Bitte keine Blumenkästen und/oder Gebüsche, wo sich dann nur der Fast-Food-Müll ansammelt.

    Ich gebe Dir Recht bei Plätzen deren Architektur das hergibt, beispielsweise dem Odeonsplatz oder dem Marienplatz. Beim Pasinger Marienplatz gibt die Architektur einen Platz rein aus Stein aber nicht her. Hier muss grün her, um etwas Aufenthaltsqualität zu schaffen. Ich wüsste nicht, wie diese Qualität sonst geschaffen werden sollte. Und einen Brunnen wird es nicht geben.

    Ich gebe dem neuen Laden nicht lange, er passt nicht zum Mix. Eventuell ist es aber auch einfach ein Versuch der Kette, das Image etwas zu ändern, und ihr ist klar, dass sie mit der Filiale kein Gewinn machen wird. Dass dadurch ein Abwertungsprozess in Gang kommt, halte ich angesichts der hohen Frequenz und des hohen Mietniveaus für ausgeschlossen. Mit einem Vodafone-Shop, dem m(noch) Allerlei, H&M und Zara sind auch bereits andere Ketten in der Fußgängerzone präsent, die entweder ebenfalls ein günstiges Angebot haben und/oder klassischerweise als Indizien für Abwertungsprozesse stehen.

    Das kann ich als Pasinger bestens verstehen. Der Platz ist ganz schlimm geworden. Ich verstehe auch nicht, dass eine wohlhabende Stadt wie München so konsequent die Gesaltung mit Grün vernachlässigt. Früher standen um die Mariensäule drei sehr große Holzbottiche mit schöner Blumenbepflanzung. Alleine das würde dem Platz heute schon helfen. Aber das wurde weggespart. Ähnlich verhält es sich ja mit dem Platz vor dem Rathaus, wo man nicht mal die Rasenflächen pflegt, sondern einfach wild bewachsen lässt. Nicht, dass ich etwas gegen Naturwiesen hätte, aber es muss ja auch irgendwie zum Rest passen.

    Letztlich ist im kompletten umgestalteten Bereich NIRGENDS Grün zu finden.