Beiträge von Batō

    An solchen Übergängen komme ich ins Straucheln, was die Einteilung in Epochen angeht.

    Warum denn überhaupt zwanghaft nach einer Stilepoche suchen? Es ist einfach eine Schnittstelle von einem Stil zum anderen.

    Hier der profane Barock des Hauptbaus, da der (imho missglückte) Versuch diesem den italienischen Rationalismus als modernen Gegenpol entgegenzustellen.

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    Grau wäre jetzt auch nicht unbedingt mein bevorzugtes Farbspektrum. An sich bietet die Kombination aus heller Farbe und dunklen Fensterrahmen einen guten Kontrast.

    Leider scheint der Bauhherr des Fritz Towers aber zu glauben eine das Hochhaus komplett überziehende Keramikfassade und ein lustiger Name (The Fritz) würden reichen um sein Projekt zu einem architektonischem Highlight zu machen.

    Ich sehe das jedoch wie Camondo. Mit nur ein bisschen Entfernung verlieren sich diese Details schnell und das Gelb wirkt aus der Ferne mehr wie Dämmfilz.

    Davon ab bietet die Kubatur nichts interessantes. Kein Vor- oder Rücksprünge, keine Balkone oder Loggien und von einer Verjüngung möchte ich gar nicht erst reden. Der Turm geht fließend in den Sockelanbau über; aus der Perspektive von Backsteins Foto auf der vorigen Seite sieht das wie ein spiegelverkehrtes fettleibiges L aus.

    Hier entsteht das bessere Europa Viertel!

    Wobei ich der Meinung bin, dass man beide Quartiere nicht gegeneinander ausspielen sollte da sie ihre individuellen Qualitäten haben und zur wirtschaftlichen Entwicklung Berlins ihren Beitrag leisten. Die Europacity hat ja durchaus auch einige architektonische Highlights wie z.B. dem Hauptbahnhof selbst, der 50Hertz-Zentrale, dem Total-Tower oder halt dem jüngst hinzugekommenen Cube am Hauptbahnhof zu bieten. Dazu ist der Wohnanteil höher, was zumindest außerhalb der Geschäftszeiten dazu führen dürfte, dass dort nicht nur Publikums- und Geschäftsverkehr unterwegs ist.


    Und dass in dem Bereich um die MB-Arena viel Mittelmaß entstanden ist sollte man auch nicht unter dem Teppich kehren.

    Schade finde ich es um das Projekt Eckwerk welches ja leider gecancelt wurde. Mit Graft und Kleihues kamen hier 2 renommierte Büros zusammen die einen modernen, innovativen, fünfteiligen Gebäudekomplex entworfen haben.

    Mir graut es ein bisschen vor dem East Side Tower. Ich bin zwar von der Fassadengestaltung angetan, aber in Punkto Kubatur und Dimensionen wirkt er auf mich ziemlich klobig.


    Was beiden Stadtvierteln imho abgeht ist eine Berlin-typische Urbanität aus kleinteiliger Bebauung und hoher Mischung aus Wohnen, Arbeiten und einladenden Erdgeschosszonen die nicht nur aus Hauseingängen und TG-Zufahrten bestehen (was nicht bedeutet man müsse überall so bauen). Die Vermarktung großer Flächen ist natürlich einfacher. Leider führt das aber häufig auch zu überdimensionierten, monotonen Großblöcken an deren Fassaden man sich schnell sattgesehen hat.

    Zudem zeigt das Beispiel Potsdamer Platz, dass wenn einzelne Nutzungskonzepte nicht mehr funktionieren oder Flächenmieter wegfallen solche Reissbrett-Viertel in Schieflage geraten können.

    Ich bin jedenfalls auf die Entwicklung der nächsten 20 Jahre gespannt.


    PS Ich habe sämtliche Mediaspree-Threads mit dem Tag "mediaspree" versehen. Wenn ihr diesen anklickt habt ihr alle Threads auf einem Blick.

    Mod: Ich möchte nochmal auf das Thema dieses Threads hinweisen: Berlin und die Corona-Pandemie. Bitte haltet euch thematisch daran. Das soll hier kein allgemeiner Corona-Newsticker-whatever-Thread werden.

    Mod: Danke

    Nochmal zur Erinnerung.

    Und Links zu rechtslastigen Blogs sind hier auch nicht gestattet.

    Wie in einem anderen Thread berichtet, baut die Michaelisgruppe in der Berliner Str. einen Neubau für ihre Reha-Klinik deren operativer Betrieb momentan noch in der Hadlichstraße erfolgt.

    Der Umzug soll nächstes Jahr über die Bühne gehen.

    Im Anschluss daran möchte die CG Gruppe ein urbanes Stadtquartier mit Einzelhandel, Büro und Wohnen errichten; Projektname: Staytion.


    Die Eckpunkte des Projektes:

    Fertigstellung abschnittsweise ab 2021 bis 2024
    Bauvolumen ca. 112 Mio.
    Wohnfläche ca. 18.000 m²
    Wohneinheiten ca. 263 WE sowie 11 Townhäuser
    Gewerbeeinheiten ca. 21.000 m² inkl. Büro, Handels- und Einzelhandelsflächen sowie eine Kita
    Parkmöglichkeiten ca. 192 Stellplätze und ca. 59 Außenstellplätze

    Visualisierungen:


    04-aerial-d_web-2000xl3kxu.jpg


    03-aerial-c_web-2000xoskd1.jpg


    02-perspektive-b_web-u7ke6.jpg


    01-perspektive-a_web-rkkyr.jpg

    (C) CONSUS RE AG |Kondor Wessels Holding GmbH


    Schade finde ich es um die alte Reha-Klinik die für dieses Projekt weichen muss.

    Ich hatte ja mal an anderer Stelle gefragt was mit dem Brachgrundstück Am Kanal 14-15 Ecke Franz. Straße passiert. Heute berichtet die PNN, dass die Berggruen Holding Gespräche mit der Stadt über eine mögliche Bebauung führe. Konkret sei aber noch nichts, denn man befinde sich noch in der Planungsphase. Anfang 2016 könne man mehr dazu sagen.

    Diese Frage wäre dann auch geklärt. Bis Frühjahr 2021 (sofern Corona hier nicht für Verzögerungen sorgen wird) werden auf dem Grundstück ein Hotel mit 198 Zimmern und ein Wohnbereich mit 126 Apartments entstehen.

    So soll's mal aussehen:


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    a_c_ubm-developmentrrjbj.jpg

    © 2018 UBM Development AG

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    Den beiden Studentinnen schwebt ja dem Modell nach ein deutlich höherer Glasanteil mit vielen Fassadenaufbrüchen vor. Insbesondere in den Innenhöfen sieht das ziemlich luftig aus.

    Mir gefällt's aber und es zeigt was sich aus so einer großen Baumasse rausholen lässt. BIG hätte bei der Bauform wahrscheinlich seinen Spaß.

    Dass das ein sozialen Brennpunkt wird kann ich mir allein schon wegen der Lage nicht vorstellen.

    Mod: Ich möchte nochmal auf das Thema dieses Threads hinweisen: Berlin und die Corona-Pandemie. Bitte haltet euch thematisch daran. Das soll hier kein allgemeiner Corona-Newsticker-whatever-Thread werden.

    Mod: Danke

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    Ja stimmt, dachte ich zunächst auch und hab's dann doch falsch geschrieben :saint:

    Dann verstehe ich aber nicht, warum man in Richtung Hafenplatz nicht auch wieder die Ecke zur Pyramide ansteigen lässt. Das würde da doch nicht stören.

    Der Wettbewerb wurde trotz Corona durchgeführt. Der 1. Platz ging an die Stuttgarter Studentinnen Ella Bortenschlager und Andrea Irion:


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    © Ella Bortenschlager und Andrea Irion, Universität Stuttgart


    Investor ARTPROJEKT lobt den besonderen Innovationscharakter in Hinblick auf Städtebau, Wohn- und Gewerbegebäude, Grünplanung und vor allem Urban Farming.

    Die offizielle Preisverleihung findet vrs. im Oktober statt.


    DBZ News

    Competionline

    Mal sehen wann's planungstechnisch konkret wird...