Machbarkeitsstudie Umnutzung des Juridicums auf dem Campus Bockenheim | neuer Bericht
Wie tunnelklicks Beitrag weiter oben andeutete gibt es nun seit kurzen einen neuen Bericht der neue Details zum weiteren Vorgehen hinsichtlich der Entscheidungsfindung enthält.
Die Untersuchungsberichte bestehend aus der Anlage 1 und 2 waren wohl im Sinne eines angestrebten Umbaues für eine Umnutzung nicht endeutig genug, sodass nun ein "Zukunftslabor Juridicum" stattfinden soll.
Sollte die "Erprobung" erfolgreich verlaufen, dann könnte dieses "ergebnisoffene" Vorgehen in Zukunft die "(Um)Baukultur" auch bei anderen Bestandsgebäuden möglicherweise ändern.
Termine:
• 15.01.2026 - Workshop
• 19.02.2026 - Workshop
• 16.04.2026 - Workshop
• 07.05.2026 - Workshop
• 24.09.2026 - Abschlussveranstaltung
"Weitere Termine zur Einbindung der Öffentlichkeit werden noch definiert und entsprechende Formate erarbeitet. Es wird diverse Möglichkeiten geben, auch über die Stakeholder-Beteiligung hinaus, Stimmen und Meinungen aus der Bevölkerung aufzunehmen."
Eingeladenes Stakeholder-Panel:
• Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK Hessen)
• Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
• Offenes Haus der Kulturen e.V.
• Ortsbeirat 2
• Hochschule für Musik und darstellende Kunst (HfMDK)
• Frankfurt LAB - das Musik-, Theater- und Tanzlabor der Moderne für Frankfurt RheinMain e.V.
• ABG FRANKFURT Holding GmbH
• Dezernat III, Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main
• Römer-Fraktionen:
xxx~ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
xxx~ SPD
xxx~ Volt
xxx~ CDU
xxx~ FDP
xxx~ Die Linke
Leitendes Expert:innen-Panel für die Themen
~ Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohl:
xxx• Gabu Heindl, Professorin an der Universität Kassel und Leiterin von GABU Heindl Architecture, Wien
xxx• Niclas Schneider, Vorstand der Lang & Cie Real Estate AG
~ Nachhaltigkeit und Lebenszyklus:
xxx• Nicole Zahner, Statikerin, Dipl. Bau-Ing. ETH, Studio C Berlin
xxx• Horst Peseke, Dipl. Ing. Tragwerksplanung, Betoninstandsetzung: Bestand, Denkmäler; Bollinger+ Grohmann Ingenieure
~ Räumlicher und funktionaler Kontext:
xxx• Verena Brehm, Professorin Universität Kassel, Partnerin des Planungsbüros CITYFÖRSTER
xxx• Thomas Meurer, Professor an der Technischen Hochschule Mittelhessen
Arbeit und Dokumentation
"Im Zukunftslabor arbeiten sechs Expert:innen unterschiedlicher Disziplinen in einem Workshop-Format über ca. 6 Monate an den oben genannten Entwicklungsvarianten und betrachten diese aus unterschiedlichen Perspektiven. Das eingeladene Stakeholder-Panel wird a den Workshops zeitweise teilnehmen, um die Erkenntnisse mit den Expert:innen diskutieren zu können."
"Die Arbeit sowie die Ergebnisse des Zukunftslabor werden regelmäßig auf einer Projekt-Homepage präsentiert. Zudem erarbeitet das beauftragte Forschungsinstitut in Zusammenarbeit mit den Expert:innen eine Abschlussdokumentation. Diese soll Textbeiträge zu den einzelnen Varianten und Betrachtungen enthalten, den Prozess dokumentieren sowie eine fachliche Empfehlung als Entscheidungsgrundlage erarbeiten."
Begründung
"Die bisher vorliegende Machbarkeitsstudie ist ein Baustein und wird als Zwischenergebnis gewertet. Sie bildet eine wichtige Basis für weitere fachlich Debatten. Die Studie enthält u.a. die Erkenntnis, dass das Bestandsgebäude aus zwei Teilen besteht - dem Juridicum und dem Mehrzweckgebäude - und dass ihr Zustand grundsätzlich einen Erhalt und eine Umnutzung ermöglicht. Das Juridicum scheint für eine Umnutzung in Wohnen besser geeignet als das Mehrzweckgebäude. Mit der Prämisse, das gesamte Gebäude in Wohnen umzubauen, ist diese Entwicklung wirtschaftlich nicht darstellbar. Darüber hinaus liefert die vorliegende Machbarkeitsstudie wertvolle Grundlagen, indem sie die technische Umsetzbarkeit einer Umnutzung des Juridicums bestätigt und wesentliche bauliche Parameter wie Tragfähigkeit und Erweiterungsmöglichkeiten positiv bewertet. Sie berücksichtigt jedoch ausschließlich wirtschaftliche und bautechnische Kriterien und lässt damit zentrale Aspekte wie räumlich-funktionale, soziale, ökologische und gemeinwohlorientierte Wirkungen sowie alternative Nutzungs- und Förderoptionen unberücksichtigt."
"Dies zeigt, dass es bei näherer Betrachtung noch viele offene Fragen gibt, die es zu klären gilt. Deshalb ist eine vertiefende, interdisziplinäre Betrachtung erforderlich, wie sie im Rahmen des Zukunftslabors vorgesehen ist. Nur so kann eine ganzheitliche Entscheidungsgrundlage geschaffen werden."
Quelle der Zitate: B_455_2025 vom 05.12.2025