Beiträge von tel33

    Mich würde ja mal interessieren, wann es da mal losgeht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für die anderen Projekte im Areal (bzw. deren Vermarktung) besonders zuträglich ist, wenn erst nach Fertigstellung mit der nächsten Parzelle begonnen wird... Umfeldgestaltung steht ja auch noch an.

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    Konkret gab es:
    -148 ausgefüllte Meinungsbögen
    -11 Briefe
    -696 Einträge im Online-Forum

    Was ist an der Feststellung, dass weder Umfragen mit lächerlich geringen Teilnehmerzahlen (der Großteil vermutlich ohnehin thematisch involviert) noch irgendwelche Online-Votings irgendeinen Rückschluss auf tatsächliche Befindlichkeiten zulassen, für dich unverständlich? :confused:

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    An das Umfeld des Alten Marktes samt damals Otto von Guerike Str. kann ich mich erinnern (die Strassenbahnschinen lagen noch, aber die Bahn fuhr schon in der F. Ebert Str.) es waren bis auf eine Feinmechanikfabrik alles Ruinen.

    Und selbst wenn die gesamte Stadt dem Erdboden gleichgemacht, dreimal umgepflügt und planiert worden wäre, so rechtfertigt dies noch lange nicht den Umgang mit dem Areal in den folgenden Jahrzehnten. Die planmäßige Zerstörung der letzten verbliebenen Reste und absichtliche Bebauung entgegen allen gewachsenen Strukturen war der Versuch jede Verbindung zur Vergangenheit zu kappen und das historische Bewusstsein der Potsdamer auszulöschen. Gehirnwäsche mit städtebaulichen Mitteln sozusagen. Und ja, es hat ganz offenkundig auch funktioniert.

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    Für mich ist das, wie bereits geschrieben, schon durch die städtebauliche Wirkung der bekannten Nazibauten widerlegt. Und natürlich durch den sozialistischen Städtebau.


    Die städtebauliche Wirkung lässt sich doch nur anhand der Vorbebauung beurteilen und hier kann ich bei Bauten wie Münze, Luftfahrtministerium, Reichsbank (um nur einige aus dem Berliner Stadtgebiet zu nennen) keine überragende Traditionspflege erkennen. Im Gegenteil - dafür wurden über Jahrhunderte gewachsene Strukturen der Berliner Altstadt vernichtet. Zumal die genannten Bauwerke bekanntermaßen nur ein kleiner Vorgeschmack dessen war, was nach dem Krieg kommen sollte. Da
    Dass uns das Ganze heute wertiger und ästhetischer als die Mehrzahl der Nachkriegskisten erscheint, liegt einfach auch an deren Funktion und Anspruch. Nazibauten waren in erster Linie repräsentativ und viel weniger funktionell.

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    Die Nazis waren megaloman, aber eben deutlich weniger traditionsfeindlich als die Kommunisten. Darum geht es.


    Nein, genau das ist der Irrtum. Die Nazis waren sehr traditionsfeindlich und haben nur dann historische Kontinuität geheuchelt, wenn es sich irgendwie propagandistisch ausnutzen ließ (und das auch nur in der Anfangszeit, siehe Tag von Potsdam). Für die krude Herrenmenschen-Ideologie musste man schon ziemlich weit in die germanische Mythologie hinabsteigen und die war zwangsläufig inkompatibel mit der jüngeren Geschichte und religiösen oder weltlichen Traditionen.
    Wenn wir mal bei der Architektur bleiben wollen - mir sind keine Bauwerke aus jenen Tagen bekannt, die sich in irgendeiner Weise an altherbrachten lokalen Strukturen orientieren (von antiken Anleihen mal abgesehen).

    Wenn dann 'Spreebogen-Park' - der ist aber letztlich nur die konsequente Weiterführung der unmaßstäblichen Bunkerarchitektur mit den offensichtlich beschränkten Mitteln des heutigen Landschaftsgartenbaus. Wesentliche Stilmittel: Grober, mittlerweile witterungsgeschwärzter Sichtbeton und verrostete Stahlklötze. Das passt schon.

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    Skelettbau mit Vorhangfassade hat sich wohl in den letzten Hundert Jahren als Bauweise für Büro- und Verwaltungsgebäude durchgesetzt.

    Die Frage ist ja auch nicht *wie* man etwas baut, sondern *wo*. Sicher gibt es auch für Büro- und Verwaltungsgebäude in Einheitsstil in der Stadt einen Platz. Ob das aber nun ausgerechnet in der Innenstadt am Spreebogen sein muss, sollte vielleicht mal überlegt werden...

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    Das als Problem zu erkennen und zu kritisieren, hat erstmal nichts mit "geifern" zu tun – im Begriff der "Gentrifizierung" schwingt halt neben der Aufwertung immer auch die Vertreibung mit.

    Die 'Vertreibung' der über Jahrzehnte ansässigen Bevölkerung aus der Berliner Innenstadt hat schon vor längerer Zeit stattgefunden. Die die heute laut eine 'Gentrifizierung' bejammern, sind selbst ursächlich für diese Entwicklung.

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    Sie sollten dieses Forum auch nicht überschätzen. Eine politische Bühne ist es sicher nicht. Aber es kann ein Raum für interessante Diskussionen sein. Durchaus auch über verschiedene Auffassungen von Architektur.

    Da von Ihrer Seite leider genau zu diesem Aspekt keine Beiträge zu finden sind, hat sich auch die Diskussion erübrigt. Interessant ist das Ganze also nicht. Eigentlich nur nervig. Anderswo würde ihr Nutzername schon längst der Titel 'Gesperrter Troll' zieren.