Vergehen? Nein!
siehe hier:
http://www.amazon.de/Ornament-Verbr…33675023&sr=8-1
edit:
Loos starb 1933, also ist der Text frei:
Vergehen? Nein!
siehe hier:
http://www.amazon.de/Ornament-Verbr…33675023&sr=8-1
edit:
Loos starb 1933, also ist der Text frei:
Die FAZ schreibt über die Speer-Studie:
"Die Stadt soll "Ökotropolis" werden
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DD…n~Scontent.html
Ein Kommentar, der in etwa auch meinen Eindruck wiedergibt:
http://www.faz.net/s/Rub3DFC0DABC…n~Scontent.html
Eine kurze Glosse, die ich online nicht gefunden habe, befasst sich mit dem von Speer in seinem stundenlangen Vortrag offenbar mehrfach gebrauchten Wort "Ökotropolis". Petra Roth merkte dazu an, dass sie ja wisse, was "Polis" bedeute und "Öko" kenne sie auch. Was meine Speer aber mit dem "tro" dazwischen. Witziger- und peinlicherweise musste Speer dann bekennen, dass er das auch nicht wisse.
Ich vermute, dass ist irgendwie aus "Metropole" reingerutscht, weil es schöner klang. Leider besteht die ganze Studie aus derlei Wortgeklingel.
Etwas weiter oben wurde der neubau von Wohnhäusern in der Rossittener Straße, direkt westlich der Neuen Börse erwähnt. Die östlichen Gebäude sind schon recht weit, die westlichen wachsen. In der Mitte klafft noch eine Grube, in der bisher wohl die Löcher für eine Erdwärme-Anlage der Firma Teramex gebohrt wurden.
Östlicher Teil fast direkt an der Börse (von Nordwesten)

Die Grube in der Mitte (von Süden). Man sieht die Maschinen von Teramex.

Die westlichen Neubauten (wieder von der Straße aus)


Und die wunderschöne Nachbarschaft

Und da dachte ich immer, diese Dinger wären aus Beton. ![]()
Jedenfalls verklinkert, darum ging es. Die Frage, ob eine Verkleidung/Verklinkerung jetzt "ehrlicher" oder einfach nur schöner ist, finde ich aber nicht völlig müssig. Ist schließlich eine Frage der Ästhetik.
Ich habe erstmal nur den FR-Text gelesen und bin ob der Banalität der Thesen wirklich von den Socken. Das hätte jede Realschulklasse nach zwei Stunden Gesellschaftskunde geschrieben (abzüglich einiger Fremdwörter).
"2. Die Zukunft liegt in der Verbesserung der tatsächlichen und vor allem der gefühlten Lebensqualität."
Also bitte! Muss man dafür studieren?
Soll ich mich trotzdem an die 245 Seiten wagen?
Edit:
"12. Die Zukunft der Frankfurter Kreativwirtschaft liegt auch in Offenbach."
Der Brüller!
Da fällt mir Stoltze ein:
Was is des Ofebach for e Stadt!
Die hawe´s ganz in der Näh gehat
un hawe´s verbaßt von Aabeginn,
daß se net aach von Frankfort sin.
Und noch ein Edit. ![]()
Damit ich nicht als Meckerer dastehe: Ich habe mir jetzt mal die Bilder angeguckt. ![]()
Immerhin wird der mit viel Unnötigem vollgestopfte, Banalitäten breitklopfende, Text an einigen Stellen durchaus konkret und dann auch interessant. Vorschläge zum Radwegenetz und zur Erschließung der gesamten Innenstadt für Fußgänger, zur Verdichtung bestehender Wohnsiedlungen etc. sind z.T. (und auf den ersten Blick) ganz spannend, wenn auch nicht immer neu. Andere Abschnitte, wie z.B. zur Wissenschaftsstadt Frankfurt sind ellenlange Anreihungen von Floskeln. Wirklich süß und altbacken ist die Idee eines "urbanen Fitness-Pfades".
Vermutlich hat die Polytechnische Gesellschaft dem Speer dafür auch noch viel Geld bezahlt.
Es gibt doch Dutzende schönere und wichtigere Gebäude als die genannten. Und die AUswahl ist so auch etwas fragwürdig (abgesehen von der Berlin-Lastigkeit), Ist der hauptbahnhof Frankfurt "modern"? Wie kann so etwas banales wie der Frankfurter Fernmeldeturm mit dem IG-Farben-Haus konkurrieren? Etc.
Von dieser Auswahl:
Olympia München
IG-Farben-Haus
Hauptbahnhof Ffm
Nicht in der Liste:
Haniel-Garage Düsseldorf
Heilig-Kreuz-Kirche Frankfurt
Na, Wahnfried, zumindest im letzten Punkt sind wir einig. Ich glaube aber, dass die Liebhaber experimenteller Musik auch experimentelle Gebäude bevorzugen. Und mir kräuseln sich schon bei Le Corbusier die Fußnägel. ![]()
mik:
Ok, das Postulat der "Ehrlichkeit" bezogen auf Verkleidungen von Gebäuden ist nicht notwendig brillant oder führt zu schöner Architektur. Mir fallen gerade einige Gebäude von Kramer ein: Philosophicum grässlich, Bio-Campus wunderbar. Beides ganz strikt form follows function etc.
Ich wollte mich auch nicht gegen eine Verkleidung aus Stein aussprechen. Oft finde ich sie einfach zu offenkundig-protzig draufgedübelt. Und die offenen Fugen sind zwar "ehrlich" aber nach meinem Geschmack eben doch hässlich. Da unterliegt bei mir die moderne Gesinnung dem bürgerlichen Geschmack.
Denken wir (kleinerer Masstab natürlich) an das Wohnhaus von Forster in der Ohm-/Galvanistraße. Das ist verklinkerter Beton. Wer's nicht weiß, hält das Haus u.U. für gemauert. Trotzdem schön, wohnlich, dem Gegenüber (eine alte Fabrik, jetzt Umweltamt) angepasst und vermutlich auch in 30 Jahren noch ansehnlich.
Das I.G.-Farben-Haus ist ein Stahlskelett und sieht doch so massiv aus.
Ein wirklich großartiges Ding, finde ich.
Der langen Off-Topic-Rede kurzer Sinn: Nicht nur Glas und Alu sind schön, aber jedes Material kann mehr oder weniger gut und angemessen eingesetzt werden. Beim Opernturm finde ich es eher weniger gelungen.
Ich war kürzlich da und habe ein kleines Panorama gebastelt, weil ich mal alle Photoshop-Funktionen testen wollte. Klick auf den Link führt zum großen Bild. Aufnahem mit dem Handy, daher nicht die allerdollste Qualität. Man beachte die Eisschollen im Hafenbecken.

^ Mod: Bitte auf unsere Richtinien bezüglich des Zitierens achten.
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Nein. Ich habe was gegen simple Monumental-Ästhetik von Architekten mit wenig Phantasie, die aber ihre Gebäude unbedingt irgendwie "schmücken" wollen und dann irgenwelche symmetrischen Monumentalitären sich einfallen lassen, die wie Studenten-Kritzeleien aussehen. Beim Messeturm z.B. das grundalberne Dach. Dass viele den "Bleistift" schön finden, weiß ich. Aber die Menschen lieben ja auch Florian Silbereisen.
In der Wikipedia steht, Jahn habe sich von Art Deco-Hochhäusern der 30er inspirieren lassen. So ein Angeber!
Vielleicht fällt mir in einem geeigneten Thread ein natursteinverkleidetes Hochhaus auf, dass mir gefällt. Ich werde das dann anmerken.
Ah, stop: das IBC ist ziemlich schön, vielleicht gerade weil es so einfach und ohne große Prätention ist.
Das Japan-Dingen ist viel zu gedrungen um schön zu sein. Und dann dieses Dach!
Es ist allerdings richtig, dass Der Opern-Turm vom Material her besser zur Oper passt. Bleibt trotzdem ein plumper Klotz, besonders Fuß und die oberen Etagen finde ich furchtbar. Vermutlich sähe das Haus weit besser aus, hätte man auf diesen Firlefanz verzichtet und die Fenster-Raster straight bis ganz oben durchgehalten. Der Sockel mit der Rundung ist erstmal gar nicht so hässlich, fehlt etwas die Struktur. Der Parktower nebenan ist weit besser, da finde ich es schon recht bemerkenswert, was aus dem eher weniger hübschen SGZ-Bank-Dingen gemacht wurde.
Hat übrigens noch keiner sich zur Verfugung geäußert: Ist das ne reine Kostenfrage? Offene Fugen sehen jedenfalls immer unheimlich billig aus.
Was mich hingegen wundert: dass es immer wieder Leute gibt, die sich wundern, dass es doch tatsächlich vom Mehrheitsempfinden abweichende Auffassungen gibt.
So ist das in der pluralen, freiheitlichen Gesellschaft.
Und übrigens: Sich einig zu fühlen mit der Mehrheit adelt die eigene Meinung nicht notwendig. Man erinnere sich an das "Millionen Fliegen"-Argument. ![]()
On topic (mehr oder weniger):
Nach meiner Wahrnehmung gefällt einer Mehrheit i.d.R. das Große, gleichmäßig Strukturierte und Eindruck Schindende. Diese Kriterien erfüllt der Kasten ganz bestimmt. Ich empfinde aber diese Natursteinvorschrauberei als immer noch postmoderne Attitüde, die heute wie vor 25 Jahren billig aussieht, wenn nicht sehr gut gemacht. Das Zürichhaus war nach heutigen ästhetischen Maßstäben natürlich gnadenlos unmodern, da zu unprätentiös und zu "ehrlich", was das Verhältnis von Konstruktionsprinzip und Darstellung angeht. Diese curtain-wallig verkleideten Skelette waren halt eine Weile modern (tauchen natürlich heute noch in manchen Glasfassaden auf), wirken auf mich grazil und schön. Maßstäbe setzend natürlich in der Siesmayerstraße, weil dort sozusagen das ästhetische Surplus noch größer ist. Das Zürich-Haus war nüchterner, intellektueller. Das gefällt den meisten Leuten nicht so sehr, womit ich das "Volksempfinden" nicht abmeiern möchte, ästhetische Wahrnehmung muss nicht intellektuell sein - ja nicht einmal begründbar.
Der Opernturm erscheint mir als nicht völlig geglückte Melange aus Retro und Hypermodern. Retro z.B. der Sockel aber auch das Raster, dass mich an z.T. sehr viel ältere amerikanische Hochhäuser erinnert. Im nicht ganz gekonnten Kontrast dazu der Fuß des Turms und die für mich irgendwie zu glatte Oberfläche. Na, mir fehlen etwas die Worte - ich werde dann ausschweifend.
Übrigens empfinde ich auf einem der Fotos die Bundesbank im Hintergrund geradezu als Mahnmal für schlimmste Zeiten der Architekturgeschichte. Dann lieber so. Das Gebäude ist keineswegs katastrophal hässlich, finde ich. Frankfurt hat viel scheusslichere Hochhäuser (Torhaus, Messeturm, Marriot, AfE-Turm, Japan-Tower und so weiter und so fort).
Vom Opernplatz auf die Bockenheimer zugehend finde ich den Turm zudem ziemlich erschlagend. Das Zürich-Haus dominierte den Platz nicht derart heftig.
Und Lob an die Fotografen, z.T. sehr schöne Bilder!
Interessant auch das Buch "Abfahrt 1888 - Ankunft 1988. 100 Jahre Hauptbahnhof Frankfurt am Main". Herausgegeben von der Bundesbahndirektion Frankfurt, erschienen im Hestra-Verlag Darmstadt, 1988.
Darin finden Sich zwei Nachkriegsbilder des Vorplatzes. Eines von 1946 mit sehr prominent abgebildetem Ladernsche. Sieht nach 20m Höhe aus...
Ein Bild von 1949 (auch noch mit Kandelaber) stellt zudem eine Fotomontage dar mit einem Entwurf des Architekten Walter Schlempp. Er schlug eine moderne Überdachung des Vorplatzes bis zur Straßenbahnhaltestelle vor, auf der, wenn ich das Bild richtig interpretiere, ein Café Platz finden sollte. Amüsant.
Ich habe hier noch nichts dazu gefunden. Sollte ich die Suchfunktion inkompetent bedient haben, bitte ich um Entschuldigung. ![]()
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.5408857.de.htm
Wie die FNP hier berichtet, wurde der Altbau in der Idsteiner Straße 123 vor allem deshalb abgerissen, weil die Geschosshöhe des Hauses von 1950 unter 2,40m betrug.
Ich versuche mal drei Bilder vom alten Haus und vom Abriß einzustellen.
Zustand am 02.01.2009

am 15.01.

am 16.01.

Tja, nicht alles was früher einmal war, war auch schön und die Gründerzeit neigte zu gewissen Auswüchsen.
Entwürfe:
Ich habe gestern mal Vorkriegsfotos mit den in der FAZ abgebildeten Entwürfen verglichen. Gab es damals eigentlich auch Wettbewerbe oder entwickelte sich das "naturwüchsig"?
Die Straßenbahn ist an ihrem "ursprünglichen" Ort ganz gewiß am besten aufgehoben. Die Haltestelle an den Ostrand setzen zu wollen, ist eine ganz idiotische Idee. Inwieweit ein Trennung von Nord- und Südseite vom vorbeiführenden Straßenverkehr funktioniert, frage ich mich. Bislang kann man von der Düsseldorfer Straße aus kommend direkt sowohl ins Parkhaus, als auch via Mannheimer auf den Parkplatz an der Südseite fahren (der natürlich wegfallen wird). Taxis können von der Südseite direkt noch Norden und nach Süden fahren, vom großen Halteplatz aus direkt nach Süden. In die nördliche Richtung geht es aber vom großen Taxihalteplatz nur auf seltsamen Umwegen.
Nötig sind jedenfalls Stellplätze für rund 50 Taxen, die sinnvollerweise auch direkt vom Baseler Platz aus, von der Düsseldorfer und von der Taunusstra0e aus ihre Fahrgäste nah an den Bahnhof bringen können müssen und anschließend auch auf einen der Halteplätze einfahren. Da haben mir die Beschreibungen in der Zeitung bislang Rätsel aufgegeben.
Aus Fussgänger-Perspektive (und die meisten Bahnreisenden werden nach Abschluß der Bahnreise wie durch ein Wunder zu Fußgängern) ist ein großer Platz mit direktem Zugang zu den Hotels im Norden und Süden des Bahnhofs und zum oberirdischen ÖPNV natürlich ideal. Bislang muss zudem ein per Straßenbahn ankommender Reisender, der zügig an eines der rechten Gleise (15 und höher) will, am Platz der Republik aussteigen. Ideal ist das nicht- und auch nicht "barrierefrei".... Eine Haltestelle direkt vorm HBf-Haupteingang würde wirklich kurze Wege ermöglichen.
Wirklich klasse, dass diese Siedlung so früh schon ausreichend Einkaufsmöglichkeiten hat. Aldi, Rewe und dm plus Bäckerei und Wacker, nicht schlecht!
Die Innenaufnahmen sehen allerdings langweilig aus. War schon jemand drin?
Das ev. Gemeindezentrum wirkt auf mich wie eine Notkirche aus der Nachkriegszeit, im Gutleut (Wurzelstraße? Hirtenstraße?) gibt es - glaube ich - noch sowas. ![]()
Insgesamt scheint sich der Riedberg schnell und positiv zu entwickeln. Die räumliche Gestaltung um den Bonifatius-Park gefällt mir sehr gut. Die Architektur südlich des Parks rund um die Renoir-Allee ist allerdings grauslich.
Das sieht man ja häufiger, dass die vorgeschraubten Platten in den unteren Etagen verfugt sind, darüber aber nicht (z.B. bei einigen Wohngebäuden zwischen Volta- und Ohmstraße). Auf mich machen nicht verfugte Fassadenplatten immer einen billigen Eindruck. Gibt es dafür technische Gründe?
Monumental erscheint mir das Gebäude auch, insgesamt dabei recht plump. Die Rasterung ist etwas zu kleinteilig und - nun ja - langweilig. Gestern erst habe ich in einem Bild-Bändchen der 60er Jahre ein schönes Bild des Zürich-Hochhauses gesehen. Ich bin für Abriß und Rekonstruktion.