Beiträge von Schmittchen

    Projekt "Diplomatenpark", Hedwig-Dransfeld-Str. 6-8 (Bockenheim)

    Wird Zeit, dass der Staub auf diesem Strang abgeklopft wird. Weiter geht es mit der Metamorphose des schlichten Wohnhauses Hedwig-Dransfeld-Straße 6-8 aus der früheren Nachkriegszeit zum "Diplomatenpark" der Zehnerjahre. Der Ausgangszustand auf einem Foto von Mai 2015:

    Ende Dezember 2015:

    April 2016:

    Gestern:


    Alle Bilder: Schmittchen

    Die Lücke zum Nachbargebäude ist nun vollständig geschlossen:


    Bild: Schmittchen

    Fertig gestellt soll es so aussehen (auf dem Dach des "Zwischenbaus" ist übrigens auch ein Dachterrasse geplant, rund 160 Quadratmeter groß):


    Bild: Deka Immobilien GmbH

    Gesamtansicht von Süden:


    Bild: Schmittchen

    Der geplante Bistro an der Erdgeschoss-Südseite soll öffentlich sein, ist auf der erweiterten Website zum Projekt zu lesen:


    Bild: Deka Immobilien GmbH

    Noch eingehaust ist der im 13. Obergeschoss vorgesehene Konferenzbereich mit weiterer Dachterrasse:


    Bild: Schmittchen

    So soll es werden:


    Bild: Deka Immobilien GmbH

    Baufortschritte

    Die Pergola ist nicht mehr aufzuhalten, daran ändern die Pläne für eine Überbauung des westlichen U-Bahn-Zugangs nichts. Lu-Mo hat es erwähnt, erste Haltekonstruktionen für die Sandstein-Bauteile sind montiert:

    Sehr wirkungsvoll die Holzgalerien des Rebstock-Hofs, noch verleiht das für den Anstrich verwendete Leinöl zusätzlichen Glanz:

    Die mittlerweile verputzte Nordfassade der Braubachstraße 17 (Rebstock-Hof 2) mit sehr hohem Durchgang in Richtung Markt:

    Die Braubachstraße 29 ("Zum Glauburger Hof") hat teils Fenster erhalten, wegen des Gerüsts nicht gut zu sehen:

    Zum Schluss ein wenig mehr von der in rotem Sandstein gehaltenen Fassade der Braubachstraße 25:


    Bilder: Schmittchen

    Bauvorhaben im Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße

    So viele Aktivitäten wie derzeit waren lange nicht im Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße. So kommt das oben in #21 ff. erwähnte Rechenzentrum für Digital Realty allmählich voran. Es baut die Firma Lupp.


    Bild: Schmittchen

    Aktivitäten gibt es auch nördlich des Digital-Realty-Areals. Dort wurde gerodet und Vermessungspflöcke sind zu sehen. Womöglich entsteht hier ein weiteres Rechenzentrum, das in #26 erwähnte für Colt Data Centre Services. Die Stadtkarte enthält jedenfalls bereits Markierungen:


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Von außen nahezu fertig ist der Neubau für Sinn Spezialuhren, Wilhelm-Fay-Straße 21. Nun ja, ein Zweckbau.


    Bild: Schmittchen

    Und dann ist auch im Süden des Gewerbegebiets etwas im Gange, von der Westerbachstraße kommend westlich des ersten Bogens der Wilhelm-Fay-Straße. Das große Areal wurde vermessen, wohl kürzlich erst, denn die Farbe an den Vermessungspflöcken war noch frisch. Im westlichen Teil laufen Baggerarbeiten.


    Bild: Schmittchen

    Auf der Stadtkarte ist schon etwas eingezeichnet, bislang nur ein eher kleines Bauvorhaben:


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Heute war Grundsteinlegung für Marienturm und Marienforum. Ein Bericht folgt, ein Forumsmitglied war mit dabei. Vorab die Pressemitteilung von Pecan Development und eine für diesen Strang neue Visualisierung des Turms.

    Mitten im Frankfurter Bankenviertel, auf der sogenannten Marieninsel, wurden heute feierlich die beiden Grundsteine für das Marienforum und den Marienturm gelegt. Der Projektentwickler Pecan Development realisiert im Auftrag des Perella Weinberg Real Estate Fund II LP (PWREF II) das neue Büroensemble auf der Marieninsel. Dort entstehen bis Anfang 2018 das 40 Meter hohe Marienforum mit 10 Geschossen und 11.950 Quadratmetern Mietfläche und bis Anfang 2019 der rund 155 Meter hohe Marienturm mit 45.450 Quadratmetern Mietfläche auf 38 Geschossen. Der Architekturentwurf stammt von Thomas Müller Ivan Reimann Architekten aus Berlin. Die Gestaltung der Lobby und öffentlichen Bereiche wird entscheidend durch die renommierte Interior-Designerin Patricia Urquiola aus Mailand geprägt, die damit erstmals eine Büroimmobilie im deutschsprachigen Raum gestaltet. Neben den höchsten Ansprüchen an Architektur und Innendesign sollen die Gebäude auch nach den höchsten Standards für nachhaltiges und umweltbewusstes Bauen errichtet werden. Als Beleg hierfür werden LEED Platinum-Zertifizierungen angestrebt, die Vorzertifizierungen wurden bereits erreicht.

    Nachdem in den letzten Monaten an der Erstellung der Baugrube gearbeitet worden war, hatte der Bauherr ca. 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien sowie potentielle Mieter und die beteiligten Baufirmen geladen, um auf der Baustelle an der Taunusanlage die feierliche Grundsteinlegung in würdigem Rahmen zu begehen.

    Gemeinsam mit dem Bauherren, den Projektpartnern und dem Oberbürgermeister Peter Feldmann wurden vor den Gästen und internationaler Presse die kupfernen Zeitkapseln samt Mauersockel mit einem Kran in der Baugrube versenkt. Im Anschluss überraschte ein eigens für diesen Anlass aufgeführter Gesangs-Flashmob, in Zusammenarbeit mit der Stage School Hamburg, die Gäste.

    Projektentwickler Markus Brod erklärte anlässlich der Grundsteinlegung: „Wir haben uns ganz bewusst für ein internationales Gestaltungsteam entschieden und für uns von Anfang an das Ziel formuliert, eine impulsgebende neue Arbeitswelt zu erschaffen, in der die Wertschätzung für die Nutzer und deren Wohlbefinden die entscheidende Rolle spielt. Arbeitszeit ist wertvolle Lebenszeit, welche man in einem inspirierenden, ästhetisch anspruchsvollen und komfortablen Umfeld verbringen sollte und dieser Anspruch spiegelt sich im Design und dem Nutzungsmix der beiden Bürogebäude wider. Mit „Cultivating Work“ haben wir unserer Ambition einen Namen gegeben und werden diese an Europas führendem Finanzplatz mit seiner einzigartigen Mischung aus Unternehmertum, Kultur und Lebensqualität verwirklichen.“

    Die Interior-Designerin Patricia Urquiola betonte in ihrer Rede, dass die Menschen sich vor allem durch ihre Arbeit ausdrücken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz durch die Interaktion mit dem Arbeitsumfeld entsteht. Daher wurde ein besonderes Augenmerk auf die Begegnungsräume im Marienturm und Marienforum gelegt. „Wir fühlen uns wohl, wenn sich Proportionen, visuelle Wahrnehmung, Materialität, Licht und Klang harmonisch vermischen und eine atmosphärische Dichte und Eleganz erzeugen. Dies haben wir auf der Marieninsel formvollendet umgesetzt und mit „Cultivating Work“ zusammengefasst“.

    Architekt Thomas Müller wies darauf hin, dass die Aufwertung der anliegenden Stadträume von Anfang an eines der wichtigsten Entwurfskriterien bei der Entwicklung des architektonischen Konzeptes für das Marienforum war. „Das Haus präsentiert sich als elegantes Bürogebäude mit eigener Charakteristik und Atmosphäre. Der direkt an das Marienforum angrenzende Marienplatz wird den Ort entscheidend prägen und mit Gastronomie und Einzelhandelsflächen ein neuer Anziehungspunkt werden. Der Marienturm hingegen verbindet sich fließend mit seiner Umgebung und wird zu einem unverwechselbaren Teil der Stadt Frankfurt. Seine klare, prägnante Form verleiht ihm Eleganz und Zeichenhaftigkeit. Im Zusammenspiel mit den Hochhaustürmen des Frankfurter Bankenviertels wird er in Zukunft eine eigenständige Position in der Frankfurter Skyline einnehmen.“

    Der Marienturm wird an der Taunusanlage 9 – 10 unweit der Deutsche-Bank-Zwillingstürme entstehen, in direkter Nachbarschaft, an der Mainzer Landstraße 1, das Marienforum. Neben den Büroflächen entstehen im Marienturm auch ein öffentlich zugängliches Restaurant, eine Kindertagesstätte und ein Fitnesscenter. Im Außenbereich wird der attraktiv gestaltete Marienplatz am Marienforum das Bankenviertel um einen neuen Ort der Begegnung und Kommunikation bereichern. Mit der Fertigstellung der beiden Gebäude ist das Quartier um die Marieninsel abgeschlossen.

    Visualisierung, Klick darauf öffnet Ausschnitt in Originalauflösung:


    Bild: Pecan Development GmbH / Thomas Müller Ivan Reimann Architekten

    Zwischenstand und Ausblick

    Die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) informierte in einer Pressekonferenz über den Stand des Hafenprojekts. Dazu eine Pressemitteilung:

    Hafenallee wird neue Hauptverkehrsachse

    Rund 18.000 Fahrzeuge rollen täglich über den Nordring zwischen Carl-Ulrich-Brücke und Goethering. Noch in diesem Jahr soll der Verkehr über die parallel verlaufende Hafenallee fließen. Der Nordring wird bis 2018 zur Anliegerstraße zurückgebaut und durch einen Baumstreifen abgeschirmt. Weitere hochwertige Infrastruktur im Hafen Offenbach entsteht mit dem Spielplatz im Gutsche-Park, den Wasserspielen auf dem Hafenplatz und dem „Kran der Künste“ mit seiner Aussichtsplattform am Hafenbecken.

    Auf einer Länge von 850 Metern wird die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH die neue Hauptverkehrsachse unter laufendem Verkehr von der Hafenschule bis zum Goethering ausbauen. Die OPG ist ein Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe und entwickelt und vermarktet den Hafen Offenbach.

    Die Gesamtkosten für die neue Allee und den Rückbau des Nordrings belaufen sich auf rund 6,7 Millionen Euro. Davon entfallen 3,3 Millionen Euro auf den Nordring. Die Kosten der Anliegerstraße trägt die Stadt Offenbach.

    OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha: „Wir verlagern den Durchgangsverkehrs in Richtung Norden auf die als Baustraße genutzte Trasse der ehemaligen Hafenstraße. Damit entlasten wir die Nordring-Anwohner und sorgen für mehr Aufenthaltsqualität vor ihren Häusern.“ Bereits zur Eröffnung der neuen Hafenschule im August 2017 soll der Verkehr nicht mehr über den Nordring, sondern über die Hafenallee fließen.

    Komplett ausgebaut wird die neue Ost-West-Verbindung aber zunächst nur auf einer Länge von 550 Metern. Denn ab dem Box-Club Nordend soll die Allee ein Stück nach Süden auf den hier unmittelbar am Energieversorger EVO entlangführenden Nordring verschwenkt werden. Um diesen Abschnitt zur Allee ausbauen zu können, wird der Verkehr bis 2018 in Verlängerung der alten Hafenstraße über eine 300 Meter lange, parallel verlaufende und provisorisch asphaltierte Trasse bis zum Goethering geleitet.

    Ende 2017, Anfang 2018 soll der Nordring dann bis Einmündung Lilistraße (EVO) zur Anliegerstraße zurückgebaut werden. Die Zahl der Parkplätze wird sich durch die Gesamtbaumaßnahme auf rund 140 Stellflächen in der Hafenallee und in der neuen Anliegerstraße erhöhen. Das sind etwa 40 bis 50 Plätze mehr als bisher.

    Das insgesamt 37 Meter breite Profil des Straßenraums orientiert sich gestalterisch an der Kaiserstraße und deren Baumallee in der Straßenmitte. Die zweispurige, einschließlich Abbiegespur 10,5 Meter breite Hafenallee verläuft dicht neben der Hafenbebauung – getrennt lediglich durch einen vier Meter breiten Gehweg und einen zwei Meter breiten Streifen mit längs angeordneten Parkplätzen.

    In der Mitte des Straßenraums schließt sich ein 8,2 Meter breiter Grünstreifen mit doppelter Baumreihe an. Er trennt die Durchgangsstraße vom Anliegerbereich des Nordends. Einem 4,80 Meter breiten Parkstreifen mit schräg angeordneten Stellplätzen folgt dann der 7,5 Meter breite, nur noch von Anwohnern und deren Besuchern befahrene Nordring.


    Bild: Bernd Georg / OPG

    Spielplatz im Gutsche-Park

    „Infrastrukturprojekte wie die neue Verkehrsführung über die Hafenallee und die ganzjährige Nutzbarkeit des Fuß- und Radwegs am Hafenbecken kommen auch den Menschen im Nordend zugute und tragen dazu bei, dass beide Stadtviertel enger zusammenwachsen“, erklärt die zweite OPG-Geschäftsführerin der OPG, Annette Schroeder-Rupp.

    Auch der Spielplatz, der bis Ende des Jahres im neuen, insgesamt rund 5.500 Quadratmeter großen Gutsche-Park entstehen wird, ist solch ein verbindendes Element. Nach den Plänen des Überlinger Büros „Ramboll Studio Dreiseitl“ soll der auch für Ausflügler attraktiv zwischen Hafenbecken und Mainradweg gelegene Spielplatz sowohl den Kindern aus dem Hafenviertel als auch den Jungen und Mädchen aus dem Nordend zur Verfügung stehen.

    Der in mehrere Felder unterteilte Spielplatz bietet Kindern aller Altersgruppen viel Raum zum Rutschen, Klettern und Schaukeln, vor allem aber auch zum Spielen mit Wasser und Sand. Kinder der Hafenschule sind an der Gestaltung beteiligt. Der Spielplatz entsteht im östlichen, rund 2000 Quadratmeter großen Bereich der Grünanlage zwischen Blauem Kran und Fußgängersteg. Die Baukosten belaufen sich auf rund 900.000 Euro.

    Begehbares Kunstwerk und Wasserspiele

    Als neue Attraktion der Regionalparkroute und Wahrzeichen des Hafens Offenbach wird am 28. April der hessische Staatsminister Tarek Al-Wazir den Blauen Kran im Gutsche-Park als „Kran der Künste“ mit öffentlich begehbarer Aussichtsplattform und abendlicher Beleuchtung eröffnen.

    Nach einem prämierten Entwurf des Frankfurter Künstlerteams Winter/Hoerbelt führt eine breite Freitreppe hinauf auf die industriegeschichtliche Skulptur. Bläuliches LED-Licht unterstreicht abends die lavis-blaue Farbe der stillgelegten Maschine.

    Für rund 250.000 Euro lässt die OPG seit 2016 das nicht denkmalgeschützte Industriemonument zu einer das Hafenviertel prägenden Landmarke umbauen. An den Kosten beteiligt sind das Land Hessen, die Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main GmbH und die Fraport AG. Die Fläche um den Kran wird begrünt und mit Bäumen bepflanzt.

    Fertiggestellt und feierlich eröffnet wird in diesem Frühjahr auch der Hafenplatz. Die in Verlängerung der Hafentreppe wellenförmig gepflasterte und mit Bäumen bepflanzte Freifläche ist bereits zum Jahresende für Fußgänger und Radfahrer freigegeben worden. Beleuchtungsstelen tauchen den Platz abends in ein stimmungsvolles Licht. Als weiteres Highlight erhält der Hafenplatz nun abschließend einen begehbaren Brunnen mit Sitzwürfeln und drei großen Metallschalen, auf die jeweils ein Wasserstrahl trifft.

    Baustart für Marina Gardens

    Auch im Hochbau tut sich in diesem Jahr viel. Im Frühjahr wird die OPG den Siegerentwurf des Investorenauswahlverfahrens für die Inselspitze bekanntgeben. In diesem letzten Bauabschnitt soll außer einem attraktiven Dünenpark ein 10.000 Quadratmeter großes Teilquartier mit Büro- und Gewerbeflächen, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Läden, Gastronomie sowie einem hochwertigen Hotel und einem Parkhaus entstehen. Zu dem Ensemble gehören auch zwei Hochhäuser.

    Ein für die Verbindung von Hafen und Nordend wichtiges Bauvorhaben startet im April/Mai: Zwischen Hafenbecken und Hafenallee, Blauem Kran und Fußgängerbrücke errichtet die PRIMUS developments GmbH das Teilquartier Marina Gardens. Dabei handelt es sich um ein architektonisch reizvolles Ensemble aus acht größeren und drei kleineren Bauten, die mit begrünten Innenhöfen, kleinteiligem Gewerbe und Gastronomie ein offenes, durchlässiges Mischquartier bilden. Das Unternehmen war als Sieger aus einem Investorenauswahlverfahren der OPG hervorgegangen.

    Unterdessen nähert sich das größte Einzelprojekt des städtischen Schulbausanierungsprogramms, die 26,6 Millionen Euro teure Hafenschule mit zwei Sporthallen und einer Kindertagesstätte, seiner Vollendung. Im August werden Hafenschule und Kita ihren Betrieb aufnehmen.

    Ebenfalls im August werden die ersten Mieter in die Mikro-Apartments in den „Hafen Arkaden“ der i-Live-Holding neben dem Parkhaus an der Carl-Ulrich-Brücke einziehen und im Erdgeschoss der Naturkostanbieter Alnatura seine erste Offenbach-Filiale eröffnen.


    Bild: Bernd Georg / OPG

    Fraport prüft Kapazitätserweiterung für Billigflieger

    Unter Bezugnahme auf einen Artikel der Wirtschaftswoche berichtet airliners.de von Plänen der Fraport AG, speziell für Billigflieger einen Pier von Terminal 3 vorab fertig zu stellen. Alternativ dazu werde der Ausbau eines bestehenden Bus-Terminals im Norden des Flughafenareals geprüft, heißt es. Jedenfalls sei die Planung davon abhängig, wie schnell die Passagierzahl in diesem Segment wachse, soll ein Fraport-Sprecher geäußert haben.

    Der Kran (Hersteller Wilbert) hat einen recht ungewöhnlichen Sockel erhalten.


    Fon-Pic: Schmittchen

    Grund dürfte die zu erhaltende Tiefgarage darunter sein, denn diese ist größer als die Grundfläche des Hochhauses und erstreckt sich teils bis zur Georg-Voigt-Straße (graue Fläche auf der Karte):


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Die Entkernung scheint schon weit fortgeschritten zu sein. An der Außenseite des Hochhauses wurden zwei Masten angebracht, die der Führung einer Kletterbühne dienen. Welches Unternehmen den Umbau ausführt, war heute nicht ersichtlich. Das wird sich wohl bald ändern, denn gerade wurde etwas aufgebaut, was nach einem Haltegerüst für eine Bautafel aussieht (links im Bild). Der Bauteil mit der roten Fassade wird vermutlich abgerissen.


    Fon-Pic: Schmittchen

    Heute hat die RFR Holding eine Pressemitteilung herausgegeben. Neues ist mir nicht aufgefallen, aber für den Überblick wohl doch ganz interessant:

    Die RFR Holding GmbH (RFR) hat den Fassadenentwurf für das im Frankfurter Stadtteil Westend gelegene Hochhaus am Park vorgestellt. Die Glasfassade des Anfang der 1970er-Jahre entstandenen Doppelturmes wird in zwei optisch getrennte und transparente Fassaden aufgelöst. Mit den Ausräumarbeiten will der Bauherr, eine Projektgesellschaft unter Federführung der RFR, bereits im April 2017 beginnen. Mit dem offiziellen Baubeginn rechnet das in Frankfurt ansässige Unternehmen im Sommer dieses Jahres. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

    Auf dem Areal zwischen Fürstenbergstraße, Grüneburgweg und Wolfsgangstraße entstehen auf etwa 19.000 m² Geschossfläche rund 130 Eigentumswohnungen, davon auch eine Etage geförderter Wohnraum. Hinzu kommen rund 140 Hotelzimmer auf den fast 13.000 m² des zweiten Turmes. Zum revitalisierten Hochhaus am Park gehört auch eine Kindertagesstätte, die nicht nur den künftigen Hochhausbewohner, sondern allen Kindern im Westend offenstehen wird. Gleiches gilt für das vorgesehene gastronomische Angebot. Die umliegenden Grünflächen inklusive des Mitscherlich-Platzes erfahren eine komplette Umgestaltung. Hier hat der Eigentümer über die Stadtverwaltung bereits Kontakt mit der örtlichen Mitscherlich-Initiative hergestellt, die bei der Umgestaltung mit einbezogen wird.

    Der Vertreter des Bauherrn, Dr. Alexander Koblischek, ist überzeugt, dass die Revitalisierung zu einer weiteren Aufwertung des Stadtteils führt: „Derzeit haben wir ein wenig attraktives Hochhaus aus den 1970er- Jahren mitten im Westend. Mit unserem Konzept werden wir diese Situation erheblich verbessern. Die neue Fassade ist schlicht, elegant und zugleich modern. Das Hochhaus wird sich durch die neue Optik auf hervorragende Weise in das Stadtbild des Westends integrieren. Außerdem erreichen wir durch die visuelle Trennung mit dem Eindruck von zwei einzelnen Türmen ein ganz neues Raumgefühl. Die zusätzlichen Investitionen in die Begrünung des Umfeldes des Hochhaus am Park erhöhen die Aufenthaltsqualität für alle Westendbewohner.“

    Bei den Bauarbeiten legt der Bauherr großen Wert auf ein intelligentes Lärmschutz- und Baustellenlogistikkonzept. „Erst, wenn die lärmintensiven inneren Arbeiten abgeschlossen sind, entfernen wir die Fassade. So reduzieren wir den Geräuschpegel erheblich, da der Lärm, insbesondere der Rohbauarbeiten, größtenteils im Gebäude festgehalten wird“, erläutert Dr. Koblischek das Konzept. Für die Baustellenlogistik wird der sogenannte Just-in-time-Ansatz verwendet. Die Anlieferung der notwendigen Baumaterialien erfolgt ausschließlich bei tatsächlichem Bedarf. Damit entfällt eine raumeinnehmende Zwischenlagerung. „Durch unseren Ansatz bleiben die Auswirkungen auf den lokalen Straßenverkehr gering. Der Bauzaun wird nur auf dem Grundstück des Hochhaus am Park aufgebaut. Es kommt also zu keinen dauerhaften Einschränkungen auf den Gehwegen“, führt Dr. Koblischek weiter aus.

    Neben hohen Standards beim Lärmschutz setzt der Bauherr während der gesamten Bauzeit vor allem auf eine direkte Kommunikation mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. „Uns ist klar, dass Bauarbeiten in einem so dicht besiedelten Wohngebiet für die Anwohner nicht einfach sind. Deshalb suchen wir den direkten Dialog, um bei Bedarf entsprechend zu reagieren“, sagt Dr. Koblischek. Es wird eine Baustellenhotline eingerichtet, die Anregungen und ggf. Beschwerden aufnimmt. Zudem erhalten die Anwohner im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Hauswurfsendungen regelmäßig Informationen über den Fortschritt der Baumaßnahmen.

    Das Fluchttreppenhaus wird offenbar nicht in den Hotelneubau integriert. Es steht über/auf der Tiefgaragenzufahrt des Globetrotter-Gebäudes (Sat), auf dem Plan unten als eingeschossiger Bauteil gekennzeichnet. Das Hotel erhält demnach eine eigene Zufahrt zur eigenen Tiefgarage. Womöglich wird das Fluchttreppenhaus zur Grusonstraße hin noch verkleidet, dann ist es für Passanten nicht mehr sichtbar.


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Kettenhofweg 27

    Weiterhin ist es schwierig, etwas über das Bauvorhaben Kettenhofweg 27 herauszufinden. Nach wie vor ist es nur eine Vermutung, dass hier so etwas wie ein Goldmuseum für Degussa Goldhandel entstehen soll. Wenigstens waren nun erstmals Visualisierungen zu finden:

    Schöner Entwurf aus dem Hause AS&P (der sich wie immer im Detail noch ändern könnte). Die Aufschrift bezeichnet zwei Natursteinsorten, St. Louis und Trosselfels, beides Kalksteine. An die Ostseite soll erwartungsgemäß noch angebaut werden. Aber keine Sorge, zu sehen ist nur ein Platzhalter.


    Bild/Entwurf: AS&P Albert Speer & Partner GmbH

    Hochbunker Glauburgplatz

    Der sogenannte Glauburgbunker wurde ab 1994 als wissenschaftliches Museum genutzt. Ende November 2016 wurde das private Museum "Explora" geschlossen. Der Ortsbeirat 3 fragte Ende des vergangenen Jahres beim Magistrat an, ob die Stadt Frankfurt einen Kauf des Gebäudes prüfe. Der Magistrat antwortete nun, dass nach seinen Informationen bereits ein Kaufvertrag über die Liegenschaft abgeschlossen worden sei. Der Erwerber plane einen Abbruch des Bunkers und eine anschließende Neubebauung mit Geschosswohnungen.

    Der Glauburgbunker, zwischen 1940 und 1943 für den Zivilschutz erbaut, hat 2,15 m dicke Wände und ein zwei Meter dickes Dach aus Stahlbeton (Q). Die "Scheinfenster", weitere Bauelemente wie die Eckquaderung und das Schieferdach sollten der Tarnung gegenüber der alliierten Luftaufklärung dienen. Südseite:



    Bild: Karsten11 (mit allgemeiner Gestattung @Wikimedia)

    Nachtrag: Der Verkauf ist doch noch gescheitert, wie die Tagespresse später berichtete. Die Stadt soll ein Vorkaufsrecht besitzen.

    Das fragte ich oben schon, Odysseus.

    Einen Architekturwettbewerb auszurichten kann nicht ja schaden. Es resultiert daraus kein Zwang, etwas realisieren zu müssen. Im Falle einer Bebauung würde ich aber strikt für Mietwohnungen oder eine andere Nutzung plädieren. Mit Eigentumswohnungen würden irreversible Fakten geschaffen. Eine Komplettierung der Krönungsweg-Südseite wäre auf lange Sicht praktisch unmöglich. Es gäbe heute u. a. kein Haus Zum Engel und keinen Goldenen Greif am Römerberg, wäre an dieser Stelle ein Abbruch der Bebauung aus früher Nachkriegszeit nicht möglich gewesen.

    Überbauung auch des westlichen U-Bahn-Zugangs beabsichtigt!

    Unverhofft kommt oft: Die DomRömer GmbH und der Gestaltungsbeirat wollen den U-Bahn-Zugang nordwestlich der Schirn-Rotunde überbauen! Dies wurde heute Abend bei der Sitzung des Dom-Römer-Ausschusses bekannt. Der Architekt Christoph Mäckler, der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats, wird in der FAZ-Dienstagsausgabe zitiert mit "dort klafft ein grässliches Loch". Dies falle erst jetzt auf, weil es auf dem Plan lieblicher als in der Realität ausgesehen habe. Die vom Gestaltungsbeirat gewünschte Bebauung auch der Krönungsweg-Südseite sei wegen der Erschließung von Schirn und U-Bahn sowie wegen technischer Gegebenheiten nicht möglich gewesen.

    Gedacht ist an ein Gebäude mit 150 bis 200 Quadratmetern Grundfläche. Die Rolltreppen und die Stufen hinunter zur U-Bahn-Station sollen in das Erdgeschoss integriert werden. Möglichst zügig ist an die Auslobung eines eingeschränkten Architektenwettbewerbs gedacht. Auf etwa drei Stockwerken könnten Wohnungen entstehen, deren Verkauf die Kosten decken könnte. Vor der planmäßigen Eröffnung der Altstadt im Sommer 2018 wird eine Fertigstellung allerdings kaum möglich sein.

    Visualisiert sieht dieser Raum ohne zusätzliche Bebauung so aus - ob ein mögliches Gebäude die Pergola entbehrlich machen würde?


    Bild: DomRömer GmbH / HHVISION

    Projekt "Mona Lisa", Mainzer Landstraße 129 (Ecke Rudolfstraße)

    Das Bauprojekt aus #362 ff. erhält einen Hofflügel. Das erklärt die selbst für Mikroapartments relativ hohe Zahl von 105 Einheiten. Im Sockelbereich ist ein Café geplant.

    Die Architekten haben das Vorhaben mittlerweile auf ihrer Website, einen Lageplan auch:


    Bild: Stefan Forster Architekten

    Vielen Dank für die ergiebige Foto-Runde, marty-ffm. Das letzte Bauvorhaben, die Gartenstraße 137-139 und Deine Nummer 9, sollte im vergangenen Herbst schon präsentiert werden. Mittlerweile wird der Besucher der Projekt-Website (L) auf den Verkaufsstart im kommenden Monat verwiesen. Die zu bebauenden Flächen immerhin scheinen festzustehen, denn in der Stadtkarte ist diese Markierung zu finden:


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Brauhaus-Gastronomie

    Die geplante Brauhaus-Gastronomie in der Podiumsbebauung wurde schon angesprochen, der Betreiber MoschMosch ebenfalls. Heute schreibt das Journal Frankfurt, dass ein eigenes Brauhaus von Henninger geplant ist. Hinter Henninger steht bekanntlich die Radeberger-Gruppe, und daher wird es auch Biere anderer Konzernmarken geben. Der Ausbau der Räume beginnt im Juni, die Eröffnung ist im September geplant. Als Standort vorgesehen ist nach bisherigen Informationen diese Ecke im Nordosten der Sockelbebauung. Innen soll es so aussehen:


    Bild: Brauhaus am Turm GmbH