Zum Wohnheim: typische Studentenschließfächer, wie ich sie aus Frankreich kenne, für die Miete bekommt man doch problemlos ein Zimmer im sanierten Altbau irgendwo, wo was los ist, und in der Liebigstraße ist man per Fahrrad trotzdem in 15 min. In Paris mag man sowas vermietet bekommen, aber hier geht's völlig am Bedarf vorbei. Die Architektur wirkt seit 30 Jahren überholt. Das Laubengangprinzip hat schon seinen Sinn, so lassen sich die Miniaparments billig über nur ein Treppenhaus erschließen und eine solide Außenwand spart man sich auch gleich.
Beiträge von Lipsius
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Ich seh's ähnlich wie der dj, so richtig überschlagen haben die sich mit den Entwürfen nicht. Daab bringt noch am ehesten eine interessante Raumwirkung zustande, die an dieser Stelle auch gut funktionieren würde, dafür sind die unruhigen Fenster in der Grimmaischen und der unakzentuierte Passagenzugang daneben. Pfau passt sich am besten ein, wirkt aber auch recht bieder. Der Karo-Entwurf ist unstimmig, finde ich, was bringt es, eine nachgeahmte Gründerzeitfassade mit einem ganz anderen Raster zu perforieren? - reine Spielerei.
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Ich denke, das Gebäude ist älter, eher um 1855 erbaut, es ist auf sehr alten Stadtplänen aus den 1860ern (in der Art der Vogelschau, heute würde man sagen: 3D) klar zu identifizieren. Leider finde ich den Link nicht mehr (schwirrt aber irgendwo im Web herum).
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Das wurde auch hier im Forum schon oft diskutiert. Ich denke, es hängt vor allem damit zusammen, dass Leipzig ein ausgesprochener Angebotsmarkt ist. Schlechte Sanierungen finden schlicht keine Mieter/Käufer.
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Die Lessingstraße 4, das letzte unsanierte Gebäude der Straße, ein imposanter Doppelgiebelbau wohl aus der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg, ist jetzt auch unter einem Gerüst verschwunden. Das ebenfalls letzte unsanierte Haus in der westlichen Niederkirchnerstraße (kurz vorm hier bereits offenen Pleißemühlgraben) ist bereits fortgeschritten saniert, der Putz wurde in einfachen Formen geprägt, die Fensterbedachungen sind erhalten geblieben, ob es noch etwas mehr Fassadenschmuck werden soll, wird man sehen. Ganz hervorragende Fassadensanierungen sind an der Scheffelstraße 36 und dem einem floralen Jugendstil verhafteten Nachbarn gelungen. Bekanntlich waren beide eine Zeitlang in Gefahr, abgerissen zu werden, was glücklicherweise verhindert werden konnte. Jemand mit Kamera demnächst mal in Connewitz unterwegs? Schließlich ist auch unter der semitransparenten Plane der Karl-Liebknecht-Straße 107 schon der wiederhergestellte gründerzeitlich Bauschmuck zu erkennen. Die Hüllen dürften demnächst fallen, dann gibt es wieder was zum Staunen.
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Bemerkenswert, die Jury hat tatsächlich die mit Abstand besten Entwürfe prämiert. Das lässt hoffen. Entwurf 101 ist extrem langweilig. Dagegen macht der Entwurf 102 ein bißchen Angst, das ist wie eine schlechte Persiflage auf die Kubatur des Stadthauses. Ähnliches gilt für 103 mit seinen Monstergauben und 105. Entwurf 104 fußt auf einem simplen, aber vor Ort wohl wenig wirkungsvollen Gedanken (das Dreiecksraster im Obergeschoss setzt die Gauben des Stadthauses fort, was dann zweimal horizontal nach unten gespiegelt wird). 106 ist eher ordinär, 107 nach oben zu blockhaft, sonst nicht schlecht. Der Flatiron-Variante, die wirklich sehr dreißiger-mäßig daherkommt, würde ich die wenig überzeugende Gestaltung des hinteren Gebäudeteils (Verbindungsstück vom Turm zum Stadthaus) vorwerfen. Ich glaube auch, dass sich auf dem eigentlich kleinen Grundstück die großartige Wirkung der Visualisierung nicht in gleicher Weise herstellen lässt. Die anderen beiden Gewinner sind echt gut. Ach, und danke für die ausführliche Bilddokumentation an unseren Agenten im Rathaus.

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@dj: Das Gegenteil ist der Fall, je schmaler die Lücke, umso mehr "schreit" sie nach einer "Füllung", insbesondere wenn ehemals eingeplante Sichtachsen durch aufgebrochene Hinterhöfe etc. gestört sind. All das trifft hier nicht zu.
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Noch zur Friedrich-Ebert-Straße: Der Lückenschluss ist aus städtebaulicher Sicht nicht notwendig, da dort keine Lücke empfunden wird. Ein direkter Anschluss an das niedrigere Eckgebäude ist ahistorisch. An den fünfgeschossigen Bau links hätte man getrost anbauen können, aber doch nicht so! So wie die Visualisierung aussieht, überspringt der Neubau mindestens drei Parzellen, dazu die schon monierte Aufstockung per Staffelgeschoss. Das geht völlig daneben. Von der unzulänglichen Architektursprache ganz zu schweigen! Ein vergleichbar vermurkster "Lückenschluss" ist in der hinteren Wiener Straße in Kreuzberg zu bewundern. Ich prophezeie, dass der Bau, wenn er so kommt, den ganzen Straßenzug versauen wird.
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Danke für den bebilderte Report. Die Karl-Liebknecht-Str. 62 (Alteingesessenen als "Café Maître" bekannt) wurde im Zustand der 20er oder 30er Jahre wiederhergestellt. Man sieht, dass bei den damals ja teilweise vehement propagierten Entstuckungsaktionen immerhin Ansätze einer befriedigenden gestalterischen Gesamtlösung gesucht wurden. Als Kontrapunkt zu den sonst weitgehend im Erbauungsstil (sprich Historismus) erhaltenen Schaufassaden ringsumher eine gute Lösung, vergleichbar mit dem grünen Eckhaus in der Karl-Heine-Straße (Nr. 54).
Ein paar News aus dem Westen ohne Bilder:
In der Weißenfelser Straße sind die beiden Gebäude, die den Doppelabriss (davon wurde hier berichtet) flankieren, eingerüstet. Mindestens eins davon ist ein Selbstnutzer-Projekt. Die desolaten sog. Stadthäuser gegenüber hat User Leipziger in einem anderen Thread gezeigt. In der Gutsmuthsstraße gibt es ein neues Gerüst am zweiten oder dritten Bau nördlich der Aurelienstraße, linke Straßenseite. In der Endersstraße ist das Haus auf dem ungewöhnlichen Grundriss (direkt am grünen Gleis; gegenüber der Katholisch-apostolischen Kirche) in Sanierung. Ein neues Gerüst steht auch in der Lauchstädter Straße an der Kreuzung zur Zschocherschen. Besonders gefreut habe ich mich, dass das Haus auf dem angedeuteten Tortenstückgrundriss in der Industriestraße beim Kreisel Erich-Zeigner-Allee (von dort am besten zu sehen) von der GRK erworben wurde. Das nördliche Anschlussgebäude ist leider verloren gegangen, deshalb sieht man gerade vom Kreisverkehr aus vor allem auf die große Brandwand. -
(Äußere) Südvorstadt
Die Südvorstadt ist das klassische Leipziger Studenten- und Szeneviertel und hat diesen Ruf schon seit den 90ern inne. Die Haupterschließungsstraße ist die Karl-Liebknecht-Straße (selbiger wurde 1871 in einer Nebenstraße geboren, zuvor hieß sie Südstraße). Die Karli, wie sie gemeinhin genannt wird, ist die (bisher) einzige Magistrale in Leipzig, die den klassisch-urbanen Boulevardcharakter mit einer dichten Folge verschiedenster Geschäfte, Restaurants, Kneipen, Bars und Kinos erhalten bzw. wiedergewonnen hat und zu fast jeder Tag- und Nachtzeit gut frequentiert ist. Im südlichen Abschnitt der 2,5 km langen Straße liegt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Parallel verläuft die mit prächtigen gutbürgerlichen Stadthäusern gesäumte August-Bebel-Straße (vormals Kaiser-Wilhelm-Straße). Die Südvorstadt wurde in den Gründerzeitjahren um 1870 erschlossen, die Bebauung des schachbrettartigen Straßenrasters dauerte zum Teil bis in die 20er Jahre an. Heute hat sie mit mehr als 22.000 Einwohnern die größte Bevölkerung von allen Ortsteilen und war seit der Wende als Wohnort beliebt, so dass die meisten Gründerzeitgebäude schon länger saniert sind.
Stadtbildprägendes Eckhaus Artur-Hoffmann-Straße/Körnerstraße.


Bilder: DaseBLNKarl-Liebknecht-Straße 125 (2. v.l.), nach einem Entwurf von Arthur Diessner, Baujahr 1889. Das "Hotel Seeblick" ist weder ein Hotel noch sieht man, ihr ahnt es, weit und breit einen See.


Bilder: LeipzigerKurt-Eisner-Straße 37.


Bilder: Phoenix/CowboyTieckstraße 1, um 1920.


Bilder: LeipzigerAlfred-Kästner-Straße 72, um 1890.


Bilder: Leipziger/ich -
Danke für die Bilder! In der Friedrich-Ebert-Straße sind zur Zeit nicht weniger als vier Sanierungen im Gange, wenn man die oben gezeigte Nr. 86 mitzählt (das Erdgeschoss wird ja hoffentlich noch gemacht!), daneben Nr. 68 und 70 sowie die Nr. 67 etwas schräg gegenüber, wo seit einigen Wochen auch Gerüste stehen. Hier das von Dave gezeigte Gebäude vor der Sanierung, ein klassisch heruntergekommener Bau, wie man sieht, sind sogar einige Fassadendetails ergänzt worden:

Es fehlen eigentlich nur noch Nr. 73 und Nr. 90; umso bedauerlicher und bedenklicher, dass noch vor fünf Jahren das einmalig ekletizistische Haus (Nr. 81a/b) ohne Not abgerissen wurde. Das wäre inzwischen bestimmt auch saniert.
Zur Merseburger Straße 34 noch mal ein Bild von Anfang 2009 (ganz rechts):

Die lachsfarbene Grundierung gefällt mir und hebt sich mal angenehm ab vom Pastell-Einerlei. Weiß gar nicht, was du hast, die Fenster passen doch hervorragend. Ich hoffe, die Rustikagliederung kommt wieder ans Erdgeschoss.
Ach, und schön, dass die LICON auch mal wieder tätig wird.
Bilder von mir.
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Ja, an die Podiumsdiskussion kann ich mich auch noch lebhaft erinnern! Faber ist - wie man es von Anfang an ahnte - eine peinliche Fehlbesetzung, weit entfernt vom Format seines Vorgängers. Dieses Geschwafel von einem Neubau auf der AGRA, das hat doch bisher noch keiner nachvollziehen können, oder?
Übrigens, eine exemplarische Schildbürgerei in dieser Causa ist, dass gerade eben mit Mitteln des Konjunkturpakets eine neue Präparationswerkstatt für das Naturkundemuseum für 40.000 Euro übergeben wurde, im Oktober wird allerdings der Präparator entlassen, kurz darauf macht dann das Museum zu. Super, wie nachhaltig hier mit öffentlichen Geldern umgegangen wird, nicht? -
Die Hoffnung auf eine erstklassige "Nachsanierung" ist in Einzelfällen nicht mal unberechtigt, das hat es vereinzelt in den letzten Jahren tatsächlich gegeben. Am ehesten wird es wohl dazu kommen, wenn sich die Renditeaussichten in bestimmten Vierteln im Zuge der genannten Gentrifizierung erhöhen, Gentrifizierung hat aber auch seine Grenzen, zumal in einer an Kaufkraft schwachen Stadt wie Leipzig.
Zu dem Beitrag von mir weiter oben bezüglich der Sternwartenstraße gibt es evtl. neuen Brennstoff für die Gerüchteküche: die Gusinde Immobilien Unternehmensgruppe bot auf ihrer Website neben diesen beiden Gebäuden die Kohlgartenstraße 20 feil (mit den markanten Terrakottareliefs im Mezzaningeschoss - Bilder irgendwo weiter vorn), Fertigstellung eigentlich zu Januar dieses Jahres geplant, jetzt sind nach langem Verhalt wieder diverse Gewerke vorgefahren, das Dach wird ab- und hoffentlich demnächst auch wieder eingedeckt, nach meinem Eindruck geht es hier wieder richtig los. Insofern könnte die Aussage zu einer baldigen Fortsetzung der Sanierungstätigkeiten auch in der Sternwartenstraße nicht ganz ohne Substanz sein...
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Worten folgen Taten, das von Jung und Faber wenig geschätzte Naturkundemuseum wird also "temporär" - auf deutsch: für immer - geschlossen, im Artikel klingt auch an, wie sich Faber den Umgang mit den bedeutsamen Sammlungen vorstellt, offenbar sollen sie anderen Museen überlassen werden, zumindest deute ich die verschämte Ankündigung so. Wenn man sich vor Augen hält, dass das NKM gerade mal 2% der Zuschüsse erhält im Vergleich mit der Oper, dann lässt einen das doch sehr an den Prioritäten der Kulturpolitik zweifeln. Nicht dass ich was gegen Oper hätte, im Gegenteil, aber eine Bildungseinrichtung, die gerade Kindern die heimische Natur nahebringen möchte, zu schließen, während die Hochkultur Bestandsschutz genießt, das ist doch empörend.
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Sehe ich ganz ähnlich. Für mich ist es auch überraschend, dass so ein Projekt im Waldstraßenviertel genehmigungsfähig sein sollte, immerhin ein Flächendenkmal, hier gibt es mit Sicherheit Gestaltungsvorgaben, die genau zu den genannten Punkten: Traufhöhe, vertikale Fensterformate, Materialität usw. Vorgaben treffen. Das schließe ich daraus, dass die Handvoll Nachwendebauten im Viertel mehr oder weniger solchen Ansprüchen genügen, wenn sie auch im Einzelfall nicht immer besonders gelungen sind. Der Grandezza der Bestandsbebauung kommt ohnehin nichts Zeitgenössisches auch nur nahe.
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Der blanke Zorn befällt mich mal wieder beim Lesen des Leipziger Zentralorgans: dort wird im Lokalteil heute ausgiebig über die Ruine der Sternwartenstraße 40 lamentiert. Hintergrund: diese, übrigens Baujahr 1873, - wie das Nachbargebäude (Nr. 38, erbaut 1862) - zuvor im Besitz der LWB jahrelang vergammelt, wurden vor 2 oder 3 Jahren verkauft an eine gewisse Gusinde Immobilien Unternehmensgruppe, die denkmalsgerechte Sanierung mit städtischen Zuschüssen begonnen, dann abgebrochen, die Unternehmensgruppe offenbar inzwischen pleite gegangen, und mittlerweile sind bei genanntem Gebäude, das sich laut Artikel in deutlich schlechterem Zustand präsentierte, als zunächst angenommen, etliche Zwischendecken eingebrochen; das andere rechts daneben hat zumindest eine intakte Gebäudehülle. Nun haben die Anwohner eine Petition eingereicht, immerhin 50 haben unterschrieben, dass die Ruine bitte langsam abgerissen werden möge, der Anblick wäre ja nicht mehr zu ertragen, einer der honorigen Rentner ist sich auch nicht zu schade, sich großformatig und in Farbe in der LVZ ablichten zu lassen und seinem Anliegen nochmal in deutlichen Worten Nachdruck zu verleihen. Nun muss man wissen, dass selbige Anwohner, ich gehe davon aus, dass diese überwiegend im selben zarten Alter sind wie der abgebildete Herr, gegenüber in einem WBS70-Standard-Plattenbau residieren, für den seinerzeit die andere Straßenseite plattgemacht wurde. Ob in Unkenntnis der Tatsache, dass die Stadt mitnichten das Eigentum von Privatpersonen einfach abreißen kann, jedenfalls ist den Herrschaften der Blick auf die verkrautete und vermüllte Brache, die sich dann da mit Sicherheit für die nächsten 20 Jahre halten würde, offenbar lieber. Verstehe einer diese Ignoranz! Viel schlimmer als die kleinliche Borniertheit dieser Mitbürger ist besagtes Blatt, dass sich in anbiedernder Weise wieder mal nicht zu schade ist, ins selbe Horn zu stoßen. Es wird wirklich Zeit für eine Alternative in der Leipziger Presselandschaft. Später im Artikel erfährt man, dass die Stadt zwar bereits Verständnis für die gepeinigten Nachbarn signalisiert habe (auweia!), allerdings der Eigentümer nicht nur nicht an Abriss denke, sondern sogar bald die Sanierung wiederaufgenommen und bis Mitte 2011 abgeschlossen haben möchte. Man darf also gespannt bleiben.
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Ich denke, es ist wenig plausibel, die "Höfe" nach Geschäftsschluss abzusperren, während 20 andere Passagen weiter geöffnet sind und Passanten dort die Schaufensterauslagen betrachten, bewundern oder bestaunen und ihre neuen Investitionen planen dürfen, - das dürfte auch den Mietern nicht einleuchten. Ich würde mir da keine großen Sorgen machen. Ein Sicherheitsproblem gab es nach meinem Empfinden mit nachts offenen Durchgängen (zum Glück) bisher nicht.
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Danke erstmal für die beeindruckende Bilderschau, RMA!
paderwan: Für mein Empfinden gibt es schon eine lokale Variante des Historismus und mehr noch des Jugendstils in Leipzig, die allerdings der in Dresden wie auch in Chemnitz und Halle sehr nahe kommt. In Berlin wurde wohl schon aus baurechtlichen Gründen anders gebaut, z.B. schließt dort das Erdgeschoss praktisch immer auf Straßenniveau ab, was zu dem wenig beliebten Wohnraum führt, wo man von der Straße ins Wohnzimmer schauen kann. In Leipzig sind auch bei einfachen Arbeiterwohnhäusern Keller- und Erdgeschoss auf Souterrain- bzw. Hochparterreniveau angehoben, was eigentlich viel mondäner wirkt. Zum zweiten staffeln sich in Berlin oft zwei, drei, manchmal vier Höfe mit etlichen Seitenflügeln, Hinter- und (sogenannten) Gartenhäusern in die Tiefe, in Leipzig gibt es eher ausnahmeweise mal ein Hintergebäude. Zum dritten ist in Berlin höchstens eins von 10 Häusern der Epoche halbwegs denkmalgerecht saniert, in Leipzig bestimmt 2/3 bis 3/4, auch das Entstuckungsunwesen hat dort viel nachhaltiger gewirkt. Original erhaltene Gebäude fallen in Berlin richtiggehend auf.
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Heimlich, still und leise wird der große Saal bereits restauriert:

Foto: Peter Franke/Stadt LeipzigHier ist übrigens die Auftaktveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 12. September, von 10 bis 16 Uhr ist geöffnet und halbstündlich gibt es eine Führung.
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Zum Projekt in der Hinrichsenstraße fällt mir nur eins ein - grausam! An der Fassade sieht man zumindest nichts von einem angeblichen Schwerpunkt Design - das wirkt vorgestrig (70er Jahre), belanglos und völlig fremd in diesem Kontext. Von dem 2008 fertiggestellten, sehr gelungenen Stadthaus in der Fregestraße meilenweit entfernt. Anscheinend ist der linke gründerzeitliche Gebäudestumpf nicht mit im Baufeld inbegriffen und wird hoffentlich auch irgendwann mal wieder aufgestockt wie unlängst die Shakespearestr. 4a.