Zu ver.di an sich:
Sofern ich den Protest der Gewerkschaft ver.di richte verstehe, geht es ihnen darum zu verdeutlichen, dass wie hier bereits ausgeführt wurde, die Deutsche Telekom Call-Center Stellen abbaut und das Geschäft hiermit auf wenige Städte konzentriert.
Da Gewerkschaften vordergründig dafür da sind; die Interessen der erwerbstätigen Menschen zu vertreten, ist dieser Protest durchaus schlüssig und notwendig.
Wer mag kann sich hier informieren:
http://sat.verdi.de/medienservice/…43-001ec9b03e44
Was mich an ver.di und anderen Gewerkschaften stört:
Es gibt nichts Richtiges im Falschen!
Die Gewerkschaften sind immer noch zu stark auf die Erwerbsarbeit an sich konzentriert und sind im Endeffekt auch nur Spielball des Kapitals. In einer kapitalistischen Warengesellschaft gehören Rationalisierungstendenzen und somit die Konzentrierung und Abbau von Arbeitsplätzen dazu, sofern die wirtschaftliche Logik die diesem System immanent ist, dies erfordert. Insbesondere Menschen die im sogenannten Niedriglohnsektor beschäftigt sind; spüren dies insbesondere, da dort die Konkurrenz groß ist und es das Kapital/Unternehmen auf Standortfaktoren wenig Rücksicht nehmen müßen.
Die Gewerkschaften haben mit Sicherheit erkannt, dass ihr Einfluss darauf wo Arbeitsplätze entstehen und zu welchen Konditionen, relativ gering ist. Das Problem ist nun, dass sie daraus nicht die notwendigen Schritte ziehen und Kritik üben, die darüber hinaus geht, als nur Almosen zu fordern!
Was ich dennoch gut finde und was Ranger in seinem Beitrag ins Gegenteil umkehrt, ist die Solidarität die zwischen den Erwerstätigen auf solchen Demonstrationen gezeigt wird! Dies läßt auf mehr hoffen.
Entsolidarisierung und die beständige Konkurrenz in der Gesellschaft zueinander führt leider ansonsten dazu, wie Ranger es beschreibt, dass man doch sinngemäß dankbar gegenüber dem Kapitalgeber der Deutschen Telekom sein soll, für diese malochen zu dürfen und nicht andere Städte.
Fazit:
Kapital konzentriert sich immer mehr in den Händen weniger und setzt immer mehr Kräfte frei die im Wirtschaftsprozess nicht mehr benötigt werden. Die Hauptstellschraube an denen zu drehen ist, sind die Lohnkosten und diese kann nur nach kapitalistischer Logik nach unten gedreht werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das viele Menschen dadurch kein Einkommen mehr haben, um beispielsweise entsprechende Rücklagen für die Alterversorgung zu bilden, interessiert diejenigen welche Kapital besitzen und den Mehrwert einstreichen, recht wenig.
Die Leute, welche nichts anzubieten haben als ihre Arbeitskraft, sollen gefälligst über jeden Arbeitsplatz der da noch geschaffen, bzw verlagert wird, dankbar sein und vor Freude in die Hände klatschen.