Mich würde ja mal interessieren, wann es da mal losgeht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für die anderen Projekte im Areal (bzw. deren Vermarktung) besonders zuträglich ist, wenn erst nach Fertigstellung mit der nächsten Parzelle begonnen wird... Umfeldgestaltung steht ja auch noch an.
Beiträge von tel33
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Wunderbar. Dieses Bild kann man gar nicht oft genug all den Zweiflern und Apologeten des realsozialistischen Städtebaus vor die Nase halten.
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^Morgen und Übermorgen ist wieder Tag der offenen Baustelle. Man wird aber wohl einiges Stehvermögen brauchen, die Schlangen waren schon beim letzten Mal beachtlich und das dürfte sich jetzt noch um einiges steigern...
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Konkret gab es:
-148 ausgefüllte Meinungsbögen
-11 Briefe
-696 Einträge im Online-ForumWas ist an der Feststellung, dass weder Umfragen mit lächerlich geringen Teilnehmerzahlen (der Großteil vermutlich ohnehin thematisch involviert) noch irgendwelche Online-Votings irgendeinen Rückschluss auf tatsächliche Befindlichkeiten zulassen, für dich unverständlich?

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Ich meine es gibt nichtmal den Hauch eines “Tags“ auf den Mauern der Universität, sowas ist wohl ziemlich einmalig auf der Welt
Nein, das ist im Rest der Welt sogar ziemlich normal.
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Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich die Fassade ganz spannend finde und in der Tat wenn sich erstmal Staub und Schmutz abgesetzt haben wird sie erst so richtig plastisch erscheinen, wie eine Skulptur halt.
Mit etwas weniger Euphemismus könnte man auch glatt sagen, sie wird recht bald ziemlich schmuddelig aussehen...
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An das Umfeld des Alten Marktes samt damals Otto von Guerike Str. kann ich mich erinnern (die Strassenbahnschinen lagen noch, aber die Bahn fuhr schon in der F. Ebert Str.) es waren bis auf eine Feinmechanikfabrik alles Ruinen.Und selbst wenn die gesamte Stadt dem Erdboden gleichgemacht, dreimal umgepflügt und planiert worden wäre, so rechtfertigt dies noch lange nicht den Umgang mit dem Areal in den folgenden Jahrzehnten. Die planmäßige Zerstörung der letzten verbliebenen Reste und absichtliche Bebauung entgegen allen gewachsenen Strukturen war der Versuch jede Verbindung zur Vergangenheit zu kappen und das historische Bewusstsein der Potsdamer auszulöschen. Gehirnwäsche mit städtebaulichen Mitteln sozusagen. Und ja, es hat ganz offenkundig auch funktioniert.
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Es ist ja ein erheblicher Unterschied ob ich eine unbebaute Fläche nach historischem Vorbild bebaue oder auf einer Bebauten Fläche erst "Baufreiheit" schaffen muss um sie dann zu bebauen.
Nein, das macht in Anbetracht des Zustands überhaupt keinen Unterschied, von Entsorgungskosten mal abgesehen.
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Für mich ist das, wie bereits geschrieben, schon durch die städtebauliche Wirkung der bekannten Nazibauten widerlegt. Und natürlich durch den sozialistischen Städtebau.
Die städtebauliche Wirkung lässt sich doch nur anhand der Vorbebauung beurteilen und hier kann ich bei Bauten wie Münze, Luftfahrtministerium, Reichsbank (um nur einige aus dem Berliner Stadtgebiet zu nennen) keine überragende Traditionspflege erkennen. Im Gegenteil - dafür wurden über Jahrhunderte gewachsene Strukturen der Berliner Altstadt vernichtet. Zumal die genannten Bauwerke bekanntermaßen nur ein kleiner Vorgeschmack dessen war, was nach dem Krieg kommen sollte. Da
Dass uns das Ganze heute wertiger und ästhetischer als die Mehrzahl der Nachkriegskisten erscheint, liegt einfach auch an deren Funktion und Anspruch. Nazibauten waren in erster Linie repräsentativ und viel weniger funktionell. -
Die Nazis waren megaloman, aber eben deutlich weniger traditionsfeindlich als die Kommunisten. Darum geht es.
Nein, genau das ist der Irrtum. Die Nazis waren sehr traditionsfeindlich und haben nur dann historische Kontinuität geheuchelt, wenn es sich irgendwie propagandistisch ausnutzen ließ (und das auch nur in der Anfangszeit, siehe Tag von Potsdam). Für die krude Herrenmenschen-Ideologie musste man schon ziemlich weit in die germanische Mythologie hinabsteigen und die war zwangsläufig inkompatibel mit der jüngeren Geschichte und religiösen oder weltlichen Traditionen.
Wenn wir mal bei der Architektur bleiben wollen - mir sind keine Bauwerke aus jenen Tagen bekannt, die sich in irgendeiner Weise an altherbrachten lokalen Strukturen orientieren (von antiken Anleihen mal abgesehen). -
Der Platzmangel im Humboldtforum ist doch abzusehen. Schon jetzt ist doch klar, dass der Bau und seine Nutzungen kaum zusammenpassen.
Na genau, der Bau ist zu klein. Man hätte eine Traglufthalle errichten sollen. Passt auch viel besser zu der kulturhistorischen Amnesie in diesem Lande. -
Wenn dann 'Spreebogen-Park' - der ist aber letztlich nur die konsequente Weiterführung der unmaßstäblichen Bunkerarchitektur mit den offensichtlich beschränkten Mitteln des heutigen Landschaftsgartenbaus. Wesentliche Stilmittel: Grober, mittlerweile witterungsgeschwärzter Sichtbeton und verrostete Stahlklötze. Das passt schon.
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Sabrow wies auf den Abriss von Altstadtkirchen in Bremen hin, Grünzig auf den Abriss der Garnisonkirche in Wien 1964.
Welche Garnisonkirche soll in Wien abgerissen worden sein?
Mal abgesehen davon - der Abbruch der Potsdamer Garnisonkirche wäre gleichzusetzen mit der Zerstörung von St. Stephan. Das ist wohl eher nicht geschehen. -
Ich vergleiche überhaupt keine Tragkonstruktionen, sondern lediglich hohe Gebäude und ihre Rohbauzeit. Ob es da Unterschiede in der Standzeit gibt, kann ich schwer beurteilen - Tatsache ist, dass einige der Bauwerke in den USA langsam die 100 Jahre Marke überschritten haben...
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Skelettbau mit Vorhangfassade hat sich wohl in den letzten Hundert Jahren als Bauweise für Büro- und Verwaltungsgebäude durchgesetzt.
Die Frage ist ja auch nicht *wie* man etwas baut, sondern *wo*. Sicher gibt es auch für Büro- und Verwaltungsgebäude in Einheitsstil in der Stadt einen Platz. Ob das aber nun ausgerechnet in der Innenstadt am Spreebogen sein muss, sollte vielleicht mal überlegt werden...
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Also auf jeden Fall hat man es offenbar nicht eilig. Wenn man bedenkt, dass man in China mittlerweile 30 Stockwerke in 15 Tagen hochzieht und selbst das Empire State Building anno 1931 in einem guten Jahr fertig war, scheint hier noch ziemlich Luft nach oben zu sein...
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Das als Problem zu erkennen und zu kritisieren, hat erstmal nichts mit "geifern" zu tun – im Begriff der "Gentrifizierung" schwingt halt neben der Aufwertung immer auch die Vertreibung mit.Die 'Vertreibung' der über Jahrzehnte ansässigen Bevölkerung aus der Berliner Innenstadt hat schon vor längerer Zeit stattgefunden. Die die heute laut eine 'Gentrifizierung' bejammern, sind selbst ursächlich für diese Entwicklung.
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Es ist einfach alles zu sehr durchgeplant und durchgestylt..es wird zu sehr auf Touristen und Geschäftsreisende (also durchreisende) gesetzt.Richtig. Und die trinken ihr Bier dann auch gerne mal am Potsdamer Platz. So what.
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Sie sollten dieses Forum auch nicht überschätzen. Eine politische Bühne ist es sicher nicht. Aber es kann ein Raum für interessante Diskussionen sein. Durchaus auch über verschiedene Auffassungen von Architektur.
Da von Ihrer Seite leider genau zu diesem Aspekt keine Beiträge zu finden sind, hat sich auch die Diskussion erübrigt. Interessant ist das Ganze also nicht. Eigentlich nur nervig. Anderswo würde ihr Nutzername schon längst der Titel 'Gesperrter Troll' zieren.
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Ansonsten habe ich die Auftaktveranstaltung so wahrgenommen, dass die BI "Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche" durchaus dialogbereit war.Allein der Name dieser angeblichen 'Bürgeriniitiative' offenbart die Widersinnigkeit dieses Statements. Sie sind nur 'dagegen'. Darüber muss man aber keinen Dialog führen.