Beiträge von jan85

    Ich mag Hochhäuser und Wolkenkratzer grundsätzlich sehr gerne. Aber noch mehr bin ich ein Fan von reizvollen, stimmigen Ensembles. Und da muss man einfach feststellen, dass Berlin historisch bedingt einen anderen Maßstab hat als die meisten Hochhausstädte. Etwa Tokio, Manhattan oder auch Frankfurt sehen ja nicht nur aus Lust am Hochhinaus so aus.


    Berlin erlebt erst seit relativ wenigen Jahren in ersten Ansätzen das, was solche Städte längst hinter sich haben. Und hoffentlich gibt es dann auch passende Stellen, wo sich echte Cluster entwickeln können. Man muss mE aber schon Rücksicht nehmen, was da ist und wie das harmoniert. Beim Alex bin ich mir inzwischen aber selbst nicht mehr ganz schlüssig, ob man da wirklich über 170m vs. 130m u.ä. streiten muss. Ich glaube, ich kann damit gut leben, wenn dort der Fernsehturm die klare, aus vielen Perspektiven und auch weithin sichtbare Dominante bleibt (wenn wir vom Urlaub kommen, ist der Fernsehturm auch immer eine Art Signal, dass man wieder in Berlin ist, ebenso wie er viele Blickachsen innerhalb der Stadt optisch krönt).


    Dann soll der Senat aber bitte auch damit leben, dass an Zoo, Mediaspree oder sonstwo irgendwann auch höhere Cluster als 130 m entstehen. Zumindest wenn die Stadt dort bereits in der Breite entsprechend verdichtet ist und es der logische nächste Schritt ist. Aktuell halte ich das sogar eher für eine Frage von wenigen Jahrzehnten als von einem halben Jahrhundert. Das könnten viele hier durchaus noch aktiv erleben.

    ElleDeBE Ich hoffe mal sehr, dass nicht nur "K&K" mehr Licht in die Sache bringen können, denn so könnte es wie Du andeutest womöglich weiter eher zwei Schlaglichter aus entgegengesetzten Perspektiven geben. Das ist immer noch besser als einseitig aber es bleibt für den Betrachter schwer zusammenzufügen. Ansonsten sehe ich es nicht so, dass Klarenbach "stets" weniger subjektiv und sachlicher schreibt, auch wenn sein Standpunkt und seine Insights das Forum mE durchaus bereichern.


    BTT: Was das Schlossumfeld angeht, sehe ich die aktuelle Entwicklung aber so oder so nicht dramatisch. Immerhin scheinen die Gestalter bzw. die Gestaltung ja bewusst offen für nachträgliche Ergänzungen zu sein, auch historische, wenn man diese denn wirklich alle zurück haben will. Freiraum ist ja auch erst einmal Raum für Fantasie und Aneignung. Nach wie vor finde ich, dass ein echter (breiter) Diskurs zum Thema Freiflächen noch gar nicht stattgefunden hat und trotz entsprechender Aktivisten diverser Lager auch jetzt noch immer kein breites Interesse daran besteht. Zum einen gibt es aktuell ohnehin genug andere Themen, die alles dominieren. Zum Anderen stehen vor Ort das Humboldtforum und die Schlossfassaden optisch im Mittelpunkt. Der Rest war bisher eh mehr oder weniger Dauerbaustelle. Daher ist es mE nur gut, wenn es bald weniger Gerüste und offene Böden, und stattdessen genügend Zeit und Raum zur Auseinandersetzung gibt. Ich hätte es jedenfalls absolut nicht begrüßt, wenn man gleich alles was geht historisch rekonstruiert hätte und es wegen vorweggenommener, gebauter Tatsachen künftig praktisch keine Alternativen mehr gäbe. Dann soll man lieber wie schon bei den Schlossfassaden oder der Bauakademie erst einmal Attrappen als Platzhalter auf den "leeren" Flächen aufstellen und diese wirken lassen. Ich wäre jedenfalls neugierig, ob das wirklich kollektive Begeisterung oder eher ein Gefühl des "Overkill" auslösen würde.


    Ich persönlich finde die Schlossfassaden durchaus spannend und eine tolle Vervollständigung des Umfelds. Aber Berlin ist anders als Rom oder Paris eben stärker geprägt durch Kontraste statt historischer Konstanz. Und auch wenn neben direkten Kriegsfolgen manches bewusst von der DDR (oder BRD) umgestaltet wurde, muss man es mE nicht alles "korrigieren". Den von Hitler vollzogen Standortwechsel der Siegessäule hat man ja auch nie "korrigiert". Stattdessen eignen sich heute Demonstranten jeglicher Couleur das eindrucksvolle Setting an. So wie Hertha mit einer Multikultitruppe im Olympiastadion antritt und auch sonst bewusst Vielfalt verkörpert. Ebenso ist der Fernsehturm als ehemaliges Prestigeobjekt/Statussymbol der DDR-Hauptstadt nun eins der wichtigsten Symbole für Gesamtberlin und es stört niemanden mehr. Man sollte die Freiheit behalten, potentiell bereichernde historische Elemente zurückzuholen. Aber auch die Freiheit, den jetzigen Zustand zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Dit is Berlin und viel inspirierender als zwanghaft alles zurück auf Los zu stellen (wo immer man dieses "Los" auch verorten will).

    Ich bin ja sehr für kontroverse Debatten. Ich finde es aber völlig unakzeptabel, wenn demokratischen Gremien hier regelmäßig ein Vorgehen wie Walter Ulbricht oder gar die Taliban unterstellt wird.


    Ich hoffe sehr, dass wir zu einem Debattenstil kommen, der nicht mit Diffamierungen arbeitet.


    Ich beziehe mich zunächst mal explizit nur auf Einleitung und Schluss. Die Einleitung nimmt dankbar die Steilvorlagen auf, die hier zugegebenermaßen auch angeboten wurden. Klar, gerade so ein Talibanvergleich macht es natürlich leicht, eine überzeugende Verteidigungsrede zu halten.


    Ansonsten kann ich Deinem Hohelied auf die Demokratie aber dennoch nicht pauschal zustimmen. So möchte ich festhalten, dass auch demokratisch gewählte Organe sehr wohl den Prozess der öffentlichen Meinungsbildung gezielt untergraben und Sand in die Augen streuen KÖNNEN und dies auch sehr wohl TUN. Das gilt sicherlich nicht nur für eine Partei, denn der Kampf um die öffentliche Deutungshoheit ist das tägliche Geschäft. Aber es gilt eben sehr wohl AUCH für den aktuellen Senat. Im Bildungsbereich weiß ich sogar sehr genau, dass gezielt Daten der Öffentlichkeit vorenthalten werden (Berlin war das erste und mW nach wie vor einzige Bundesland, dass Ergebnisse von Vergleichsarbeiten seit Jahren nicht mehr veröffentlicht, nachdem man regelmäßig auf dem letzten oder maximal vorletzten Platz landete und auch das Abschaffen des Sitzenbleibens/Durchschleifen trotz klassenstufenumfassender Defizite sowie das Absenken der Abschlusshürden ist bundesweit berüchtigt, sodass manche Bundesländer ein Berliner Abitur schon nicht mehr als Hochschulreife anerkennen wollten). Im Bausektor ist zumindest bekannt, dass Juryentscheidungen bewusst nicht mehr transparent gemacht wurden. Von den "Kreuzberger Verhältnissen" mal ganz zu schweigen. Demokratisch gewählt mag also erst einmal auf sämtliche Akteure zutreffen, aber damit ist man mE noch längst nicht gegen jeden Zweifel erhaben. Auch aktuell, wo ich Politiker aufgrund der Querdenker-Kampagnen mehr als je zuvor in sozialen Medien entschieden gegen Anfeindungen in Schutz nehme, braucht es weiter ein kritisches Bewusstsein für die Möglichkeit und Realität von Machtmissbrauch zum Machterhalt. Alles andere wäre naiv und realitätsfern.


    Das alles war grundsätzlicher Natur. Denn anders als mancher hier habe ich mich nicht im Detail mit den beschriebenen Prozessen in Mitte befasst und nicht an den Veranstaltungen teilgenommen. Ich kann daher nur Konstantins Wort gegen Deins stehen lassen. Du magst mir nachsehen, dass diverse (im Forum dokumentierte mit etwas Recherche sicher auffindbare) Erfahrungen aus der Vergangenheit eher nicht für bedingungsloses Vertrauen in Deine Darstellungen sprechen. Aber ich weiß auch nicht, inwiefern Konstantin hier die Dinge angemessen und realistisch darstellt. Daher hoffe ich, dass ggf. weitere User Einblicke haben und teilen können. Denn es ist unbefriedigend, zwei solch gegensätzliche Darstellungen ohne zusätzliche Einordnung im Raum stehen zu haben.

    Zwei schlechte Nachrichten für das Projekt:


    Milla & Partner klagen gegen Umbaupläne

    Die Schaffer des Einheitsdenkmals sehen ihre bestehenden Urheberrechte als Wettbewerbssieger durch die Planungen für das Flussbadprojekt potentiell beschädigt (u.a. Gestaltung der Treppen und Einbau eines Fahrstuhls rücken ihnen zufolge dem Denkmal zu sehr auf die Pelle). Daher bereiten sie eine Klage vor.

    Quelle Tagesspiegel


    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bezweifelt Voraussetzungen des Projektes

    Der Verwaltung fehlen noch immer Gutachten und eine belastbare Machbarkeitsstudie. Details hierzu kann ich leider keine nennen (der verlinkte Artikel liegt hinter einer Paywall) aber das Thema hatten wir grundsätzlich ja durchaus schon besprochen.

    Quelle Morgenpost (Paywall)

    Viele haben es immer befürchtet und man musste eigentlich auch immer Bauchschmerzen haben. Das dürfte ordentlich kollektive Katerstimmung erzeugen, was in Kombination mit Corona schon ziemlich toxisch für die Stadt werden könnte.


    So hart es klingt, es bestätigt leider meine Wahrnehmung: Unsere lokale politische Kaste ist mE nur groß im Investieren aber weitgehend unfähig im Entwickeln guter Konzepte. Sie beherrschen keine Märkte, keine juristische Absicherung, keine effektive Bildungspolitik, keine aktive Wirtschaftspolitik... Auch bei der Verkehrswende bin ich bislang noch sehr skeptisch, auch wenn es grundsätzlich nicht verkehrt ist.


    KrauseGlucke Deine persönliche Dankbarkeit in allen Ehren. Aber davon können sich die Betroffenen leider im wahrsten Sinne des Wortes auch nichts kaufen.


    Edit: Lese gerade, dass zumindest die großen Gesellschaften wohl kulant bezüglich Nachzahlungen sein wollen (Vonovia verzichtet, Deutsche Wohnen geht nach den Finanzen der Mieter, Landesbetriebe fordern natürlich auch nichts zurück). Immerhin etwas!

    Ich würde gern mal eine Darlegung bekommen, welche Anrainer gegen das Flussbadprojekt sind.


    Das DHM ist jedenfalls nicht dagegen, genauso wenig das Humboldt Forum, die ESM stellt ihren Randstreifen für die Open Air-Präsentation zur Verfügung. Die Denkmalschutzbehörde hat meines Wissens keine Einwände. Das Auswärtige Amt, die Stiftung Bauakademie, die Staatlichen Museen, die Bertelsmannstiftung und die WBM haben sich auch bisher nicht negativ geäußert.

    Habe netterweise mal kurz recherchiert.


    1) Zu Deiner Frage:

    Die ESM ist offiziell für das Projekt, verfolgt dabei laut Herrn Edler aber womöglich auch eigene Interessen (und wollte den Pachtvertrag mit Edler eigentlich auch schon kündigen).

    Quelle: t-online (von 2019)


    Bezüglich der Haltung von Denkmalschützern steht Deine Darstellung jedoch im deutlichen Widerspruch zu der im offenen Brief der Domgemeinde geäußerten Darstellung, wonach sich u.a. Landesdenkmalamt Berlin, Landesdenkmalrat Berlin sowie ICOMOS Deutschland und der amtierende Landesarchäologe des Landes Berlin kritisch geäußert haben sollen. Dort werden zudem auch die Baukammer Berlin, die "Planungsgruppe Stadtkern im Bürgerforum Berlin" und auch "die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Museen" als Kritiker aufgeführt. Und gerade zu letzteren gibt es tatsächlich bereits mindestens seit 2015 wiederholt deutliche Kritik am Projekt, was sich leicht recherchieren lässt: siehe hier.


    Vom DHM, dem Auswärtigen Amt oder der Bertelsmannstiftung habe ich überhaupt keine Stellungnahme für oder gegen das Projekt gefunden. Das kann man natürlich so werten, dass sie sich zumindest nicht negativ tangiert sehen.


    Beim Dom findet sich übrigens weder eine Bekräftigung noch eine Relativierung der öffentlich kursierenden Kritik. Hier nehme ich an, dass bei einem nicht abgestimmten Vorpreschen sicher eine Richtigstellung erfolgt wäre. Es kann also eigentlich kein völliger Alleingang gewesen sein aber auch keine massiv vorgetragene Kampagne.


    2) Als "Beifang" habe ich aber auch einige mE äußerst interessante Artikel zur Haltung der Wasserbetriebe gefunden. Diese haben u.a. schon Herrn Steeg mit seinem Projekt zur Reinigung der Spree unterstützt (siehe bspw. hier), sind aber auch klare Befürworter des Flussbadprojekts. Hier fand ich einen Artikel besonders interessant, in dem neben den Wasserbetrieben (sehr ausführlich aber aufschlussreich) u.a. auch Herr Steeg zu Wort kommt aber auch Herr Edler mit einer direkten Erwiderung (also eigentlich alle besonders interessanten Akteure)! Der von mir vermisste Austausch von Argumenten hat demnach bereits stattgefunden, ich/wir hatte/n es nur nicht bemerkt. Wer sich also ein etwas umfassenderes Bild machen möchte, dem sei dieser Artikel sehr empfohlen. Zumindest was die Kosten angeht, scheinen die Einwände von Herrn Steeg demnach substanziell zu sein (dass es "nur" 70 Mio werden könnten, glaubt demnach niemand ernsthaft, selbst wenn man einige anfallende Kosten nicht dem Projekt zuschlägt). Auch kann man wohl festhalten, dass der Filter wohl tatsächlich vergleichsweise homöopathisch gegen das eigentliche Problem wirkt und die Wasserbetriebe da in anderen Dimensionen denken (und trotzdem von Herrn Steeg als unambitioniert betrachtet werden). Dass eine wirksame Reinigung der Spree günstig(er) zu haben sei, scheint zugleich aber auch illusorisch. Die Stadt wird überlegen müssen, was genau sie will und was das kosten darf.


    Mein Fazit: Tendenziell sehe ich das Projekt nach wie vor deutlich skeptischer als noch vor einiger Zeit (als ich eher neutral eingestellt war). Ich werde den Eindruck nicht los, dass Befürworter wie ESM oder Wasserbetriebe die Welle zu ihren Gunsten nutzen wollen (im Falle der Wasserbetriebe zumindest sicher nicht das verkehrteste für die Stadt) und die Kritiker doch recht fundierte Einwände bezüglich Kosten-Nutzen-Verhältnis und negativen Begleitumständen (historische Substanz, ökologische Bilanz) sowie intransparenter Planung und Evaluation auffahren können. Dass Herr Steeg hier rein objektiv und unvoreingenommen agiert, bezweifle ich inzwischen aber auch. Trotzdem sehe ich mich bislang tendenziell eher bei ihm als beim politisch favorisierten Flussbadprojekt.

    ElleDeBE Ich kann mich Deiner Bewertung des verlinkten Artikels in keinem einzigen Aspekt anschließen. Tendenziös und unausgewogen wären mE die treffenderen Attribute. Da werden munter Pappkameraden aufgebaut, an denen man sich dann abarbeiten kann. Auch die Äußerungen der Kritiker werden entsprechend zugeschnitten und verengt, bis es ins Bild passt. Dass dieser Artikel angeblich auch die Positionen im Forum angemessen spiegelt, empfinde ich hingegen als fragliche Darstellung.


    Tomov Respekt, dass Du den Artikel so knapp und präzise paraphrasierst. Und chapeau, dass offenbar auch Du so genau einschätzen kannst, weshalb Andere für oder gegen etwas sein können.

    HarrySeidler Danke für's Teilen.


    M50 ist mE in jeder Hinsicht das Highlight. Das scheinen ja bislang auch alle so zu sehen. Ein zeitloses Design des Turms und dazu eine spannende Gestaltung der umschließenden Flachdächer. Schön gelöst.


    M60 und M60 sehe ich immerhin farblich als interessanten Kontrast an. Zudem finde ich die Kombination aus Wohnen und Arbeiten und die Nutzung der Dachflächen erfreulich. Ansonsten leider besonders M40 keine große Inspiration für mich. Aber gut, die Flächen werden gerade in Kreuzberg dringend gebraucht und die Vermarktung erledigt sich von selbst. Da kann man wohl leider nicht viel erwarten.

    Camondo Ich bin ganz grundsätzlich für einen Wettbewerb der besten Ideen und Konzepte. Da muss niemand zurückhalten. Und hier überzeugen mich inzwischen tatsächlich die kritischen Gedanken sowie die Alternativkonzepte. Ich finde auch überhaupt nicht, dass sich die Konzepte gut ergänzen (der tonnenschwere Filter mit homöopathischer Wirkung ist mE so oder großer Dummfug). Das eine könnte ggf. wirklich sinnvoll umsetzbar sein (hier fehlt mir die Expertise aber zumindest wird plausibler argumentiert und begründet), das andere scheint mir ein ziemliches Hirngespinst zu sein wie "The Berg" für Tempelhof.


    Ich schließe mich daher badeninderspree und auch der Domgemeinde an: Hier wird mal wieder jede Menge Geld für das Vorantreiben eines rein politisch motivierten Projektes verbrannt, statt lieber in der Breite in gute Infrastruktur oder eine generelle Verbesserung der ökologischen Situation zu investieren. Das ist doch hanebüchener Quark, so viel Geld für so ein kleines Projekt zu verpulvern, trotz besserer Alternativen im Namen der "Ökologie" tausende Tonnen Beton in der Spree zu versenken und im schlimmsten Falle auch noch historische Bausubstanz oder zumindest den Weltkulturerbestatus zu gefährden. Aber diese Stadt bringt so etwas evtl. wirklich fertig. Hier wird ja auch ernsthaft ein Rückbau einer gerade frisch geschaffenen Autobahn diskutiert, auch wenn es mE ökonomisch aber auch ökologisch Wahnsinn wäre. Zum Glück haben wir ja keinerlei Schulden oder sinnvolleren Investitionsbedarf.

    Camondo Was redest bzw. schreibst du denn da? Es sollte wohl jedem frei stehen, hier seine Argumente einzubringen, zumal ich hier zwar auch konkurrierende Interessen sehe aber das ist doch kein KO-Kriterium für eine Diskussion (eher der Normalfall). Und wieso sollte ein einzelner Diskussionsteilnehmer warten müssen, bis eine andere Interessengruppe sich ebenfalls äußert? Das kann er doch auch überhaupt nicht beeinflussen.

    UrbanFreak Vielleicht solltest du die verlinkte Darstellung vor deiner Reaktion einfach mal lesen oder mindestens überfliegen. Das wäre im Vergleich relativ wenig investierte Zeit und doch hätten wir so zwar noch keine bessere Welt aber doch eine sinnvollere Diskussion.


    Spoiler: Ich habe alles gelesen. Herr Steeg ist nicht primär GEGEN etwas, sondern in der Tat FÜR etwas. Insofern ist sein Avatar auch nicht missverständlich Camondo, sondern entspricht seinem Kernanliegen.


    Ansonsten finde ich die vorgebrachten Argumente fundiert und sollten sie zutreffen und nicht widerlegbar sein, kann ich nur zustimmen. Eine Gegendarstellung würde mich sehr interessieren. So oder so gehört diese Darstellung mE aber an die Öffentlichkeit.


    Als kleine Nebenbemerkung: Manche der rhetorischen Vergleiche finde ich etwas blumig und gewagt. Darauf hätte ich im Interesse der insgesamt doch überwiegend stimmigen und sachlichen Darstellung ebenso verzichtet, wie auf vereinzelte Spitzen. Trotzdem bin ich insgesamt sehr dankbar für diese gut strukturierte und stimmig argumentierende Darstellung.

    Bousset Die verlinkte Statistik ist aber für sich genommen nicht sehr aussagekräftig.


    1) Dort geht es nur um ausländische Gäste. Berlin ist traditionell aber besonders stark bei inländischen Gästen. Zudem spielt dort die Zahl der Übernachtungen pro Gast keine Rolle. In Berlin bleiben Gäste durchaus mal etwas länger und im Schnitt für mehr als 2 Übernachtungen.

    -> Bei den für Gaststätten relevanten Übernachtungen liegt Berlin europaweit auf Platz 3 und wuchs vor Corona weiter von Jahr zu Jahr, wenngleich die Zuwächse sich zuletzt verlangsamt hatten. Zuletzt ging es trotzdem Richtung 35 Mio Übernachtungen. Zum Vergleich: London hatte über 80 Mio Übernachtungen, Paris über 50 Mio, Rom rund 30 und dann kommt erst wieder bei ca. 15-20 Mio eine Ballung (Barcelona, Madrid, Prag, Wien, München, Amsterdam, Hamburg).


    2) Das Estrel generiert sich von jeher eigene Gäste und dies neben diversen Events u.a. im Kongressbereich. Im Kongressbereich lag Berlin zuletzt immer noch in den Top 5 weltweit und mit dem BER und der direkten Autobahnanbindung wird die Lage des Estrel gegenüber dem ICC sogar noch stärker (zumal neben der Anbindung die unglaublich günstige Kombination von größtem Kongressstandort und größtem Hotelbetrieb hinzukommt). Generell ist eine Stärke des Estrel, dass man trotz des nicht genehmigten Shoppingcenters (fast) alles vor Ort hat und zugleich mit der hervorragenden Anbindung (Autobahn, ÖPNV inkl. S-Bahn-Ring, Bootsanleger, Gleisanschluss) auch problemlos viel in der Umgebung mitnehmen bzw. unternehmen kann.


    3) Zu guter Letzt war das Estrel gegenüber anderen Berliner Hotels bisher überdurchschnittlich ausgelastet (über 60%) aber zugleich auch früher wirtschaftlich als andere Häuser (laut eigener Angabe Gewinne bereits ab 30% Auslastung). Mögliche Überkapazitäten in anderen Häusern sind somit kein direktes Problem für das Estrel.


    Fazit: Ich gehe insgesamt davon aus, dass man das Estrel sogar eher zu den Gewinnern einer möglichen Konsolidierung zählen würde. Falls der Markt für Kongresse einbricht, werden die verbleibenden dennoch eher im Estrel stattfinden. Wenn in Berlin aufgrund von Überkapazitäten Hotels sterben, dann zunächst die weniger wirtschaftlichen. Wenn beim Estrel selbst mal irgendeine Säule wegbricht, wird man kreativ wie zuvor neue Angebote platzieren. Die räumlichen Kapazitäten kann man ja durchaus flexibel bespielen.


    Regent Es geht in der Regel ja nicht allein um den Warenerwerb, sondern um ein attraktives Gesamtpaket. Ansonsten müsste man die eigene Wohnung ja überhaupt nicht mehr verlassen. Allerdings weiß ich jetzt auch nicht, inwiefern die Shopping-Klientel Berlin gegenüber anderen Standorten schätzt. Es ist ehrlich gesagt nicht so mein Ding und ich habe diesbezüglich auch nicht so aktiv die Zahlen verfolgt.

    Bautradition Das "Square" ist die englische Entsprechung von "hoch 2" oder "im Quadrat". Geschrieben wird das Areal tatsächlich nur "Siemensstadt²" heißen, also nur ein kleiner Exponent ² angehängt. Mündlich dürfte es zu 99% ohnehin einfach bei Siemensstadt bleiben, egal wie es Siemens intern handhabt.

    ^Es gibt nähere Informationen.


    Berlin Marienfelde soll ein "Campus für die Entwicklung, Erprobung und Implementierung wegweisender Softwareapplikationen werden", dabei geht es aber nicht etwa um Software für die Nutzerbedienung in den Fahrzeugen (die ist mit MBUX allerdings ebenfalls bereits prominent in Berlin vertreten), sondern um "das geballte Wissen der Marke" im Bereich der digital optimierten Produktion (sprich: Industrie 4.0). Marienfelde wird demnach für 60 Mio zu einer "digitalen Anlauffabrik mit einer Reihe modernster Pilotlinien und Testzellen" umgebaut. Dadurch soll man auch als "Kompetenz- und Qualifizierungszentrum" für die Führungsleute von 30 bundesweit und global verteilten Daimlerwerken mit rund 80.000 Mitarbeitern fungieren. Man kommt dann also sozusagen aus aller Welt nach Berlin, um sich die nächsten Entwicklungsansätze für das eigene Werk anzusehen. Mit diesem Ansatz sieht auch die Gewerkschaft ein starkes Alleinstellungsmerkmal für die Zukunft.


    Interessant ist allerdings die Frage, was denn letztendlich auch tatsächlich für die Fahrzeugproduktion in Berlin gefertigt wird. Erst vor wenigen Jahren kam ja der Zuschlag für wichtige Investitionen von 500 Mio, womit in der Tat ein wichtiges e-Antriebsmodule in Berlin gefertigt wird (aus 60 Kompnenten zusammengebaut und 165 kg schwer). Jetzt sollen offenbar aber eher noch kleinere Bauteile wie einem Modul für die Leistungselektronik von Batteriesystemen hinzukommen. Hier wünscht sich die Gewerkschaft noch größere Pläne wie die Fertigung oder das Recycling von ganzen Batteriesystemen. Darüber wird sicher noch aktiv diskutiert und gerungen werden und damit hängt dann auch der Umfang des Personalabbaus zusammen (wobei Tesla wohl noch immer händeringend sucht).

    Quelle Handelsblatt

    Sinkender Stern und steigender Stern

    Was vor einigen Wochen schon anklang, bestätigt sich nun auch offiziell: Daimlers ältestes Motorenwerk steht in der traditionellen Form vor dem Ende. Stattdessen soll der Standort neben der bereits bekannten Rolle bei der Fertigung von E-Antrieb-Komponenten auch zu einem Kompetenzzentrum für Digitalisierung entwickelt werden. Es soll Software für ganze Fahrzeugserien entwickelt und erprobt werden und im Falle der Antriebskomponenten kommt auch noch die Fertigung hinzu. In den Augen der Konzernlenker sei damit die Zukunft des Traditionsstandortes gesichert. Für die Beschäftigten am Standort gilt das wohl nur zum Teil. Zwar soll es Angebote zur Umschulung und Weiterqualifizierung geben aber es werde insgesamt auch zu "weniger Beschäftigungsumfängen" kommen. Zumindest spielt Daimler jetzt mit offenen Karten und die Umstrukturierung ist ein deutschlandweiter Prozess (Daimler-Verbrennermotoren werden bald nicht mehr in Deutschland produziert).

    Quelle Sueddeutsche Zeitung

    Theseus532 und Bousset Ich denke auch, dass es vor allem eine Frage des (fehlenden) politischen Willens war und ist. Klar ist zudem auch, dass man erst durch den Aufbau entsprechender Kompetenzen wirklich effizient planen und umsetzen kann.


    Ich denke, dass die U5 hier tatsächlich einen Stein ins Rollen gebracht hat. Und es wäre extrem wichtig, wenn der jetzt überhaupt im Rollen bleibt. U7 und U3 sind dafür zumindest beide nicht verkehrt.


    Die U3 wird vergleichsweise leicht umsetzbar sein und doch einen Mehrwert bringen - gerade, damit diese Linie künftig noch mehr genutzt wird.


    Die U7 soll jetzt offenbar gleich an beiden Enden verlängert werden und wird im Vergleich zur U3 auch deutlich spektakulärer: Die längste Linie der Stadt wird noch länger und verbindet tiefstes Spandau mit dem dynamischen Speckgürtel südöstlich der Stadt mit dem berühmt-berüchtigten BER. So hat Berlin dann einen Airport mit S- UND U-Bahn-Anschluss (die U7 kreuzt zudem viele andere wichtige Linien und wird vermutlich einen ziemlich dichten Takt erhalten). Das wird den Busverkehr um Rudow deutlich entlasten und auch das leidige Taxithema zumindest etwas relativieren.


    Wenn beide Projekte rollen (zumindest erst einmal im übertragenen Sinne), wird man hoffentlich weiter dran bleiben. Das gleiche erhoffe ich mir auch für die Straßenbahn und S-Bahnprojekte in die Brandenburger Peripherie (durch die Beteiligung Brandenburgs noch komplizierter und langatmiger aber auch immens sinnvoll, sodass auch hier mit der U7 ein wichtiger Anknüpfungspunkt in den Köpfen entstehen könnte).


    In Kombination kann das die Verkehrswende ermöglichen und zugleich das Wachstum der Stadt inklusive Zusammenwachsen mit dem Umland entscheidend voranbringen. Ökologisch und ökonomisch aber auch für die Lebensqualität der Menschen wünsche ich mir kaum etwas mehr für die kommenden Jahrzehnte. Deshalb hoffe ich so sehr, dass die Dynamik jetzt nicht doch wieder ausgebremst wird und sei es durch Streit über die richtige Linie...

    Inspiriert von Bild 1 in diesem Beitrag wollte ich mir mal wieder eigene frische Eindrücke vom Entertainment District verschaffen. Als ich am Sonntag ohnehin in die Gegend musste, kam die erwartete Gelegenheit - leider inmitten von einem leichten Schneesturm aber einige (frostig-)frische Eindrücke konnte ich doch gewinnen und ich will sie trotz fehlender Bilduntermalung doch gerne stichpunktartig teilen:


    -Die im Bild dargestellte und darunter kurz beschriebene Perspektive gehört für mich schon jetzt zu den attraktivsten des Platzes. Dicht vor der doch recht imposanten Arena türmt sich rechts der Stream auf (künftig wird man dort wohl auch den Edge erkennen können). Den Stream kann man von der linken Platzseite aus aber auch schon über die Häuser hinweg erkennen, selbst wenn man vor einem der Restaurants sitzen sollte (der Turm spiegelt sich zudem auch in den Glasfronten der Restaurants). Von den erhöhten Terrassen aus dürfte es aber noch etwas spektakulärer wirken. Wie man auf dem Bild von Rotes Rathaus direkt über diesem Beitrag sieht, erkennt man zumindest die Spitze des Stream sogar schon beim Betreten des Platzes.


    -Schaut man direkt vor der Arena in die entgegengesetzte Richtung (sprich: nach links), so erblickt man neben der konkaven Zalandofront auch u.a. die Türme von Max und Moritz sowie den etwas kleineren Büroturm (hab gerade den Namen vergessen). Diese Türme sind weiter vorn auf dem Platz aber nicht zu erkennen (vermutlich auch von den erhöhten Terrassen aus eher nicht). Das ist natürlich etwas schade, weil so nicht beide Platzseiten gleichermaßen attraktiv gefasst werden.


    -Obwohl witterungsbedingt (fast) keine Menschen unterwegs waren, empfand ich den Platz nach wie vor nicht als anti-urban oder "tot".

    Den ersten Abschnitt des Platzes mit den beiden Backsteinriegeln mag ich recht gerne. Man ist dort immer noch nahe am Wasser und der East-Side-Gallery (in der Ferne erkennt man diverse Uferbauten und die Oberbaumbrücke, direkt vor der Nase hat man den Bootsanleger aber natürlich auch die breite Straße). Direkt auf dem Platz fallen neben dem schönen klassischen Pflaster sowie dem oben dargestellten Kunstobjekt vor allem die großen Bäume (aktuell noch immer illuminiert mit Lichterketten) und die langen Bänke auf.

    Was mich noch immer nicht so richtig überzeugt, ist die Abgrenzung zwischen den beiden Platzteilen. Ich kann ansatzweise erkennen, welchen Effekt man damit bezweckt aber brauchen tue ich das nicht.

    Die große Freifläche mit dem Wasserspiel war am Sonntag natürlich zugig und leer. Dennoch gefallen mir nach wie vor die jeweils zwei bepflanzten Terrassenebenen auf beiden Seiten. Für mich hat das einfach was. Zumindest ohne Illuminierung hat mir aber der "Kinobau" etwas besser gefallen als der mit der Music Hall. Letzterer wirkt unbeleuchtet etwas grau und blass, was aber durch den aufregenderen Hintergrund aber mindestens kompensiert wird (siehe oben). Ansonsten fällt auf, dass es auf beiden Seiten neben Gastronomie ziemlich nah weitere hohe Bäume und auch öffentliche Sitzbänke gibt. Geht man rechts weiter in Richtung Stream, East-Side-Mall und Edge, bieten sich einige schöne Perspektiven. Nebenbei ist mir auch aufgefallen, dass ich die Eastside-Mall eigentlich doch recht ansprechend finde, jedenfalls eher als einige andere EKZ.


    Fazit: Der Platz gewinnt in meinen Augen immer mehr. Es wird sicher auch künftig keine architektonische Perle aber mit den umliegenden Bauten und Sehenswürdigkeiten entsteht schon ein zunehmend reizvoller Gesamteindruck. Nur schade, dass die meisten Türme dann doch etwas weit weg stehen. Damit wird man im Sinne von vertikaler Präsenz nicht so ganz an Alex, City West und Potsdamer Platz herankommen (wie gesagt bis auf das kleine Areal ziemlich direkt vor der Arena).

    Arty Deco Die Marktkapitalisierung ist in der Tat sprunghaft und somit nicht maßlos zu über- aber zugleich auch nicht zu unterschätzen. Ich würde mich schon aus ethischen Gründen nicht allein daran orientieren oder sogar an bestimmten Wetten/ heiß gelaufenen Hypes beteiligen. Aber wenn die Börsen Tesla vielfach mehr Gewicht verleihen, kommen die durch dieses Vertrauen auch besser an Investitionsgelder und können zugleich weiterentwickeln und expandieren, während das Deutsche Establishment wichtige Investitionen fast nur noch über schmerzhafte Sparmaßnahmen ermöglichen kann und seit einiger Zeit teilweise trotzdem Verluste schreibt (Tesla hingegen ist seit einigen Quartalen stabil im Plus). Ansonsten zeugt Dein Denken von der typischen deutschen Haltung, die mir auch selbst nach wie vor vertraut ist. Allerdings hatte auch Amazon wie Tesla lange keine Gewinne (ähnlich auch Zalando). Inzwischen sind das Schwergewichte mit unglaublich starker Marktstellung und schwer einholbaren Investitionsvorsprüngen. Es ist durchaus möglich, dass das Pendel irgendwann wieder etwas zurückschwingt und etablierte Unternehmen aufholen. Aber darauf wetten würde ich nicht (und die Märkte wetten wie gesagt fleißig auf das Gegenteil, wodurch sie eben wie gesagt auch zugleich eine entsprechende Dynamik weiter begünstigen).

    ^^^Noch einmal etwas zur wirtschaftlichen Entwicklung im Startup-Sektor: Es gibt ja oftmals relativ viel Resonanz, wenn eine Neugründung die 'magische Marke' von 1 Milliarde Marktkapitalisierung überschreitet. Aber die nachhaltige Entwicklung der Unternehmen wird anschließend primär von Börsenteilnehmern verfolgt. Dabei ist die Bewertung mE durchaus interessant, auch wenn man es mal mit etablierten Unternehmen vergleicht. Nur mal ein paar Zahlen börsennotierter deutscher Firmen (gerundet):

    1. SAP: 133 Mia

    2. Siemens: 114 Mia

    3. VW: 86 Mia


    18. Delivery Hero: 27 Mia

    21. Zalando: 24 Mia

    25. Siemens Energy: 23 Mia

    34. Deutsche Wohnen: 15 Mia

    39. Hello Fresh: 12 Mia

    57. Axel Springer: 7 Mia

    69. GSW Immobilien: 6 Mia

    85. Hypoport: 4 Mia

    94. Rocket Internet: 3 Mia


    Die unteren 9 sind alle Berliner Firmen unter den Top 100, die ich ohne große Recherche ausmachen konnte. Brandaktuell hinzugekommen ist eigentlich noch Auto1, die kurz nach ihrem Börseng bei knapp 11 Mia stehen. Dafür fällt Hypoport aus Berliner Sicht bald raus, weil der Senat sie bekanntlich erfolgreich 'vertrieben' hat. Ansonsten hat Rocket Internet ein wenig enttäuscht aber der Gesamttrend ist erstaunlich: In Berlin geht das Gewicht bereits klar in Richtung Startups aber auch national spielen Delivery Hero und Zalando in der gleichen Gewichtsklasse wie etwa Münchener Rück (32), Deutsche Bank (18), RWE (24) oder Eon (24). Hello Fresh und Auto 1 tummeln sich bei Evonik (13), Puma (13) und Traton (12) sowie deutlich vor Commerzbank, O2, MAN, Lufthansa, Thyssen, Hochtief oder Lanxess (alle 6-7).

    Zum Thema Politiker: Ein Hochschulabschluss ist sicher ein gewisser Indikator für Bildung und Leistungsbereitschaft. Aber es ist nicht der einzige und mE auch nicht unbedingt der entscheidende Indikator für einen qualifizierten und erfolgreichen Politiker. Ich fände es hingegen sehr erstrebenswert, wenn die Parteien wieder attraktiver für diverse Quereinsteiger werden könnten (ca. 5 Jahre eigene Berufserfahrung fände ich einen wünschenswerten Schnitt und gerade für Ministerposten dürfte es gerne noch etwas mehr sein). Das war beispielsweise bei der SPD über lange Zeit das Rückgrat der Partei.