Beiträge von emvau

    morgen beisammen,

    jetzt ist es leider passiert, das budget reicht nicht mehr und leider reicht es nicht nur nicht knapp nicht, sondern möglicherweise werden 10% (ca. 22 Mio) mehr benötigt. Laut Ksta seien Preissteigerungen nicht eingerechnet gewesen. Zudem wurde das Pufferbudget, wie schon länger bekannt, durch Unwägsamkeiten komplett aufgebraucht. Genaue Zahlen werden Anfang der Woche veröffentlicht.
    Hier der Rundschau- und der Stadtanzeiger - Artikel

    http://www.rundschau-online.de/koeln/teure-sa…6,28822576.html

    http://www.ksta.de/innenstadt/ope…6,28821414.html

    Hallo beisammen,
    die Planung für den Ebertplatz verzögert sich weiter, da ein Gutachten für die Tiefgarage europaweit ausgeschrieben werden musste und erst Mitte 2015 vorliegen wird. ERst danach kann mit der Planung der Gestaltung des Platzes begonnen werden.
    Unabhängig davon wurde im Rahmen von plan14 eine weitere Idee der Gestaltung vorgelegt. Sie möchte einiges von dem derzeitigen Zustand erhalten und spricht von drei Ebenen des Platzes (Unterirdisch, oberirdisch und Richtung Rhein parkähnlich.) (siehe obiger Beitrag)

    Mir ist einfach nicht ganz klar, warum diese Tiefgarage immer weiter geprüft wird. Meines Wissens wurde sie schon als sehr schwer realisierbar (wegen ABwasserleitungen) eingeschätzt und dennoch wird Prüfauftrag um Prüfauftrag vergeben. Zudem macht eine Tiefgarage unter dem Platz es wirklich schwer den Platz wieder in einer Weise herzustellen, dass dort Aufenthaltsqualität herscht. Denn er ist in der derzeitigen Verfassung einfach verkehrsumtost. Dies wird sich nicht ändern wenn dort auch noch Zufahrten in eine Tiefgarage angelegt werden.

    http://www.ksta.de/innenstadt/-un…6,28496842.html

    Hallo beisammen,

    auch bei dem anderen Bremsklotz am Breslauer Platz geht es weiter. Nicht schnell, aber immerhin deutet vieles daraufhin, dass das Musicaltheater Mitte 2017 im Staatenhaus eröffnet. Damit ist dann der Weg frei das Musicalzelt abzureissen und die geplante Bebauung zu verwirklichen. Zuvor muss jedoch die Bahn noch Kabel "sortieren". Dies könnte laut Dezernent Herrn Höing sehr aufwendig werden.


    http://www.ksta.de/innenstadt/-da…6,28440136.html

    Hallo beisammen,

    das Architekturbüro hat überarbeitete Entwürfe vorgelegt.
    - es wird ein ebenerdiger Eingang gegenüber des Rathauses entstehen.
    - Fenster ermöglichen Einblicke in das Museum,
    - der Platz zum Wallraff-Museum wird vergrößert,
    - die Planung habe sich an dem aktuellen Stand der Ausgrabungen orientiert und wurde daher verändert.

    Ein Interview mit dem Architekten im Stadtanzeiger:

    http://www.ksta.de/innenstadt/-ju…6,26589546.html

    Überblick über die Planungen in der Rundschau:

    http://www.rundschau-online.de/koeln/juedisch…6,26584086.html

    Ohne Zweifel sah das alte Domhotel imposant aus. Auch die gesamte Domumgebung wirkte geschlossener und edler. Dies lag auch an den grünen Zieranlagen vor dem Dom. Durch den Bau der Domplatte ist dies unwiderbringlich verloren. Der Dom hat seinen Sockel verloren, man hat ihm zugunsten des Autos die Füße abgeschnitten. Leider wird alle Kosmetik nichts daran ändern, dass dieser gewaltige Einschnitt das Herz der Gegend herausgerissen hat. Ebenfalls muss man sich damit abfinden, dass ein vollständiger Rückbau der Domplatte illusorisch ist, schließlich stehen dort auch die Museen drauf. Auch das Domhotel wirkt so regelmäßig deplatziert. Ziel muss es nun sein meiner Ansicht nach, dass man diese Umgebung irgendwie lebendig und schön gestaltet. Ich wage zu bezweifeln, dass dies gelingt indem man einen vergangenen Protzbau, der in dieser Ecke gar keinen Ankerpunkt hat, wieder auferstehen lässt. Mein VErdacht ist, dass dies wie Disneyland wirkt und keine schönen sondern einen unwillkürlich komischen Stadtraum schafft. Die Aufstockung um weitere Etagen wirkt in meinen Augen auf den Visualisierungen angenehm und könnte zur Attraktivierung der Gegend beitragen. Der zweite Entwurf gefiel mir ohne den Schriftzug noch einiges besser. Absolut wichtig ist, dass versucht werden muss die fehlenden Füße der alten Gebäude (Dom, Domhotel) vergessen zu machen. Wenn man da am Kopf mit anfängt ist schon mal einiges gewonnen finde ich.

    hallo beisammen,
    schön wäre es wenn die noch nicht gestaltete fläche neben den arkaden nicht parkplätze sondern fußgängerweg werden würde. dann hätte sie die fußgängersituation tatsächlich verbessert. aber darauf ist wohl nicht zu hoffen.

    Die Entwürfe zeigen zumindest deutlich auf, was das große Problem der Gestaltung wird. Bislang dreht sich die Diskussion ja anscheinend ausschließlich darüber ob eine Tiefgarage integriert wird oder nicht.
    Aber dieser Entwurf zeigt die ganze Dimension des Problems auf: Der Ebertplatz ist umtost vom Verkehr. Aufenthaltsqualität wird er nur erlangen wenn der Verkehr verringert wird sowohl auf der Nord-Süd-Fahrt wie auf den Ringen oder wenn der Verkehr in irgendeiner Weise eingehaust wird. Der hier gemachte Vorschlag geht noch von zwei Spuren auf den Ringen aus, aber es wurden sowohl die Bushaltestelle wie auch die Parkbuchten vor dem Kino weggenommen. Meiner Ansicht müsste man auch auf den Ringen mindestens noch eine Spur entfernen um eine angemessene Ruhe auf den Platz zu kriegen. Oder man muss in mit lärmmindernden Bauten umrahmen.

    hallo beisammen,
    war heute mal vor Ort. Gerade auch Kölner kennen ihre Altstadt ja nicht immer so genau. Folgendes ist mir aufgefallen:

    • die Fassade wirkt z.B. aus Höhe St. Alban luftig und leicht und nichts deutet daraufhin, dass dort ein erdrückender Klotz entstehen wird.
    • viele Menschen bleiben vor den Ausgrabungen stehen, lesen die Informationstafeln. Das Interesse an der Geschichte Kölns, an der römischen Vergangenheit ist ungebrochen und wird derzeit an keinem Ort Kölns angemessen und zusammenhängend und an Originalorten erzählt.
    • die Altstadt hat Plätze und Freiflächen im Überfluss. Gleich gegenüber von St. Alban ist ein große bislang unbebaute Fläche, die zum einen als Parkplatz, als Außengastronomie für ein Cafe und als etwas gestaltete Parkfläche genutzt wird. Hier ist das Potential der Aufwertung gegeben. Unterhalb des Rathauses wartet der Alter Markt, dahinter in der Altstadt mit den während der Altstadtsanierung entstandenen Plätzen und zum Abschluss der doppelt interessante Platz vor St. Martin. Zum einen ist es tatsächlich eine Oase der Ruhe inmitten des Trubels gegeben und zum anderen ist die gesamte Gegend von Herrn Busmann gestaltet und man kann schon einige Elemente (Bäume in Hochbeeten) wiedererkennen. Leider kann man auch erkennen, dass dies keine zeitüberdauernden hochwertigen Gestaltungsmerkmale sind.

    hallo beisammen,
    interessanterweise kocht die Diskussion um das Museum immer wieder hoch.

    Man sollte jedoch nicht den Fehler machen die die Diskussion bestimmenden zwei Ebenen miteinander zu vermischen: die Geldebene und die Gestaltungsebene. auf der Gestaltungsebene ist es normal, dass unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliche Ideen herrschen. gerade in solch prominenter Lage finden sich nicht nur zwei Ideen der möglichen Gestaltung.
    Bei den Kosten hingegen, die immer wieder genannt werden, ist das Projekt durch die Ausgrabungen soweit gediehen, dass ein Abbruch möglicherweise sogar mehr kosten würde als der Weiterbau. Dazu kommen die bereits oben geposteten Kosten (Rückzug LVR, Entschädigung Architekten, städtebauliche Mittel des Landes NRW, neuer Architektenwettbewerb).

    Ich persönlich hoffe, dass bald mit dem Bau begonnen wird und die Diskussion endlich beendet wird.

    hallo beisammen,
    die sogenannten entstehenden Plätze mit den wirklcih schönen Namen Elogiusplatz und Augustinerplatz, werden noch gestaltet. Die KVB sollte lediglich die Fläche wiederherstellen. Die Ausführungen werden dem Stadtrat Anfang nächsten Jahres zur Abstimmung gegeben. Ich denke allerdings man sollte da nicht zu viel erwarten. Trotz der netten Namen werden hier keine Plätze entstehen, es sind einfach Reste, die man weder von der STraße noch mit der STraßenbahn überbauen konnte. Aufenthaltsqualität entsteht an einer vierspurigen Straße und einer vielbefahrenene Straßenbahnstrecke sowieso nicht. Da kann man noch so sehr auf Qualität etc setzen, auch Brunnen und Skultpuren werden nicht helfen. Ich finde es geradezu erschreckend wenn man von dem Hotel über die STraße zu St. Maria im Kapitol schaut, wie groß, wie leer der Raum ist, wieviel Platz man nur dem Verkehr zur Verfügung stellt. Nebenbei ist genau das auch eines der größten Probleme des Kurt-Hackenberg-Platzes: er ist eigentlich nur eine REstverkehrsfläche, er liegt im HInterhof des Römisch germanischen Museums, die philharmonie ist nicht repräsentativ sichtbar, das hotel ist auch nicht so das architektonische Highlight ... warum sollte man sich dort niederlassen und was sollte man dort anschauen ... es fehlt jegliche idee für diesen ort.

    hallo beisammen,
    leider ist der Stadtanzeiger bei diesem Thema (wie schon oft genug oben beschrieben) keine neutrale Quelle, vielmehr betreibt er hier Kampagnenjournalismus. die herausgehobenen billigeren Kosten sind nicht so klar. Der Architekt Busmann spricht davon nach groben Schätzungen mit der Hälfte des veranschlagten Geldes auszukommen (ca. 30 Millionen). Es ist allerdings davon auszugehen, dass der LVR, der die Betriebskosten übernehmen möchte, von dem geplanten Gebäude und der Fläche ausgeht und die geschlossenen Verträge sodann ungültig sind, d.h. ca 5 Millionen pro Jahr muss dann die Stadt Köln aufbringen. Zudem beziehen sich auch die städtebaulichen MIttel aus dem Regionale Projekt auf die Bebauung der Fläche. Hier schlagen dann nochmal 15 Millionen zu Buche. In der Folge hieße das, die Stadt verzichtet darauf eine Kriegslücke zu schließen, leistet sich eine Fläche in der historischen Altstadt direkt vor dem Rathaus, welche keinen Bezug auf das Rathaus und die umherliegende Fläche nimmt und zahlt dafür auch noch den gleichen Betrag, für den sie ein angemessenes Ausstellungsgebäude erhalten hätte. Das riecht für mich nach Schildbürgerstreich. Also ich hoffe, dass endlich Ruhe in diese Diskussion kommt und endlcih gebaut wird. Damit sich der Stadtanzeiger auch mal wieder Wichtigerem widmen kann.

    hallo beisammen,
    mir ist nicht ganz klar wie in diesem umfeld: langweilige rückansicht des verwaltungsbaus des rgm, mauer, eher unattraktives gebäude des hotels marriott, der etwas entfernt liegende unprätentiöse eingang der philharmonie und einer meiner ansicht nach deutlich breiteren straße als in der visualisierung sichtbar einen schönen platz formen kann. wer sollte sich dort warum hinsetzen, wie kann dort aufenthaltsqualität geschaffen werden? mir ist das nicht klar. ich finde es sind immer wieder diese künstlichen plätze in köln wie elogiusplatz, augustinerplatz, rathausplatz etc. , die es nicht gelingt mit leben zu füllen. letzendlich sind es alles bombenlücken oder reste der straßendurchbrüche.

    hallo beisammen,
    ich finde besonders spannend, dass der ksta in direkter folge die zwei megathemen pendlerfrust / stau und nachlässigkeit der stadtgestaltung auspackt ohne jedoch einen inhaltlichen zusammenhang herzustellen. die plätze barbarossaplatz, heumarkt, neumarkt, ebertplatz leiden doch nicht nur an der fehlenden schönheit, sondern der sie umtosende oder dominierende autoverkehr verhindert doch jegliche aufenthaltsqualität, die für plätze entscheidend ist. das von bauwens-adenauer genannte beispiel des heumarkts finde ich bezeichnend: er schlägt vor das reiterdenkmal in die mitte zu versetzen. das klingt einfach und ist möglicherweise etwas hilfreich der ödnis etwas entgegenzusetzen, das problem der südlichen hälfte als absolute verkehrsfläche bleibt dennoch bestehen und dem wird nichts entgegengesetzt. der heumarkt bleibt ohne seinen südlichen abschluss. der ebertplatz wird auch durch die anhebung auf straßenniveau nicht automatisch lebenswerter solange vierspurige autospuren dort herum führen. der offenbachplatz wird auch mit dem neuen ensemble von der dort siebenspurigen ns-fahrt dominiert bleiben. in meinen augen ist die stadt besonders dort besonders dreckig wo der autoverkehr dominiert: bäche, barbarossaplatz, neumarkt, ... da dort keine aufenthaltsqualität hergestellt werden kann. schön fand ich, dass herr bauwens adenauer mehr platz für fußgänger forderte. leider erklärte er nicht direkt, dass er bereit ist diesen platz dem autoverkehr zu nehmen. gewöhnlich geht stets ein aufschrei durch die parteienlandschaft und presselandschaft, wenn ins gespräch gebracht wird eine straße von 8spuren auf 7 spuren zurückzubauen (ns-fahrt bzw. ottoplatz), weil dann ja der böse stau droht. leider kann man nicht alles haben, man muss sich zwischen einer hässlichen stadt mit stau und einer lebenswerten stadt auch mit stau entscheiden ....

    Hallo beisammen,
    ich lese hier immer wieder, dass viele bzw. gar alle Neubauprojekte Murks sind. Immer wieder wird über Fassaden / bodentiefe Fenster / Enge / Lage etc geschimpft. Welche Qualitätsstandards werden von Euch an Stadthäusern erwartet? Wie sollen denn Lücken angemessen geschlossen werden?
    Wer kann seine Meinung dazu beschreiben und v.a. vielleicht sogar ein paar gelungene Beispiele hier oder anderswo aufzeigen.

    Die Rundschau berichtet nun auch
    http://www.rundschau-online.de/koeln/freie-wa…6,24235768.html

    INiitiert soll das Bürgerbegehren von den Freien Wählern Köln werden, unterstützt von dem Hotelier Peters. Sie wollen 30.000 Euro sammeln.
    Die ebenfalls eher bebauungskritische Fraktion Deine Freunde möchte sich nicht beteiligen, da sie es für zu spät hält. Die Beschlüsse seien gefasst.

    Interessant in dem Zusammenhang ist, dass die Online-Petition, die mit großem Aufwand auch von dem täglichen Blättchen KÖln beworben wurde, nur 2500 Stimmen sammeln konnte.

    hallo beisammen
    die kölner grünen haben auf ihrer seite deutlich begründet, warum man bauen sollte: fast 10 millionen seien schon verbaut, die städtebauförderung von 14 millionen sei futsch, einfach zuschütten koste auch mehrere millionen, das projekt werde seit jahren geplant und die gegner und die befürworter seien immer die gleichen geblieben, nur wolle keine seite aufgeben.

    http://www.gruenekoeln.de/ratsfraktion/a…rer-kritik.html

    der stadtanzeiger veröffentlich heute in der printausgabe mit eine sammlung an leserbriefen mit einem votum von 4 : 1 gegen den bau.

    es bleibt interessant.

    Hallo beisammen,
    die zwei Tage sind herum und in der Welt passiert scheinbar nichts wichtiges also kann der Stadtanzeiger wieder einen ausgedehnten Leitartikel über die archäologische Zone schreiben. Der Entwurf von Herrn Busmann wird gelobt, auf eine Bürgerbefragung von 2008 bzgl. der Bebauung des Rathausplatzes (lieber Rathausfreifläche) wird verwiesen, ein mangelndes Konzept den Befürwortern vorgeworfen und die HOffnung geäußert die Befürworter würden endlich der Kölner Bürgerschaft ihre Ideen darstellen und es überzeugen ... Am Ende wird ein Moderator gefordert, der ein Bürgerbegehren / Bürgerbefragung moderiert.

    http://www.ksta.de/debatte/juedis…2,21630942.html

    Interessant finde ich noch, dass als ein Grund warum "die Bürger" gegen die Bebauung der Rathausfläche seien, angegeben wird, dass die Stadt ihre Plätze nicht gestalten könne und veröden lasse (Chlodwigplatz, Ebertplatz, Barbarossaplatz, Neumarkt). Ich bin sehr gespannt was passieren würde, wenn jemand um z.B. den Ebertplatz zu verschönern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, die Hälfte der ihn umlaufenden Fahrspuren wegnehmen würde ....
    Einen schönen Abend noch

    Hallo beisammen,

    zwei kleine Anmerkungen (wenngleich keine Neuigkeiten zum Thema BuGa 2025, wo der Entscheidungsprozess wohl noch nicht abgeschlossen ist)

    zum einen fand 1971 eine zweite BuGa in Köln im Rheinpark und in der Riehler Aue statt
    und zum anderen möchte ich der Einschätzung der Rheinpark sei eine Ruine und gammelig entschieden widersprechen. Er ist auch heute noch ein sehr schönes Gelände, welches viel von unterschiedlichsten Menschen genutzt wird und in vielen Teilen eine positive 50er Jahre Aura verströmt. Noch 2007 wurde er zum schönsten Park Deutschlands gewählt, eine Entscheidung die man durchaus vertreten kann.

    Einen schönen Abend allen