Beiträge von Martyn

    Paketposthalle

    Die AZ glaubt zu wissen dass der Investor ein neues Stadtteilzentrum auf dem Areal entwickeln möchte:

    https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.100000-…2193609828.html


    Dekoratives Anführungszeichen

    Man hätte natürlich - wäre der Hirschgarten noch nicht gebaut - aus der Halle auch einen neuen Durchgangs-HBF machen können. Die Gleistrasse östlich der Donnersbergerbrücke inklusive bestehendem HBF hätte zurückgebaut, die S-Bahnen in einen kurzen Tunnel gelegt und die Oberfläche im Anschluss mit einer Zentrumserweiterung ordentlich bebaut werden können :D.

    Das wäre der große Wurf schlechthin gewesen (Auch wenn im 3. Reich schon dort in der Gegend der Bahnhof hin hätte sollen), hätte uns leidige Stammstrecken- und Bahnhofsneubaudebatten erspart und die Paketpost wäre als imposanter Bahnhof durchaus vorzeigbar gewesen.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Als Investor allein für die Halle könnte ich mir auch gut die Stadt vorstellen, die dann an Zwischennutzungskonzepte vermietet / verpachtet.

    So ganz umsonst flog die Paketpost bei der Konzertsaaldebatte wohl nicht aus dem Rennen. Vielleicht gab es auch Unabwägbarkeiten bzgl. der Bausubstanz. Das Problem der Halle ist auch schlicht ihre Höhe.


    Dekoratives Anführungszeichen


    Auf jeden Fall spannend, dass hier nun ab 2020 neue Entwicklungen möglich sind. Vielleicht finden an dieser Stelle dann doch noch 100 Meter + Hochhäuser ihren Platz (nordwestlich der Halle). https://www.google.de/maps/dir//Neuhausen-Nymphenburg,+München/@48.1480528,11.5215713,234m/data=!3m1!1e3!4m9!4m8!1m0!1m5!1m1!1s0x479e7622527dc8b5:0xfc7736eaff097a35!2m2!1d11.522662!2d48.1482306!3e0

    Das könnte einen zumindest für die verunglückte Hirschgartensiedlung entschädigen. Nun können sie in ihren Wahlkampfmanövern zeigen was sie drauf haben.

    Ich glaube mich zu erinnern dass bei der Paketpost fünf/sechsgeschossiger Blockrand gesatzt wurde. Aber für eine Bebauungsplanänderung ist es dennoch nicht zu spät, zumal das Areal sowieso abgetrennt liegt.

    Allerdings möchte man auch die Sichtbeziehungen zur Paketposthalle einigermaßen freihalten:

    Bedenken 2006:
    Beeinträchtigung der Sichtbeziehungen zu der denkmalgeschützten Bogenhalle des ehemaligen Paketpostamtes durch geplante Bebauung.

    Lösungsansatz 2006:
    Reduzierung der Gebäudehöhen der zukünftigen Bauwerke im Gewerbegebiet GE und im Bereich des Citylogistikzentrums und Freistellen des denkmalge-
    schützten Gebäudes durch umgebendes Grünflächenkonzeption

    https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_vo…p?risid=1015974

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bemerkenswert, dass es da ausgerechnet das Zentrum des wohlbetuchten Stadtteils Neuhausen-Nymphenburg so übel erwischt hat.

    Der Stadtbezirk hat ja zwei Großsiedlungen der Gemeinnützigen Gewofag und zahlreiche Genossenschaftswohnanlagen, überwiegend für Post- und Bahnbedienstete. Viele private Altbauten sind noch nicht von der Sanierungswelle erfasst und / oder liegen an den belasteten Hauptverkehrsstraßen. So wohlbetucht ist der Bezirk gar nicht wie oft dargestellt.

    Im Falle der Donnersbergerstraße hätte ich gedacht, dass sie nach ihrer nun abgeschlossenen jahrzehntelangen etappenweisen Umgestaltung - zuletzt noch mit Anwohnergarage - eher gewinnt und interessantere Nutzungen anzieht. Da hab ich mich gründlich getäuscht.

    Neben dem Onlinehandel gibt es weitere Faktoren die eine Rolle gespielt haben dürften:
    - Die Verlängerung der U1 zum OEZ im Jahr 2004 hat die Fahrzeit dorthin extrem verkürzt
    - Die Pasing Arcaden sind für die Anwohner der drei S-Bahnstationen im Stadtbezirk eine gut erreichbare Alternative
    - Ggf. auch die Einzelhandelsstrukturen am ZOB und der Hopfenpost

    Die Ideen der kulturellen Zwischennutzungen sind nett gemeint aber wenig praktikabel. Die Eigentümer der Immoblien zu erreichen ist nicht so einfach und ob die Bereitschaft gegeben ist temporär einen Laden abzugeben ist auch fraglich. Schließlich rechnet jeder mit einer baldigen Vermietung bzw. scheut negative Publicity, wenn er einen Kulturladen oder Pop-up-store wieder vor die Türe setzt.

    Leben das verschwindet

    Die Donnersbergerstraße vollzieht einen Strukturwandel weg vom klassischen Einzelhandel zum Dienstleistungsbereich. Jedoch nicht freiwillig, dem ganzen ging ein ca. achtjähriges Ladensterben voraus. Aktuell befinden sich jedoch alle nicht belegten Ladengeschäfte in der Sanierung, so dass noch dieses Jahr von Neuvermietungen ausgegangen werden kann und die Donnersberger dann zum ersten Mal seit langem wieder voll belegt und dennoch nicht mehr wiederzuerkennen ist:
    "Die meisten Ladengeschäfte haben sich jetzt auf Yoga, Massage oder Friseure eingerichtet. Der Einzelhandel und jede Individualität stirbt", wird ein Cafébetreiber zitiert.

    AZ Mai 2018: Münchner Einzelhandel stirbt aus: Ausverkauf an der Donnersberger

    https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.eine-st…46defe1588.html

    SZ April 2017: Leben das verschwindet

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuha…indet-1.3472492

    hallo, Oktober 2017: Ladensterben geht weiter

    https://www.hallo-muenchen.de/muenchen/west/…er-9388163.html

    Wochenanzeiger, Dezember 2017: Im 9. Stadtbezirk wird es kein Quartiersmanagement geben

    https://www.wochenanzeiger-muenchen.de/neuhausen-nymp…chen,99045.html

    SZ Oktober 2017: Traditionsladen verschwindet

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/tradi…-mama-1.3717052


    :fiddle:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das sind sehr gute News. Damit zieht tatsächlich mal das viel beschriebene NYC Feeling in München ein.

    Unverkennbarer HWKN Stil auch bei dem Projekt in NYC: http://hwkn.com/projects/25-kent/

    Auch von solcher Architektur bitte viel mehr!

    Ist halt wieder Ironie des (Münchner) Schicksals, dass jahrzehntelang hektarweise Filetgrundstücke mit Schuhschachtelarchitektur verstellt wurden und nun im wenig beachteten Berg am Laim mit New-York-Feeling gebaut wird.

    :confused:

    Der Artikel lässt einen verwundert zurück. Schon in der Headline heißt es: "Sie lehnen den Plan der Stadt ab, das ehemalige Paketzustellamt an der Arnulfstraße zu diesem Zweck umzubauen". Das sind doch nicht die Pläne der STADT, sondern die des Investors, der, wie weiter unten geschildert, einen dreistelligen Millionenbetrag für das Areal gezahlt hat. Die Stadt ist ja nur Baugenehmigungsbehörde und hört den Bezirksausschuss der Form halber an. Dass aber dieser dann gemeinnützige Zwecke für den Bau fordert, obwohl er Kenntnis von dem Deal haben müsste, ist der nächste Kopfschüttler. Zitat: "Deshalb gehen einige BA-Mitglieder davon aus, dass dort Kindertagesstätten und Schulen, kulturelle Einrichtungen gebaut werden müssen."

    Die Stadt prüft ja die Zulässigkeit im Rahmen der Baunutzungsverordnung und des Baugesetzbuches. Aber sie kann ja die Genehmigung nicht versagen, weil es in der Nachbarschaft schon genug Hotels gibt. Das ist ja das unternehmerische Risiko des Investors.

    Es gibt offenbar eine Menge Leute, die die Zusammenhänge in der freien Marktwirtschaft nicht begriffen haben.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Garagen hinter dem Gebäude werden derzeit ja schon abgerissen.

    Tatsächlich? Ich versuche diesen Unort zu meiden so gut es geht. :lach:

    Die Fläche ist in Punkto Größe und Präsenz ja vernachlässigbar im Vergleich zu den Baustellenvorhaltungsflächen im Osten, sprich entlang der Orleansstraße und weiter Richtung Leuchtenbergring. Aber so freut man sich eines fernen Tages auch wieder über Entwicklungsflächen. Es ist eben alles eine Frage der Perspektive.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ein Skandal sind diese seit Jahrzehnten vor sich hingammelnden Areale südlich der Richelstraße - oder geht hier etwa bald die 2. Stammstrecke in Bau?

    Das wird bald alles plattgemacht und zur Baustelleneinrichtungsfläche. Ebenso die parkähnliche Anlage vor der DB-Zentrale (Richtung S-Bahnhof). Nördlich der neuen Lärmschutzwand und südlich der neubezogenen Wohnungen wird die Baustellenstraße zur Friedenheimer Brücke verlaufen. Die Entwicklung dieses Geländes wurde nicht nur um die zehn Jahre Bauzeit, sondern auch die vorausgegangene Planungszeit verschoben. Insgesamt also 30 Jahre vertan. Danach, so finde ich, wäre es auch Zeit, den gesamten Bürokomplex der Bahndirektion zu schleifen und das Areal im gesamten zu entwickeln. Da das in München alles unglaublich lange dauert, sollte man jetzt schon damit beginnen. :nono:

    Die Verlängerung der S7 nach Geretsried ist nicht in den Planungen enthalten. Sollte das Absicht sein halte ich das für einen Fehler. Geretsried ist die größte Stadt des Landkreises und braucht eine Schienenanbindung.

    Ansonsten sehe ich S-Bahn-Verlängerungen wie dargestellt kritisch. Die Fahrzeiten werden dann zu lange. Besser ist eine Erweiterung der Tarifgebiete, so dass Regionalzüge bis Augsburg, Landshut, Landsberg, Weilheim, Wasserburg, Rosenheim und Rohrbach-Ilm mit MVV-Tarif genutzt werden können.

    ^
    Denkbar wäre es. Und auch die wirtschaftlichere und ressourcenfreundlichere Lösung.

    :2cents:Oder es wird abgewartet, bis die Preise noch weiter steigen.

    Mit einer Bebauungsplanänderung hat es nichts zu tun. Die alten Viertel aus der Gründerzeit haben ja keine Bebauungspläne im heutigen Sinn. Im Flächennutzungsplan ist die Gegend allgemeines Wohngebiet.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich schätze dass das Gebäude am Olympiapark schon ein Jahrzehnt leer steht. Als Low Budget Hotel kann ich es mir gut vorstellen.

    Durch Deinen Post bin ich auf eine weitere Umwandlung gestoßen: Das Bürogebäude der Barmer-Krankenkasse in der Arnulfstraße 150 soll in ein Wohnhaus umgewandelt werden. Da es kein reiner Glaskasten ist, bietet sich das ja auch an.

    http://www.immobilien-zeitung.de/1000025769/als…uenchen-zurueck

    –

    Dekoratives Anführungszeichen

    Interessant!

    Hier der Bestand auf Streetview: https://goo.gl/maps/v52T8

    Gut, dass die Umwandlung von Büro/Gewerbeflächen zu Wohnraum nun an vielen Stellen voran kommt. Hier hat die Stadt noch riesige Potenziale.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Nun ist man von der Idee des Umbaus abgekommen. Stattdessen soll das erst 2002 fertiggestellte Bürogebäude abgerissen werden. Die letzten vermieteten Flächen im Erdgeschoss werden Mitte August geräumt.

    Schon erstaunlich, wie sich die wirtschaftliche Halbwertszeit von Gebäuden verringert hat. Es steckt doch viel an Ressourcen darin: Energie, Arbeitskraft, Baustoffe, etc...

    Nun scheint das Projekt eingeschlafen. Das Gebäude steht bald zwei Jahre leer. Es gibt keine Vorankündigungen mehr usw.

    --

    Dekoratives Anführungszeichen

    Schon die ganzen Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere der Bau dieser neuen DHL-Halle sind natürlich ein Ärgernis und kontraproduktiv für die weitere Entwicklung der Umgebung.

    Das gilt doch für die ganze Zentrale Bahnachse. Bereits 1985 (!) stand fest, dass Containerbahnhof (Arnulfpark), Rangierbahnhof West (Nymphenburg Süd) und Stückgutbahnhof (Pasing) aufgegeben werden. Die Entscheidung zur Auflassung des Postbahnhofs kam nicht viel später.

    Mehr als 30 Jahre später müssen wir in Teilbereichen immer noch Brachflächen, nicht vollständig umgesetzte und bereits nicht mehr zeitgemäße Bebauungspläne und verschleppte Entscheidungen wie diese jetzt verwundert zur Kenntnis nehmen.

    Dass städtebauliche Entwicklungen mit Post und Bahn eine schwierige Angelegenheit sind ist kein Geheimnis mehr, aber das Beispiel München ist mehr als abschreckend. :nono:

    Hier noch ein Artikel wonach auch Abteilungen aus der Oberpostdirektion auf das Paketpostareal verlagert werden sollen.

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuha…ultur-1.3420456

    Insgesamt ist die Entscheidung bedauerlich. Eine Gesamtentwicklung mit den Freiflächen zur Wilhelm-Hale-Straße unter Einbeziehung der Postparkplätze wäre wünschenswert gewesen. Ob die Flächen nun weiter brachliegen oder separat entwickelt werden muss sich zeigen.