Beiträge von Aleon

    Städtebau

    Man kann es drehen und wenden wie man will, der Städtebau ist mies, der hier angestrebt wird. Zeilenbau. Monoton. Monofunktional. Irgendwo auf der grünen Wiese fällt der kram nicht so sehr auf, aber neben der Kaiserstraße kann so etwas nicht standhalten. Schade. Rund um den Hörder Bach gibt es am Phönix See doch Ansätze eines interessanten Städtebaus. Dort ist regelrecht Stadt gebaut worden. Warum das in der Innenstadt nicht möglich ist bleibt mir ein Rätsel.

    Abriss Altenwohnsitz

    Danke für Euer Engagement! Gibt es schon eine Antwort von dem Verantwortlichen?


    Ich bin leider nicht in Dormtund ansässig und mit einem Neugeborenen zeitlich gerade eingeschränkt. Solltet Ihr in Do aber irgendwie Unterstützung dabei benötigen, diesen Abriss zu verhindern, sagt bitte Bescheid. Meine Heimatstadt liegt mir am Herzen. Sie ist sicher besser als ihr Ruf, hat sich in den letzten Jahren unterwartet positiv entwickelt und selbst das Potential in Bezug auf qualitätvolle öffentliche Räume ist überraschend groß - besonders in der Nordstadt. Wenn man die vorhandene Substanz herausputzen würde, könnte die Stadt erheblich an Lebensqualität gewinnen. Leider fehlt vielen Akteuren in der Stadt der Sinn dafür. Ich persönlich vermute, dass es in diesem Fall um den Betreiber und den Bezirksbürgermeister geht, denen nicht bewusst ist, was sie da anrichten wollen, um ihr Gestaltungsbedürfnis zu befriedigen.

    Aus dem Regen in die Traufe

    Ich habe das Thema nicht verfolgt und es mag daher sein, dass es noch ganz andere, viel gewichtigere Gründe für einen Neubau gibt. Ich vermute aber, dass eine gewisse Unzufriedenheit mit der Gestalt des aktuellen Hauses einer der entscheidenden Gründe ist. Warum man nun das gleiche Haus in grün, oder besser gesagt in neu baut, erschließt sich mir nicht. Spätestens in 50 Jahren wird es dann wieder abgerissen, aus den gelichen Gründen wie heute. Wer wundert sich da noch über Menschen die gerne mittelalterliche Fachwerkhäuser bauen wollen. Beides ist absurd und gehört zur gleichen Medaille.

    Ergebnis des Dom-Römer-Areals

    Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass es mir in meinem Kommentar keineswegs um Rekonstruktionen geht. Persönlich lehne ich diese ab und ich bin der Meinung, dass meine Position sehr gut zu begründen ist. Vielmehr glaube ich, dass in Städtebau und Architektur ein Zugewinn an Qualität stattfinden könnte, der dazu führt, dass heutige Planungen den historischen Situationen mindestestens ebenbürtig sind. Spätestens dann sollte es auch keinerlei Forderungen nach Rekonstruktion mehr geben. Die Idee, dass jede Zeit natürlicherweise die Formen hervorbrignen müsste, die für sie die besten sind, halte ich für richtig. Offensichtlich sind aber in der "Moderne" - und bis heute - Formen entstanden, die eben nicht angemessen waren, weil sie die Bedürfnisse der Gesellschaft eben nicht erfüllt haben. Diese Formen sind dann vermutlich auch nicht in einem "natürlichen Prozess" entstanden, sondern vielmehr vor dem Hintergrund modernistischer Ideologien.


    Das ist kein Plädoyer für den Traditionalismus. Der Modernismus hat großartige (übrigens auch wunderschöne) Werke hervorgebracht und er hat ohne Zweifel seine Berechtigung. Er ist vielen Bauaufgaben ganz sicher angemessen und wer ihn aus persönlichem Geschmack heraus vorzieht, liegt damit nicht falsch. Das die Mehrheit der Fachleute dies aber auch für traditionsorientierte Lösungen anerkennt und sich diesen öffnet, ist die Entwicklung, die m.E. vor dem Hintergrund Frankfurts, Lübecks, Potsdams (bei Dresden habe ich meine Zweifel) stattfinden könnte und vl. sollte.

    Ergebnis des Dom-Römer-Areals

    Da kann man schon ins Grübeln kommen. Wenn es mit der Qualität der fertiggestellten, neuentworfenen Häuser so weitergeht und sich auch z.B. im Lübecker Gründungsviertel ähnlich positive Ergebnisse zeigen, könnten diese Projekte die Architektur in Deutschland maßgeblich verändern. Es ist jedenfalls zu vermuten, dass die zahlreichen Kritiker eines Traditionalismus (hier ganz neutral gemeint) unter den Fachleuten (Architekten, Planer usw.) leiser werden.

    Schade, dass die vier fast fertigen Häuser am Wasser erstens in ihrer Gestaltung schon für sich alleine nicht gerade umwerfend sind und dass sie zweitens gleich zu viert in einiger Eintönigkeit daherkommen.


    Aber wir wollen ja nicht meckern. Man stelle sich nur mal vor der See wäre nicht gebaut worden. Insofern muss man für alles dankbar sein.

    Die Sanierung des Gründerzeitlers in der Breuhausstraße ist für Dortmunder Verhältnisse wirklich erstaunlich. Das ist sicher nicht der Originalzustand, aber trotzdem wunderschön gelungen. Warum sieht man das nicht öfter?!?

    In diesem Thread fällt einem regelmäßig die Kinnlade runter. Einfach nur großartig was in Leipzig gemacht wird. Allein schon handwerklich. Man meint immer Stuckateure müssten längst ausgestorben sein, aber wenn man sieht mit welcher Qualität hier Friese, Gesimse, Giebel usw. wieder hergestellt werden, dann kommt man zu dem Schluss in Leipzig müsse es einen relativ großen Berufsstand geben der so was macht.


    Was allerdings trotz entsprechender Fragen noch nicht geklärt wurde, wäre warum und wie das in Leipzig möglich ist und andernorts nicht. Ist ja immerhin auch ein ungeheurer finanzieller Aufwand. Verlorene Ornamente, Gauben, Türme sind kein Pappenstiel.

    Liebes Forum,


    im Rahmen meiner Magisterarbeit im Fach Kunstgeschichte befasse ich mich zum Teil mit dem Thema des Neohistorismus. Bisher gibt es dazu kaum Literatur, zumindest keine zitierfähige. Sollte euch Literatur dazu bekannt sein wäre ich sehr dankbar für die Hilfe.

    Benevolo hat wohl durchaus recht. Wer am Westenhellweg rein- und wo anders rausgeht, befindet sich ausserhalb des Haupthandelsbereichs. Das muss niemand bestreiten.
    Positiv könnte es ausgehen indem diese Gegenden ein wenig belebt würden. Der neu entstehende Platz Silberstraße Ecke Hövelstraße, wird ja durchaus Qualität haben.
    Negativ wäre ein möglicher Verlust an Passanten auf dem Hellweg, sowohl dem Osten- als auch dem Westenhellweg. Dabei wird von Bedeutung sein, ob die Zahl derjenigen, die zum 'Shoppen' nach Do fahren noch wachsen kann.
    Diese Probleme, wurden allerdings schon etliche Male durchgekaut und werden es auch bei jedem neuen EKZ, das wo auch immer gebaut wird. Daher gilt auch hier: ABWARTEN.

    Barcelona ist auch eines der letzten für Geschäftsreisen interessantes Ziel, das von Do angeflogen wird. Schau dir doch mal die restlichen Ziele an.
    Mit deinem Opa kannst du ja nochmal sprechen falls der Flughafen ausgebaut wird, denn noch hält sich der Verkehr in Grenzen. Ansonsten lässt ja übrigens auch das Hörvermögen mit dem Alter nach. :cool:

    Schon merkwürdig, dass kaum ziele angeflogen werden, die für Geschäftsreisende interessant sind, sondern nur Touristenziele. vor dem Ausbau des Flughafens wurden diese Ziele bzw. größere Drehkreuze sehr wohl angeflogen und dass obwohl der Flughafenbetrieb wesentlich eingeschränkter waren als heute. Woran mag dass wohl liegen???


    Darüber hinaus, frage ich mich ob tatsächlich jemand den Wunsch hat, dass Dortmund eine Art "Großflughafen" des Ruhrgebiets werden soll, denn dann ist es mit der Lebensqualität südlich der B1 und in Unna endgültig vorbei. Vl. sollten die Städte zusammen nach einer Lösung entfernt von großen Wohngebieten suchen. Lösungen wie in München sind doch vorbildliche Beispiele und sollten doch auch vom gesamten Pott zu stemmen sein.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Aufbau verschwindet auch wenn es sehr schön wäre. Eine Rekonstruktion des originalen Zustandes wäre sicher ein Traum und eine unglaublich positive Veränderung für den Hansaplatz, dennoch glaube ich erst einmal nicht daran.


    @ Leipziger
    Bedenkt man wie sich finanziell derartige Gedanken in Do und L darstellen, ist es kaum verwunderlich, dass sie in L in die Tat umgesetzt werden können und in Do eher nicht.


    Was die Fassade am Hellweg angeht, so muss doch rauszufinden sein, ob sich tatsächlich noch große Teile des Vorkriegszustandes dort verbergen. es wäre mehr als traumhaft diese wieder freizulegen.