Die Ergebnisse zeigen meiner Meinung nach exemplarisch, dass sich die Architektur in den letzten Jahrzehnten in die falsche Richtung entwickelt hat. Auf der anderen Seite der Saalgasse ist eine ganze Reihe postmoderner Haueser aus den 1980er Jahren zu bewundern. Ist natuerlich Geschmackssache, ob man die Postmoderne mag, aber zumindest haben sich die Architekten damals erfolgreich um Kleinteiligkeit und Detailreichtum bemueht. Davon wird beim vermutlich kuenftigen Gegenueber wohl nichts zu sehen sein.
Die Hauptverantwortung liegt meiner Meinung nach mal wieder bei der Stadt und ihrem Unwillen auch bei zentralen und historisch bedeutsamen Orten klare Gestaltungsvorgaben zu setzen. Hat beim Dom-Roemer Projekt, knappe 50 Meter entfernt, doch bestens funktioniert. Warum baut man darauf nicht auf? Ohne gestalterische Vorgaben wird das Stadtbild eben ein Lotteriespiel und die Frankfurter Innenstadt scheint zur Zeit eher nicht auf der Gewinnerstrasse zu sein. Chance vertan!