*wow* gut Argumentiert und das Thema sachlich behandelt ![]()
Sehe es städtebaulich übrigens ähnlich wie cinerama, will aber eure Diskussion nicht weiter stören.
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Sehe es städtebaulich übrigens ähnlich wie cinerama, will aber eure Diskussion nicht weiter stören.
Naja, das ist aber eher 'ne Achse als ein Boulevard. Schließlich sind dort wenige Geschäfte und Kneipen usw. ansässig, Leben findet man dort nicht viel... nur Autos.
@ rec: Natürlich hast du recht, aber sollte man nicht die Rekonstruktion einzelner schöner und/oder bedeutender Bauten trotzdem in Erwägung ziehen?
@ City-Hai: So einfach ist das mit dem Rathaus leider nicht, hab da ein Buch drüber. Bis auf Gerichtslaube und Turm steht so gut wie gar nichts mehr ![]()
Wie meint ihr das mit dem Verkehrsknotenpunkt? Einen Kreisel um die K-W-G-K? Fänd ich gut.
Hoffentlich kommt der Name beim Neubau wieder - egal unter welcher Kette. Fände übrigens eine Rekonstruktion des Vorkriegsbaus interessant, ein Luxushotel im Bauhausstil... ich glaub das war damals einmalig.
Ich würde sagen Münchner Leopoldstraße vor Ku'Damm (trotz der großteils häßlichen Bebauung), dann Unter den Linden und Königsallee.
Andere Straßen, die ich als Boulevard bezeichnen würde, fallen mir nicht ein.
Zitat von coloniusAlso, lasst uns doch mal den Blick nach vorn richten und nicht immer nur Meckern dass man Fehler gemacht hat, es gibt auch viele zukunftsträchtige Projekte und nach und nach bessert man ja die schäbigsten Fehler aus.
Das sehe ich nicht so... die häßlichen Betonnachkriegskisten werden durch Glasbauten ersetzt, die wir in 30 oder 40 Jahren mindestens genauso häßlich finden, die historischen Messehallen werden mit Hochhäusern umbaut, die Ringe ebenfalls verglast... vielleicht gefällt das vielen hier, mir allerdings überhaupt nicht.
Und die Verkehrsachsen muss man auch gar nicht umbauen. Meine obigen Vorschläge sind alle auch ohne infrastrukturelle Änderungen machbar (auch wenn man bei den Ringen an manchen Stellen Kompromisse machen muss... aber die waren ja schon vor dem Krieg großzügig ausgebaut).
Der Hauptbahnhof war übrigens noch wiederaufbaufähig, wenn man sieht was in der Gegend sonst noch alles überlebt hat, kann man sich das auch gut vorstellen: Bahnhofshalle, Dom, Excelsior Hotel Ernst, Deichmannhaus, Kölner Hof (erst in den 80ern abgerissen), Bahncasino (erst vor zwei Jahren abgerissen) usw.
Dieses Gebäude finde ich interessant, weißt du mehr darüber?

Ansonsten sehr schöne Bilder, auch wenn die Kontraste teilweise sehr krass sind (z.B. das Kilmaanlagenhochaus).
Ansonsten noch als kleine Information: Die Grad Spee war ein Panzerkreuzer, kein U-Boot ![]()
Köln repräsentiert keine 2000 Jahre Stadtgeschichte sondern heruntergekommene Nachkriegsbauten und verstreut bedeutende Baudenkmale. Außerdem werden noch oft Gründerzeitbauten abgerissen wie vor kurzem das historische, wenn auch umgebaute, Hauptpostamt oder die Bahngebäude in der Trankgasse (diese nur für einen Busparkplatz).
Köln war mal eine der schönsten europäischen Städte, besonders die Ringe waren Prachtstraßen ersten Ranges. Vielleicht sollte man hier ansetzen indem man - wo möglich (Ebertplatz, Theodor-Heuss-Ring) die Parkanlagen rekonstruiert und größtenteils auch die Bebauung. Da gehören vor allem Gebäude wie das Hohenstauffenbad oder auch das Opernhaus.
Riphahn-Bau hin oder her, das historistische Operngebäude war - zusammen mit der Frankfurter und der Dresdener Oper, das wohl prachtvollste Opernhaus Deutschlands und eine Zierde des Platzes, das nun vom betongrauen Crowne Plaza dominiert wird.
Ebenso bin ich für eine Rekonstruktion des Hauptbahnhofes - schließlich ist noch ein Rest vorhanden.
Die provinziell anmutende Nachkriegsbahnhofshalle hat jedoch ihre eigene Ästhetik und würde sich gut in einem Eisenbahnmuseum o.ä. machen, aber auf dem Bahnhofsplatz gehört sie nicht.
Das wichtigste ist in meinen Augen allerdings eine Rekonstruktion vieler verstümmelter Einzelbauten wie z.B. dem Stollwerckhaus samt Passage, dem Dom-Hotel, dem Rathaus (eine Reko des Vorkriegszustandes wäre hier wahrlich perfekt, der Weiße und der Muschelsaal aus den 50ern sollte in einem Neubau für diverse Stadtämter unterkommen. Auch eine Rekonstruktion des Rathausplatzes und des Spanischen Baus wäre wünschenswert, wobei jedoch der hintere Teil des Spanischen Baus, der den Großen Sitzungssaal beherbergt, als einer von wenigen erhaltenswerten Beispielen der Nachkriegsarchitektur stehen bleiben sollte. Aber insgesamt ist das Rathaus momentan eine unbefriedigende Lösung, weil bis auf Turm, Gerichtslaube und zwei oder drei rekonstruierten Räumen nichts mehr dem Originalzustand entspricht.
... naja, und ein wahrer Traum wäre ein Rückbau des WDR-Funkhauses in das Hotel Monopol, dessen Ruine damals zum Funkhaus umgebaut wurde. Wird aber wohl auf immer ein Traum bleiben.
Da hast du recht... aber das ist auch gut so und sollte beibehalten werden. Köln ist halt unsere Medienhauptstadt, Frankfurt die Bankenhauptstadt, Bremen und Hamburg unsere Außenhandelssitze, in Leipzig die Buchdrucker usw... Natürlich muss man das nicht so beibehalten, aber das fängt schon damit an, dass die Popkomm von Köln nach Berlin gezogen ist.
Beeindruckend finde ich den Kontrast überhaupt nicht, in meinen Augen stören die Hochhäuser eher das harmonische Bild der teilweise geschlossenen Gründerzeitstraßenzüge im Westend und Bahnhofsviertel. Dass sie zweckmäßig sind sehe ich jedoch ein, allerdings sollte man - wenn auf dem Büromarkt der Bedarf zurückgeht - auch dort am ehesten streichen.
Und gut, die Frankfurter Skyline sieht von weitem schon beeindruckend aus - doch das würde sie auch, wenn sie nicht inmitten der Stadt wäre.
Und was Wohnungen in der Stadt angeht: andere Städte arbeiten allerdings daran, in Frankfurt habe ich noch von keinem Fall gehört, wo im großen Stile Büros zu Wohnungen umgewandelt wurden. Das einzige, was manchmal ist sind ein paar Wohnungen in HH-Neubauten.
Wieso leider? Schlimm genug, dass so viel von Köln aus Nach Berlin gezogen ist... generell ist es doch eher schädlich, wenn alles, wirklich alles, nach Berlin geht.
... andere Länder tun was gegen eine Zentralisierung, in Deutschland wird es unterstützt ![]()
Dein dritter Entwurf ist ganz nach meinem Geschmack, die beiden anderen dafür um so weniger.
Aber *respekt* für deine Arbeit.
Ja.... das ist das Problem ![]()
Wobei ich immer noch fest davon überzeugt bin, dass eine Reko nicht deutlich teurer ist als ein Neubau eines Stararchitekten. Es geht halt mehr Geld für handwerkliche Arbeiten drauf, dafür bezahlt man aber auch keine Architektennamen.
Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass ein historisches Opern- oder Schauspielhaus anziehender ist als eines, dass im Stil der 60er und 70er gebaut ist. Vergleiche doch einfach mal die Semperoper (die übrigens auch eine Reko ist) mit der Frankfurt Oper (nicht das Konzerthaus in der Alten Oper) - wo lässt man wohl lieber sein Geld?
Ich hab ehrlich gesagt keinen festen Beleg dafür, aber ich hatte irgendwie immer das Gefühl, dass du eher gegen Rekos bist, es sei denn, es ist noch Originalsubstanz vorhanden. Dazu kommt die ablehnende Haltung eines bestimmten anderen Forums, über die (die Haltung, nicht das Forum) ich jetzt auch nicht weiter diskutieren will, ich hab mich damit abgefunden. Maybe, dann hab ich mich halt getäuscht und entschuldige mich dafür. Einverstanden?
Allerdings trenne ich schon Hochhäuser und Rekos. Nur kann ich für mich nicht nachvollziehen, wie historische Gebäude bzw. ein historisches Stadtbild mit Hochhäusern einhergeht.
Ich bin auch kein totaler Gegner von Hochhäuser, nur sähe ich diese lieber in einem Büro- und Gewerbepark außerhalb des Stadtzentrums und der Wohngebiete mit Bahn- und Autobahnanschluss. Die Innenstadt sollte kein Platz für Großraumbüros sein. Wäre aber schon wieder eine andere Diskussion.
Auf jeden Fall will ich klarstellen, dass ich hier gegen niemanden Antipathien o.ä. hege.
Gute Nachricht! Wird auch mal Zeit, dass in Brandenburg mal wieder investiert wird!
Hab übrigens letztens mal gelesen, dass es in ländlichen, ostdeutschen Gebieten einen riesigen Frauenmangel gibt, in manchen Ortschaften kommt eine Frau auf 4 Männer.
... und viele Landwirte werden deswegen wohl die letzte Generation in ihren teilweise gut laufenden Traditionshöfen sein.
@ Schmittchen: Ich weiß, das nicht alle hier gegen Rekonstruktionen sind, aber 3rdwave ist mir eher als Gegner von Rekos ins Bewusstsein getreten - aber auch da nicht vollständig, keine Sorge, ich schmeiß hier nicht alle in einen Topf.
Naja, die Grundmauern stehen ja noch, der Bühnenturm ist ja leider vor einigen Jahren wegen Brandstiftung eingestürzt.
Fände eine Reko wunderbar, verbunden mit einer Reko im Innern der alten Oper. Das Konzerthaus dürfte man dann woanders neu bauen, wär also ein netter Großauftrag für die Bauindustrie.
Zitat von cologne777Sie sind halt was anderes und setzen sich von den üblichen Lampen in Städten und Plätzen ab.
Naja... bis auf die Tatsache, dass der Mast aus Edelstahl sind, ist es dasselbe Modell, was in etlichen anderen westdeutschen Städten auch steht.
Schön finde ich sie auch nicht, wobei mich die Exemplare vor der Reinoldikirche in Dortmund mehr stören.
Wow... die Ansicht hätte ich von dir nicht erwartet wo du doch sonst eher gegen Rekonstruktionen bist.
Sehe das aber auch so, wenn die Chance der Reko nicht genutzt wird, wird die Situation vielleicht besser aber nie richtig gut... sorry, aber für die Frankfurter Kernaltstadt gibt's keine Alternative zur Reko.