Beiträge von Blablupp

    Ich bin selbst als Anwohner dort betroffen und ich sage ich halte es für einen großen Schwachsinn. Das Tempolimit wäre maximal Kosmetik.

    Wenn wir in Deutschland anfangen überall wo Menschen vom Lärm betroffen sind Tempo 30 einzuführen, dann können wir das direkt deutschlandweit machen...

    Das Problem ist heutzutage wollen die Menschen alles haben: Die Annehmlichkeiten einer Großstadt mit den Vorzügen eines Dorfes... Nur gibt es das nicht (und wenn dann sehr teuer (weil begehrt) und dann muss man eben dafür zahlen. Und selbst am Kaiser-Friedrich-Ring hat man einmal im Jahr die Kirmes.

    Die Vorteile genießen und die Nachteile akzeptieren. Und wenn das Gesamtpaket irgendwo besser ist, muss man halt umziehen.

    Eine Überdeckelung wäre sinnvoll und das einzige, was etwas nutzen würde. Würde aber von den Kosten her in die Millionen gehen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Sehr gutes Beispiel! Stadtauswärts wird die Corneliusstraße völlig sinnfrei hinter der Kreuzung Oberbilker Allee/Bilker Allee von 2 auf 3 Spuren aufgeweitet über Erasmusstraße und Mecumstraße geführt und verjüngt sich ab dem Übergang zur Witzelstraße wieder. :nono:
    Stadteinwärts ist nur der Bereich Erasmusstraße durchgehend 3-spurig.
    Allerdings ist die Erasmusstraße nicht immer 3-spurig, Stadtauswärts ist in der Zeit von 15-19 Uhr absolutes Halteverbot, Stadteinwärts von 7-9 und 15-19 Uhr absolutes Halteverbot und von 9-15 Uhr eingeschränktes, ansonsten darf dort geparkt werde.
    Obwohl es keine Einschränkung der Halteverbote auf Montag bis Freitag oder auf Werktage (Montag bis Samstag) gibt, scheint es schon immer ein ungeschiebenes Gesetz zu sein, dass Samstags und Sonntags geparkt werden darf (Knöllchen gab es dann noch nie!).

    Da ich früher selber auf der Erasmusstraße gewohnt habe (meine Mutter wohnt heute noch in der Wohnung, seit 1980), kann ich die Sitiuation dort ganz gut überblicken - dort ist es zumindest seit dem Lkw-Verbot und dem Einbau von Flüsterasphalt (vor allem wenn es regnet!) leiser geworden.
    Wenn man jetzt noch dauerhaft die 3. Spur wegnehmen und Bäume pflanzen würde....

    Ich glaube, dass sich da kaum was ändern würde, da es ja vorwiegend als Parkraum genutzt wird und die Anwohner würden auf die Barrikaden gehen, wenn der wegfallen würde.

    Der Raum, der nicht als Parkraum genutzt wird wäre entweder Abbiegespur oder Bushaltestelle. Morgends wird die rechte Spur stadteinwärts ja vor allem als Busspur benutzt und ist diesbezüglich auch wirklich wichtig.

    Ein weiterer Grund ist auch, dass die beiden Kreuzungen im dreispurigen Bereich die kürzeren Grünphasen haben. Da die Strassenbahnen abbiegen bzw. die Strasse Auf'm Hennekamp ja auch stark befahren sind.

    Die Frage ist natürlich immer, was möchte man erreichen, welche Ziele hat man. Für mich stehen zwei Dinge im Vordergrund: Kurze Reisezeiten und eine möglichst geringe Emissionsbelastung.

    Zürich hat eine hohe ÖPNV-Quote dadurch erreicht, dass das S-Bahnnetz top ist und man dem MIV den garaus gemacht hat. Dies hat die Reisezeiten innerorts aber massiv erhöht. Das Tram/Busnetz ist zwar von der Fahrplandichte sehr attraktiv, jedoch sind die Fahrzeiten für die Distanzen sehr unattraktiv. Ich bin zB zu Fuß schneller am Hbf als mit der Tram, die durchfährt. (1.5km)

    Das Problem bei den Pendlern ist, dass dort meist am Wohnort das ÖPNV-Angebot schlecht ist und sie daher das Auto nehmen. Wenn sie dann einmal im Auto sitzen, ist es natürlich schwer sie dort wieder herauszubekommen.

    Ich glaube mit der Wehrhahn-linie und dann zwei U-Bahnen, die auf der gleichen Strecke fahren könnte der Südpark als P+R richtig attraktiv werden. Jedoch bemerke ich jedesmal, wenn ich daran vorbeikomme, dass er mehr oder minder voll ist.

    Noch ein Beispiel aus Zürich: Hier teilen sich oft Tram und Fahrräder den gleichen Platz.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Aus dem von dir Gesagten (das ich für sehr plausibel halte) folgt aber nicht, dass an der Mietpreissteigerung nicht raffgierige Vermieter Schuld seien.

    Die Vermieter sind auf jeden Fall nicht alleine Schuld. Würde niemand diese Miete bezahlen, würde der Vermieter eine niedrigere wählen.

    Hier ist es so, dass es in Düsseldorf viele Personen gibt, die es sich leisten können viel für eine Wohnung zu bezahlen. Dies ist für Personen, die nicht so viel bezahlen können ein Problem. Gerade für Familien, die mehr Platz brauchen.

    Wenn jetzt der Vermieter einen niedrigeren Preis festsetzt (oder der Staat), hat er eine sehr große Auswahl an Interessenten und entscheidet sich nach seinen individuellen Kriterien. Bonität, aber auch vielleicht Sympathien. (Man stellt fest, dass in stark reglementierten Wohnungsmärkten viel "unter der Hand" vermittelt wird.)
    Ob das zu bevorzugen ist, sei mal dahin gestellt.

    Auch muss man im Wohnungsmarkt immer zwischen dem Bestandsmarkt und dem Neumarkt unterscheiden. Beide stehen in stark abhängigen Verhältnis. Eine stärkere Regulierung des Bestandsmarktes führt zu einer Verknappung des Neumarkts.

    Dies ist alles vor allem eine Verteilungsfrage. Wie verteile ich die verfügbaren Wohnungen auf die Interessenten. Im Moment wird sie so beantwortet: Diejenigen, die schon lange dort wohnen und diejenigen, die bereit sind verhältnismäßig viel zu bezahlen.

    Was "fair" oder "gerecht" wäre, darüber möchte und kann ich nicht urteilen.

    Die Frage, die ich mir vor allem stelle ist, wie kann man dafür sorgen, dass mehr verteilt werden kann.