Beiträge von nairobi

    Viele Leute haben seinerzeit 'Gruen' gewaehlt und haben nun den von ihnen selbst 'bestellten' Oko-Sozialismus bekommen. Jetzt wundern sie sich, dass die Wirtschaft am Boden liegt, ihr Job in Gefahr ist und die Kosten fuer Wohnen und Leben explodieren.


    Wenn es nicht gesellschaftlich so tragisch waere, dann waere es gradezu eine Komoedie.


    'De-Growth' vom Feinsten!


    Oh, jetzt schon Parteipolitik im Architekturforum.

    Ich denke die konservatien Parteien, allen voran die Union, sind m Bezug auf (Bau-)Vorschriften keinen Deut besser.

    Im Gegenteil. Machen die Vorschriften der Grünen oft noch Sinn, sind die der Konservatieven oft sinnfrei oder gar schädlich.

    Sinnfrei erlebe ich schon seit Jahren bei mir im Dorf. Zwei Baugebiete etwa gleicher Größe. Dem einen Investor wird erlaubt drei Vollgeschosse zu bauen, dem anderen nicht. Letzterer wollte das nicht akzeptieren und hat erstmal nicht gebaut. Klar, warum stören seine Gebäude den (eh nicht vorhandenen) Dorfcharakter (mit ca. 9000 Einwohnern) der Straße, und 100m weiter, im anderen Plangebiet nicht. Jetzt habe wir dank Unions/FW-Mehrheit im Gemeinderat zwei Brachflächen in der Hauptstraße.

    Und wenn ich an den König von Bayern denke, der hat mit Hilfe von Bauvorschriften den Bau von Windkraftanlagen effektiv unterbunden.

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    Wenn diese zumindest bundesweit weitgehend einheitlich wären und nicht von Kommune zu Kommune unterschiedlich, wäre schon was gewonnen.

    Dann könnte standartisiert gebaut werden. Das muss ja nicht bedeuten wieder Platte zu bauen. Das kann man heute besser.

    Wenn es allerdings um Energiestandards geht, machen die Vorschriften ja auch Sinn.

    Zitat nairobi:

    Ist Hamburg mit seinen fast 3 Millionen in einer Klasse mit Berlin mit seinen 4,5 Millionen?


    Berlin ist eher(!) mit Hamburg in einer Klasse was die Einwohnerzahl angeht, als mit Paris oder London, mit denen es sich selbst gern zusammen nennt und vergleicht. Es ist vielleicht eine Klasse höher, wenn man feiner granuliert. Aber dann ist es auch eine unter der von Mailand oder Madrid.

    Übrigens, Hamburg ist am stärksten gewachsen als Berlin wiedervereinigt war (1990-2000). Und Hamburg wäre noch deutlich stärker gewachsen, wenn Berlin nicht etliche Unternehmen der Medienwirtschaft mit Subventionen abgeworben hätte, Stichwort Universal oder Springer.

    Und wenn Du Dich mal im Hamburg Forum umschaust, dort gibt es einen Thread über das Stammhaus der Commerzbank.

    Es gab mal ein paar Jahrzehnte, da hat Berlin als Hauptstadt einer Monarchie etliche Unternehmen (z.B. Banken und Technologieunternehmen) aus den Provinzen abgesogen. Man sollte sich als nicht so laut beschweren, dass man davon wieder einiges abgeben musste.


    Aber okay, ich verstehe schon, als Berliner hat man schon eine Menge zu ertragen...

    HH hat 1,9 Mio Einwohner und ist weit von "einer Klasse" mit Berlin entfernt. Berlin hat bedingt durch Bomben und Teilung noch gar nicht wieder seine volle Einwohnerzahl erreicht.

    Wenn ich Hamburg mit Berlin und München Vergleiche, ist es vom Gefühl her näher an Berlin als München an Hamburg.


    Übrigens hatte Hamburg im 2.Weltkrieg größer Zerstörungen zu ertragen als Berlin und hat das Hinterland seines Hafens verloren.

    Du sagst du willst Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, machst es am Ende aber selbst. Was soll nun der Inhalt deiner Aussage sein?

    Wo mach eich das denn? Äpfel und Birnen sind Stadt Paris und Stadt Berlin, oder meinetwegen Stadt Hamburg und Stadt Barcelona.

    Betrachtet man aber Die Metropolareale, vergleicht man Äpfel mit Äpfel. Und genau das habe ich versucht.

    Ich beziehe mich übrigens auf die Einträge bei Citypopilation, einer sehr schönen und relativ aktuelle Sammlung aus amtlichen Zahlen.

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    Regent, Du hast natürlich vollkommen Recht. Man kann Äpfel und Birnen natürlich schwer miteinander vergleichen. Andere Länder, andere Verwaltungseinheiten. Deutschland hat Berlin und Hamburg im Grunde künstlich vergrößert. Hätte Frankreich das mit Paris genauso gemacht, würde keiner mehr auf die Idee kommen Berlin hätte mehr Einwohner als Paris.

    Europa hat vier Megacitys, Istanbul, Moskau, London und Paris mit mehr als 10 Millionen Einwohner in der "Metropole-Area".

    Danach kommen Städte wie Madrid, Mailand und St. Petersburg mit über 5 Millionen.

    Dahinter kann man aufteilen wie man lustig ist.

    Ist Hamburg mit seinen fast 3 Millionen in einer Klasse mit Berlin mit seinen 4,5 Millionen? Oder mit Wien und München mit seinen knapp 2,3 Millionen?


    Auf anderen Kontinenten ist man damit eher eine kleine Metropole, das gilt selbst für Berlin.

    Und wenn man jetzt noch die Metroplregion Berlin mit einbezieht, die hat fast genau die gleiche Fläche wie die von NY und ca. 6,2 Millionen Einwohner.


    Übrigens war München schon mal näher an Hamburg dran als heute, das war Anfang der 90iger. Da war der Abstand etwa 300000 Einwohner, heute sind es gut 400000. Und bei der Metroplregion sind es nochmal mehr.

    ^^

    Midas wieder. Erst kräftig mitmischen (z.B. #581) aber wenn andere mitmachen ist das nicht in Ordnung.


    Und was Beschwerden über Fluglärm angeht, warum sind die mehr topic, als Spekulationen über Langstreckenverbindungen?


    Das Problem würde ich (offtopic) damit lösen, dass ich auf dem Beschwerdeformular das Feld "Wohnhaft seit" einfügen würde.

    Beschwerden wo das Datum nach der letzten Bahnerweiterung liegt, können umgehend in die Rundablage verschwinden.

    Im Grunde sollten solche Verbindungen von einer deutschen Fluggesellschaft angeboten werden.

    LH sollte 40 a321xlr ordern, diese auf Berlin, Düsseldorf und Hamburg verteilen und damit United (und Air Canada) Hubs bedienen.


    Denn auch hier gilt da Henne-Ei-Prinzip. Ist Hamburg für Nordamerikaner uninteressant weil es keine Direktverbindungen gibt oder umgekehrt.

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Porto...

    Das ist richtig. Allerdings ist der Einzugsbereich des Flughafens nicht mal halb so groß wie der des Hamburger Flughafens, nicht nur was die PAX angeht, sondern auch was die Wirtschaftskraft angeht.

    Die Auslastung der United Maschinen war bei Einstellung der Route sehr hoch. Bei Hamburg Marketing hat man damals für eine zweite Route bei United getrommelt und war komplett überascht vom aus der Strecke.

    Am meisten Sinn würde es machen, wenn ein US-Airline mit einem A321XLR PAX aus Hamburg direkt in eines seiner Drehkreuze fliegt. Das wäre ein wirklicher Gewinn für den Standort. Nur wer sollte das sein? In Frage kommende Kandidaten haben doch alle eine Partner mit Drehkreuz in Europa.

    Bleiben eigentlich nur Low-Coster.

    Hamburg hat eine ausreichenden Markt, ist aber Opfer der Strukturen in der internationalen Luftfahrt. Dabei ist es auch kein Trost, dass das auch für Düsseldorf und auch langsam wieder für Berlin gilt.

    Hier geht es aber eigentlich nicht um Luftverkehr, sondern um Architektur.

    Nach der Pademie nähert sich der Flughafen ja langsam wieder dem Aufkommen von 2019.

    Das "temporäre" Abfertigungsgebäude auf dem Vorfeld 2 steht schon eine Weile.

    Wird das eigentlich genutzt?

    Und um die Gates auf der Rückseite vom Pier Süd ist es auch ruhig geworden. Was wird daraus?

    Stimmt LukaTinio. Und was München auf der Theresienwiese bauen könnte um gegen die überhöhten Mieten anbauen zu können ...


    Das Heiligegeistfeld war noch nie städtischer Raum, sondern wie die Theresienwiese hatte es vor der Nutzung als Örtlichkeit andere Funktionen.

    Die Stadt wuchs einfach drum herum. Allerdings hat die Stadt schon mehr als die Hälfte der ursprünglichen Größe geschlukt, etwa mit dem Millerntor-Stadion und eben dem Bunker.


    Und diese beiden Städte sind ja nicht die einzigen mit solchen zentralen Festplätzen. Bremen, Hannover und Stuttgart haben auch einen.

    Solche Aussagen und Zahlen lassen sich messen,


    Ganz genau, das hat der Spiegel getan und festgestellt, dass eben nicht selten, sondern ein erheblich Teil ist. Aber das hast Du einfach weggewischt.

    Für viele Nutzer des S1 und der neuen Bahnen wird es täglich auf dem Weg zur Arbeit zu spüren sein. Jeden Tag 10 Minuten mehr für eine 5-Stellige Zahl von Nutzern.

    Und wenn man auf die Karte schaut, ist das absolut nachvollziehbar und logisch. Wie HelgeK schreibt, die Hauptnutzer wohnen im Westen der Stadt. Für mich als jemand von südlich der Elbe ist das egal, Bergedorfern auch. Also gerade eine der Hauptzielgruppen ist nicht per Bahn angeschlossen, sondern wir wohl per Bus dahin gekarrt.

    Aber alle hier irren sich und Du liegst sicher richtig. :)

    Es wurde in diesem Forum (und ausserhalb) mindestens zehn mal detailliert dargelegt, dass solche Aussagen entweder...

    konstruierte Fälle sind, die circa 1% der Reisenden betreffen

    Stimmt, diese Meinung hast Du schon damals vertreten.

    Aber es ist lediglich Deine Meinung. Es gab im SPON eine entsprechden Artikel, dass es weit mehr als 1% sind, von Dir aber diskreditiert und abgetan wurde.


    Ich hatte damals die Meinung vertreten, dass zwei S-Bahn-Gleise zu wenig sind. Das wurde ja inzwischen korrigiert soweit ich das mitbekommen habe.

    Und was Vernetzungen und Umsteigemöglichkeiten angeht, gerade zwischen S- und U-Bahn, sind die heutigen Planungen in Hamburg in der Tat ein Trauerspiel. Im Osten die fehlende Möglichkeit von der S1 in die U5 umzusteigen und im Westen fährt die U5 am neuen Fernbahnhof vorbei, genau wie die S1 und später die S6.


    So wird die eigentlich positive Verlegung des Fernbahnhofs für viele Reisende mit Ursprung oder Ziel im Hamburger Westen zu einer deutlichen Verschlechteung der Situation führen. Zum Ausgleich gibt es dann sicher wieder, Hamburg typisch, einen ganzen Satz neuer Buslinien.

    ^^ "Hamburg mit Berlin, Paris oder Wien zu vergleichen ist absolut absurd."


    Stimmt schon, allerdings ist Paris hier die Stadt, die nicht rein passt. Als Metropolregionen haben Paris ca. 12 Millionen, Berlin 4,5 Millionen, Hamburg 3 Millionen und Wien 2,5 Millionen Einwohner. Wirtschaftlich liegen sie noch enger zusammen.

    Grob spielen Berlin, Wien und Hamburg in der gleichen Liga, während Paris ein bis zwei Ligen höher anzusiedeln ist.


    Ich bleib optistisch was den Elbtower angeht. Ich denke wir werden bald eine Lösung sehen.

    ^ Midas, die Saga hat nicht nur Sozialwohnungen im Bestand. So gesehen hat die schrumpfende Mitte auch was davon. Gerade diese hat doch das größte Probleme damit bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Wohnungen am freien Markt sind meistens zu teuer, Sozialwohnungen aber bekommen sie nicht.

    Gern kann man das Areal auch Genossenschaften überlassen.

    Fehlt eigentlich nur noch das Überseequatier...

    Am besten die Saga übernimmt das Holsten Areal und erstellt das, was Hamburg am meisten benötigt, bezahlbaren Wohnraum.

    Vielleicht kann man ja wieder auf standartisierte, vorgefertigte Elemente setzen und diese dann auch anderswo in Hamburg verbauen.

    Muss auch nicht unbedingt häßlich sein ...