Meiner Ansicht nach wird mit dem Kreuzfahrtterminal und dem Terminal in der Hafen City dem Kreuzfahrtkunden eine bessere Örtlichkeit in Bezug auf Sighseeing in Hamburg gegeben, als es am Überseezentrum jeh möglich wäre. Die Lage ist in meinen Augen zu dezentral und zu weit entfernt von öffentlichen Transportmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten.
Richtig ist, dass dies für beginnende und endende Kreuzfahrten nur eine untergeordnete Rolle spielt. Da das Terminal aber besonders für große Schiffe geeignet sein soll, stellt sich gerade der (Massen)Transport der Kreuzfahrtreisenden als schwierig heraus. Es wären einige Dutzend Reisebusse für ein Shuttleverkehr in die Innenstadt notwendig.
Die Idee mit dem Kreuzfahrtterminal auf dem zugeschütteten Segelschiffhafen (meine Ausgleichsfläche Nr 1
) ist vor allem nach einem realisierten Sprung über die Elbe interessant, da man sich sonst noch mehr im Niemalsland befindet. Die Idee mit der Hadag als Fähre finde ich charmant, wäre es doch auch ein Alleinstellungsmerkmal für Hamburg (ohne zu wissen, dass es wo anders so etwas nicht auch schon gibt).
Das sich dieser Anleger geteilt wird von Fruchtterminal und Kreuzfahrt stelle ich mir jedoch als schwierig vor. In unserem Behörden und Regelungsjungel, eine machbare und praktikable Lösung zu finden ist sicherlich sehr aufwenig.
Andererseits, warum nicht. Wäre eine geniale Sache. In deiner Darstellung finde ich es nur problematisch, dass beim Gang vom Hadag Anleger zum Cruise Center quer über die ganze Fläche zurückgelegt werden muss. Ein Verladebetrieb ist dann nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich. Wenn ich auch noch nicht weiß wie, so wäre denke die beste Möglichkeit, einen vom Passagierbereich getrennten Verlade- und Umschlagbereich zu haben. Das quasi nur die Kaikante in Multi- Use ist.
Soeben hatte ich noch einen Gedankenblitz. Um den Segelschiffhafen rein für den Güterumschlag zu retten, könnte ja die Einfahrt zum Moldauhafen, quasi als neuer Kreuzfahrtliegeplatz ausgebaut werden. Sprich Rückbau der Spitze, Verbreiterung und Vertiefung der Einfahrt und das Gelände bis zum ersten Lagerschuppen komplett dafür nutzen/ umbauen. Evtl auch eine "Parkbucht" bauen und die Zufahrt zum tatsächlichen Moldauhafen verschließen. Meines Wissens wird dieser eh nicht mehr wirklich genutzt.
Das Terminal könnte auf der jetzigen Landzunge stehen. Wäre vom Umschlagbetrieb säuberlich getrennt. Nachteil: absolut isolierte Lage. Würde nur Sinn machen, wenn die jetzigen Schuppen öffentliche "Sprung- über- die- Elbe" Flächen wären.
-------------
Das Abendblatt berichtet, dass auch Hamburg darüber nachdenkt ein LNG Terminal zu bauen, da es einen positiven Wettbewerbsfaktor darstellen würde. Meine Frage wäre nur: Wo? Sicherlich wäre auch hier die Shell Fläche eine Option, da in dieser Gegend ohnehin Speicher stehen.
Irgendwie stellt sich meine Meinung ein, dass man so viel iom Hafen machen könnte und möchte, es aber schlichtweg an Platz fehlt, um es verwriklichen zu können.