Herzlich willkommen, francomatto 
Vielen Dank 
In der Sache habe ich eine ganz andere Meinung:
Der Barkow Leibinger-Entwurf ist weder bieder noch statisch, sondern elegant, kurvenreich, relativ schlank und auch noch recht hoch im Gegensatz zu den anderen Entwürfen (außer Behnisch, der noch höher ist) - so gar kein banaler Glasbau, wenn man sich die Visualisierungen mal zu Gemüte führte.
Elegant, schlank und hoch - okay. Kurvenreich? Von oben, jawohl, aber wenn man davor steht bzw. aus der Ferne wird man immer einen rechteckigen Kasten sehen. Mir persönlich ist sowas zu ininspiriert. MBM (letztendlich auch nur ein Schneckenhaus) und das Stadion und die Weinbergkulisse liefern ja eigentlich in diesem Umfeld ein paar schöne Orientierungspunkte für einen etwas variantenreicheren Ansatz, andererseits gibt es vielleicht letztendlich auch gerade durch diese Differenz ein spannungsvolles Bild - die Visualisierungen lassen ja nicht gerade eine ganzheitliche Bewertung zu.
Banaler Glasbau? Genau das ist es meiner Meinung nach. Nicht auffallendes, nichts neues, etwas das tausendmal auf der Welt existiert (z.B. in ein paar Kilometer Entfernung an der Heilbronner Straße, dort aber in einem für einen solchen Bau adäquaten Umfeld). Nichts, wo das Auge hängenbleibt, keine Reibungspunkte, keine Farbkleckse, eine monotone Fassade. In Manhattan oder Shenzen wäre das ein schöner Bau, an einen Solitär im Neckartal und an das HQ einer Firma wie Daimler habe ich allerdings einen etwas höheren Anspruch.
Aber ich bin ja auch nicht der Daimler
und nicht der Hahn... 
Was zu Stuttgart passt - keine Ahnung. Jedenfalls passte eine Riesenweinbergschnecke wohl hervor ragend zu den umliegenden Weinhängen - das kann´s aber m.E. nicht sein. Die Dänen von 3XN haben offenbar überhaupt kein Gefühl für PR und CI. Der Entwurf taugt vielleicht für das HQ der Bosch-Hausgeräte GmbH, Abteilung Waschmaschinen oder Langnese.
Für eine Schnecke finde ich den Entwurf von 3XN eigentlich recht dynamisch... Dass Daimler den Entwurf von Barkow/Leibinger bevorzugt isch scho klar. M.E. ist das aber ein Rückschritt gegenüber der Richtung, die mit dem MBM eingeschlagen worden ist.
Die Ehre, das Waschmaschinenhauptquartier von Bosch zu entwerfen, müsste konsequenterweise an Schultes und Frank gehen 