Beiträge von Seppl

    Ich denke auch, dass es unpolitischere Streckenführungen gibt, als die vormals geplante. Gerade in Steilshoop/ Bramfeld und in Osdorf scheint man der Stadtbahn im Allgemeinen positiv gegenüber gestimmt. Ich bin auch gewollt zu glauben, dass es bei immer mehr Menschen ankommt, dass die Stadtbahn die einzige realsierbare Zukunft für die Stadtteile ist, da die U- Bahn nur noch ein Hirngespinst ist.


    Dekoratives Anführungszeichen

    zweitere Lösung, Bramfeld über S Rübenkamp, U Sengelmannstraße, U Borgweg und U Mundsburg an die Innenstadt anzuschließen und von dort aus die M5 anzugehen, erscheint mir wesentlich aussichtsreicher.

    Midas, wie stellst du dir diese Streckenführung vor? Den Aspekt, die U 1 zu erreichen verstehe ich und ist in meinen Augen sehr sinnvoll. Aber Sengelmannstraße scheint mir etwas ab vom Schuss.

    In gewisser Weise denke ich, dass Herr Scholz wirklich kein Freund des ÖPNV ist und es ihm schlichtweg egal ist, was im Nahverkehr (nicht) passiert. Meine Hoffnung beruhen eher auf eine Ära nach ihm oder zumindest mit einem starken Koalitionspartner, der sich hierbei durchsetzt.

    Ich denke Herrn Scholz wird man nicht zur Einsicht bekommen. Wobei unter seiner Feder evtl andere ÖPNV Vorhaben auch endlich angegangen werden. Ich denke hier an die S 4 nach Ahrensburg und S Bahn Kaltenkirchen. Wobei er vermutlich selber daran nicht viel "Aktien hält".

    Eine Stadtbahn in Hamburg einzuführen ist glaube ich nach wie vor gut möglich. Seit dem die Stadtbahn offiziell vom Tisch ist, schreibt die Presse recht positiv darüber. Herr Horch, der HVV und die Hochbahn sind für die Stadtbahn. Wenn man nun eine nicht so politische Strecke identifziert und somit quasi zunächst einen Fuß in die Tür bekommt, dann wird in HH vermutlich plötzlich der Ruf aus vielen Stadtteilen laut endlich eine Stadtbahnanbindung zu bekommen.

    Die Prioritäten der Stadt sehe ich auch ganz klar bei U 4 Verlängerung (zunächst bis Elbbrücken) und S 4 nach Ahrensburg.
    Diese beiden Projekte werden denke ich in den nächsten zehn Jahren auch kommen und umgesetzt.

    Bei einem Regierungswechsel (oder starken umdenken, was ich nicht glaube) steht mittelfristig auch die Stadtbahn wieder zur Diskussion. Eine erneute Stadtbahnplanung und auch Realisierung würde aber so ziemlich alles fressen, was noch übrig ist für Investitionen, so schätze ich.

    Trotzdem werden in den nächsten Jahren gerade von Schleswig Holstein die Projekte
    > S- Bahn nach Kaltenkirchen
    > S 4 West

    weiter vorangetrieben.

    Beide Projekte haben für die Stadt Hamburg selbst nicht so viel Bedeutung, würden die Stadt aber auch nicht "die Welt" kosten. Je nach Leidenschaftsdruck und Kostenübernahmen von SH besteht auch hier die Chance der Realisierung.
    Gerade die S- Bahn nach Kaltenkirchen hat hier einen hohen Stellenwert, da ohnehin neue Fahrzeuge angeschafft werden müssen. Mein Kollege bei der S- Bahn meinte, dass dort auch schon ziemlich viel darüber geplant wurde, sogar schon Messungen für den Einsatz der S-Bahn Fahrzeuge vorgenommen wurden.

    Meiner Ansicht nach wird mit dem Kreuzfahrtterminal und dem Terminal in der Hafen City dem Kreuzfahrtkunden eine bessere Örtlichkeit in Bezug auf Sighseeing in Hamburg gegeben, als es am Überseezentrum jeh möglich wäre. Die Lage ist in meinen Augen zu dezentral und zu weit entfernt von öffentlichen Transportmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten.
    Richtig ist, dass dies für beginnende und endende Kreuzfahrten nur eine untergeordnete Rolle spielt. Da das Terminal aber besonders für große Schiffe geeignet sein soll, stellt sich gerade der (Massen)Transport der Kreuzfahrtreisenden als schwierig heraus. Es wären einige Dutzend Reisebusse für ein Shuttleverkehr in die Innenstadt notwendig.

    Die Idee mit dem Kreuzfahrtterminal auf dem zugeschütteten Segelschiffhafen (meine Ausgleichsfläche Nr 1 ;) ) ist vor allem nach einem realisierten Sprung über die Elbe interessant, da man sich sonst noch mehr im Niemalsland befindet. Die Idee mit der Hadag als Fähre finde ich charmant, wäre es doch auch ein Alleinstellungsmerkmal für Hamburg (ohne zu wissen, dass es wo anders so etwas nicht auch schon gibt).

    Das sich dieser Anleger geteilt wird von Fruchtterminal und Kreuzfahrt stelle ich mir jedoch als schwierig vor. In unserem Behörden und Regelungsjungel, eine machbare und praktikable Lösung zu finden ist sicherlich sehr aufwenig.
    Andererseits, warum nicht. Wäre eine geniale Sache. In deiner Darstellung finde ich es nur problematisch, dass beim Gang vom Hadag Anleger zum Cruise Center quer über die ganze Fläche zurückgelegt werden muss. Ein Verladebetrieb ist dann nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich. Wenn ich auch noch nicht weiß wie, so wäre denke die beste Möglichkeit, einen vom Passagierbereich getrennten Verlade- und Umschlagbereich zu haben. Das quasi nur die Kaikante in Multi- Use ist.

    Soeben hatte ich noch einen Gedankenblitz. Um den Segelschiffhafen rein für den Güterumschlag zu retten, könnte ja die Einfahrt zum Moldauhafen, quasi als neuer Kreuzfahrtliegeplatz ausgebaut werden. Sprich Rückbau der Spitze, Verbreiterung und Vertiefung der Einfahrt und das Gelände bis zum ersten Lagerschuppen komplett dafür nutzen/ umbauen. Evtl auch eine "Parkbucht" bauen und die Zufahrt zum tatsächlichen Moldauhafen verschließen. Meines Wissens wird dieser eh nicht mehr wirklich genutzt.
    Das Terminal könnte auf der jetzigen Landzunge stehen. Wäre vom Umschlagbetrieb säuberlich getrennt. Nachteil: absolut isolierte Lage. Würde nur Sinn machen, wenn die jetzigen Schuppen öffentliche "Sprung- über- die- Elbe" Flächen wären.

    -------------
    Das Abendblatt berichtet, dass auch Hamburg darüber nachdenkt ein LNG Terminal zu bauen, da es einen positiven Wettbewerbsfaktor darstellen würde. Meine Frage wäre nur: Wo? Sicherlich wäre auch hier die Shell Fläche eine Option, da in dieser Gegend ohnehin Speicher stehen.

    Irgendwie stellt sich meine Meinung ein, dass man so viel iom Hafen machen könnte und möchte, es aber schlichtweg an Platz fehlt, um es verwriklichen zu können.

    Danke Midas für die Info. Das Google Maps nicht ganz aktuell ist, war mir bereits bekannt. Nur wusste ich den aktuellen (Ausbau) Stand am CTT (deswegen) auch nicht.
    Die Planungen sind ja recht interessant. Wie beim CTS aber das selbe Problem: Den bisherigen Firmen können keine Ausgleichsflächen angeboten werden. (Meine Ausgleichsfläche Nummer 1 ist immer noch der alte Segelschiffhafen und das Gebiet östlich davon).
    Auch wenn an der nordwestlichen Ecke des CTT der Wendekreis entsteht, wäre es doch denkbar in Richtung Osten auch Liegeplätze zu schaffen. Gerade das Klärwerk benötigt die unmittelbare Wasserlage ja nicht zwangsläufig.

    Bzgl des neuen Kreuzfahrtterminals sehe ich die Region Überseezentrum als nicht optimal an. Die Begründung wird sogar im Artikel mitgeliefert. Kreuzfahrten boomen (auch in Hamburg) weil die Schiffe sehr Zentrumsnah anlegen. Überseequartier ist nicht wirklich Zentrumsnah und zudem nicht auf der Seite der Innenstadt. Es müsste also zeitgleich eine Brücke für die Kreuzfahrtgäste gebaut werden, um in die Hafencity und zur U 4 zu gelangen. Soweit ich weiß werden diese Flächen auch für den Sprung über die Elbe beschlagnahmt. Inwiefern sich das vereinbaren lässt, kann ich nicht beurteilen.
    Spontan habe ich bei einen neuen Kreuzfahrtterminal an den Fischereihafen gedacht, wo an sich ja schon ein ziemlich großes Hafenbecken ist. Jedoch macht der Fakt der Abgase dies wohl unmöglich.
    In diesem Falle sollte die Option Landstrom konsequent weiterentwickelt werden.

    Ein interessanter Abendblattartikel, den du verlinkt hast!

    Jedoch wirft dieser Artikel wieder Fragen für mich auf (die Midas bestimmt erklären kann :) )

    1. Zitat Anfang
    "Auch für das Tollerort hat die HHLA vorgesorgt. Vor einigen Jahren kaufte Hamburgs größtes Hafenunternehmen das benachbarte Ross-Terminal. "Mit der Fläche des Ross-Terminals kann die Kapazität des CTT künftig verdoppelt werden", sagt Koch." Zitat Ende

    Das Ross Terminal ist doch das hier. Und das liegt nicht gegenüber vom CTT.

    Wenn ich den Text deuten würde ist der Kohlenschiffhafen gemeint, der, soweit ich weiß, auch als Erweiterungsfläche für das CTT dient.

    2. Die weiteren zwei Liegeplätze, die man am CTT noch schaffen könnte, wären sicherlich an der Nordgrenze des Terminals, da wo jetzt "Nichs" und noch Wasser ist. Mir scheint für diese gechätzte Länge von 500- 600 Meter nur zwei Schiffsliegeplätze etwas wenig.


    ------------------

    zu Shell:

    Auch wenn der Weggang von Shell schmerzlich wäre, gerade unter dem Aspekt des Universalhafens Hamburg, würden sich damit neue Möglichkeiten der Nutzung ergeben, da dringend benötigte Flächen frei würden.
    Jetzt frage ich mich nur, warum ist dieser Gedankengang (MPP Terminal auf/ bei Raffineriegelände) nicht aktueller Stand der Dinge? Es scheint sich ja niemand für die Raffinerie zu interessieren.

    Auch wenn es nur bedingt passt: Die Raffinerie in Wilhelmshaven war bis vor kurzem von der Schließung bedroht und es sah so aus, als wenn der Weg bereits besiegelt ist. Nun hat sich doch noch ein Käufer gefunden. Artikel hier

    Auf nahverkehr Hamburg ist heute auch zu lesen, dass laut DB in Diebsteich 6 Bahnsteigkanten geplant sind. Also schon mal zwei mehr als gestern :)

    Ich denke damit lässt sich auch gut arbeiten, da es sich um einen reinen Durchgangsbahnhof handeln wird, so wie ich das sehe.
    Nur stellt sich damit das nächste Problem ein. Heute endet die RB aus Itzehohe und die NOB aus Westerland in Altona. In Zukunft werden diese wohl über Diebsteich hinaus bis Hbf weitergeleitet. Am Hbf im Allgemeinen ist aber heute schon in den Stoßzeiten die Kapazitätsgrenze erreicht...

    Ergo werden in Zukunft auch diese Züge in Diebsteich (statt bisher Altona) enden??
    Es bleibt spannend :cool:

    In der Tat ist die Frage inwiefern man bei der Bahnhof Diebsteich Planung mit der heißen Nadel gestrickt hat.

    Aus den letzten Jahrzenten ist mein Eindruck, dass bei der DB im Allgemeinen vieles auf den Regelprozess zurück gestutzt wurde, um vor Allem Kosten zu sparen.

    Inzwischen meine ich aber eine kleine Trendumkehr bemerkt zu haben, dass zumindest des Öfteren etwas mehr als unbedingt nötig gekauft/ gebaut wird.

    Schöne Aufstellung Midas!

    Da ich die Flächennachfrage im Hamburger Hafen als groß einschätzen würde, gibt es sicherlich mehrere Möglichkeiten, wie die bisherigen Raffinierie Anlagen bzw. deren Fläche weitergenutzt wird.

    Ich bezweifele jedoch, dass davon etwas im neuen Hafenentwicklungsplan stehen wird. Vermutlich wird die ganze Energie in die Neuausrichtung des Mittleren Freihafens mit der verbundenen Unternehmensumsiedelung geflossen sein. Ich bin wirklich gespannt.

    Mich würde brennend interessieren, was man der Firma Buss anbieten möchte/ kann oder ob diese sich aus Hamburg zurück ziehen muss. In regelmäßigen Abständen lese ich Artikel, in denen Buss ein neues Terminal erföffnet. Jedes Mal frage ich mich dabei, ob dieses neue Terminal wohl auch in Hamburg hätte entstehen können, insofern man dort Flächen zur Verfügung hätte...?

    Das Diebsteich kommt, wird sicherlich nicht mehr zur Diskussion stehen. Die Frage ist wahrscheinlich "nur" noch wann und vermutlich in welchem Umfang.

    Midas dein Bild ist sehr interessant, zeigt es doch, dass nicht viel Platz für viele Gleise vorhanden ist. Aus dem Artikel auf nahverkehr HH geht auch hervor, dass der S- Bahn Verkehr mit einem Fernbahnhof in Diebsteich ausgeweitet werden soll und nach der Schilderung auch S- Bahnen enden und wenden würden. Dafür müssten die bisherigen S- Bahn Kapazitäten ausgebaut und ein bis zwei neue S- Bahnsteige gebaut werden. Nach meiner Einschätzung würde dafür noch Platz vorhanden sein, auf der rechten Seite des Fotos (im roten Bereich).

    Das für den tatsächlichen Zugbetrieb (also Alles außer S- Bahn) vier Bahnsteige ausreichen sollen scheint mir auch recht gering. Inwiefern sollen denn RB/ RE aus Norden (Kiel, Westerland, Itzehohe) zum Hbf durchgebunden werden? Bei Betrieb mit vier Bahnsteigen würde eine Bahnsteigwende schon ziemlich große Kapazitäten verschlingen. Soweit mir bekannt ist, wird auch keine Abstellanlage im Süden des Bahnhofs geplant, wo die Züge wenden könnten. Mir ist nur bekannt das Züge vom Hbf kommend nach einem (standardmäßig kurzen) Halt von 2- 3 Minuten in Diebsteich weiter nach Stellingen zum Betriebsbahnhof (oder Eidelstedt) weiterfahren um dort auch betrieblich zu enden.

    Das von dir gekennzeichnete Grundstück hat keinen Wasseranschluss/ Schiffsliegeplatz. Sehe ich es richtig, dass auch keine Verladung von/ auf das Schiff stattfindet?

    Inwiefern werden denn durch den im Artikel genannten Shell Rückzug Flächen im Hafen frei bzw. in welcher Größenordnung ist mit einem Umschlagsrückganz zu rechnen?

    Ich hoffe meine Fragen sind nicht all zu "Böse". In diesem Fall entzieht sich mir jede Sachkenntnis ;)

    Ich frage mich bei so etwas, warum ein eher konservatives Blatt nicht die Wirtschaftsstellung vertritt und statt dessen die grüne Propaganda abdruckt?
    Ist es wirklich der Weg des geringsten Widerstandes, weil es gerade (in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft) populär ist, möglichst umweltfreundlich Bericht zu erstatten?

    Ich bin auch durchaus für Umweltschutz und für die Betrachtung von ökologischen Gesichtspunkten. Aber wir (als Gesellschaft) sollten uns doch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und zusehen, wie unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit sprichwörtlich den Bach runter geht.
    Warum hört man so selten etwas pro Elbvertiefung?

    Das irgend etwas falsch läuft, sieht man bei der Scheldevertiefung ziemlich gut. Zwei verschiedene Staaten haben es hinbekommen einen Fluss zu vertiefen. Und bei der Elbvertiefung ist es ein reines Binnenprojekt, was aber scheinbar immer größere Hürden stemmen muss. Obwohl uns das Beispiel der Weser- und Emsvertiefung zeigt, dass es ja doch gehen kann.....

    Meine Erfahrung ist: Wenn etwas im Nahverkehrsplan steht, heißt das erstmal noch nicht viel. Dort wird in meinen Augen hin und wieder gern "geträumt". Bzw. die Planung erfolgt erstmal ohne Abgleich der finanziellen Möglichkeiten.
    Hatte da mal eine Zeit lang mit zu tun und habe daher diesen Eindruck gewinnen können.

    Von daher wird die S- Bahn nach Büchen wohl für die nächsten zehn Jahre ein Hirngespinst sein.

    Dann bin ich mal sehr gespannt. Es ist ja auch schon allerhöchste Eisenbahn.

    Mich würde es aber auch nicht wundern, wenn der Termin wieder einmal nach hinten wandert. Das kann man auch sehr gut in diesen Thema nachverfolgen, wenn man die Seiten quer liest.

    Es ist aber deutlich zu erkennen wie sich "Hamburg" (Scholz, Horch) bemüht die Elbvertiefung endlich zu realisieren. Nur kommen scheinbar immer wieder neue Querschläger. Und so lang sich Niedersachsen nicht bewegt wird das auch nichts.
    Aber irgendwo ist Niedersachsen sicherlich auch empfindlich und man kann sie durch ebengleiche Gegenbewegung aus der Ruhe bewegen. Die Frage ist bloß wo.... vielleicht bei dieser Autobahnumfahrung??

    @ nahverkehr:

    Danke für die Info! Inzwischen habe ich das schon mitbekommen. So wie ich das sehe, kommt das neue Geld für den barrierefreien Ausbau der zusätzlichen Stationen aus dem Stadtbahntopf (unter anderen).

    Ob Herr Horch den Widerspruch in seiner Aussage wohl mitbekommen hat? Inzwischen, denke ich, weiß er, dass die Stadtbahn eigentlich genau das ist was Hamburg braucht (sprich leisten kann und am ehesten bezahlbar ist). Nur muss er eben auch den Leitlinien folgen, genauso wie die Hochbahn, die denke auch ein wenig trotzig nach innovativen Konzepten sucht. Wenn ich da die eine oder andere Pressemitteilung oder Aussage von Herrn Elste lese, finde ich, kann man schon etwas zwischen den Zeilen heraus deuten.

    Ansonsten bin ich informiert, ich lese regelmäßig auf (deiner?) verlinkten Seite.

    In meinen Augen haben sich die Stadtbahngegner mit Ihrer neuen Anti- Businitiative ins Abseits manövriert. Auch Außenstehenden sollte ersichtlich sein, dass es hier weniger um eine Argumentation um ein Verkehrsmittel geht, denn eher um eine Gruppe der "Verhinderer" was ÖPNV angeht. Das diese Sicht kurzweilig und nicht zukunftsweisend ist, ist im Allgemeinen inzwischen auch bekannt.

    Noch etwas: Wann werden eigentlich die Unterschriften der Stadtbahnbeführworter eingereicht? Die sammeln doch auch noch fleißig soweit ich weiß.

    Ich finde es gut, dass Herr Scholz sich für die Elbvertiefung einsetzt, vielleicht kommt endlich Bewegung in die Sache bzw. folgen Taten.

    Unglücklich würde ich allerdings den Moorburger Hafen als Ort finden, wo der Bestand einer Tier- Planzensorte (?) angesiedelt werden soll. Im Endeffekt ist Moorburg im Hafenentwicklungsgebiet und so wird es sicherlich noch schwieriger eines Tages dort Hafenbetriebe anzusiedeln.

    Was mir absolut nicht Schlüssig ist, ist die Haltung Niedersachsens. Zum einen wird in Emden gebaut, verbreitert und vertieft, mit Bremen wird die Weservertiefung beschlossen. Aber wenn es um die Elbvertiefung (selbe Tiefe wie Weser) geht, dann wirds plötzlich kritisch. Leuchtet mir nicht ein, jedenfalls nicht mit den vorgegebenen Argumenten.

    Laut dem Abendblattartikel wird auf der Aufsichtsratsitzung am 6. Mai das Planfeststellungsverfahren zur Stadtbahn zurückgezogen. Der endgültige Todesstoß für die Stadtbahn.

    Heißt es dann konkret, dass beim Bund das laufende Planfeststellunsgverfahren vor Fertigstellung abgebrochen wird? Oder heißt es "lediglich", dass keine weiteren Planungen für die planfestgestellte Strecke unternommen werden, also kein Bau eingeleitet wird?
    Es klingt mir leider so, als wäre es Ersteres.

    Im ersteren Fall hätte Hamburg das Geld wahrhaftig zum Fenster raus geschmissen, was ich definitiv verurteilen würde! Waren es 8 Millionen Euro?! Herr Scholz sagt, wir können uns die Stadtbahn nicht leisten, obwohl es ein tolles System ist. Deswegen muss aber nicht das bereits bezahlte Verfahren abgebrochen werden. Dies wäre quasi die mutwillige, nachhaltige Zerstörung und Vernichtung von Steuermitteln.

    Im zweiten Fall, hätte man nun für zehn Jahre eine planfestgestellte Strecke und muss quasi (hoffentlich) "nur" diese Legislaturperiode aussitzen und kann anschließend sofort beim jetzigen Status weitermachen, insofern eine neue Regierung/ Koalition an der Macht ist.

    Beim stöbern bin ich auf die Seite des VCD gekommen. Dort wird (selbstverständlich) die Stadtbahn unterstützt. An alle Fraktionen wurde vom VCD ein "Infoschreiben" an alle Fraktionen des Senats in Hamburg geschickt, in dem aufgeklärt wurde. Eine Stellungnahne der SPD liegt vom Juli 2010 auch vor. Sehr interessant was man da lesen kann. Klingt irgendwie anders, seit dem Herr Scholz bei der Hamburger SPD das Sagen hat.


    Das Kostenargument der Stadtbahn ist im Moment ja der gewichtigste Grund der Gegner/ SPD. Dort wird mit vielen Zahlen gespiel. Aber wie sieht es wirklich aus? Gerade im Hinblick auf, was muss Hamburg zahlen und was zahlt der Bund oder wird durch andere "Töpfe" bezuschusst? Aus dem vorhergehenden Post entnehme ich 57 Mio € für den ersten Bauabschnitt. Das ist sicherlich nur der Hamburg Anteil und ist dies nur für die Strecke oder auch für Fahrzeuge und Betriebshof?