Beiträge von Schmittchen

    Brauhaus-Gastronomie

    Die geplante Brauhaus-Gastronomie in der Podiumsbebauung wurde schon angesprochen, der Betreiber MoschMosch ebenfalls. Heute schreibt das Journal Frankfurt, dass ein eigenes Brauhaus von Henninger geplant ist. Hinter Henninger steht bekanntlich die Radeberger-Gruppe, und daher wird es auch Biere anderer Konzernmarken geben. Der Ausbau der Räume beginnt im Juni, die Eröffnung ist im September geplant. Als Standort vorgesehen ist nach bisherigen Informationen diese Ecke im Nordosten der Sockelbebauung. Innen soll es so aussehen:


    Bild: Brauhaus am Turm GmbH

    Europäische Finanzmarktvereinigung öffnet Büro in Frankfurt

    Ein weiteres Signal für die wachsende Bedeutung Frankfurts kommt von der Europäischen Finanzmarktvereinigung AFME. Die städtische Pressemitteilung von heute Nachmittag:

    Infolge des Brexit-Referendums und der Unsicherheit über die zukünftige Stellung Londons als Finanzstandort hatte die europäische Finanzmarktvereinigung Association for Financial Markets in Europe (AFME) im Sommer 2016 Interesse an einer möglichen Büroeröffnung in Frankfurt geäußert. Erste direkte Kontakte mit dem Land Hessen und Stadt Frankfurt gab es bei der Brexit-Delegationsreise von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit Wirtschaftsdezernent Markus Frank und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Oliver Schwebel, nach London im August 2016. Im September 2016 besichtigte die Wirtschaftsförderung Frankfurt gemeinsam mit der FRM GmbH und der AFME mehrere Büros in Frankfurt, darunter auch die Skyper-Villa an der Taunusanlage. Dabei wurde auch das Präsenzkonzept von AFME erörtert.

    Am 1. Februar hat die AFME nun ihr Büro in Frankfurt eröffnet. Damit ist die Präsenz des Dachverbandes für Finanzmärkte in Europa am Finanzplatz Frankfurt gestärkt, der neben dem Hauptsitz in London zuvor nur in Brüssel ein Büro hatte. Die Ansiedlung der Lobbygruppe AFME ist naheliegend, da sich die Position Frankfurts als Regulierungs-Hub mit Einführung der Bankenunion im Jahr 2014 deutlich stärkte. Außerdem pflegt AFME enge Beziehungen zu EZB und Bankenaufsicht SSM.

    AFME wurde im November 2009 durch die Fusion der London Investment Banking Association (LIBA) mit der European arm of the Securities Industries and Financial Markets Association (SIFMA) gegründet. Hauptgeschäftsführer der AFME ist Simon Lewis. Der Aufsichtsrat besteht aus 22 führenden Vertretern aus den größten global tätigen Finanzinstitutionen. AFME sieht sich als Brücke zwischen Finanzmärkten, Politikern, Regulatoren und der Öffentlichkeit. Die Mitgliederanzahl liegt bei über 200 Unternehmen und setzt sich zusammen aus Vollmitgliedern und assoziierte Mitgliedern.

    Umbau beginnt im Frühjahr

    Ob ein tüchtiger Expansionsmanager aus Rosbach v. d. Höhe tatsächlich in diesen Strang geschaut hat, wie an dieser Stelle gefragt wurde? In der Tat wird der Supermarkt in der Halle des ehemaligen Elektrizitätswerks ein Rewe. Ein Einkauf wie in einer Markthalle soll in zwei bis drei Jahren möglich sein.

    Baubeginn ist im kommenden Frühjahr. Eine Baugenehmigung liegt vor, auch eine Einigung mit der Stadt über die lange Zeit streitige Frage der Zahl der Parkplätze ist erfolgt. An der Planung hat sich offenbar nichts Wesentliches geändert. Getauscht wurden die Farben der Klinker, sofern die heute in der gedruckten FAZ enthaltene Visualisierung aktuell ist. Also nun gelber Klinker für die Wandflächen und roter für das Tragwerk, demnach analog zur Farbe der Lisenen und Blendbögen des Bestands. An der Ostseite entsteht ein 800 Quadratmeter großer öffentlicher Park. Dieser wird zwei Drittel des heutigen Vorplatzes zur Kuhwaldstraße hin umfassen, auf dem übrigen Drittel entsteht ein Parkplatz. Unter der denkmalgeschützten Halle wird eine Tiefgarage gebaut.


    Bild: Karl Dudler Architekt / BFL Investment GmbH

    Nachzutragen sind weitere Einzelheiten aus einem Artikel der IZ vom 7. März 2017:

    • es entstehen nur Mietwohnungen
    • bei 34 Einheiten bleibt es, Wohnungsgrößen 65 bis 140 Quadratmeter
    • der Rewe-Markt erhält etwas mehr als 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche
    • 35 Tiefgaragen-Stellplätze plus Rewe-Kundenparkplatz mit 28 Stellplätzen
    • die Bauarbeiten beginnen im März 2017
    • Bauzeit rund zwei Jahre

    Eine erste Visualisierung findet sich nun in Frankfurter Tageszeitungen, online in FNP und FR. Es ist der Entwurf, der vorgestern bei der Ortsbeiratssitzung gezeigt wurde. Viel wird sich also nicht mehr ändern. Die Fertigstellung ist Ende Dezember 2019 geplant.


    Bild: RFR Holding / KSP Jürgen Engel Architekten

    Forumsmitglied Adama hat an dieser Sitzung teilgenommen. Es folgen einige seiner Informationen - herzlichen Dank dafür! Weil er derzeit nicht selbst berichten kann, hat er mich gebeten, dies zu übernehmen.

    Zum Bauablauf sprach der Geschäftsführer der RFR Holding GmbH:

    • bis April 2017 wird ein Bauzaun auf dem Gelände errichtet, Gehsteige und dergleichen werden nicht beeinträchtigt, dann beginnt auch bereits die innere Räumung
    • ab Juli geht der Bau richtig los, Ab- und Abfahrt der Baugerätschaften erfolgt über die Feldbergstraße
    • die geplante Bauzeit beträgt ein Jahr und neun Monate
    • die alte Fassade bleibt zunächst aus Lärmschutzgründen am Gebäude, erst zum Schluss wird sie abgenommen und durch neue Fassadenteile ersetzt
    • es wird eine Hotline für Anwohner geben, Treffen während der Bauzeit sind geplant


    Zum Entwurf sprach der mit dem Projekt seit einigen Jahren befasste Architekt aus dem Büro KSP Jürgen Engel Architekten:

    • vordergründiges Planungsziel war es, den schweren Monolithen in seiner jetzigen Gestalt aufzulösen
    • in Zukunft gibt es zwei elegante Türme, die deutlich und differenziert abzulesen sein werden
    • die Fassade des Wohnhochhausteils wird sehr hell, silberweiß, fast transparent in seiner Wirkung
    • das Wohnhochhaus erhält eine Vielzahl an Loggien, die aber nicht über die Kubatur des Turms hinaustreten werden
    • das Hotel erhält eine dunkle Fassade, im oberen Drittel sind die Fenster geometrisch angeordnet, nach unten hin kleine "Spielereien" in der Geometrie, sprich leicht versetzt
    • die hervorstehenden Treppenhäuser werden komplett zurückgebaut und nach innen verlagert
    • aus Brandschutzgründen werden die neuen Treppenhäuser per Überdruck brandsicher gemacht
    • im Übergangsbereich der beiden einzelnen Hochhausteile werden Reste der alten Treppenhäuser zu Balkonen umgebaut, sowohl am Hotel- als auch am Wohnturm
    • die schrägen Gebäudeteile im unteren Bereich werden teilweise aufgelöst, zurückgebaut und zu Terrassen umgeformt
    • 130-140 Hotelzimmer wird es geben, Kategorie vier bis fünf Sterne, mit vier möglichen Betreibern laufen noch Gespräche, diese sind auf der Zielgeraden
    • von 180 Stellplätzen in den Untergeschossen werden 50 zum Hotel gehören
    • nach aktuellem Stand entstehen 130 Wohnungen
    • bezüglich Brandschutz und Klimatechnik wird die Revitalisierung extrem aufwändig
    • die Fläche reduziert sich beträchtlich, dies sowohl durch den Einbau von Loggien als auch durch die Auflösung der Schrägen
    • die Tiefgarageneinfahrt zum Mitscherlichplatz verschwindet, dadurch vergrößert sich der öffentliche Platz
    • auch die großen Abluftrohre verschwinden
    • die Hotelzufahrt ist an der nordwestlichen Seite kurz vor dem Mitscherlichplatz geplant
    • alte Baumbestände bleiben erhalten und werden ergänzt


    Zur Verdeutlichung eine Skizze, wegfallen wird das markierte angebaute Treppenhaus:


    Foto: Schmittchen, Markierung: Adama

    Ein weiteres Treppenhaus ist an die Südseite des höheren Turms angebaut, den unteren Teil sieht man auf dem zweiten Foto in Beitrag #8 (und komplett hier). Auch dieses wird abgebrochen.

    Pumpernickel, an sich sind es Stadträte. Sie sind Teil des Magistrats, das ist die "Regierung" der Stadt. Durchaus sind es politische Ämter, vielleicht besser politisch besetzte Ämter, denn der Magistrat ist Verwaltungsorgan und als solches u. a. für Entscheidungen in laufenden Verwaltungsangelegenheiten zuständig. Was du meinst, sind hauptamtliche Stadträte, die von der Stadtverordnetenversammlung für sechs Jahre gewählt werden (es gibt auch ehrenamtliche). Die Hauptamtlichen haben jeweils einen eigenen Geschäftsbereich, dem entsprechende Ämter zugeordnet sind. Dieser Geschäftsbereich wird auch "Dezernat" genannt und die hauptamtlichen Stadträte deswegen meist "Dezernenten".

    Frag doch bei Tishman Speyer nach, svenb, die werden es eher wissen als wir. Nachdem es beim Bau des Taunusturms auch keine Webcam gab, sind die Aussichten wohl nicht sehr gut.

    Westbahnhof: Umbau und Sanierung geplant (Q4 2019)

    Der Westbahnhof und die Sanierungsabsichten wurden hier schon angesprochen. Den aktuellen Planungsstand stellten Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG am vergangenen Montag bei einer Sitzung des Ortsbeirats 2 vor. Heute berichtet die FNP davon. Die wesentlichen Ereignisse in Stichworten:

    • der Haupteingang an der Kasseler Straße wird umgebaut; er wird großzügiger gestaltet, erhält eine neue Fassade und eine Überdachung
    • neu gebaut wird der Eingang an der Solmsstraße
    • die Unterführung wird verbreitert, von Winkeln befreit und durch Oberlichter heller gestaltet
    • umgestaltet werden auch die Vorplätze an der Kasseler Straße und an der Solmsstraße
    • Neubau von drei Aufzügen, nämlich

      • an der Solmsstraße
      • in der Haupthalle, verbunden mit der Unterführung und dem Hochbahnsteig
      • der dritte vermutlich zwischen Unterführung und dem Bahnsteig für die Gleise 4 und 5 (dazu keine Angabe der FNP)
    • Neubau einer Treppenanlage zum Hochbahnsteig an der Hamburger Allee
    • im vierten Quartal 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen
    • gerechnet wird mit einer Bauzeit von neun Monaten


    Der Haupteingang auf einem Foto von 2007:


    Bild: W. Frako (mit allgemeiner Gestattung)

    Kann eine Umgestaltung sehr gut gebrauchen - die Haupthalle im Jahr 2013:


    Bild: Jivee Blau (mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia)

    Der Bahnsteig für die Züge des Regional- und Fernverkehrs, Gleise 4 und 5, im Jahr 2013 in Richtung Innenstadt fotografiert:


    Bild: Jivee Blau (mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia)

    Genau! Für alles Schlechte war und ist die CDU verantwortlich - für die Berliner Straße, den missratenen Goetheplatz und für versiffte U-Bahn-Stationen. Hat sie doch seit etwa 1878 ganz alleine regiert. Und für alles Gute die Grünen. Deren Wind war so frisch, dass es keine neuen U-Bahn-Stationen mehr gibt, ob versifft oder nicht. Einfach damals den Bau der D-II-Strecke verhindert und die U-Bahn-Linie ins Europaviertel so lange verschleppt, dass die Stationen nun eines fernen Tages vom Regen sauber gewaschen werden können.

    Überraschung!

    Der Frankfurter CDU-Vorsitzende Uwe Becker verzichtet auf eine Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl. In den letzten Jahren hatte er dies immer wieder in Aussicht gestellt. Gegen Peter Feldmann (SPD) wird im Frühjahr 2018 voraussichtlich Bernadette Weyland kandidieren, bis 2014 Stadtverordnetenvorsteherin in Frankfurt und derzeit Staatssekretärin im hessischen Finanzministerium (Q).

    Neues Wohngebiet im Süden Nieder-Eschbachs geplant

    Die Stadt plant im Süden Nieder-Eschbachs die Überbauung einer bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche von 66.000 Quadratmetern. Entstehen sollen gerade einmal 200 Wohneinheiten. Das ergibt einen durchschnittlichen Flächenverbrauch von 300 Quadratmetern für eine Wohneinheit - weniger als 22 Wohneinheiten auf der Fläche eines Fußballfelds nach Fifa-Norm. Die nordwestlichste Ecke des geplanten Wohngebiets ist übrigens 350 Meter Luftlinie von einer U-Bahn-Station entfernt. Und es handelt sich um die letzte Möglichkeit größeren Umfangs in diesem Bereich, ansonsten ist der Stadtteil eingeschnürt von Landschaftsschutzgebieten (Plan). Die heutige Pressemitteilung der Stadt:

    Am südlichen Ortsrand von Nieder-Eschbachs soll künftig ein neues Wohngebiet entstehen. Als ersten Schritt hierfür hat der Magistrat der Stadt Frankfurt den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nummer 917 – Nieder-Eschbach Süd gefasst. Diese Magistratsvorlage wird nun der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung zugeleitet. „Mit dem Bebauungsplan Nummer 917 soll die planungsrechtliche Grundlage für ein neues Wohngebiet im Süden von Nieder-Eschbach geschaffen werden. Ziel ist es, unterschiedliche Wohnformen für verschiedene Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Indem wir unsere Wohnbaulandentwicklung forcieren und attraktiven Wohnraum schaffen tragen wir dem dringenden Wohnbedarf in Frankfurt Rechnung.“

    Durch die geplante Bebauung soll der Stadtteil Nieder-Eschbach im Süden arrondiert und die Ausbildung des Ortsrandes angrenzend an das Landschaftsschutzgebiet umgesetzt werden. Entstehen könnten voraussichtlich rund 200 Wohneinheiten. Das Plangebiet wird derzeit fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Durch die Lage nahe der U-Bahn-Haltestelle Nieder-Eschbach ist es gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Mit einer Mischung aus Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbauten soll ein breites Angebot an Wohnformen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ermöglicht werden – auch für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen. „Dabei wird ein Anteil von 30 Prozent der ermöglichten Wohnbaufläche im geförderten Wohnungsbau zu berücksichtigen sein“, sagt Planungsdezernent Josef.

    Durch die Einbeziehung des Bereiches südlich der Weimarer Straße, bisher mit dem Bebauungsplan Nummer 225 als Allgemeines Wohngebiet festgesetzt, soll eine Verzahnung des neuen Gebietes mit der vorhandenen Ortslage geschaffen werden. Der bisher als Ortsrand gedachte Streifen wird zukünftig Bestandteil des Baugebietes Nieder-Eschbach Süd sein und in diesem Zusammenhang angemessen beplant und festgesetzt werden. Für den Eingriff in Natur und Landschaft werden im städtebaulichen Entwurf Vorschläge zur Eingriffsminimierung erarbeitet und im weiteren Verfahren darüber hinaus Ausgleichsflächen nachgewiesen.

    Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nummer 917 umfasst 6,6 Hektar. Das Plangebiet grenzt im Norden an die Weimarer Straße und an die Grundstücke Gustav-Mahler-Straße 15, Fritz-Erler-Straße 26 und 29 sowie Niedereschbacher Stadtweg 29 bis 31. Im Westen wird es von der U-Bahn-Trasse der Linien U2 und U9 begrenzt. Im Süden und im Osten schließt das Gebiet an landwirtschaftliche Flächen an. Der Regionale Flächennutzungsplan des Regionalverbands FrankfurtRheinMain stellt für den Geltungsbereich „Wohnbaufläche geplant“ dar. Die Ziele des „GrünGürtelpark Nieder-Eschbach“ und die des angrenzenden Landschaftsschutzgebietes werden durch das Bebauungsplanverfahren nicht berührt.



    Plan: Stadt Frankfurt am Main

    Wohnbauprojekt "The Link" Kölner Straße 82-84

    Letzte Fragen zur Planung dürfte eine Visualisierung beantworten, die auf der nun mit Inhalten versehenen Projekt-Website zu finden ist. Außer der ehemaligen Tankstelle und sämtlicher "Garagenzeilen" wird demnach wohl nur dieser alte Anbau (mit der Continental-Werbung über dem Tor) abgerissen, auf der Ansicht mit einem Baum verdeckt. Der geplante Weg zwischen der Hellerhofstraße und der Lissabonner Straße wird vermutlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, so dass wenigstens eine Verbindung für Fußgänger und vielleicht auch Radfahrer entsteht.


    Bild: Project Immobilien / happarchitecture

    Wohnbebauung im Hof der Ex-Maschinenfabrik geplant

    Die früheren Fabrikgebäude der Deutschen Vereinigte Schuhmaschinen GmbH, um 1903 errichtet, wurden in Beitrag #49 schon einmal angesprochen. Heute wurde durch einen Artikel im Journal Frankfurt bekannt, dass der sehr ausgedehnte Hof südwestlich der hohen Fabrikgebäude, zur Straße In der Au gelegen, überbaut werden soll. Wohnungen sind dort geplant. Dazu müssen kleinere Nebengebäude aus der Bauzeit der Fabrik abgerissen werden, unter anderem das nicht denkmalgeschützte Kesselhaus (Street View). Der Mietvertrag mit dem dort ansässigen Fritz deutschlanD e.V., eine Gemeinschaft von Handwerkern und Künstlern (Web), wird per Dezember 2017 aufgehoben. Mit einem Baubeginn ist demnach frühestens 2018 zu rechnen.

    Um die eingeschossigen Gebäude entlang der Straße In der Au geht es, eventuell auch um weitere Flachbauten im Hof:


    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Das wird das Kesselhaus sein:

    Blick in Richtung Westerbachstraße:


    Bilder: Schmittchen

    Nachtrag: Nach einer Auskunft des Planungsdezernats auf Anfrage der FNP wurde die im Bebauungsplan festgesetzte Nutzung als Gewerbegebiet mit Bauvorbescheid zugunsten von Wohnungen befreit. Gegenstand des Bescheids sei die Nutzungsänderung von Gewerbe in Wohnen und Aufstockung mit 19 Wohneinheiten sowie die Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses mit 44 Wohneinheiten, einer Lärmschutzwand und einer Tiefgarage mit 89 Stellplätzen.

    Es liegt gerade einmal die Entscheidung im Architekturwettbewerb vor. Bislang wurde noch jedes Großprojekt anschließend auch gestalterisch weiterentwickelt (schließlich muss die Genehmigungsplanung erst noch erstellt werden). Ich würde also nicht davon ausgehen, dass alles so realisiert wird, wie es auf den Visualisierungen dargestellt ist. Entsprechendes gilt für die Nutzungen; ein Mitarbeiter des Bauherrn soll der FAZ gestern mitgeteilt haben, dass möglicherweise noch eine Fläche für Kultur in das Projekt integriert wird. Das steht heute in der gedruckten Zeitung. In einem Kommentar dazu heißt es, dass sich die Türme sehr ähnlich seien und etwas mehr Vielfalt in der Überarbeitung nicht schaden könne. Dem ist zuzustimmen.

    Die Umbauarbeiten beginnen im Sommer. Der Bauherr will die Planung dem Ortsbeirat 2 bei seiner öffentlichen Sitzung am 13. Februar vorstellen. Mit zum Projekt gehört eine Neugestaltung des Mitscherlich-Platzes (Q).

    Die Sitzung findet statt im Saal der Katholischen Gemeinde St. Ignatius, Gärtnerweg 60 (Q). Beginn ist um 19 Uhr. Auf der Tagesordnung steht übrigens auch die Planung zur Sanierung des Westbahnhofs.

    Entscheidung im Architekturwettbewerb

    Den Architekturwettbewerb hat UNStudio, Amsterdam, gewonnen. Die ganz frische Pressemitteilung von Groß & Partner:

    Der Gewinner des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Areals steht fest: UNStudio aus Amsterdam überzeugte einstimmig das achtköpfige Preisgericht, bestehend aus Vertretern der Stadt, Architektur- und Städtebauexperten und der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH. Zwei dritte Preise gingen jeweils an die Bewerbergemeinschaften Dudler/Jahn und MSW/Snohetta, eine Anerkennung erhielt der Entwurf von Christoph Mäckler/CoopHimmelblau.

    Insgesamt nahmen fünfzehn nationale und internationale Architekturbüros an dem Wettbewerb teil. Darunter befanden sich sowohl einzelne Büros als auch einige Bewerbergemeinschaften, so dass sich das Teilnehmerfeld aus elf Bewerbern zusammensetzte. Die Herausforderung lag darin, ein gemischt-genutztes, urbanes Stadtquartier aus vier Hochhäusern und einem mehrgeschossigen, verbindenden Sockelgebäude im Herzen der Frankfurter City zu gestalten – ein neuer Anziehungspunkt für die Menschen in der Mainmetropole. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels gehören ebenso dazu wie ein umfangreiches Wohnangebot, in das auch 8.000 m² Geschossfläche nach den Förderprogrammen der Stadt Frankfurt am Main und des Landes Hessen integriert werden. Die Frankfurter Skyline wird mit den vier, bis zu 228 Meter hohen Türmen, neu definiert werden.

    Der Siegerentwurf von UNStudio überzeugte die Jury vor allem durch die Vielfalt der attraktiven Kubatur, die Ensemblewirkung der vier Türme sowie die räumliche Qualität, die sich auch durch die Integration der denkmalgeschützten Gebäude in der Junghofstraße zeigt. Die konsequente Öffnung des Stadtquartiers gewährleistet eine neue Vernetzung der Innenstadtwege zwischen Bankenviertel, Rossmarkt, Kaiserplatz und den Einkaufslagen der Goethestraße bis zur Alten Oper.

    „Ich freue mich, dass mit den vier Türmen ein neuer, pulsierender Ort im Herzen der Frankfurter City entsteht. Das Projekt bietet die Chance, Frankfurts Attraktivität als interessante und lebenswerte Stadt auf internationalem Niveau zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Stadt zu leisten. Den Entwurf von UNStudio bewerten wir als sehr gelungen, denn die vier Türme bereichern die Skyline nicht nur architektonisch, sondern auch als öffentlicher Anziehungspunkt“, so Jürgen Groß, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner.

    Mit dem Quartier schafft Groß & Partner neuen, öffentlichen Raum an einem Standort der Innenstadt, der über 45 Jahre nicht mehr allgemein zugänglich war. Mindestens 3.000 Menschen sollen in dem neuen Quartier arbeiten, etwa 1.000 Menschen dort wohnen. Auf dem Areal werden neben Wohnungen und Büros auch Gastronomie, Einzelhandel, Hotels, Geschäfte für die Nahversorgung, eine Kindertagesstätte und Erlebnisflächen entstehen.

    Stadtrat Mike Josef zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des Wettbewerbs: „Das Projekt hat eine Vorreiterrolle beim Wandel des Frankfurter Bankenviertels hin zu einem durchmischten Quartier. Mit der Neugestaltung des Areals entsteht eine größere Nutzungsmischung, ein neuer Platz, eine öffentlich begehbare Dachfläche und auch bezahlbarer Wohnraum. Das bisher abgeschottete Gelände in zentraler Lage wird für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier entsteht ein lebendiges Quartier, in dem nicht nur gearbeitet wird, sondern auch jedermann wohnen kann.“

    Die Beiträge aller Architekten werden vom 04. März bis 18. März öffentlich in der Junghofstraße 11 auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal ausgestellt. Der Startschuss für den Bau des neuen Quartiers wird im Laufe des Jahres erwartet, die Nutzung der ersten Gebäude ist für 2021 avisiert.

    Weitere Informationen folgen, sobald verfügbar. Die ersten beiden herausgegebenen aktuellen Visualisierungen (Anklicken vergrößert nochmals):

    Gesamtansicht:

    Ausschnitt aus dieser Gesamtansicht:


    Bilder: UNStudio / Groß & Partner

    Vielen Dank, Beggi. Auf der von Dir fotografierten Tafel lässt sich die Netzadresse des Vertriebs ablesen. Dort findet sich die gesamte Visualisierung der Straßenseite mit dem geänderten oberen Abschluss (Anklicken vergrößert):

    Was soll man dazu schreiben (und was zur Leistung des Denkmalschutzes)? Ich zeige lieber eine weitere Ansicht, nämlich eine des Innenhofs:


    Bilder: CG-Gruppe / Fuchshuber Architekten

    Neubau Panoramabad

    Zuletzt wurde das Projekt in Beitrag #146 erwähnt, davor in #109 (mit Lageplan). Gestern berichtete die Frankfurter Rundschau von einer diesbezüglichen Anfrage beim Geschäftsführer der Frankfurter Bäderbetriebe. Demnach ist Mitte 2018 mit dem Baubeginn zu rechnen. Die Fertigstellung wird 2020/2021 erwartet.

    Der Neubau soll 14 bis 16 Meter hoch werden. Der Untergrund soll aus Kriegstrümmern bestehen, deswegen soll das Bad auf Stützen errichtet werden. Das Schwimmbecken ist gewissermaßen im ersten Geschoss vorgesehen, darunter sollen Pkw-Stellplätze entstehen. Darüber ist ein Wellnessbereich mit Sauna und Außenbereich geplant. Möglicherweise soll das Dach des Bads teilweise zu öffnen sein, die FR schreibt von einem "Cabriodach". Ob sich das realisieren lässt, muss noch geprüft werden.

    Wie in diesem Thread schon berichtet, ist bis Fertigstellung des Neubaus ein Weiterbetrieb des bestehenden Panoramabads an der Inheidener Straße vorgesehen. Nach der Neuöffnung soll der Bestand abgerissen werden. Die ABG Frankfurt Holding plant den Bau von Wohnungen anstelle des bisherigen Panoramabads.

    Die Bäderbetriebe schätzen die Kosten für den Neubau auf 34 Millionen Euro. Für die Fläche des jetzigen Bads an Inheidener Straße möchte die städtische Gesellschaft mehr als die Hälfte davon erlösen. Sie rechnet mit einer "Nettobelastung von 13 bis 15 Millionen Euro". Das Grundstück neben der Eissporthalle möchten die Bäderbetriebe in Erbpacht übernehmen.

    Auf dem Areal Mombacher Straße 6 entstehen zwei weitere Hotels. Die heutige Pressemitteilung der Novum Hotel Group:

    Novum Hotel Group entwickelt Doppel-Projekt in Mainz

    • Lifestyle Hotel und Serviced Apartments
    • 180 Zimmer und 99 Apartments
    • Eröffnung im Herbst 2019


    Multi-Use-Developments gelten als der Clou in der Hotelentwicklung: In Mainz entsteht nun ein weiteres Doppelprojekt der Novum Hotel Group – ein Novum Style Hotel mit 180 Zimmern und ein Novum LikeApart Haus mit 99 Apartments. Das Neubauprojekt entsteht gemeinsam mit der Soini GmbH und der Hamburger Peter Möhrle Holding und soll im Herbst 2019 eröffnet werden.

    "Nach dem Doppelprojekt in Stuttgart besetzen wir auch im touristisch weiter aufstrebenden Rhein-Main-Gebiet einen hervorragenden Standort unweit dem Hauptbahnhof in Mainz mit einem erfolgversprechenden Konzept", sagt dazu David Etmenan, geschäftsführender Gesellschafter der Novum Group. Für das Entwicklungsprojekt an der Mombacher Straße 6 wurde nun der langfristige Mietvertrag unterzeichnet.

    Der Hotelstandort Mainz gilt als aufstrebend. Eine prosperierende Wirtschaftsstruktur mit namhaften Unternehmen wie der Schott AG, die renommierte Johannes-Gutenberg-Universität und das exzellente Uniklinikum sowie Institutionen wie das ZDF sorgen ebenso für starken Zulauf wie eine einzigartige Lifestyle-Atmosphäre in der Altstadt. Die Zahl der Nächtigungen wuchs zuletzt um knapp fünf Prozent. Zudem landen immer mehr Flusskreuzfahrtschiffe am Rheinufer an.

    "Nach unserer erfolgreich platzierten Hotelentwicklung in Heidelberg bleiben wir der Region aber auch unserem Credo treu, sich nur gemeinsam mit erstklassigen Partnern nachhaltig neuen Herausforderungen zu stellen: Mainz, wir freuen uns!", kündigt Oliver Soini an, geschäftsführender Gesellschafter der Soini Immobilienentwicklung Gruppe.

    Das Entwicklungsprojekt in Mainz stellt einen weiteren Standort auf der Landkarte der Novum Group Hotels im Rhein-Main-Gebiet dar; es bestehen bereits Häuser in Frankfurt/Main (3), Wiesbaden (1) und Rüsselsheim (1). Die familiengeführte Unternehmensgruppe betreibt derzeit 128 Häuser (inklusive Entwicklungsprojekte) mit insgesamt rund 13.800 Zimmern in ganz Europa.

    Wohnbauprojekt Berger Straße / Ringelstraße ("Gaumer-Areal")

    Die in Beitrag #169 noch nicht benannte Projektgesellschaft ist die Objekt Bergerstraße/Ringelstraße GmbH mit Sitz ist in Mörfelden-Walldorf (Q). Dahinter steht m. E. das Wohnungsbauunternehmen Walldorfer Wohnbau, das unter anderem das Projekt Europaquartiere in Langen realisiert. Weitere Referenzen sind auf der Website des Unternehmens zu finden.

    Auf der als "Gaumer-Areal" bestens bekannten Brache sollen bis zu 3.750 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Das entspricht den in #169 genannten rund 40 Wohnungen. Zwei Drittel davon sollen öffentlich gefördert werden, ein Drittel verbleibt als freifinanzierter Mietwohnungsbau. Auch eine Kindertagesstätte wird gebaut.

    Ein Satellitenbild des Geländes, links die Berger Straße, rechts die Ringelstraße; auf der etwas helleren Fläche oben links stand bis 2014 das Haus mit dem Lokal "Klabunt":


    Bild: Google

    Neuigkeiten

    Die Eigentümerin der Liegenschaft, laut heutiger FR eine gewisse Fyrex Sat B.V., beabsichtigt nun eine "kleine Lösung". Geplant ist der Abbruch lediglich der beiden obersten Geschosse. Vermutlich soll so ein zeitraubendes und offenbar enorm kompliziertes Bebauungsplanverfahren vermieden werden, das für die am Beginn dieses Thread vorgestellte "große Lösung" erforderlich wäre. Nach dem Abbruch ist die Errichtung neuer Obergeschosse geplant, 60 Wohnungen sollen dort entstehen. Die erhaltenen Stockwerke werden für den Einzelhandel umgebaut, die Niederländer planen maximal drei Gewerbeeinheiten. Verhandlungen mit möglichen Mietern aus dem Lebensmittel- und Textilbereich sind bereits im Gange.

    Ein Bauantrag wurde eingereicht, zur Zeit ist er in Bearbeitung. Der FR zufolge laufen schon Entkernungsarbeiten im Inneren des Gebäudes. Mit dem Beginn der Hauptbauarbeiten ist in diesem Jahr zu rechnen, mit der Fertigstellung Ende 2018 bis Anfang 2019.

    Rebstockbad: Abriss und Neubau möglich

    Die Bäderbetriebe Frankfurt prüfen den Abbruch und den anschließenden Neubau des Rebstockbads. Das im Jahr 1982 eröffnete Erlebnisbad ist in einem schlechten baulichen Zustand. Hinzu kommt ein nicht mehr zeitgemäßer Verbrauch an Energie und Chemikalien zur Wasseraufbereitung. Für den Neubau des Bads wird einem FAZ-Artikel vom Mittwoch zufolge mit Kosten in einer Größenordnung von 80 Millionen Euro gerechnet.

    Ein möglicher Neubau könnte auch ein Hotel sowie Kur- und Wellnessangebote umfassen. Dafür sollen private Investoren gewonnen werden. Vorplanungen und Machbarkeitsstudien wurden bereits gefertigt.

    Das größte städtische Hallenbad auf einem Foto von 2007, im Vordergrund der Rebstockweiher:


    Bild: Sebastian Kasten (mit GNU-Lizenz für freie Dokumentation)