Das Ding hat viele Seiten ...
Aus fachlicher Sicht ist die U-Bahn nach Oberasbach und Zirndorf zweifellos ein Sündenfall. Viel zu teuer, viel zu spitz auf die Kante gerechnet. Auch die Bebauung eines Wasserschutzgebietes um ein an sich umweltfreundliches Verkehrsmittel zu inthronisieren - ein makabrer Scherz, hinter dem einzig der Nürnberger Plan steckt, möglichst viele an der Finanzierung des längst veralteten aber kostspieligen Spielzeugs "U-Bahn" zu beteiligen.
Mittelfristig wird nach der Bibertbahn wahrscheinlich auch die Rangaubahn zur Disposition stehen und Pendlerströme von Fürth fernhalten, direkt über den Plärrer nach Nürnberg ziehen. Die VAG reibt sich jetzt schon die Hände: An Bibert- und Rangaubahn verdient sie nichts, an U-Bahn und Bussen umso besser.
Erst wenn die Rangaubahn versiegt, wird man wohl auch in Fürth anfangen sich Gedanken darüber zu machen, dass ein S-Bahnkonzept für beide Linien viel massiver als der Bau eines Konsumtempels zu Lasten historischer Bausubstanz hätte beworben werden müssen um die ominöse "Kaufkraft" zu binden.
Und auch Nürnberg hat viel zu verlieren. Eines der wenigen, aber umso lieber beliehenen Realo-Argumente: "Lasst diese wohlhabenden Gemeinden doch machen, denen tut's nicht weh" trägt nicht, im Gegenteil: Man wertet mit den derzeitigen Planungen die Abwanderung aus den Städten und die Ansiedlung im Speckgürtel noch weiter auf, verliert Steuerzahler und belastet die innerstädtische Infrastruktur.
Das alles wird im Hintergrund stattfinden...überschattet wird die Diskussion dann vom Leserbriefkrieg in Ammerndorf und Cadolzburg über den zurückliegenden Ortstermin zum Thema "Verlängerung der U3" 