Beiträge von Kieselgur

    ^ Um auf den Ehrenhof des Pergamonmuseums zu kommen wird es neben der Treppe wohl einen Lifter, also eine Plattform, welche von unten nach oben gedrückt wird, geben, darauf deutet die Visualisierung beim Masterplan hin, also keine geschlossene Aufzugskabine. Platz ist hier ja genug und der zu überwindende Höhenunterschied ist gering, da zwar am Kupfergraben die Brücke für Boote passierbar bleiben soll, aber eben nicht so hohe Durchfahrtshöhen wie an der Spree erforderlich sind.


    Der Höhenunterschied für einen Steg entlang des Stadtbahnviaduktes ist deutlich höher. Und die Ecke hinterm Pergamonmuseum ist nicht gerade groß. Sicherlich könnte man dort eine schmale Wendeltreppe hinbauen, aber wirklich prickelnd ist das nicht. Ein älterer Mensch mit Mobilitätseinschränkungen läuft zwar auch ungerne Umwege, mit Rollator kann er aber keine Treppen steigen. Ob sich die Wege dabei überhaupt so sinnvoll abkürzen lassen? Auf der anderen Spreeseite findet sich hier ja vor allem der James Simon- und der Monbijoupark. Die eigentliche Bebauung, liegt sogar näher zur Friedrichsbrücke, bzw. zur Monbijoubrücke, wenn man von dort also Richtung Museumsinsel will, wäre ein Steg über die Spree gar keine Abkürzung.;)


    Und wegen dem Anderen: Nur weil gerade ein paar Idioten meinen sich nicht benehmen zu können muss nun nicht gleich das ganze Sicherheitskonzept fürs Drumherum um die Museumsinsel geändert und der Zugang zur Insel möglichst beschränkt werden, was anderes sind bessere Kontrollen in den Gebäuden und beim Betreten der Ausstellungen.


    Wie auch immer, ein Steg an der Spreeseite ist sicherlich noch ferne Zukunftsmusik, bevor über so etwas nachzudenken ist, müssen erstmal die Bauarbeiten am Pergamonmuseum abgeschlossen sein. In 10 Jahren kann man dann mal aufs Thema zurückkommen.

    Hier gehts ja auch nicht um einen Bahnhof oder so, den man schnell erreichen möchte. Der Weg, vom Bahnviadukt, entlang der Spree zur Friedrichsbrücke mit Blick auf die Kolonnaden ist doch einer der schönsten. WEbenso ist das Betreten des Kolonnadenhofs mit Blick auf die ANG ein Highlight der Insel. Wozu also abkürzen?


    Hm, was diese "Neugierden" sollen weiß ich auch nicht ganz. Die Aussicht entlang dem Viadukt ist ja nicht grad spannend?

    Es geht mir nicht darum irgendwelche Wege abzukürzen. Eher darum Flächen besser zu erschließen. Der Platz hinterm Pergamonmuseum wird sicher noch Besucher anziehen, wenn am Ende der Kollonaden ein kleiner Kiosk mit Getränkeverkauf einzieht. Der Platz unterm Stadtbahnviadukt ist aber Sackgasse, wo sich kaum jemand hinverirren wird. Dies wäre anders, wenn die Feuerwehrzufahrt entlang des Stadtbahnviaduktes zum Kupfergraben bliebe, dann wäre dies ein Durchgang. Rampen bräuchte es hier ja nicht, weil diese Querung niedriger als die anderen Brücken liegt.

    Allerdings ist inzwischen eingefallen, warum diese Brücke wohl entfallen soll. Man plant wohl zukünftig den Schiffsanlegeplatz an der James-Simon-Galerie zu nutzen und dafür dürfte der jetzige Steg zu niedrig sein. Vielleicht erbarmt sich ja noch jemand und man installiert dort eine Klappbrücke. :)

    Beim Erhalt des Rechenzentrums geht es ja weniger um dessen herausragende architektonische Qualität, als dass für den Erhalt vor allem deswegen getrommelt wird, um den Wiederaufbau des Kirchenschiffs der Kirche zu torpedieren. Daneben geht es auch darum, dass manche der DDR nachtrauern und es sie deshalb ärgert dass immer mehr von deren Spuren beseitigt werden. Und natürlich möchte das Kreativzentrum weiter günstige Mieten anbieten. Letzeres wird auf Dauer aber eh schlecht möglich sein, denn das Gebäude des ehemaligen Rechenzentrums ist ja unsarniert und das kann so auch nicht auf Dauer bleiben, das geld für die Sanierung könnte dann auch auf die Mieten umgelegt werden, was diese auch massiv verteuern würde.

    Bezüglich der Mieten und des Erhaltes des Mosaikes sollte man da lieber den Neubau des Langen Stalls mit subventionierten Flächen fürs Kreativzentrum voran treiben. An der Rückseite des Langen Stalls ist sicher auch genügend Platz fürs Wandmosaik. Dann wären wenigstens die Sorgen der "Kreativen" schon mal gedämpft. Natürlich wäre dann immer noch Widerstand gegen den Abriss vorhanden, aber das Hauptargument entfiele.

    Ein Fußgängerüberweg an dieser Stelle wäre wohl wenig sinnvoll. Selbst wenn man auf Rampen für Barrierefreiheit verzichtet würde, wären die Treppen und der Steg selbst ziemlich im Weg und würden die Aussicht stören. Außerdem sind es nur wenige Meter mehr Fußweg, um bis zur Friedrichs- oder Monbijoubrücke zu gelangen.

    Was mich allerdings eher wundert ist, dass zukünftig die Feuerwehrzufahrt hinterm Bodemuseum entfallen soll, denn hier soll ja nur eine Art "Neugierdebalkon" entstehen. Diese Zufahrt könnte man genausogut für Fußgänger nutzen und sie stände bei Abriss ja im Notfall auch nicht mehr für Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Zwar soll auch außerhalb der Öffnungszeiten zukünfig eine Durchwegung der Seitenflügel des Pergamonhofes möglich sein, aber ob das dann wirklich der Fall ist bleibt abzuwarten. Würde man den Überweg nördlich des Bahnviaduktes erhalten, hätte man vom Kupfergraben aus, einmal komplett ums Pergamonmuseum herum, über den Kollonadenhof zur Bodestraße hin, einen schönen Rundweg.

    Was wird denn eigentlich mit dem Bahnhof Franz. Str. passieren, nachdem man ihm vom Netz genommen hat? Also mit den Eingängen und dem Bahnsteig. Ist ja nun langsam mal soweit. Aber einen konkret(er)en Plan kann ich nicht finden.

    Ich denke, für diesen Bahnhof wird es auch weiterhin keine konkreten Pläne geben, obwohl es ja schon die vielfältigsten Überlegungen gibt, hier eine Bar/einen Club, eine kulturelle Nutzung oder gar ein Schwimmbad einzurichten.

    Das wird aber alles nicht so einfach sein, hat man es doch bei einer Umnutzung mit allen möglichen Problem wie barrierefreier Zugang, Notausgang, Brandschutz, Belüftung und fehlenden Toiletten zu tun. Für eine öffentlich-kulturelle Nutzung müsste ein Aufzug eingebaut werden, dies würde sehr teuer und deshalb glaube ich da erstmal nicht dran. Bei einer Dauernutzung als Bar/Club müsste man den Bahnsteig wohl rauchdicht von den Tunnelröhren abschotten, wodurch die jetzige Belüftung wegfiele. Das wären also auch reichlich Umbaukosten, auch für Waschräume/Toiletten. Ihn ganz einzumotten und die Ausgänge zu beseitigen wäre wahrscheinlich die günstigste Maßnahme, wäre aber irgendwie schade.

    Mein Tipp wäre es die Räumlichkeiten nur mal als gelegentliche Eventlocation zu nutzen, etwa für kurzeitige Ausstellungen, Fotoshootings, eventuell Präsentationen/Modenschauen. Dafür dürfte es dann wohl ausreichen Toiletten als mobile Variante oben oder in Kooperation mit den Lokalitäten dort anzubieten. Wenn Veranstaltungen immer nur kurzzeitig sind, könnten auch Gitter als Abtrennung zum U-Bahnbetrieb ausreichend sein, dann wäre auch weiterhin eine Belüftung gegeben. Zwei der vier Ausgänge wird man wohl schließen, zwei Treppen pro Seite wären dann ja unsinnig. Eine solche Art der Nachnutzung hätte auch den Vorteil gut mit dem Denkmalschutz vereinbar zu sein, weil nur minimale Umbauten notwendig wären.

    ^ Und zusammen mit diesen beiden Gebäuden kann er auch den wichtigsten Teil der unterirdischen Promenade sehen, denn beim Neuen Museum ist sie eben auch ein wichtiger Zugang oder Ausgang von/zur James-Simon-Galerie. Beim Pergamonmuseum wird sie wohl eher Ausgang sein, für Besucher, die sich das ganze Haus anschauen und nicht nur den Rundgang über die Hauptaustellungsebene machen, die direkt vom neuen Eingangsgebäude betreten wird. Immerhin erschließt die Promenade hier auch den großen, bisher nicht für Ausstellungen genutzen, Keller des Museums.


    Die Verbindung zwischen Pergamon und Bodemuseum wird auch zukünftig wohl nur von wenigen Besuchern genutzt werden. Zu groß ist einfach der gesamte Mueumskomplex, um an einem Tag besucht zu werden und die Besucher des Bodemuseums werden dieses auch zukünftig wohl eher direkt ansteuern, es hat ja eigene Kassen und Garderoben, als erst in der James-Simon-Galerie vorbei zu schauen. Auch im Bodemuseum hat die Promenade aber weitere Ausstellungsflächen im Kellerbereich erschlossen und wenn man den Aufwand für eine besuchergerechte Verbindung zwischen Bode- und Pergamonmuseum im Verhältnis zur Gesamtbausumme setzt, wäre es völliger Unsinn auf eine solche Verbindung zu verzichten, auch wenn diese wohl eher von Museumsmitarbeitern als Besuchern genutzt werden wird.


    Beim Alten Museum bin ich mir noch unsicher wie sehr Besucher den Anschluss an die unterirdische Promenade nutzen werden. Einerseits liegt das Gebäude nah an der James-Simon-Galerie, aber erst den weiten Weg durch den Keller des Neuen Museums nehmen zu müssen, erscheint mir doch etwas umständlich. Bei gutem Wetter wird sich das mit Sicherheit keiner antun. Ein weiterer direkter Zugang zur Promenade/Altem Museum im Bereich der Bodestraße/Kollonade wäre wünschenswert, angesichts der engen Platzverhältnisse dort aber schlecht zu realisieren.

    Hillmer, Sattler und Albrecht werden zwar am längsten auf die Umsetzung ihres Museumskonzepts warten müssen, andererseits wird sich am Alten Museum am äußeren Erscheinungsbild und auch an den Hauptausstellungsräumen nicht so dramatisch viel ändern, es ist ja vor allem eine funktionelle Sanierung, auch wenn mit Überdachung der Höfe, Nutzung des Kellergeschosses und Bau der unterirdischen Verbindung ordentlich für Besucher nutzbare Fläche hinzugewonnen wird. Immerhin wurden Teile der Sanierung schon vorgezogen.


    Dass sich alles so lange hinzieht hat ja nicht nur mit unvorhergesehenen Vorkommnissen, wie etwa der zusätzliche notwendige Abbruch eines alten Pumpwerkes im Hof des Pergamonmuseums zu tun, sondern auch mit der üblichen Auschreibungs- und Vergabepraxis, die ja eigentlich Kosten einsparen soll, aber nicht nur die Planungs- und Bauzeit verlängert, sondern auch zu unnötigen Kostensteigerungen führt, wie man an der James-Simon-Galerie gesehen hat, bei der man zuerst ein billiges, aber eben auch unfähiges Unternehmen mit der Gründung beauftragt hat.


    Eine Aufspaltung der SPK sähe ich weniger als Bestrafung, als eher als Entlastung an und könnte somit die Planungs- und Bauzeiten sogar beschleunigen, wenn nicht mehr ein oberstes Entscheidungsgremium für alles zuständig ist, sondern mehrere Gremien parallel arbeiten.

    Die Tiefe des Gebäudes ist ziemlich unterschiedlich. Man hat einen recht umfangreichen Kern mit vier Fahrstuhlschächten, einem Treppenhaus und innenliegenden Waschräumen für die Büros in den Gebäudeflügeln. Rundherum verläuft ein Flur. Das ist bei Nutzung als vorwiegender Wohnturm relativ viel verschwendeter Platz, sicher lassen sich die Toiletten aber als Abstellräume für mögliche Bewohner nutzen. In den Gebäudeflügeln hat man einen mittigen Flur zwischen zwei massiven, tragen Wänden, flexibel ist da also wenig an Grundriss. Von diesem Flur abgehend hat man Büros von etwa 4 Metern Tiefe.

    Da lassen sich sicher Wohnungen mit kleinem Flur mit einem Bad geradeaus und rechts/links davon Schlafzimmer und Wohnraum mit Kochbereich schaffen. Für (Studenten)appartments zur zeitweiligen Nutzung sicher ok. Dass dies jemand bei eher mäßiger Raumhöhe als Wohnung im gehobenem Bereich haben möchte, bezweifle ich, so groß ist die Wohnungsnot in Dortmund dann doch nicht.

    Sicherlich wurden auch schon andere Gebäude in Dortmund zu Wohnungen umgebaut. Diese Gebäude standen dann aber auch wegen komplettem Leerstand auf einmal zur Verfügung.

    Letzteres wird bei der Hansastraße die nächsten Jahre noch nicht der Fall sein. Obwohl komplette Etagen leer stehen, sind andere Etagen eben vermietet und die Verträge laufen noch mehrere Jahre. Ich halte die Chance, dass die vorzeitig beendet werden für recht gering. Gerade wegen der Haustechnik und bei Wohnnutzung zusätzlich zu installierenden Versorgungsleitungen, funktioniert ein Umbau zu Wohnungen nur einzelner Etagen nicht, da wären die Bestandsmieter zu sehr beeinträchtigt.

    Was den Denkmalschutz angeht: Sicherlich ist dies Gebäude recht prägnant fürs Stadtbild. Von einem so bekanntem Architekten wie beim Deilmannbau der ehemaligen West-LB wurde es aber wohl nicht erstellt, sonst stände es wohl schon längst unter Denkmalschutz. Ich denke auch die Studie von Petersen Architekten würde einen solchen erwähnen. Ohne entsprechende Lobby in der Hinsicht gehe ich nicht davon aus, dass sich das Land NRW oder die Stadt Dortmund da besonders für einen Umbau einsetzen werden, der das Erscheinungsbild möglichst erhält.


    Auch bei anderen Projekten in Dortmund hat es ja viele Jahre gedauert bis diese verwirklicht wurden - oder man wartet immer noch drauf. Insofern wird man bei diesem Gebäude wohl auch noch ein paar Jährchen warten müssen. :)

    Na ja, vielleicht wollte der Auftraggeber mit dieser Studie auch erstmal nur testen wie sehr solche Umbaupläne Anklang finden und wie denn der Marktwert der Immobilie ist...


    Das muss ja noch nicht heißen, dass mit der Studie auch konkrete Umbaupläne verbunden sind. Fürs Einkaufscenter Westfalenforum wurde hier ja auch schon eine Studie aufgeführt, bei der eine Verwirklichung vorerst nicht in Sicht ist. Da die Mietverträge im RAG-Hochhaus nicht sehr bald alle auslaufen, wird es dort vorerst wohl beim Status Quo bleiben. Die städtischen Bühnen Dortmund etwa nutzen dort auch eine komplette Etage und die sanieren die nächsten Jahre ja auch erstmal ihr eigenes Haus. Ein reiner Umbau einzelner Etagen ist wegen der umfangreich zu erneuernden Haustechnik so nicht möglich, insbesondere wenn für Wohnungen ja auch zusätzliche Abflussrohre verlegt werden müssen.


    Bisher ist ein guter Teil der Studierenden täglich gependelt, ich glaube nicht, dass sich daran massenhaft was ändern wird. Appartments in der Innenstadt sind immer auch teuer, Geld was nicht jeder Student hat. Dortmund hat keine Eliteuni, bei der genügend Leute studieren wollen, bei denen Geld keine große Rolle spielt.


    Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen einen Umbau des Hochhauses Hansastaße 95 (so heißt es übrigens offiziell) - der Zustand kann nur besser werden. :-) Nur bin ich halt doch deutlich skeptischer was die Art des Umbaus und einen möglichen Zeitplan angeht.

    Ich halte dies für ziemliches Wunschdenken.


    Die Fassade wurde in den 70ern angebracht, die ist garantiert für heutige Verhältnisse nicht ausreichend gedämmt. Ob sie das Gewicht vieler Kletterflanzen und Pflanzenkübel tragen kann, bezweifle ich. Wobei Begrünung ja ständig in üppigster Form visualisiert wird, sich in der Realität meist dürftig darstellt. Diese Reinigungsgänge wirken auch sehr verschattend, ist bei voller Sonne im Sommer ok. Nur ist es eben nicht immer vollsonnig. Es sind eben keine Markisen bezw. Rollos die man dem Sonnenstand entsprechend ausfahren kann. So ist es in den meisten Büros bei bedecktem Wetter auch eher dunkel, da werden raumhohe Fensterstreifen nicht soviel dran ändern.


    Für Studentenappartments oder andere möbelierte Wohnungen auf Zeit mag es ja in Ordnung sein, keinen richtigen Balkon zu haben. Nur wieviel Bedarf gibt es in einer Stadt wie Dortmund dafür wirklich? Es wird dafür ja gerade einiges geschaffen, bzw. ist in konkreter Planung.


    Schöne idealistische Studie hin und her, ein Investor wird durchrechnen müssen wieviel ihn ein Umbau/Sanierung kostet und wieviel er damit erzielen kann. Wenn er da zum Schluss kommt, dass eine komplett neue Fassade ihn günstiger kommt wird er kaum am jetzigem Zustand festhalten wollen. Dass die Stadt Dortmund das Gebäude dann unter Denkmalschutz stellt, um eine Sanierung durchzusetzen, die das äußere Erscheinungsbild bewahrt glaube ich weniger dran, die Gefahr so jahrelangen Stillstand zu produzieren wäre groß.


    Na ja, die nächsten 3 Jahre wird wohl noch wenig passieren, noch laufen Mietverträge - und ob ein Investor bereit ist, bei einem Konjunktureinbruch antizyklisch zu investieren?

    Hansastraße - Umbau ehemaliges RAG-Hochhaus?


    Das ehemalige RAG-Hochhaus in der Hansastraße könnte zu einem Wohnhaus umgebaut werden ..

    Wo ich diesen Vorschlag gerade sehe - er ist irgendwie bisher völlig an mir vorbei gegangen, obwohl ich in dem Gebäude arbeite...


    Das Gebäude hat sicherlich architektonischen Charakter und wirkt markant und auf den ersten Blick mit seinen Terrassen und scheinbaren Balkonen auch ideal für einen möglichen Umbau als Wohnhaus. Böte ja auch tolle Ausblicke in die Umgebung, z.B. diesen hier. Nur wenn man sich es näher - und vor allem von innen - anschaut, dann wäre ein Umbau höchst aufwändig und würde kaum akzeptable Ergebnisse liefern.


    Was wie Balkone wirkt, sind nur Läufgänge für die Fensterputzer, die Fenster lassen sich nämlich nicht öffnen. Für ein Wohnhochhaus bräuchte es aber richtige Balkone und vor allem auch größere Fenster. Vor allem aber ist der Grundriss des Gebäudes problematisch. Man hat einen großen rombusförmigen Kern bei dem an den Spitzen zwei kurze und zwei nach oben abgetreppte Gebäudeflügel abzweigen. Da die Flure mittig liegen und massive Wände haben, kann man in den längeren Flügeln schlecht mehrere Wochungen anlegen, dafür hätten die rechts und links neben dem Flur liegenden Räume nämlich nicht genug Tiefe. Außerdem ist die Deckenhöhe nicht wirklich hoch. In den Fluren nicht mal 2,50 m in den anderen Räumen nicht soviel höher. Nicht geradedas, was bei Wohnungen in der oberen Preisklasse gewohnt ist. Zwar würde man durch Verzicht auf eine Klimanlage an den Decken Platz gewinnen, andererseits müsste man für Wohnungen ja auch deutlich mehr andere Ver- und Entsorgungsleitungen verlegen.


    Die wenig flexiblen Grundrisse, zusammen mit einer - nun ja - überholungswürdigen - Haustechnik (wie geschrieben, die Fenster lassen sich nicht öffnen, die Klimaanlage hängt gerne mal ein paar Tage hinterm Wetter hinterher: also mal Kühlschrank, mal Sauna), keinen doppelten Boden (Kabelsalat unter den Schreibtischen) macht das Gebäude auch nicht gerade attraktiv als Büroimmobilie, folglich steht ein guter Teil des Gebäudes mehr oder weniger leer, trotz der so zentralen, verkehrsgünstigen Lage.


    Auch für die vernünftige Nutzung als Bürogebäude wäre also eine Generalsanierung, bei der die komplette Fassade erneuert und drinnen einmal komplett entkernt würde notwendig. Die Chance, dass sich dabei der Denkmalschutz durchsetzen könnte und man das Erscheinungsbild der Fassade halbwegs erhält, halte ich für eher gering. Zwar könnte man sicher dabei Fenster einbauen, die sich öffnen ließen, dann wären die Laufgänge außen aber erst recht unsinnig. Und mit großzügig oft bis zum Erdboden verglasten Fassadenflächen anderer Büros stände man immer noch in Konkurrenz.

    Dortmund besteht ja nicht nur aus dem U-Turm. Sondern hat eben auch andere Blickachsen zu bieten. Z.B. wenn man auf dem Bahnhofsvorplatz steht und Richtung Stadt blickt.


    Da hat man auf der einen Seite die schöne Gruppierung mit der Stadt-Landesbibliothek, dem Sparkassenhochhaus, dem RWE-Tower und dem IWO-Hochhaus. Würde man statt des etwas niedrigen Gebäudes ein Hochhaus bauen, hätte man rechts ein schönes Gegengewicht, wenn es hinterm Fußballmuseum in die Höhe ginge. Google Maps ist hier ja etwas veraltet, das Fußballmuseum gibt es hier noch nicht. Ein Hochhaus würde vom Bahnhof gesehen auch weder den U-Turm verdecken, noch ihn in den Schatten stellen, sondern diesen zusammen mit dem Harenberg City-Center einrahmen.


    Diese Chance ist nun erstmal vertan. Na ja, vielleicht wird das nebenan liegende Gebäude Schmiedingstraße 6 irgendwann durch ein Hochhaus ersetzt, obwohl ich die Chance als gering ansehe.

    Aber was mir nicht gefällt ist dieser helle Grauton der Balustrade unmittelbar über dem Portal. Es passt weder dazu, noch zu dem Rest des Schlosses. Hier wäre es schöner gewesen, wenn man die Farbgestaltung rechts und links davon einfach fortgeführt hätte.

    Ich denke bei der Ballustrade sollte man noch ein, zwei Jahre abwarten bevor man da eine Beurteilung abgibt. Durch das Gerüst war der Teil über dem Portal bisher weit weniger dem Sonnenlicht und der Witterung ausgesetzt als die Abschnitte rechts und links daneben, das wird also noch nachdunkeln und sich im Farbton verändern. Als die Blöcke für die Weiterverabeitung ausgesucht wurden, dürfte wohl auch eher die Festigkeit eine Rolle gespielt haben, als der exakte Farbton.

    Beim Rest des Bauwerks gibt es auch überall Partien, mit "hartem" Kontrast, egal ob nun zu sehr ins Graue oder eher ins Gelbe tönend. Hier sind halt mal ein paar helle Blöcke nebeneinander geraten. Mit etwas mehr Patina wird man aber locker darüber hinwegsehen, zudem werden die kommende Wappenkartusche und die Attikafiguren die Blicke stärker auf sich ziehen.


    Wichtig ist aber mal, dass mit der Abrüstung des Portals auch das Signal gesetzt wird, dass man langsam fertig wird, fast hatte ich ja schon den Eindruck als wollte man mit der Enthüllung bis ein paar Tage vor der Eröffnung warten, um einen größeren Aha-Effeckt zu erzielen. :-)

    Neubau Novotel / Ibis


    Schräg gegenüber wächst an einer Ecke der Bau auch in die Höhe, an der anderen Seite wurde gerade die Bodenplatte gegossen. Interessanter Aspekt: Während es beim Luxushotel mit viel Aufwand zum Teil zwei Etagen in die Tiefe ging, verzichtet man beim Budgethaus Novotel fast ganz auf ein Kellergeschoss. Hier rechnet man wohl weniger damit, dass die Gäste mit dem Auto anreisen, bzw. man scheut wohl einfach den Aufwand eine tiefe Baugrube direkt an einer belebten Straßenkreuzung neben zwei anderen Bauten herzustellen, die auch keine tiefe Gründung haben. Auch hier meine Fotodoko vom obersten Deck des daneben liegendem Parkhauses:

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    Neubau Bahnhof Ostseite

    Vier Monate später ist der Bau schon kräftig in die Höhe gewachsen, allerdings nur an der einen Seite, bei der anderen entsteht allerdings auch eine umfangreichere Tiefgarage. Leider war ich später am Tag da und so gibt's bei meinen Bildern diesmal keinen strahlend blauen Himmel:


    Man meint ja gar nicht wieviel Fummelei in den kleinen Baugruben zur Tunnelaufweitung Richtung Nordausgang getrieben wird. Erst wurden von oben größere Bohrfähle, die vorwiegend das Fundament tragen abgesenkt, dazu wurde für den Verbau der Baugrubenumschließung viel gebohrt, dann jede Menge mühseliges Wegstemmen alter Fundamente und dann gings immer noch nicht in die Höhe, erst kamen noch eine Menge Kleinbohrpfähle in den Boden. So ist das erste Bild von der linken Baugrube, welches ich aus dem Zugfenster aufgenommen hab, bereits knapp 2 Wochen alt, viel verändert hat sich seitdem nicht. Die rechte Baugrube sah vor 14 Tagen noch etwa genauso aus, inzwischen ist dort ein erstes Fundament erstellt worden. Drei Bilder dazu:

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    Ansonsten ist oben der Bahnsteig so gut wie abgebrochen und man arbeitet sich am Treppenaufgang auch in die Tiefe. Und unten im Keller bei der U-Bahn tut sich auch was. Beim stadtauswärts führendem Gleis wird so langsam der mittlere Zugang frei gelegt. Nächste oder übernächste Woche dürfte der in Betrieb gehen. Bilder habe ich dazu leider keine.

    Corona an sich nicht, aber eine Corona, sprich ein oberer Gebäudeabschluss, würden optisch wahre Wunder bewirken. Hätte man dem Gebäude oben ein überstehendes (Flug)Dach verpasst, vorzugsweise mit zuvor zurückspringender Fassade, würde es sich deutlich besser in die Umgebung einfügen, so bleibt es "hübsch nichtssagend"...

    Ich hätte nicht gedacht, dass es für das Jungendtheater bzw. die Kinderoper einen so großzügigen Neubau gibt, da zeigt die Stadt Dortmund mal Wertschätzung für diese Sparten. Dass die Sanierung des Schauspielhauses aber Priorität hat bedeutet allerdings wohl, dass es noch weitere 10 Jahre dauern wird bis der Neubau steht, immerhin gibt es für das Schauspielhaus ja noch nicht mal fertige Sanierungspläne..


    Schade eigentlich, dass man Sanierung und Neubau nicht in einem Guss plant, ein Teilneubau des Schauspielhauses hätte eine andere Baumassenverteilung ermöglicht und die Ansicht vom Hiltropwall könnte so einheitlicher aussehen. Aber ein Teilabriss hieße eben auch Einschränkungen fürs Opernhaus und zumindestens fürs Schauspielhaus eine mehrjährige Ausweichspielstätte, das Risiko scheut man dann doch.

    Drei Bilder von gestern liefere ich dann doch noch nach.

    Die Rolltreppen funktionieren nun auch. Der Abriss läuft und so sieht man derzeit nicht nur Leute mit Masken unter den Bahnsteigen im Tunnel, auf dem Bahnsteig auf den Zug wartend, sondern auch über dem Bahnsteig, denn die Arbeiter schützen sich hier nicht vor Corona, sondern vor dem Staub der verbauten Materialien, was immer da derzeit auch gerade zum Vorschein kommt.

    Beim Bahnsteig Nr. 7 ist das Dach exakt so lang wie vier Doppelstockwaggons und ein Triebwagen, die Passagiere freut's, den Lokführer lässt die Bahn im Zweifelsfalle im Regen stehen. :lach:


    Wenn der Zug davor steht, bildet das Dach mit diesem auch eine schöne Linie - und die Wartenden auf dem Bahnsteig sind geschützt - aber so ein Zug hält in der Regel ja nicht lange...

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    Oben ist mal wieder echter Baufortschritt zu verzeichnen.


    Der Bahnsteig 7 zu den Gleisen 21/23 ist nun in Betrieb, auch wenn die Rolltreppen noch nicht laufen und der Aufzug noch nicht fertig eingebaut ist. Aber der Bahnsteig ist soweit funktionabel, dass der Bahnsteig 6 dicht gemacht wurde und die Aufbauten demontiert werden, auch die Abrissbagger stehen schon bereit.

    Die Verbreiterung des Tunnels nördlich von Gleis 8 gestaltet sich dagegen bisher aufwändiger als gedacht. Die Fundamente in dem Bereich waren recht massiv und mussten in mühseliger, wochenlanger Arbeit weggestemmt werden. Weil es hier keine Treppenrampen gibt, sind die zwei Baugruben rechts und links des Tunnels ja nicht sehr groß, deshalb war der Einsatz größereren Gerätes nicht möglich.

    Leider konnte man das nur im Zug sitzend halbwegs vernünftig sehen, von dort aber schlecht fotografieren. Nun ist aber rechts und links des verbliebenen Tunnelbodens die Aushubtiefe erreicht, die Bohrpfähle frei gestemmt und die Sauberkeitsschicht wird eingebaut. Ich hoffe mal, dass sich unterm Tunnelboden nicht nochmal soviel Beton verbirgt. :)


    Wie geschrieben, der Bereich ist nicht wirklich gut zu bebildern und die derzeitigen Arbeiten am Gleis 6 sind letztendlich auch nur Wiederholungen, deshalb diesmal keine Bilder vom Baufortschritt.