Beiträge von Phoenix

    Städtebaulich betrachtet, wäre ein Verlust des genannten Gebäudes am Anfang von Leipzig-Lindenau wirklich zu bedauern.


    Um einiges lohnenswerter scheinen da Sanierungen in Leipzig Süd; inbesondere in der Südvorstadt und Connewitz zu sein:


    Beispiele für derzeitige bzw. in naher Zukunft stattfindende Sanierungen:


    Klemmstraße 12:


    http://maps.google.de/maps?q=l…&resnum=1&ved=0CBoQ8gEwAA


    Bornaische Straße 106:


    http://maps.google.de/maps?q=l…&resnum=1&ved=0CBwQ8gEwAA


    Hildebrandstraße 34:


    http://maps.google.de/maps?q=l…&resnum=1&ved=0CBoQ8gEwAA


    Arno-Nitzsche-Straße 26:


    http://maps.google.de/maps?hl=…&resnum=1&ved=0CB0Q8gEwAA


    Karl-Liebknecht-Straße 117 (Hoffentlich wird das Wandbild an der Südseite nicht getilgt!:


    http://maps.google.de/maps?q=K…&resnum=1&ved=0CB0Q8gEwAA

    Welche Intention hinter dieser Internetseite steckt ist doch unwichtig und kann Mensch für sich selbst beantworten oder deuten.
    Für mich sind die gezeigten Bilder enorm reizvoll; sie versprühen etwas Gewisses was ich so beispielsweise in Freiburg, München, Stuttgart so nicht vorfinden kann. Diese Morbidität, dieser Raum, diese alten Häuser; das doch einfach spannend!

    Stadthäuser müssen nicht zwangsläufig in die Gruselecke gestellt werden; jene die in Leipzig-Connewitz in der Auerbachstraße errichtet wurden, aber schon:
    Drei Meter breite gepflasterte Vorgärten, die allesamt kalt eingezäunt wurden und in der Regel durch wuchtige Autos besetzt werden, die dadurch, so wirkt es, unmittelbar in der Küche der Stadthäuser parken.
    Zahlreich überdimensionierte angebrachte Satelittenschüssel, die allesamt als Mickey-Maus Ohren der Häuser fungieren....
    Schauderhaft!
    Das einzig Positive an diesen Behausungen sind in meinen Augen, sind die einzeln vorkommenden nachträglich angebrachten bunten Farbklecksen an den Hausfassaden.


    Vielleicht mag ja wer Fotos machen?
    Ansonsten hier der Link zu der Bauseite:
    http://www.selbstnutzer.de/sel…w=article&id=13&Itemid=63

    [...]konsolidierung ist natürlich eine gute sache, wenn damit nicht - wie schon oft besprochen - ein besitzerwechsel gen alte bundesländer einhergehen würde...


    Ehrlich gesagt verstehe ich die Intention dieses Satzes nicht. Der- oder diejenige welche Kapital hat, kann sich Häuser und Wohnungen kaufen und die Rendite durch Vermietung etc einstreichen. Das ist eine ganz normale Logik des Kapitalismus.;)


    ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass sich die verhältnisse jemals in die von frankfurt, münchen oder hamburg kehren werden. dazu fehlt es im umland doch schlicht an bevölkerung, die in den nächsten jahrzehnten potentiell nach leipzig zieht. was denkt ihr?


    An welche Verhältnisse denkst Du? Ob Leipzigs Bevölkerung in 100 Jahren höher sein wird oder nicht, ist reine Kaffeesatzleserei und mir relativ egal, da dieser Umstand keinerlei Auswirkungen auf mein jetziges Leben hat.
    Aber Du magst wohl recht haben das Leipzig, wie bereits öfter hier erwähnt, hauptsächlich davon profitiert als Bevölkerungsmagnet für das Umland zu gelten. Menschen aus den alten Bundesländern geben eher Berlin den Vorzug oder bleiben in den dortigen Städten.


    Split, was die Bevölkerungsentwicklung angeht. Hier geht's weiter zu diesem Thema. C.

    Wo gibt es bitte in Leipzig einen Hotel-Bau-Boom ?
    Das ist doch lächerlich. Der Großteil des Projekte , die jetzt Umgesetzt werden kommen eher zu spät , hätten vor 3-4 Jahren schon umgesetzt werden müssen , dann hätte man auch eine Messe wie die GC halten können. [...]


    Ich bin der Meinung, dass der Verweis auf mangelnde Hotelkapazitäten nicht aussschlaggebend dafür war, dass die Games Convention, bzw die großen Aussteller "ihre" Messe in Köln halten möchten und Leipzig den Rücken zukehren.
    Ebenso der Verweis auf mangelnde Erreichbarkeit der Stadt Leipzig war meines Erachtens nur vorgeschoben.
    Bezogen auf mangelnde Hotelkapazitäten läßt sich leicht auf Hannover verweisen, wo beispielsweise während der CeBIT ebenso alle Hotels voll ausgebucht sind, die Gäste ins Umland ausweichen müssen und dennoch die Messe dort verbleibt.
    Vielleicht liegt der Verlust der Games Convention vielmehr daran, dass die großen Firmen ihren Sitz in den alten Bundesländern haben und im direkten Vergleich Leipzig-Köln kann man schonmal durchaus Köln den Vorzug geben.

    Zu ver.di an sich:
    Sofern ich den Protest der Gewerkschaft ver.di richte verstehe, geht es ihnen darum zu verdeutlichen, dass wie hier bereits ausgeführt wurde, die Deutsche Telekom Call-Center Stellen abbaut und das Geschäft hiermit auf wenige Städte konzentriert.
    Da Gewerkschaften vordergründig dafür da sind; die Interessen der erwerbstätigen Menschen zu vertreten, ist dieser Protest durchaus schlüssig und notwendig.
    Wer mag kann sich hier informieren:
    http://sat.verdi.de/medienserv…b2-11e0-4843-001ec9b03e44


    Was mich an ver.di und anderen Gewerkschaften stört:
    Es gibt nichts Richtiges im Falschen!
    Die Gewerkschaften sind immer noch zu stark auf die Erwerbsarbeit an sich konzentriert und sind im Endeffekt auch nur Spielball des Kapitals. In einer kapitalistischen Warengesellschaft gehören Rationalisierungstendenzen und somit die Konzentrierung und Abbau von Arbeitsplätzen dazu, sofern die wirtschaftliche Logik die diesem System immanent ist, dies erfordert. Insbesondere Menschen die im sogenannten Niedriglohnsektor beschäftigt sind; spüren dies insbesondere, da dort die Konkurrenz groß ist und es das Kapital/Unternehmen auf Standortfaktoren wenig Rücksicht nehmen müßen.
    Die Gewerkschaften haben mit Sicherheit erkannt, dass ihr Einfluss darauf wo Arbeitsplätze entstehen und zu welchen Konditionen, relativ gering ist. Das Problem ist nun, dass sie daraus nicht die notwendigen Schritte ziehen und Kritik üben, die darüber hinaus geht, als nur Almosen zu fordern!
    Was ich dennoch gut finde und was Ranger in seinem Beitrag ins Gegenteil umkehrt, ist die Solidarität die zwischen den Erwerstätigen auf solchen Demonstrationen gezeigt wird! Dies läßt auf mehr hoffen.
    Entsolidarisierung und die beständige Konkurrenz in der Gesellschaft zueinander führt leider ansonsten dazu, wie Ranger es beschreibt, dass man doch sinngemäß dankbar gegenüber dem Kapitalgeber der Deutschen Telekom sein soll, für diese malochen zu dürfen und nicht andere Städte.


    Fazit:
    Kapital konzentriert sich immer mehr in den Händen weniger und setzt immer mehr Kräfte frei die im Wirtschaftsprozess nicht mehr benötigt werden. Die Hauptstellschraube an denen zu drehen ist, sind die Lohnkosten und diese kann nur nach kapitalistischer Logik nach unten gedreht werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das viele Menschen dadurch kein Einkommen mehr haben, um beispielsweise entsprechende Rücklagen für die Alterversorgung zu bilden, interessiert diejenigen welche Kapital besitzen und den Mehrwert einstreichen, recht wenig.
    Die Leute, welche nichts anzubieten haben als ihre Arbeitskraft, sollen gefälligst über jeden Arbeitsplatz der da noch geschaffen, bzw verlagert wird, dankbar sein und vor Freude in die Hände klatschen.

    Kein Wunder, in Köln oder Düsseldorf (von München oder FFM wollen wir gar nicht reden) bekommt man mittlerweile keine Wohnung mehr unter 10 €/m² kalt. Auch nicht in den teilweise sehr hässlichen und unangenehmen Lagen.


    Aber dass die Miete stellenweise schon 7 € erreicht hat, interpretiere ich mal als gutes Zeichen. Offenbar gibt es mittlerweile in der Region auch ein paar Jobs, die vernünftig bezahlt sind?



    Steigende Mieten sind ein gutes Zeichen?! Kommt immer drauf an für wen und für welchen Indikator;)

    Nur ein paar kurze Infos.
    GRK-Holding hat nach eigenen Angaben (siehe deren Homepage) wohl wieder neue Projekte in Vorbereitung:


    Hier zwei davon.


    So z.b. ein Haus in Leipzig-Connewitz in der Bornaische Straße 106 (ehemals LWB):
    http://www.bing.com/maps/defau…e+106&mkt=de-DE&FORM=BYFD


    Eins in der Leipziger Südvorstadt, Karl-Liebknecht-Str. 117:
    http://www.bing.com/maps/defau…lN2UxMi4zODEyODgwNjUxNjU1


    Bei diesem Haus ist insbesondere das sozialistisch-antifaschistische Wandbild an der Südfront in meinen Augen von besonderer Bedeutung. Ich hoffe inständig das es erhalten bleibt!

    Also ich empfand Köln einfach als eine nette, quierlige und vorallem urbane Stadt. Die Architektur der Stadt spielt hierbei eine eher untergeordnete Rolle; vielleicht ist es gar ein wenig reizvoll die verschiedensten Bauepochen in Köln finden zu können; auch wenn wohl offensichtlich die der Nachkriegsmoderne in Köln dominiert.
    Aber wie hier auch schon erwähnt wurde, Köln ist weder München, noch Leipzig, Berlin oder Düsseldorf; und das ist auch gut so!


    Kleines Off-Topic:
    Ich habe grad von Michal Braum, Christian Welzbacher (Hg.), das Buch: "Nachkriegsmoderne in Deutschland. Eine Epoche weiterdenken."
    in die Hände bekommen.
    Es ist zwar sehr Hannover-lastig, aber dennoch auch sehr zu empfehlen für Menschen aus der Kölner Ecke.

    Warum hat man bei dem nun abgerissenen Haus an der Nürnbergerstr. eigentlich vorher nicht die Gegenstände rausgeholt die noch einen gewissen Gebrauchswert hatten, wie z.B. Türen, Lampen etc. Ok,Treppenhaus war eingestürzt, aber vielleicht hätte man dennoch ein paar Gegenstände retten können.

    Ich habe nur beschrieben, was auf Freiflächen AUCH passiert. Haben Sie sich die nämliche vor der Thomaskirche mal an warmen Sommernachmittagen angesehen?
    Mir geht es explizit darum, daß eine Innenstadt einfach eng bebaut sein muß - und, ja: mit Konsumtempeln. Zum Handeln oder vulgo: zum Konsumieren waren Innenstädte schon immer geschaffen.



    Die Freifläche vor der Thomaskirche finde ich herrlich; also erwarten Sie keine negative Reaktion von mir darauf.
    Eine Innenstadt sollte nicht lediglich darauf reduziert werden, dass ihre einzige Daseinsberechtigung diejenige sei, dem Konsum von Warengütern gegen Entgelt zu dienen!
    Diese Beschränkung einer Innenstadt ist mir vielzu kurz gegriffen und sollte auch nicht widerspruchslos hingenommen werden.

    Natürlich: Grünflächen für die Innenstadt. Damit wir dann auch im Zentrum noch mehr Raum für Hundekacke und Angetrunkene haben!
    Nochmal: Innenstädte sind eng umbauter Raum mit citytypischen Funktionen!



    Was haben Sie gegen angetrunkene Menschen in der City? Besitzen jene weniger Rechte sich dort aufzuhalten als Sie?


    "Citytypische Funktionen" ist also gleichzusetzen mit der Schaffung von Verkaufsflächen? Um nichts anderers geht es bei der Errichtung dieses Einklaufsklotzes.


    Ich fände es schön, wenn man die Fläche frei von jeglicher Bebauung ließe und für die Öffentlichkeit zugänglich machen würde.

    Bei diesem Haus in der Harkortstraße im Zentrum-Süd wurde ja bereits in Bauerbe-Thread (?) erwähnt, dass es zum Verkauf stünde. Nun scheint es wohl bald mit der Sanierung loszugehen


    Sanierung der Villa Schreiber in der Beethovenstraße im Musiker-Viertel:


    Hier ein Foto der Sanierung eines Hauses in der Brandstraße von Leipzig-Connewitz, als Anspielung auf die augenscheinlich nicht mögliche Sanierung des z.T. eingestürzten Hauses in Leipzig-Reudnitz:


    Sanierung eines Hauses in der Teichstraße von Leipzig-Connewitz:

    Aberwitzig ist die Diskussion die von der LVZ und ein paar hundert Leuten befeuert wird (siehe halbe Menschenkette um das Grundstück des zukünftigen Kaufhauses) und den anderen Menschen suggeriert, dass die Mehrheit sich für einen vollständigen Erhalt der Sandsteinfassade ausspräche und nun doch bitte schön die "Rathausführung" endlich handeln möge.


    Mir persönlich ist dieser Punkt relativ egal, hoffe aber inständig, dass Leipzig durch die City-Mall ebenso mit Läden fernab von G-Star und Mondo gesegnet wird und Geschäfte anzieht, die man ansonsten nur in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt vorfindet.

    Valjean:


    Der Autor der Frankfurter Rundschau bezieht sich auf S.24 der IAB-Studie und zitiert daher meines Wissens korrekt.


    Die von Dir aufgeworfene Frage, weshalb es mit dem positiven Wanderungssaldo für die Stadt Leipzig in naher Zukunft wohl vorbei ist, findet sich im Statement bei Coheed.


    DaseBLN:
    Ich wußte gar nicht das mir Leipzig zu klein ist.
    Also an der Größe sollte man die Attraktivität eine Stadt wahrlich nicht einzig und allein festmachen. Da gibt es genügend andere weiche Faktoren, die dafür Sorge tragen, die angenehmen von den unangenehmen Städten zu unterscheiden

    Höchstwahrscheinlich war es das nun auch schon wieder mit dem positiven Wanderunsgssaldo für die Stadt Leipzig.
    Siehe z.B. S.22 des städtischen Quartalsberichtes der Stadt Leipzig 2010:
    http://www.leipzig.de/de/busin…tandort/zahlen/04795.aspx
    (Wer zieht aus Leipzig weg und warum?)


    Und auch die Frankfurter Rundschau, die sich auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) bezieht, bezeichnet Leipzig nicht grad als "wachsende" Stadt
    http://www.fr-online.de/frankf…n/hessen/?em_cnt=2414959&
    (Hohe Mieten in Frankfurt...)


    Die IAB-Nord Studie:
    http://www.iab.de/241/section.aspx/Publikation/k100208n41
    (Qualifikationsspezifische Wanderungsbilanzen deutscher Metropolen: Hamburg im Städtevergleich)


    Zahlenfetish der auf Wachstum ausgelegt ist, ist (leider) ein bestimmender Diskurs in der Gesellschaft.
    Nichtsdesotrotz werden die Menschen schon ihre Gründe haben, weshalb sie das Wohnen in Metropolen wie Hamburg, Frankfurt, München oder Köln dem Wohnen in Leipzig vorziehen