Beiträge von Golden Age

    Frankfurt/Rhein-Main als World DesignCapital 2026 - Start 16.1.

    Vor 4 Jahren wurde Frankfurt zum World Design Capital (WDC) von der World Design Organization (WDO) in Montreal auserkoren, als erste deutschsprachige Stadt.

    Das Motto lautet „Design for Democracy“, gar nicht do unpassend in Zeiten einer weltweiten demokratischen Rezession. Das Museum für Angewandte Kunst wird besonders im Juni ein Hotspot werden und ebenso die Paulskirche im November.

    Das WDC gibt es erst seit 2008. Zuvor wurde u.a. San Diego dieser Titel zuteil. Rhein Main setzte sich als WDC u.a. gegen die wesentlich zahlungskräftigere Konkurrenz aus Riad durch (sie wurden stattdessen mit der Fußball WM bei Laune gehalten).

    Geplant sind ca. 60 Projekte und das Ganze wird mit 16 Millionen Euro gefördert. Los geht’s am 16.1. in Darmstadt (Centralstation) mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein.

    Quelle aktuell:WDC 2026 Rhein Main

    Quelle 2026: FAZ Übersicht vom 1.1.26

    Quelle 2023: FAZ

    Das Mainbad Bornheim hat mittlerweile den Normalbetrieb aufgenommen. Es gab zwischenzeitlich erhebliche Probleme mit Warteschlangen, da das Bad den Massenandrang anfangs nicht bewältigen konnte. Die Kritiken auf Google (relativ schlechte 3,3 von 5 bei derzeit 420 Bewertungen) spiegeln die berechtigte Enttäuschung hierüber teilweise wider, aber sind wiederum auch Ausdruck einer ziemlich überzogenen Erwartungshaltung (siehe auch die vernichtenden Kritiken beim überragenden Thermalbad in Bad Nauheim).

    Manche Punkte sind tatsächlich kritikwürdig (zu wenig Einzelkabinen beIm Umziehen, kein Whirlpool im Saunabereich, miserable Gastronomie, zu kalte Becken, kein Aussenbereich), aber nach eigenem Testbesuch kann ich nur sagen, dass hier auf zu hohem Niveau gemeckert wird. Die schicken Edelstahl Becken sind wesentlich wertiger als die ollen Fliesen vom mehr als 50 Jahre alten Panoramabad. Die hohen, gut beleuchteten Decken und die sehr großen Fenster vermitteln einen hellen / großzügigen Eindruck. Es gibt viel Abwechslung, besonders für Familien mit Kleinkindern, die bspw. in Sachsenhausen bislang keine Optionen hatten (Textorbad hauptsächlich für Schwimmer und Rentner). Dieses Bad füllt eine dringend benötigte Versorgungslücke im Stadtbereich und ist auch wesentlich besser mit dem ÖPNV angebunden als das Vorgänger-Bad, auf dessen Areal nun dringend benötigte Wohnungen der ABG entstehen können. Zusammen mit der Eissporthalle, dem Hafenpark / Ostpark / Huthpark / Günthersburgpark und dem TG Bornheim Sportkomplex würde ich die Freizeitversorgung bzw. die sportliche Angebotsvielfalt im Osten Frankfurts mittlerweile auf Weltklasse Niveau verorten.

    Günter Murr bringt es in der FAZ gut auf den Punkt: Das Bahnhofsviertel muss ein Kiez für ALLE sein – auch für die rund 23.000 Menschen, die dort arbeiten. Ihre Interessen und die ihrer ansässigen Arbeitgeber finden im Strategiepapier jedoch kaum Beachtung, ebenso wenig wie die der Familien, die ihre Kinder in die Kitas, Kindergärten und Schulen des Viertels schicken.

    Ich wäre bereits sehr zufrieden, wenn Frankfurt Zustände wie die Bahnhofsumgebungen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Leipzig, Hannover, München oder Stuttgart erreichte. Auch dort ist nicht alles perfekt – Drogenprobleme, herumlungernde Gruppen und menschliches Elend existieren ebenfalls. Doch nirgends ist die Lage annähernd so zugespitzt wie in Frankfurt. Ein Blick dorthin könnte zeigen, was möglich wäre, wenn man es wirklich wollte.

    Die hessische Regierung korrigiert mit dem Leerstandsgesetz den Alleingang aus 2004 als Hessen mit der Abschaffung der Zweckentfremdung völlig aus der Reihe tanzte. Zum selben Zeitpunkt waren andere Städte längst dabei in die andere Richtung zu gehen. Roland Koch hatte damals am 3.5.2004 mit der Abschaffung des Zweckentfremdungs-Verbots in Hessen

    bzw. der Abschaffung der wohnungswirtschaftlichen Beschränkungen vor allem folgende Effekte für Hessen und besonders Frankfurt durchgesetzt:

    • Es bestand für Immobilienbesitzer keine Meldepflicht für leerstehende Wohnungen – somit fehlte bspw. Frankfurt die wohnungswirtschafltiche Rechts- und Handlungsgrundlage den Wohnungsleerstand näher zu erheben und dagegen vorzugehen
    • Keine Pflicht zur Vermietung von Wohnungen – somit standen Gebäude völlig legal leer und die Kommunen hatten so gut wie keine Handhabe

    Immer wieder sprachen sich Städte wie Frankfurt, Kassel und Wiesbaden für eine Wiedereinführung eines Zweckentfremdungsverbots aus oben genannten Gründen aus. Der Landesverband Hessen des Deutschen Mieterbunds war ebenfalls d’accord, auch da es in München, Berlin, Düsseldorf, Leipzig oder Hamburg solche Gesetze gegen spekulativen Leerstand gab und teilweise zuletzt sogar verschärft wurden. Hier eine kurze Übersicht der Gesetze, die in anderen deutschen Großstädten gelten (Quelle: https://www.mietrecht.com/zweckentfremdungsverbot/). Es gibt somit ausreichend Erfahrungswerte und Anschauungsunterricht wie man vorgehen sollte.

    Diese Gesetze sind sicherlich kein Allheilmittel, aber der Wohnraum ist als Sitz der EZB einfach zu knapp / zu teuer um teilweise jahrzehntelange spekulative Dauerleerstände nur achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen.

    Das Mansarddach verleiht dem Bau etwas französische Noblesse und harmoniert durchaus mit der hellen Fassade. Das Äppler Raster finde ich ein gelungenes Sachsenhausen Zitat, das auch schon beim Westhafen Tower und in Alt Sax selbst überzeugend umgesetzt wurde. Ich finde es etwas schade, dass die gedrungen wirkenden Einfamilienhäuser den Hintergarten nun fast ganz überdecken und so nicht mal mehr Platz für einen Baum bleibt an der ohnehin viel zu kahlen Dreieichstrasse, die eine Aufwertung dringend nötig hätte. Insgesamt ein mehr als passables Projekt, in einer Zeit in der viel zu wenige Bauprojekte in Sachsenhausen / Nordend / Bornheim / Westend entstehen.

    Nettes Detail: An einem der Südbalkone ist der Eintracht Adler zu sehen.

    Es sieht alles sehr verheißungsvoll aus und ich drücke alle Daumen, dass dieser überaus wertvolle Beitrag zur Aufwertung der Innenstadt von Erfolg gekrönt sein wird und vor allem Nachahmer findet. Ich bin daher sehr gespannt wie das hochpreisige Main Yard, das sich in seinem Web Auftritt schon sehr deutlich an Familien richtet, mit den 4 bis 5 Laufhäusern und dem Drogenmilieu an der Breiten Gasse “harmoniert”. Die Spannungen zwischen diesen zwei Welten dürften eher schon vorprogrammiert sein, da sich gerade zwischen Konsti und Breiter Gasse das Drogenviertel seit Corona dank der Crack-Szene eher nochmal ausgebreitet hat. Wenn es schon nicht zu einer (bitter notwendigen) Änderung der alten Sperrgebietsverordnung für das Allerheiligenviertel kommt, dann sollte man hoffentlich schon verstärkt auf Videoüberwachung, helle Beleuchtung und regelmäßige Säuberung setzen, die gegen Rumlungerei, Gestank, Kleinkrimalität etc. Wirkung zeigen könnte.

    « Naja, wer eben kein Stolz mehr für seine Stadt und sein Land empfindet, kann auch nur sowas gutheißen...«

    Das eine schließt das andere keineswegs aus und was « patriotisch » ist, ist vor allem

    Ansichtssache. Du hast dankenswerterweise an der angeblichen « Farce » Abstimmung teilgenommen und hoffentlich dann auch in der Kommentarspalte Deine berechtigte Kritik an den vollendeten Tatsachen kundgetan (habe ich bspw. gemacht). Mal sehen was passiert. Wir erinnern uns auch an die Anfänge der Neuen Altstadt als das Morgenland ebenfalls kurz vor dem Untergang stand, da nicht sofort alle Maximalforderungen umgesetzt worden waren. Rausgekommen ist aber ein sehr ansehnliches Endresultat, das einer breiten Mehrheit der Nutzer anspricht. Da hat die Demokratie sehr gut funktioniert, meine ich.

    « Ich liebe es, wie sich eine Person/ vllt. auch mehrere auf Kosten unserer immer hässlicher werdenden Lebensumgebung ausleben dürfen...«

    Auch hier ist Differenzierung stark angebracht und eine immer hässlicher werdende Umgebung ist gerade bei Frankfurt nicht sonderlich zutreffend. Bitte mal die Aufwertungen im Ostend (besonders Hafenpark), Gallus, Rödelheim der letzten Dekaden beachten, wo der Vorher / Nachher Effekt besonders stark spürbar ist. Bitte mal an den Campus Westend denken und die Barracken, die dort vorher standen. Selbst im hübschen Sachsenhausen ist das gelungene Wohnviertel rund um den Henninger Turm ist ein riesiger Zugewinn. Auch wenn das teilweise nicht gelungene Europaviertel zu monoton geraten ist, sind zumindest die Hochhäuser dort absolute Hingucker geworden. Das jüngste Beispiel für gelungene Stadtreparatur wird das Allerheiligenviertel sein, ein Quantensprung für die dortige Gegend. Ich sehe keinen triftigen Grund für diese exzessive Schwarzmalerei.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ganz ehrlich, alles was um dieses Projekt passiert, spiegelt einfach nur perfekt den gegenwärtigen Zustand unseres Landes und unserer Demokratie wieder.

    Welcher gegenwärtiger Zustand, etwa der als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China und größer bspw. als die Wirtschaft Japans (mit 50% mehr Einwohnern)? Im Vergleich zum Nachbarland Frankreich, in dem gerade eine Regierung nach der anderen scheitert (da kann einem wirklich Angst und bange werden) oder zu Großbritannien, wo der Brexit-Antihero und Trump-Imitator Nigel Farage die Umfragen um 10% anführt, steht Deutschland noch relativ gut da. Über die beklagenswerte Abwärtsspirale in dem sich die US Demokratie befindet, brauchen wir gar nicht erst reden. Die Demokratie-verachtenden Populisten haben (leider) in jeder Demokratie gerade Aufwind, selbst in den reichsten / zufriedensten Ländern des Erdballs (siehe Wahlen in Norwegen, Schweiz, Neuseeland, Finnland, etc.), die "Demokratie Quo Vadis?" Frage ist also eine globale, die alle OECD-Länder umtreibt.

    Wer beim Haus der Demokratie mitreden und mitgestalten will, kann das auch außerhalb des Forums tun. Ich werde die Kanäle nutzen, den die Stadt anbietet um sich bei dem Haus der Demokratie mit Ideen zu beteiligen, bspw. durch Beantwortung des Fragebogens. Ich glaube nicht, dass ich zwischen Pest und Cholera abstimmen muss und man hier "Opfer" einer Fake Demokratie wird, sondern der Lorentzen Entwurf schon tauglich genug ist und es sich lohnt hierfür abzustimmen. Wer von vornherein nihilistisch abwinkt, alles schlecht redet und zuhause bleibt, der schadet der Demokratie genauso (siehe die bequemen Nichtwähler in den USA, die Harris am meisten zugesetzt haben). Beteiligen ist noch bis zum 30.9. möglich, siehe hier: Haus der Demokratie.

    Ich halte es für falsch Architektur als eindimensionales Nullsummenspiel zwischen den angeblichen fest voneinander getrennten Lagern "den Modernisten" und den Klassik-Befürwortern zu "framen". Das ist eine Einteilung in schwarz und weiß, ein Denken in absoluten Kategorien, das dann in einem unversöhnlichen "Us" vs. "Them" mündet. Sicherlich gibt es einige, die die Neue Altstadt in Frankfurt am liebsten wieder abreißen lassen würden, aber das sind dann nicht "die Modernisten", sondern eher Randfiguren.

    Ein Frankfurt mit EZB-Tower, Messeturm oder dem neuen Henninger-Turm ist doch bitte kein "Triumph für die Modernisten", sondern ein Gewinn für alle, genau wie es die Neue Altstadt, das Sofitel an der Alten Oper oder der Wiederaufbau der Ost-Zeil war und ist.

    Die Modernisten und Klassik-Fans gegeneinander auszuspielen ist verkehrt, denn die Überschneidungen im Venn-Diagramm sind wahrscheinlich weitaus größer als in diesem Thread angenommen.

    EIU Global Liveability Index 2025 sieht Frankfurt an 17. Stelle

    Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die höchste Lebensqualität in diesem Land?

    Laut dem viel beachteten Global Liveability Ranking 2025 des Economist Intelligence Unit (EIU) ist es Frankfurt. Die Stadt im "Herzen von Europa" ist als einzige deutsche Stadt in den Top 20 und liegt global auf Platz 17, also genau gleich zum Vorjahres-Ranking. Das EIU des Economist Magazines bewertet 173 Städte anhand von 30 Indikatoren in fünf großen Kategorien: Stabilität, Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2022 belegt Wien nicht den ersten Platz, sondern wurde von Kopenhagen auf Platz 2 verdrängt, gleichauf mit Zürich (alle drei aus meiner Sicht hochverdient). Wer meint diese Liste würde immer nur die üblichen mittelgroßen Städte aus der nördlichen Halbkugel auflisten, wird überrascht sein, dass durchaus lebenswerte Städte wie Stockholm, Dublin oder Oslo in den Top 20 fehlen. In diesem Artikel von Forbes Magazine vom 19.6. gibt es hierzu eine gute Zusammenfassung.

    Aus meiner Sicht ein absolut passables Ergebnis für Frankfurt, in der heimlich, still und leise die größte Baustelle Europas (Terminal 3 mit 4 Mrd. Euro privatfinanziert) nächstes Jahr fertig werden soll und auch das "Four Frankfurt" der Innenstadt neuen Schwung verleihen dürfte. Wenn der Magistrat nun auch die imageschädigende Achillesverse "Bahnhofsviertel" zumindest wieder auf das Level kriegen kann, das es in den letztem Petra Roth Jahren erreichte, wäre Frankfurt wieder auf einem richtig guten Weg (bspw. in dem die leer stehenden Polizeipräsidium, InterConti und das Union Hochhaus endlich aufgewertet werden).

    Weiterführende Links:

    Quelle 1: Global Liveability Ranking - Wikipedia

    Quelle 2: City quality of life indices - Wikipedia

    So rottet leider das ganze Viertel vor sich hin, nicht nur der Paradiesplatz. Den Paradieshof in eine Wohnimmobilie umzuwandeln, wäre selbstverständlich naheliegender, aber auch hier versandeten alle bisherigen Versuche.

    Seit mehr als 17 Jahren steht der Paradieshof nun schon leer. Ähnlich wie beim Polizeipräsidium scheitert es letztlich am politischen Willen den gordischen Knoten zu lösen. An Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit wie der Multifunktionsarena am Stadion, der Rettung des English Theaters oder der Oper/Theater Doppel-Anlage gelingt es der Stadt ja durchaus schwierige (und scheinbar unlösbare) Dauer-Themen anzugehen und sogar zu lösen. Warum nicht auch hier, wenn auch auf kleinerer Ebene? Die Bürgerinitiative zeigt ja, dass keine Gleichgültigkeit vorherrscht und politische Punkte zu sammeln wären in Frankfurts grösstem Stadtteil.

    Alt Sachsenhausen - Neue Kulturinitiative für den Paradiesplatz

    Damit es nicht untergeht, wollte ich an dieser Stelle positiv hervorheben, dass die kulturelle (Bürger-) Initiative « Alt Sax für Kunst & Kultur e.V. » mit neu aufgesetzten « Uff de Gass » Veranstaltungen am Paradiesplatz im Sommer Akzente setzen konnte.

    Quelle 1: Journal Frankfurt vom April 25

    Quelle 2: Journal Frankfurt vom Juni 25

    Immerhin ist Wirtschaftsdezernentin Wüst (FDP) bereits vorstellig geworden um zu beteuern, dass der Paradieshof- und Platz

    « so nicht bleiben können », aber blieb dann eher unverbindlich als es um die Idee eines Kulturzentrums ging. Im September sollte es zu einem Planungs-Workshop zur Ideensammlung für das Viertel kommen. Eine gute Idee wäre das Verbot von Glasflaschen an Wochenenden, wie bereits in Hamburg in Sankt Pauli umgesetzt. Was daraus wird, bleibt abzuwarten.

    Es ist schade, dass die Stadt gerade nach der verworrenen Corona-Zeit, die der Gastronomie / Barszene nachhaltig geschadet hat, den dringenden Handlungsbedarf noch nicht wirklich zu erkennen scheint. Eines der wenigen Lichtblicke « Little Suzy’s Smoke Shock BBQ » hat an der ehemaligen Hooters Location an der Rittergasse zuletzt aufgegeben. Viele zentrale Räumlichkeiten stehen seit Corona weiterhin leer und das Viertel verkommt zusehends.

    Aus meiner Sicht sollte das European School of Design aus dem Versteck in Bockenheim (Hamburger Allee) geholt und hierher verlegt werden. Das wäre ein nachhaltiger Impuls für das Viertel und würde zum quirligen Wall-und Brückenstrasse Viertel passen, Als « World Design Capital 2026 » (Link) hätte Frankfurt durchaus Gründe den Design Standort auszubauen.

    Generell finde ich es sehr lobenswert, dass sich Bürger, Anwohner und Gleichgesinnte hier zusammen tun um Gehör bei der Stadt zu finden. Ich wünsche gutes Gelingen.

    Das Erlebnisbad « Main Bad Bornheim » war heute bereits wieder für den Probebetrieb geöffnet, zuvor waren bereits Schulklassen und Vereine zum Ausprobieren vorbei gekommen.

    Das Journal Frankfurt berichtete, dass erstmal nur die Schwimmbereiche getestet werden und ein finaler Eröffnungstermin noch nicht feststeht. Noch keinen Testbetrieb gibt es bei den Saunen. Link zur Quelle

    Hier ebenfalls ein Link auf die gut gemachte Übersichtsseite des Bades: Link

    Ich wünsche mir für die Saalgasse eine ähnliche Belebung wie für die wesentlich schlechter gestaltete Fahrgasse, die nicht nur durch die gute Anbindung, sondern auch durch die dortigen Galerien / Ausstellungen eine Kreativ-Community anzulocken scheint. Die Öffnung des für jeglichen Durchgang gesperrten Saalhofs (warum eigentlich?) wäre aus meiner Sicht der Schlüssel um die Saalgasse aus der Einöde zu holen.

    Die Architektur der Saalgasse ist nicht das Problem, sondern ihre (gewollte?) Hinterhof Atmosphäre in zentraler Altstadt Lage. Zentrale Probleme sind eher die wenig durchdachte Parkhaus-Ausfahrt, die die Straße dominiert und die Trennungswirkung der Schirn, die wie eine Trutzburg zwischen Mainufer und Altstadt liegt und nur durch steile Treppen erreicht werden kann, womit ältere Menschen, Kinderwagen, etc. bereits ausgeschlossen sind. Die Sackgasse Saalgasse könnte wesentlich besser angebunden sein, wenn man die dauerhaft gesperrte Rückseite des Historischen Museums bzw. den sogenannten « Saalhof » als Straße nutzen würde.

    An der im Vergleich zur Saalgasse grotesk hässlichen und beinahe überlasteten Fahrgasse, die nur 50 Meter entfernt ist, sieht man ja was alles an Gastronomie /Belebung in diesem Bereich der Stadt möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen passen, wie bspw. die Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur.

    Es ist der ständige Widerspruch / Dualismus Frankfurts, dass die Stadt trotz dieser widrigen und teilweise apokalyptischen Zustände die AMLA anzieht, die viert meistbesuchte Stadt des Landes ist und beim Economist manchmal in den Top 10, aber fast immer in den Top 20 der lebenswertesten Städte weltweit landet.

    Es ist nicht auszumalen was für Potentiale noch schlummern, wenn die Stadt das Bahnhofsviertel für alle Frankfurter lebenswert machen und nicht als die heißeste Adresse für Drogentourismus in Westeuropa abdriften lassen würde. Ich bin mir sicher, dass das Polizeipräsidium, Interconti-Hotel oder der Ex Union Investment Tower bspw. nicht wie Mahnmale leer stehen würden.

    Uniqlo eröffnet am 16.10. erste Frankfurter Filiale

    Das japanische Modeunternehmen Uniqlo kündigt sich in Frankfurt an mit einer Filiale an der Biebergasse 6-10, die 1.600 qm auf 2 Stockwerken groß sein wird. Es handelt sich bei dem Gebäude um das „Taurus“, in welches die Citigroup als Hauptmieter bereits seit Jahresanfang eingezogen ist (vormalig in der Frankfurter Welle). Auf Google Maps lässt sich sogar der 16.10.2025 als Eröffnungsdatum der Filiale ermitteln.

    Der Zuzug des Retail-Spezialisten ist eine willkommene Nachricht für die Innenstadt und diese zentrale Lage, da die mittlerweile abgewanderten Geschäfte Wormland und Görtz für Belebung sorgten und eine merkliche Lücke hinterließen. In München wird ebenfalls die erste Filiale eröffnet und Uniqlo kommt somit auf nun insgesamt 12 Stores in Deutschland (6x in B, 1x in HH, S, D, K), daher war der Move nach Frankfurt längst überfällig.

    Die H&M Marke Arket wird ebenfalls mit 1000 qm Fläche in das Taurus ziehen. Somit bleibt derzeit noch eine Einzelhandels Fläche leer.

    Update: Die Bauarbeiten in beiden Geschäften sind im vollen Gange und Poster kündigen die neuen Mieter an.

    Quelle: Journal Frankfurt

    Am Wochenende an zwei roten Ampeln im Auto rund um den Bahnhofsvorplatz gewartet und an beiden Ampeln angebettelt worden. Als kein Auto bereit war Geld zu geben, wurde dem Auto vor mir direkt ans Fenster gespuckt. Am Platz lagen zahlreiche Personen völlig regungslos am Straßenrand wie in den 80er / 90er Jahren. Für mich ein Grund das Viertel nicht nur in Person weiterhin zu meiden, sondern auch großspurig zu umfahren. Sorry, aber diese Zustände leistet sich nur eine Stadt in Deutschland und bleibt weiterhin oft der erste und bleibende Eindruck den man von der lebenswerten Mainmetropole hat, die zudem Sitz der bald wichtigsten Zentralbank der Welt ist. Wenn das der Frankfurter Sonderweg (in die Sackgasse) sein soll, dann lieber den Düsseldorfer, Stuttgarter oder Münchener Weg ausprobieren.

    Main Bad Bornheim wegen Technik Problemen wieder geschlossen

    Hiobsbotschaft für alle Frankfurter Schwimmbegeisterte, die bei der Hitzewelle ins Hallenbad wollten. Das seit Ende Mai eröffnete und 67 Millionen Euro teure Familienbad wird für notwendige Optimierungs- und Revisionsarbeiten bis 1.9. geschlossen bleiben laut der Seite der Frankfurter Bäder. Bereits nach der Eröffnung hatte es laut FR zeitweise Einschränkungen wegen Technikproblemen gegeben. Für das Stuttgarter Architekturbüro 4a Architekten oder den Bauunternehmer Züblin nicht gerade die beste PR. Ob klassischerFehlstart oder amateurhafter Dilettantismus, vielleicht nächstes Mal über einen ernsthaften Testbetrieb nachdenken bevor man sich solche Blöße gibt?

    Die Innenansicht sieht vielversprechend aus und 900 qm Wasserfläche sind alles andere als wenig. Es ist nicht verwerflich, dass Familien in einem “Familienbad” die Haupt Zielgruppe sind, gerade mit den Familien reichen Vierteln Bornheim / Ostend / Seckbach / Nordend / Sachsenhausen in der Nähe. Ein 25 Meter Becken finde ich auch nicht das Ende der Welt für Schwimmer. Mit der TG Bornheim oder der Eissporthalle sind sportbegeisterte Bornheimer bereits jetzt auf sehr hohem Niveau versorgt.

    Weitere Aussicht auf Besserung für sportliche Schwimmer besteht übrigens durchaus. Das neue Rebstock Bad wird ein 50 Meter beinhalten, das bereits Mitte 2027 fertig werden soll. Eine solche Aufwertung haben Frankfurts Hallenbäder seit Jahrzehnten nicht mehr erfahren (stattdessen wurde das Stadtbad Mitte einst ersatzlos privatisiert und das Textorbad erheblich verkleinert).