Beiträge von Wahnfried

    Ich faende es schade wenn die Frankfurter (Eschborner) Boerse mit der LSE fusionieren wuerde. Ich schaetze das die LSE ueber kurz oder lang dominieren wuerde und Frankfurt verlieren.
    Brexit verstehe ich ganz gut. Die Englaender wollten eine EWG und keine EU.
    Die EU entwickelt sich nach ansicht der Briten in die falsche Richtung. Da finde ich es gut, das die Bevoelkerung die Chance bekommt abzustimmen, ob sie das mittragen wollen.
    Ausserdem ist England Nettozahler und koennte das Geld statt an die EU zu ueberweisen auch fuer Investitionen im eigenen Land verwenden. Zollfreiheit geht auch ohne Mitglied in der EU zu sein. Siehe Schweiz, Norwegen, Island, etc.

    Xalinai, generell gebe ich Dir recht. Der Kunde ist nicht Koenig, sondern oft nur ein Stoerfaktor fuer den Betriebsablauf. Aber, wie ueberall gibt es auch dafuer eine Ursache.
    Frueher waren Bahnhoefe und die Bahn eine Sache des Staats und Personalkosten waren gering, bzw. konnten auf die Fahrpreise umgelegt werden. Eine Konkurrenz durch andere Verkehrsmittel (Auto, Flugzeug) gab es kaum. Vandalen, Obdachlose und Randalierer haben sich vermutlich kaum ins Licht der Oeffentlichkeit gewagt. Zu Kaisers Zeiten gings dann recht zuegig ins Zuchthaus.
    Parallelen zu Dubai draengen sich auf. Auch hier ist die Metro, sowas wie ein Prestige Projekt. Das beschaedigen von Einrichtungen, oder zerkratzen, bzw besprayen von Oberflaechen, wird vermutlich nicht ungeahndet bleiben. Die Strafen folgen auf dem Fuss. Schadensersatz, bzw Ausweisung duerften die Folge sein. Selbst Abfall liegen lassen, oder essen, trinken, rauchen in den Stationen ist verboten. Reinigungskrafte sind jederzeit zur Stelle wenn doch mal irgendwo ein Staubkorn liegen bleibt. Dabei ist die Atmosphere in der Metro nicht etwa beklemmend, sondern eher respektvoll. Man kommt gar nicht auf die Idee etwas beschaedigen, oder sich daneben benehmen zu wollen.
    Zurueck zu Deutschland.
    Nur mehr Personal und ansprechende Ausstattung der Stationen duerften eine Erhoehung der Fahrpreise zur Folge haben. Schaetze viele Kunden, duerften damit auch nicht Gluecklich sein.
    Aber, ohne Exekutive die Vandalen, Randalierer, Beschmutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit erwicht und abschreckend bestraft, duerften die ganzen Ausgaben fuer die ansprechende Ausstattung der Stationen, sich nicht lohnen da sie in kurzer Zeit wieder renoviert werden muessen.

    Naja, selbst Edelstahl ist nicht vor Vandalismus sicher. Die polierte Oberflaeche kann durch Kratzer schon entstellt werden.
    In Dubai kommt sowas so gut wie nicht vor, allerdings steht in der Metro auch an jeder Ecke ein Security Guard und Kameras sind ueberall installiert. Wobei auch an den Bushaltestellen (klimatisiserte Haeuschen) gibt es kaum Vandalismus und Schmierereien sieht man auch nicht, obwohl dort keine Wachposten stehen. Liegt halt an der Clientel.
    Entweder man gibt das Geld fuer Ueberwachung aus, oder fuer Reparaturen. Leider ist das wohl so....

    Also, mir kommt moderne Kunst wie Verarschung vor. Den Leichtglaeubigen wird weis gemacht, das es sich hierbei um Kunst und nicht um Quacksalberei handelt.
    Aber, moderne Kunst versteckt sich zumeist hinter Museumsmauern und wer es nicht sehen will, wird nur vor oeffentlichen Gebaeuden damit von Zeit zu Zeit behelligt.
    Fasaden jedoch praegen ganze Stadtraeume und somit werden Bewohner und Passanten dem ausgesetzt. In Dubei zum Beispiel versuchen Projekt-Entwickler die Stadtteile, Compounds und Gebaeude so zu planen das sie ansprechend fuer die Mehrheit der Bewohner wirken. Selbst moderne Viertel sparen nicht an Gebaeude-Schmuck und wirken als Ensemble stimmig.
    In Deutschland ist das leider anders. Mir kommt es so vor, als ob ueber die Fassaden ein politischer Kampf ausgetragen wird. Wobei am Ende keiner gewinnt, sondern alle nur verlieren und sich in Kaempfe aufreiben.

    Mein persoenlicher Geschmack ist bekannt, aber ich habe auch nichts gegen moderne Gebaeude, solange sie in eigenen Ensemble stehen. Moderne Gebaeude innerhalb historischer Viertel stoeren nur das Gesamtbild.

    Um zum Thema zu kommen, mir ist jede wiederhergestellte Fassade in der historischen Mitte Potsdam sehr willkommen und hoffentlich geht es auch so weiter.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^ Das ist doch reine Geschmackssache. Es gibt zu jeder Zeit Menschen, denen besser gefällt was vor 200 Jahren gebaut wurde als das was zu ihrer Zeit entsteht. Das hat mit der Qualität der heute entstehenden Gebäude überhaupt nichts zu tun. In 200 Jahren werden andere die Gebäude von heute lobpreisen ....

    Dem kann ich nicht zustimmen. Ich erinnere mal an das dunkle Zeitalter in Griechenland (1100-750 v.Chr). Die kulturell hochstehende Mykenische Periode war um und eine neue Hochkultur hatte sich noch nicht hervorgetan. Vermutlich wird man in 200. Jahren von der dunklen Zeit sprechen wenn man die Hinterlassenschaften des spaeten 20. und fruehen 21. Jahrhundert bewertet.
    Ok, ich gebe es zu das war jetzt wirklich etwas ueberspitzt, aber mal ohne Sarkasmus, wem gefallen denn wirklich die heutigen Fassaden? Nur einer kleinen Minderheit die auch in Museen fuer modern Kunst gehen. Die grosse Mehrheit der Menschen bevorzugt sich in Staedten aufzuhalten in der es historische Ensemble gibt.

    Ich schätze im Osten gibt es für die Ev. Kirche kaum Einnahmen, da die meissten Einwohner nicht mehr der Ev. Kirche angehören und somit auch keine Kirchensteuer zahlen.
    Da muss man sich nicht wundern, wenn die Ev. Kirche nicht mehr die Mittel hat um ihre Kirchen-Gebäude zu sanieren, welche in den Jahren des real existierend Sozialismus dem Verfall preisgeben wurden.
    Alles in allem wieder ein typischer Klarenbach, der für die Miswirtschaft der SED nun andere in die Verantwortung zerren will.

    ^

    Offtopic.
    Na, da wäre ich auch dafür. Allerdings nur wenn man im Gegenzug die Steuerobergrenze auf 30% der Gewinne /Einkommen setzen würde. Für einen abhängig Beschäftigten sollten die 30% auch die Sozialabgaben und indirekte Steuern beinhalten. Schulden machen dürfte es dann auch nicht mehr geben.
    In solch einer idealen Welt wären die Politiker wirklich gefordert mit ihrem Budget zu haushalten. Steuergeld wäre dann kostbar wie Wasser in der Wüste und Verschwendung ein Riegel vorgeschoben.
    Leider gibt es keinen, der eine ideale Welt durchsetzen kann. ;)

    Sorry, habe mich hier wohl ungenau ausgedrückt. Eigentlich wollte ich nur meine Begeisterung Ausdruck verleihen und habe mir im Geist vorgestellt wie ein zeitgenössisches Gebäude (hoher Glasanteil, einfallslose Fassade, Schuhkarton-Kubatur) dagegen gewirkt hätte.
    Ich bin begeistert das man in Potsdam solch ein Gebäude in das bestehende Ensemble einfügte und nicht etwas zeitgenössiges, welches die Ensemble-Wirkung gestört hätte.

    International ist das durchaus üblich. Bei Ausschreibung ist die "Lost time Accidents" Rate ein Indikator, wie ernst es eine Firma mit Health/Safety/Environment (HSE) nimmt.
    Eine Bau-Firma die wenig Wert auf Baustellen-Sicherheit legt wird es schwer haben, noch eine Versicherung zu finden die sie zu erträglichen Konditionen versichert.
    In vielen Ländern (England zum Beispiel) würde sich der Baustellenleiter sogar strafbar machen, sollte es zu einen Unfall auf der Baustelle kommen. Er müßte nachweisen das alle denkbaren Maßnahmen ergriffen wurden um einen Unfall zu vermeiden und der Mitarbeiter trotz HSE Schulung fahrlässig gehandelt hatte.
    Einige Großkunden würden Firmen die eine schlechte Lost time Accident Rate haben gar nicht zu Auschreibungen zulassen.