Ich bin voll und ganz dafür, das man Denkmäler wie diese wieder so herrichtet wie sie einst waren. Wäre auch dafür das man die fehlenden Reliefs an der Siegessäule wieder herrichten würde (diese wurden von den Franzosen nach Kriegsende entfernt).
Aber, ich kann mir vorstellen das es von Seiten der Politik, oder von Entscheidungsträgern in der Verwaltung Widerstand dagegen gibt. Wenn schon historisierende Neubauten ein rotes Tuch sind, dürften solche Denkmäler vermutlich noch weniger akzeptabel sein, wenn man sie nicht wenigstens in einen "zeitgemäßen Kontext" setzt.
Wollen wir also das beste hoffen und sehen wie es weiter geht. Alles in allem sehen die Photos von den restaurierten Denkmäler klasse aus.![]()
Beiträge von Wahnfried
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Wirklich schön die Anlage, aber ob die Figuren die die 4 deutschen Ströme (Rhein, Elbe, Oder und Weichsel) versinnbildlichen sollen, noch politisch Korrekt sind?
Die Weichsel liegt ja nun nicht mehr in Deutschland. Könnte mir vorstellen, das man die Orginal Reliefs deshalb nicht mehr anbringt. Wäre zwar schade, würde mich aber nicht wundern. -
Dem schließe ich mich an. Was da auf den Bildern zu sehen ist, ist fantastisch. Ich war 1991 kurz nach der Wiedervereinigung in Potsdam und wenn man von der S-Bahnstation Bahnhof aus über die Brücke gelaufen ist, gab es ausser der Nikolai Kirche nur Ödnis.
Respekt an Potsdam für diese fantastische Aufbauleistung. Aus Ruinen auferstanden,.....
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Mercer
Die Mercer Liste wird von vielen Firmen als Kalkulationsgrundlage und als Basis fuer Entsende-Bedingungen benutzt. Ob sie wissenschaftlich haltbare Vergleiche ueber Lebensqualitaet und Lebenshaltungskosten liefert kann man anzweifeln. Jedoch liefert Mercer Angaben ueber Lebensqualitaet (Quality of Living), Lebenshaltungskosten, Mietkosten, Schulgeld, etc.
Firmen verwenden diese Angaben um einheitliche Entsende- und Dienstreise-Verguetungen zu haben.
Nehmen wir an ein Mitarbeiter eines global agierenden Unternehmens soll von Frankfurt nach Kairo entsendet werden. Die Mercer Liste gibt an wie hoch der Tagessatz-, die Uebernachtungspauschale und die Qola (Quality of Living Allowance) ist. Hab die Liste jetzt nicht bei mir, aber der Tagessatz koennte so 40 Euro sein, die Uebernachtungspauschale vermutlich ebenfalls und die Qola so um die 20 Euro. Also, bekommt der Mitarbeiter pro Tag Entsendung 100 Euro zusaetzlich zum Gehalt. Zusaetzlich koennte es noch ein Risiko-Zuschlag geben, da Cairo als eine gefaehrliche Stadt angsehen wird.
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Wobei natürlich auch Fragen aufkommen - warum ist z.B. Nürnberg (0,5 Mio EW) enthalten und Köln (>1Mio. EW) nicht?
Das duerfte damit zu erklaeren sein, das in dieser Region Deutschlands schon eine andere Stadt (Duesseldorf) bewertet wurde.
Mercer versucht Firmen eine Richtschnur zu geben und wenn eine Firma Mitarbeiter nach Koeln entsenden will, aber Koeln nicht aufgefuehrt wird, nimmt man die naechstgelegene Stadt. -
Das Kaufhaus sieht gar nicht mal so schlecht aus. Jedoch verglichen mit barocken Nachbargebaeude sehen die postmodernen Bauten aus, wie vereinfachte Kopien. Wie gewollt, aber nicht gekonnt.
Dennoch immer noch besser, als gewoehnliche, quadratisch, praktische, Glas- und Beton-Architektur. -
Erdgeschoss und erster Stock koennten als vereinfachter (entstuckter) Altbau durchgehen. Das Dach mit der Roehre und der psychodelische Treppenaufgang wirken auf mich so, als ob der Architekt entweder auf Droge war, oder einen Kontrast als Protest gegen die Gestalltungssatzung erheben wollte.
Insgesamt wollte sich der Architekt wohl herausheben und sich nicht einbinden in die Umgebungsbebauung. Schaetze das Ego vieler Architekten ist wohl das Hauptproblem, wenn es darum geht Brachen in vorhanden Altstadt-Bereichen zu bebauen.
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Oja, auch wenn ich nicht mehr in Frankfurt wohne und nur noch selten in Deutschland bin, würde ich für solch ein Vorhaben sicherlich spenden.:)
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Stimmt schon, das Bahnhofsviertel hat sich zum besseren entwickelt. Ich bin ja nun nicht mehr so häufig in Frankfurt, aber als ich das letzte mal dort war (April 2014), war der Kaisersack immer noch im Belagerungszustand. Gruppen von Penner und Drogensüchtige standen an den Rolltreppen zur B-Ebene und bildeten ein Empfang Spalier, für arglose Passanten und Touristen.
Gruppen von Sinti/Roma Frauen auf Betteltour sind mir auch in der Münchner Straße aufgefallen.
Das sind sicherlich keine untragbare Zustände und wenn ich die Wahl hätte zwischen einem sterilem Bahnhofsviertel ohne Rotlichviertel+Straßenleben und dem jetzigen Zustand, würde ich den jetzigen Zustand bevorzugen.
Dennoch kann ich schon verstehen, das Ladenbesitzer, Anwohner und ängstliche Passanten den jetzigen Zustand nicht gut finden.
Optimal wäre wenn man zumindest den Kaisersack etwas aufwerten könnte, zum Beispiel durch einen verkehrsberuhigten Bahnhofsvorplatz, der sich am Vorkriegs-Zustand orientiert. Und wenn man die Drogenabhängigen und Penner am randalieren und wild urinieren abhalten könnte. Das ist natürlich schwer umzusetzen, ohne ein hartes durchgreifen der Polizei.
Das Rotlichviertel selbst ist denke ich kein Problem, solange sich die Prostitution in den Laufhäusern abspielt und nicht auf der Straße. -
Ich finde das Bahnhofsviertel würde ohne Rotlichtviertel sein Flair verlieren. Die ganzen Junkies und Penner allerdings ziehen das Bahnhofsviertel extrem runter.
Für zart besaitet Mitbürger ist es bestimmt eine ziemliche Zumutung wenn sie aus der B-Ebene kommen und das erste was sie sehen sind verwahrloste Menschen die sie um nen Euro anpumpen, oder die Mülltonnen nach Pfandflaschen durchwühlen, sich spritzen setzen, oder wild urinieren.
In New York hat man die Verwahrlosung durch eine "Nulltoleranzstrategie" gestoppt.
In Frankfurt wird man das aber kaum umsetzen können, da sofort irgendwelche Sozialverbände, Gutmenschen und Bürgerrechtler intervenieren würden.
Eine Verlegung der Drückerstube an den Standrand, vielleicht Sportfeld Niederrad würde die Alkis und Penner eh nicht tangieren. Schätze so schnell wird sich nichts ändern. -
Wow, aus einem häßlichen Entlein, wird ein prächtiger Schwan. Oder, passender aus einem alten Schuhkarton ein Schmuckkästchen.
Wäre schön wenn sich der Trend fortsetzen würde. Aber, für jeden gelungen Um- oder Neubau, gibt es noch genug un-inspirierende Gegenbeispiele. Siehe Oberpostdirektion, Senkenberg-Museum, Philosophicum, etc.
Dennoch kann man eine Trend zu gefälligeren Fassaden erkennen und mit der Zeit werden hoffentlich die vielen, als häßlich empfundenen Gebäude der späten Nachkriegszeit (60er-90er Jahre) verschwinden.
Die Ursache mag sein, das es wieder Hip ist in der Stadt zu wohnen und auch die wohlhabende Bevölkerungsschicht zurück in die Städte zieht. Somit Geld für mehr, als rein funktionale Gebäude da ist. -
Wow, fantastisch. Ich war nie in Bukarest, aber in Brasov, Sinaia, Sighishoara, Cluj Napoka, Bran und Iasi. Sinaia ist auf alle Faelle ein Besuch wert.
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Brockeschen Palais
Habe die SuFu benutzt, aber vielleicht den falschen Begriff verwendet.
Wird der Giebelschmuck noch angebracht und die Verzierungen an den Aussparungen über den Fenstern?
Potsdams Mitte wird wirklich wieder zu einem Schmuckstück. Kann mich noch erinnern als ich 1991 mal zu einem Besuch anreiste und vom Bahnhof über die Brücke ging. Da war nur die Nikolei Kirche übrig, alles andere sah trist und öde aus.
Selbst die Neubauten sehen jetzt richtig gut aus. Zum Beispiel das weise Haus am Kanal (Post 305). In Frankfurt werden die meisten Neubauten nach Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten gebaut. Das Ergebnis ist dann meist ein Schuhkarton mit Öffnungen für die Fenster und ansonsten glatte Fassaden.
In Potsdam wird augenscheinlich auch bei Neubauten mehr Wert auf Fassadengliderung gelegt. Liegt das an einer strengeren Gestaltungssatzung? Wenn dem so ist dann ein Großes Kompliment an die Stadtverwaltung. -
Es verwundert das der Kasten nicht unter Denkmalschutz steht.
Ist immerhin ein Nachkriegsbau (errichtet 1952) wie auch der Bundesrechnungshof.
So, sah der Kasten ursprünglich aus.http://www.akg-images.de/archive/-2UMDHUJFQRYT.html
Da hat der Besitzer wohl Glück, dass die Fassade mal erneuert wurde und der Brocken nicht in der Innenstadt steht.
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Das Pfarrhaus dürfte ein entstuckter Gründerzeitler sein. Es wäre schade den abzureisen.
Die Kirche war mal recht ansehnlich, aber der Neuaufbau nach dem Krieg (nur einige Teile des Erdgeschoß sind übrig von der ursprünglichen Kirche) ist Nachkriegsmoderne. Der Turm war wohl noch erhalten, wurde aber zurückgebaut um mit dem nun einfachen Kirchenschiff zu harmonieren.http://de.wikipedia.org/wiki/Matth%C3%…nkfurt_am_Main)
Das ist jetzt nichts neues, aber mal wieder ein weiteres Beispiel wo ein recht unansehnliches Nachkriegsgebäude einem potentiell großem Wurf im Wege steht.
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Die Sandsteinkonsolen sehen aus als wären sie Jugendstil. Wenn das orginalgetreu rekonstruiert wurde dann ist das schon bemerkenswert anmutig für ein Renaissance-Erker.
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^Musikerhaus Potsdam.
Die Fassade soll originalgetreu rekonstruiert werden. War das Dach auch schon ursprünglich so, oder hat man hier auf Gauben und ähnliches verzichtet? -
Bei Menschen rechter Gesinnung funktioniert der Verdrängungsmechanismus wahrscheinlich viel besser.
Ich lebe hier und jetzt und ich ich möchte mich hier wohlfühlen!Ohne jetzt spitzfindig sein zu wollen, aber Du widersprichst Dir selbst. Zum einen beklagst Du Verdraengung und dann moechtest Du nur im Hier und Jetzt leben.
Es ist mir im übrigen herzlich egal was die Menschen in Westdeutschland oder dem Rest der Republik für die Berliner Mitte wollen.
Klingt ein bisschen egoistisch, oder. Zwei mal drei macht vier,: widewidewitt und drei macht neune,: ich mach mir die Welt,: widewide wie sie mir gefällt.
Wie gut das es nicht nach Dir geht, sondern nach dem was die Mehrheit will. Ich schaetze wenn das Humbold-Forum fertig ist, werden die meissten Menschen erkennen, dass es richtig war, eine Reko des Schlosses zu bauen. -
Auch bei Menschen wirkt die Geschichte eher belastend und wird vor allem genutzt um zu klassifizieren und zu bewerten. Also Leute werden zuerst nach ihren Eltern gefragt, danach wo sie geboren wurden und noch welchen Beruf sie zuerst erlernt haben und damit eingeteilt und bewertet.
Also, das sehe ich anders. Die meissten Menschen sind stolz auf ihre Herkunft, Geschichte und Familie. Das Menschen unter ihrer Geschichte leiden kenne ich eigentlich nur unter manchen Linken in Deutschland. Jahrzehnte des Schuldkults und Anti-Patriotische Gehirnwaesche haben zu solchen einem Leiden und Hass auf die eigene Indentitaet gefuehrt.
Die meissten Menschen in Deutschland wuerden es aber gewiss gerne sehen, wenn die Mitte von Berlin wieder etwas an Glanz gewinnt. -
Und an dieser Stelle wird mir auch wieder sehr plastisch deutlich, daß die NS-Zeit quasi der Zaubertrank ist, der nahezu alle dieser linken Gutmenschen umtreibt.
Kann schon sein, dass die Mehrheit der "linksbewegten-wir-sind-doch-die-Guten-Menschen" ein Gegenpol, als Bestätigung brauchen. Ich denke aber, dass die Fixierung auf die NS-Zeit auch dazu dient von den Verbrechen der Sozialisten abzulenken. Solange, in den Medien über Hitler und Neo-Nazis berichtet werden, am besten 24h am Tag, berichtet keiner von Pol Pot, Lenin, Stalin, Mao, Kim Jong Ill und Ulbricht.