Beiträge von Martyn

    Dekoratives Anführungszeichen


    Ich denke auch dass eine Erhöhung des Budgets einfach deswegen erfolgt, weil man auf keinen Fall das finanzielle Desaster von vielen anderen öffentlichen Projekten (Elbphilharmonie, BER, Staastoper in Berlin) usw erleben will und zumindest einen realistischen Kostenrahmen steckt.

    Hamburg leistet sich was sich Bayern nicht leisten darf und fällt deshalb auch unter die Länder der Empfänger des Länderfinanzausgleichs.

    Wir machen auf kleinklein weil wir seit Jahrzehnten zum finanziellen Aderlass müssen. Das größte bayrische Finanzdesaster ist und bleibt nunmal der Länderfinanzausgleich. Statt Elbphilharmonie gibts eine versteckte Konzerthalle im Verhau hinter dem Ostbahnhof.

    http://www.handelsblatt.com/my/politik/deu…g/19260016.html

    PS: Ich weiß, in den Sechziger Jahren war Bayern selbst Empfänger, aber in überhaupt nicht vergleichbarem Rahmen zu dem was bisher gezahlt werden musste.

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    Diese Erwartungshaltung der Leute verursacht bei mir schon länger Verständnislosigkeit. Man könnte meinen es gäbe ein Grundrecht auf eine Wohnung in einer der teuersten Städte Europas. Gerade Klientel ohne das nötige Rüstzeug für das Leben in der teuersten Stadt Deutschlands sollten sich überlegen, was in ihrem Lebensentwurf schief läuft. Ich würde mich nie an diese Stadt klammern, könnte ich mir sie nicht leisten. :nono:

    Du bist nicht allein mit Deiner Verwunderung. Ich hatte das Gefühl dass der Deal von Anfang an feststand und die anderen Ideen nur diskutiert wurden dass die Öffentlichkeit weniger von dem Gschmäckle mitbekommt. Dass der Grundeigentümer hier alleine die Bedingungen stellt und der Steuerzahler hinterherhecheln muss ist doch grotestk. Es wirkt so als gäbe es da offene Rechnungen. Doch welche sollten das sein zwischen einem Ex-Knödelfabrikanten und dem Freistaat?

    Es reicht nicht bloß ein Blick auf die Landkarte, man muss auch andere Faktoren miteinbeziehen. Grad die Gegenden um Langwied und Feldmoching haben einen sehr hohen Grundwasserstand (Ausläufer des Dachauer Mooses). Da haben Bestandssiedlungen schon mit hohen Pegelständen zu kämpfen und bekommen dann und wann nasse Keller. Nordöstlich von Johanneskirchen dürfte es sich ähnlich verhalten (Ausläufer Finsinger Moos).

    Hinzu kommt der Verlauf des Autobahnrings mit seinen Auswirkungen und seiner Trennwirkung. So einfach ist es leider nicht mit den Planspielereien.

    Mir ist ein Tunnel in 40 Meter Tiefe unheimlich, teils unter mehreren anderen Tunneln und der Isar sowieso. All das in der Schotterebene mit ihren uns wahrscheinlich gar nicht bekannten unterirdischen Wasserläufen. Der Tunnellobbyist Wiesheu war damals Drahtzieher. Nun ist es beschlossen, hoffentlich geht alles gut.

    ^^
    Merkel ist ja wohl selbst grad die postfaktischste überhaupt: :nono:

    http://www.wiwo.de/politik/deutsc…m/14730918.html

    Ich erinnere mich noch gut an 2003, als der Siegerentwurf vorgestellt wurde. Damals dachte ich aber nicht dass es noch 26 Jahre dauern wird.

    Ein "Walk in the park" wird diese mindestens 12jährige Phase auf keinen Fall, soviel steht fest. Das Chaos wird in weite Bereiche der Stadt ausstrahlen und aufgrund der Dauer zum Alltag werden.

    I was wrong

    Wenn es nun wirklich so kommen sollte, dass Regionalzüge entwickelt werden, die dann auch durch die Zweite Stammstrecke geschickt werden können, man also von Augsburg, Ingolstadt, Landshut etc. umsteigefrei ins Zentrum gelangt, könnte selbst ich mich mit dem Projekt versöhnen.

    Weitere positive Aspekte sind, dass TROTZDEM über Nordring und Südring-Light (Haltestelle Poccistraße) nachgedacht wird. Außerdem war die Umweltverbundröhre an der Laimer Unterführung in Gefahr beim Scheitern von Stamm2 und somit die Tramwesttangente. Und last but not least auch der Hauptbahnhof-Neubau.

    Ich gebe mich geschlagen. Ich finde es nach wie vor Wahnsinn und eine Art zweites Stuttgart21. Und ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten dass es soweit kommt. Und hab mich getäuscht. :glubsch2:

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    ...Wenn ich mir die SZ-Darstellung ansehe, sieht es so aus, als sei kein Halt an der Donnersbergerbrücke geplant...stimmt das?

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    Ja. Am Hirschgarten wird auch nicht gehalten werden.

    Ja, die Gegend bekommt die volle Breitseite ab mit Platzierung des Tunnelportals und den damit verbundenen Aushub- und Abtransportarbeiten sowie der Einrichtung großer Baustelleneinrichtungsflächen. Nach zehn Jahren gibts zur Belohnung dann eine satte Taktausdünnung an den Bestandsbahnhöfen der ersten Stammstrecke. :lach:

    Die 22er fuhr vom Rotkreuzplatz durch die Donnersbergerstraße über die alte Donnersbergerbrücke. Diese mündete direkt in den südlichen Teil der Donnersbergerstraße, der heute der Richelstraße zugeschlagen wurde. Die neue Brücke von 1970 (?) wurde dann an die Landshuter Allee angeschlossen um den Mittleren Ring zu komplettieren und für die Olympischen Spiele gerüstet zu sein.

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    Ob es eine Frage des Luxus ist, Friedhöfe nicht zu bebauen, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall dürfte es aufgrund des hohen alten Baumbestands (Ost-, West-, Nord-, Süd- und Waldfriedhof sowie die kleinen Stadtteilfriedhöfe) allein schon aus Naturschutzgründen zum Glück scheitern.

    Ja wenn wir mal so weit sind dann gute Nacht. :goodnight: Und wer je Poltergeist gesehen hat, wird von der Idee ebenfalls nicht angetan sein. :ripthread::fiddle:

    Ihr schenkt doch diesem Schaufensterantrag nicht etwa Glauben? Ich will ja gar nicht die bisher nicht zustandegekommenen Großprojekte Stamm 2 und Tunnel Daglfing anführen. Aber nicht mal eine fünfhundert Meter lange Verlängerung der U6 nach Martinsried (auch zum Teil vom Freistaat finanziert) hat sich bisher verwirklichen lassen. München steckt in einer absoluten Planungssackgasse, und über den Piazolo-Vorschlag kann ich nur müde lächeln, insbesondere über den Westabschnitt in Neuhausen.

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    Der denkmalgeschützte Altbau ist die ehemalige Bayerische Kriegsakademie: https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Kriegsakademie

    Mir ist auch nicht ganz klar, ob die weiteren Telekom-Bauten zwischen Blutenburgstraße und Marsstraße inkl. dem historischen Fernmeldeturm aus den 1950er Jahren (der doch sicher auch unter Denkmalschutz steht) zu dem zu entwickelten Gebiet dazu zählen oder nicht. Hat Martyn hier vielleicht eine Idee?

    Leider habe ich auch keine näheren Infos, aber der Pressetext liest sich sehr wohl so, dass auch die zumindest zur Marsstraße hin fassadentechnisch erneuerten, aber auch schon in die Jahre kommenden Bestandsgebäude dran glauben müssen. Anders bekäme man die angegebenen Bruttogeschossflächen auch gar nicht unter. In dem denkmalgeschützten Gebäude war die Telekom gar nicht mehr, das wurde - teils zwielichtig - untervermietet und kam herunter. Da die überwiegenden Telekom-Niederlassungen ja schon einige Zeit in den Ten Towers am Leuchtenbergring gebündelt sind, hat mich der Erhalt des Standortes Blutenburgstraße ohnehin gewundert. Ich könnte mir vorstellen dass der Bereich nun auch dorthin kommt. Ein Erhalt des Fernsehturms steht dem ja nicht entgegen, oder?

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    Wobei mich die gelbe DHL-Logistikhalle samt Gewerbepark deutlich mehr stören würde als die paar Gleise. Soll ja auch Zugbegeisterte geben. Für die ist das Friends dann genau das richtige ;)

    Die DHL-Halle ist eigentlich ein Fehler, aber war wohl ein Kompromiss für das gescheiterte Konzept City-Logistik-Zentrum. Und DHL bestand wohl auf einer zentralen Halle um die Innenstadt effizient beliefern zu können. Städebaulich ist das natürlich ein Desaster.

    Ich war auch mit Helm im Rohbau vom Friends auf der obersten Etage (Aufzüge gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht) und war ehrlich gesagt auch etwas erschrocken über den tatsächlichen Ausblick.

    Ich war aber auch mal zu Besuch in einem der Wohntürme direkt an den Gleisen im Arnulfpark, und zwar im obersten Geschoss. Und da war ich aus dem Häuschen wie urban das nächtliche München da gewirkt hat. Die Züge waren dort alles andere als störend, und im Hintergrund leuchtete die Paulskirche. Züge sind nicht pauschal schlecht.

    Versteht mich nicht falsch. Ich finde das abgeänderte Konzept, Alt und Neu im Werksviertel zu kombinieren, auch sehr gut, weil wir kein Pendant zum Arnulfpark oder zur Parkstadt Schwabing mehr brauchen. Aber ich kann mich so sehr ich mich anstrenge einfach nicht mit einem Konzertsaal neben dem Hamberger-Großmarkt, der eine Verlagerung strikt ablehnt, anfreunden. Von den restlichen dortigen Gegebenheiten ganz zu schweigen. Und die potentiellen Konzertbesucher aus dem Würmtal, dem Seenland, dem Isartal und den feinen Münchner Gebieten würden mir sicher beipflichten.