Beiträge von Altstadtjong

    AQ1-6 sehe ich mit Erleichterung und Wohlwollen (immer im Hinterkopf, was schlimmer hätte sein können); so passt es durchaus in diesen Bereich.

    AQ7 hingegen ist ein Verbrechen! Nicht der Bau an sich, sondern dass die Coelesterinnen-Klosterfassade nun wieder als totaler, wenn auch schöner Fremdkörper herausfällt. Nein, ich finde nicht, dass durch so eine Reduzierung des Umfeldes auf Null die alte Fassade besser zur Geltung kommt. Denn das das nicht funktioniert, konnte man am alten Gerichtsgebäude schon hinreichend erkennen.

    AQ8 ist zwar ein architektonisch gelungener, und ja Mies zitierender Bau - aber als Bindeglied zwischen dem wuchtigen Kaiserlichen Gerichtsgebäude und der angrenzenden und gegenüber liegenden niederen bzw. kleinteiligeren (Alt-)Bebauung völlig ungeeignet.
    Er passt nicht zu der ihm angrenzenden Bebauuung von AQ7, ja nicht einmal zu der ihm gegenüber liegenden schwarzen, glänzenden Steinfront der Kunstsammlung.

    An sich ein schöner Bau, ein modern anmutender Solitär für die Stadt, zweifelsohne, aber in diesem Fall einfach völlig falsch platziert.

    Insgesamt wirkt es, als hätte den Verantwortlichen der Mut gefehlt, vollständig auf historisierende Fronten zu setzen. Warum eigentlich? In der Liefergasse korrespondiert es doch gut, warum gerade nicht in der mit historischen Altbauten viel schöner bebauten Neubrückstraße?

    Ist eben für eine überragende Fassade einfach keine exponierte Lage, wenn man das als Entschuldigung gelten lassen will ...
    Aber in jedem Fall eine Verbesserung. Ein bisschen wie das Hotel stadtauswärts Richtung Nördlicher Zubringer ...

    Schade, es hätt so schön sein können:
    Laut RP wird das Ratinger Parkhaus nun doch nicht abgerissen, mit einer für die RP ungewohnt kritischen Haltung wird berichtet, die Planungen für Abriss und Neubau hätten sich "politisch lange hinzogen".

    Das Parkhaus soll von außen aufgehübscht werden: "Schadhafte Steine müssen ersetzt werden. Letztlich soll das Parkhaus eine lichtgraue Fassade erhalten." - ich habe mal hinter die Gerüste geblickt: Optisch wie gehabt, weiterhin unverputztes Mauerwerk "mit Öffnungen wie Schießscharten" (RP), nur eben lichtgrau angestrichen.

    Eine weitere Chance vertan für eine so prominente Stelle.

    Herr von Schadow sieht nicht sehr frisch aus, meine Theorie mit der Restaurierung war wohl nix. Hätte man doch problemlos in irgendein Budget packen können, oder?

    Vielleicht macht Apple einfach eine Spende, restauriert das Ding und haut unten rechts eine kleine (!) Bronzeplakette mit ihrem Logo drauf.

    Hilfiger-Erweiterung


    @#347: Hier die fertige Ansicht: Die Gestaltung des Erdgeschosses ist konsequent weitergeführt worden, klar hat man keine filigranen Steinmetzarbeiten an der zweiten Tür vorgenommen, aber die Kupferbleche oben auf dem Sims, die metallenen Fensterfronten, die Türgestaltung und die Messing-Lampen neben den Türen sind einheitlich und werten die eigentlich halbtote Gasse deutlich auf!

    So geht's also auch! Ein absolut erstklassiges Beispiel für eine engagierte Erweiterung des Geschäftes! :daumen:

    Was für eine Ironie. Die oben gezeigten Bauten sind nahezu aus dem gleichen Baujahr wie die zuletzt abgerissenen Gebäude auf der Cimbernstraße und sehen sogar fast identisch aus. Womöglich war es sogar der gleiche Bauherr / Architekt.
    Mit dem Hinweis auf die Unmöglichkeit, solche Bauten kosteneffizient zu sanieren, wurden die auf der Cimbern abgerissen und Hensgen baut dort hochpreisig.
    Da war wohl eher die Lage zu Wildenbruch uns Salierplatz entscheidend für den Abriss, denn Sanieren scheint wie hier zu sehen, problemlos möglich!

    Die Entscheidung zugunsten der Rendite ist nachvollziehbar, dann sollte man aber dazu stehen.