Neues Jahr, neue Visionen
Im Jahr 2050 hat die Stadt längst die Millionen-Einwohner-Marke überschritten, auch dank der Eingemeindung Offenbachs und der dichten und urbanen Bebauung der Oberräder Äcker.
Die Bebauung des riesigen innenstadtnahen Geländes wurde möglich, da der Schallschutzbereich in der Einflugschneise des Flughafens aufgehoben wurde - aus dem einfachen Grund, weil Flugzeuge keinen Lärm mehr produzieren. Schließlich haben auch die Flugzeugbauer auf Elektroantrieb umgestellt, und der Flughafen regelte Start- und Landegebühren wie seit langem über Lärmemissionen (je lauter das Flugzeug, desto teurer). Das hat prima funktioniert und der Flughafen konnte weiter wachsen. Mittlerweile ist die 5. Bahn in Betrieb, westlich gelegen von der alten Startbahn West, parallel dazu verlaufend. Trotzdem beschweren sich die Anwohner nicht mehr, denn seit den 20er Jahren sind Elektroflugzeuge im Liniendienst (Hirngespinst?).
Der gesamte Stadtbereich, der früher als Umweltzone bekannt war, ist gesperrt für Autos mit Verbrennungsmotoren. Und natürlich auch für nicht selbst fahrende Autos, das versteht sich. Wie sollte sonst ein unfallfreier Verkehrsfluss ohne Ampeln und ohne Staus funktionieren?
Die unendliche Baustelle Riederwaldtunnel wurde endlich fertig und der Tunnel ist seit 2 Jahren in Betrieb.
Man hat Lehren daraus gezogen. Das Jahrhundertbauwerk hat dazu beigetragen, Genehmigungs- und Planungsprozesse in der EU deutlich zu beschleunigen.
Zudem wurde der ÖPNV massiv ausgebaut, dazu zählen folgende Projekte:
- U-Bahnlinien bzw. Stadtbahnlinien und zum Teil auch Straßenbahnen wurden unter die Erde verlegt. Nicht nur wegen besserem Verkehrsfluss, mehr Geschwindigkeit und höherer Kapazität, sondern auch zur Steigerung der Lebensqualität: mehr Platz an der Oberfläche für Bäume, Spielplätze, Gastronomie. Und mehr Sicherheit vor Unfällen.
- Die Nordmainische S-Bahn ist längst in Betrieb
- Die Regionaltangenten West und Ost sind gebaut, sodass sich ein geschlossener S-Bahn-Ring ergibt
- Die Ginnheimer Kurve ist fertig, sowie die Verlängerungen der Linien 1-8 südlich des Südbahnhofs, die der Linie U6 über das Offenbacher Nordend bis zum Hauptbahnhof Offenbach, und eine neue Linie abzweigend vom Güterplatz bis nach Höchst.
Auch städtebaulich hat sich viel getan:
- Man hat die alte Idee einer "Parkstadt Rebstock" wieder aufgegriffen und ist gerade dabei, diese umzusetzen
- Wir betreiben inzwischen “Vertical Farming”, und zwar nicht nur im industriellen Maßstab, sondern auch für's private Vergnügen. Dieses Thema ist der große Renner im Freizeitbereich (eignet sich auch prima zum Grillen mit Aussicht) und hat die leidigen Diskussionen um zu bebauende Kleingärten vollständig abgelöst.
- Natürlich stehen viel mehr Hochhäuser, nicht zuletzt auch Wohnhochhäuser in der Stadt. Beispielsweise ist östlich der Konstablerwache ein neuer Hochhauscluster aus gemischt genutzten Türmen entstanden, die anstelle der nicht mehr zeitgemäßen Nachkriegsgebäude errichtet wurden. Insbesondere ist hier der Hochhaustyp "unten Einzelhandel, darüber Parkhaus, darüber Wohnungen, darüber Gastronomie" anzutreffen.
- Die neuen Hochhäuser haben Landeplätze für Drohnen auf den Dächern, sodass nicht nur im Internet bestellte Waren schneller und direkter geliefert werden können, sondern auch die Personenbeförderung durch einen neuen Transportweg revolutioniert wurde (Ausblick?).
- Es wurden mehr Altstadthäuser rekonstruiert, insbesondere der Bereich südlich und nördlich der Berliner Straße und direkt am Mainufer entlang.
- Die Dächer des Rathauses wurden rekonstruiert, ebenso der lange Franz und der kleine Cohn.
Und nicht zuletzt... steht der Messeturm als eine Ikone der Postmoderne und als das Wahrzeichen für Rhein-Main schlechthin längst unter Denkmalschutz!