Beiträge von Raffael

    Weiß jemand, welche Kapelle auf dem ersten Bild von Schmittchens letztem Beitrag zu sehen ist?

    Dass sich die beiden neuen Gebäude mit ihren Flachdächern mal wieder nicht gerade in die doch recht nette Umgebung einfügen, finde ich wie immer sehr bedauerlich. Man hätte wenigstens ein richtiges Dach optisch andeuten können. Aber das wäre in der heutigen Zeit ja schon zuviel verlangt.

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    ^Welche Geschoßhöhe hättens denn gern? Die vom linken oder die vom rechten Nachbarn?

    Es ist wohl ein Unterschied, ob sich die Geschosshöhen marginal um ein paar Zentimeter unterscheiden, was für willkommene Abwechslung sorgen kann, oder ob auf eigentlich drei Geschosse vier Geschosse hingequetscht werden. Dies sorgt in der Regel für Missästhetik.

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    Und sollte nicht ein Gebäude auch die Ansprüche der Nutzer erfüllen? Ist es Sinn und Zweck eines Gebäudes einfach den Betrachter zu erfreuen?
    Gibt es da nicht noch weitere Kriterien?

    Richtig, es gibt noch weitere Kriterien. Aber eben auch jenes, den Betrachter nicht zu beleidigen. Die eigene Freiheit endet immer dort, wo sie die Freiheiten anderer einschränkt. Deswegen gibt es zuweilen auch Gestaltungssatzungen, welche die Ansprüche der Nutzer zum Wohle der Allgemeinheit einschränken können. Solche Gestaltungssatzungen wünschte ich mir auch für die Gründerzeitviertel in Nord-, Westend und Sachsenhausen.

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    Was spricht gegen Dachterassennutzung in einem gewachsenen Wohngebiet? Die Ansprüche der Bewohner ändern sich. Und wenn Dachterasse, warum diese verkleiden und verbergen hinter Schrägdachblenden?

    Vielleicht weil es das Auge des Betrachters erfreuen würde? Und ja, es gibt tatsächlich wunderbare und hübsch anzusehende Dachterassen und Belvederchen auch auf Gründerzeitbauten. Warum sich nicht mal dort inspirieren lassen? Es muss nicht immer neuteutonische Betonbaukunst sein.

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    Und dass jemand wegen der "Ramschläden" auf der Zeil alternativ nach München zum Einkaufen fährt, habe ich auch noch nicht gehört. :rcain:

    Seltsames Argument gegen Wikos Aussage, München biete mehr Qualität. Aber bitte, ich fahre durchaus öfters zum Einkaufen nach München (natürlich nicht nur deswegen). Und nachdem ich vorletztes Wochenende in München war und letztes auf der Zeil, muss ich (dessen Herz eigentlich für Frankfurt schlägt) leider sagen, dass mir der Unterschied noch nie so "krass" vorkam wie dieses Mal. Und nein, es liegt nicht nur an den "Ramschläden", da hast du schon recht. Es liegt auch nicht nur an der größtenteils stilvolleren Architektur, auf die man beim Wiederaufbau in München wert gelegt hat. Münchens Innenstadt wirkt trotz 70er-Jahre Fußgängerzone einfach sehr gepflegt, die Zeil hingegen wirkt schmutzig und versifft (und das trotz des teilweise schon vorhandenen neuen Bodenbelags). München hat für mich italienisches Flair, auf der Zeil hingegen fühle ich mich manchmal eher wie auf einem türkischen Bazar (was manche ja auch ganz toll finden mögen, ich aber eher nicht). Und somit kann ich Wikos Wunsch nach mehr Niveau und Klasse statt Masse sicher zustimmen.

    Wenn mir als architektonischem Laien die Bemerkung gestattet sei, ist das Bienenkorbhaus für mich schlicht und einfach eine typische Nachkriegsbausünde. Als eines der wichtigsten(?) Frankfurter Bauten aus den 50ern bietet es ein trauriges Bild.

    Ebenso das Umfeld, welches mit Kurt-Schumacher-Straße und der südlich von Bienenkorbhaus und Konstabler Wache anschließenden billigsten "Vorstadt"-Bebauung eine einzige städtbauliche Katastrophe ist. Wenn man bedenkt, dass hier nach dem Krieg noch etliches stand (auch auf dem jetzigen Platz, der ja vorher nicht existierte), ist die fast völlige Neuordnung von Straßenbeziehungen mit billigster Neubebauung umso schmerzlicher. Wer statt Urbanität Hinterhofatmosphäre bevorzugt, kann hier glücklich werden.

    Zum Umbau des Bienenkorbhauses: Viel wurde ja leider nicht umgebaut. Das Entree und der Anbau sind gemäß des gegenwärtigen Zeitgeschmacks gut gelungen und auf jeden Fall eine große optische Verbesserung zum Vorzustand. Die Fassade des Restgebäudes ist allerdings wie hier schon angesprochen eine einzige Enttäuschung. Die "aufgefrischte Natursteinfassade" sieht für mich eher aus wie hässlicher Sichtbeton und wirkt einfach nur billig. Die Fenster erinnern mich an Schulgebäude und Ärztehäuser der 70er. Eine Fassadenumgestaltung wie in den Visualisierungen suggeriert (mit hellem Naturstein und anderen Fenstern) hätte jedenfalls vieles kaschiert und das Gebäude wahrscheinlich ganz ansehnlich gemacht.

    Bei dem "Tisch" geht es ja um die Frage, ob er eine untrennbare Einheit mit dem Restgebäude bildet. Denn nur dann würde ein Abriss des "Tisches" eine Veränderung am Gesamtgebäude bedeuten, was wiederum wegen des Urheberrechts der Zustimmung des Architekten bedürfte. Das Gesamtgebäude selbst (also in diesem Fall die komplette Schirn-Kunsthalle incl. des "Tisches") kann ja auch ohne Zustimmung des Architekten abgerissen werden - egal, ob "Kunst" oder nicht.

    Gilt das Urheberrecht des Architekten eigentlich auch bei privaten Gebäuden? D.h. könnte der Architekt meines (leider nicht vorhandenen;)) Hauses mir einen Umbau verbieten?

    Frage: Bei übergeordnetem Allgemeininteresse gibt es doch die Möglichkeit der Enteignung von eigenem Grund und Boden. Gibt es nicht evtl. auch die Möglichkeit, in einem solchen Fall das Urheberrecht des Architekten aufzuweichen?

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    [...] und dem Neubau von Freßgass 29 (Nordsee, Antiquariat Ewald, das Wirthaus) kann man schon von einer "Freßgass 2.0" sprechen.

    In einem Bericht der FAZ vom 18.12.2008 über den Einbruch mit Brandstiftung im Antiquariat Ewald fiel eine Bemerkung, dass der Investor für den Neubau von Freßgass 29 bereits zurückgetreten sei:

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    Das Aus für Ewalds kleine Idylle kam im Sommer, als bekannt wurde, dass ein Berliner Investor das Haus kaufen und abreißen wollte. Zwar ist der Interessent mittlerweile wieder zurückgetreten, wie Ewald nun erfahren hat. Seine Kündigung aber bleibt wirksam und er selbst hat sich damit abgefunden, dass nun etwas Neues kommen muss.

    Weiß jemand hier genaues?

    Grüngürtel

    Da das Hauptargument gegen die von Radeberger bevorzugte Fläche die Zugehörigkeit zum (anscheinend nicht antastbaren) Grüngürtel ist, wollte ich mal den genauen Verlauf des Grüngürtels recherchieren.

    Nun bin ich ein bisschen verwirrt: Laut dieser und jener Quelle gehört das entsprechende Areal gar nicht zum "offiziellen" Grüngürtel (dunkelgrün schraffierte Fläche im nächsten Bild). Vielleicht könnte man es zum "erweiterten" Grüngürtel dazuzählen (hellgrün schraffiert). Dann würde mir allerdings nicht einleuchten, warum die Fläche direkt gegenüber auf der anderen Seite der A661 erst vor wenigen Jahren mit der neuen Großmarkthalle bebaut werden konnte. Diese Fläche müsste dann nämlich ebenfalls Teil des "erweiterten" Grüngürtels gewesen sein (auf maps.google.de ist sie sogar noch unbebaut). Dann wäre der ("erweiterte") Grüngürtel allerdings nicht mehr unantastbar, womit auch das Hauptargument gegen die Radebergeransiedelung entkräftet wäre. Wer weiß hierzu genaueres?


    (Quelle des Kartenmaterials: openstreetmap.org)