Beiträge von Wahnfried

    Dekoratives Anführungszeichen

    Nicht unterschätzen, dass gerade Opernaufführungen auch gesellschaftliche Ereignisse sind, bei denen die Umgebung und die Atmosphäre eine große Rolle spielen, auch bei modernen Inszenierungen.

    Das ist mir bekannt. Tatsache bleibt aber, das die Besucher die Kosten der Oper, oder des Theater nur zu einem geringen Anteil tragen. Hauptsächlich zahlt der Steuerzahler, der in der Regel weder das Theater noch die Oper besucht, diese.

    Ich gebe allerdings zu eine Eindrucksvolle Oper würde bestimmt viel zum Image von Frankfurt beitragen. Das kann ein modernes Gebäude sein. In Dubai wurde letztes Jahr ein solches eröffnet.
    Aber, für 900 Millionen das bestehende Gebäude umbauen, dürfte nicht den großen Wurf bringen. Da wäre es besser die Oper und das Theater ziehen in eine Messehalle, bis etwas permanentes gebaut wurde, was bestimmt etliche Jahre dauern wird.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Messehalle taugt doch höchstens als Interimslösung (und ist auch nur als solche im Gespräch) - oder schlägst du vor, dass die Oper dauerhaft in eine Messehalle umzieht?

    Sorry erst jetzt gesehen. Vielleicht bin ich ja ein Kulturbanause und von Oper und Theater halte ich sowieso nichts. Aber, korrigiert mich wenn ich falsch liege. Der Sinn einer Oper, oder eines Theaterstücks ist doch die Aufführung selbst. Da dürfte es doch keine Rolle spielen, ob das in einer Messehalle, oder wo auch immer stattfindet.
    Da, die Oper/Theater schon an sich hoch-subventionierte Veranstaltungen sind, sollte es im Sinne der Steuerzahler sein, das die Kosten für diese Veranstaltungen im Rahmen bleiben. Zumal die Mehrheit der Steuerzahle wohl nicht sehr häufig diese Veranstaltungen besuchen.
    Mehrere hundert Millionen Euro für eine neue Oper- Theater-Anlage erscheinen mir ziemlich abgefahren. Zumindest wenn dann solch ein Bauwerk zu erwarten ist wie die jetzige Doppelanlage am Willy Brandt Platz.

    Eine Rekonstruktion des alten Theater ist zwar vordergründig auch ein teurer Spaß, hat aber den Vorteil das er vielen Steuerzahler gefallen würde (rein Optisch gesehen) und somit alle was davon hätten. Die Stadt könnte Grundstück veräußern und würde noch Geld einnehmen.

    Oper und Schauspielhaus ist im laufenden Betrieb durch verkaufte Tickets nicht überlebensfähig und werden vom Steuerzahler hoch subventioniert. Gerade in einem Artikel der FAZ wurde für die Spielzeit 2006/07 191 Euro an Subventionen, pro Ticket errechnet. Dürfte 2017 wohl ähnlich sein.
    Das man drüber hinaus noch 900 Millionen für eine Sanierung ausgibt wäre wirklich ziemlich schwer zu vermitteln. Der Vorschlag die Oper in eine Messehalle umzusiedeln klingt wie ein guter Kompromiss, wenn solch eine Halle zur Verfügung steht. Könnte man auch mit dem Schauspiel machen.

    An der Taunusanlage könnte man das alte Schauspielhaus wieder in den Urzustand versetzen und für Veranstaltungen vermieten, wie die alte Oper auch. Bauplätze an der Neuen Mainzer Str. könnte man verkaufen und ansonsten die Taunusanlage um das alte Schauspielhaus erweitern.
    Dürfte ein grandioser Anblick werden, wenn man von alter Oper, zum alten Schauspielhaus flaniert, flankiert von Hochhäusern und in der Mitte ein Ensemble aus der Gründerzeit.

    Waren die Grünen nicht immer gegen den Flughafen? Warum sollte dann der Flughafen nach einem Grünen Steinewerfer benannt werden. Wobei Helmut Kohl würde ich auch nicht ideal finden. Warum nicht weiter Rhein-Main. Passt und hat kein politisches Statement.

    Camondo, klar der Abriss des Palast der Republik duerfte fuer einige Schrecken des Sozialismus entschaedigt haben. Aber, das reicht mir nicht. Um fuer Honecker und Ulbricht zu entschaedigen, muessten mindestens die Garnisonkirche, Leipziger Universitätskirche, Dresdner Sophienkirche und noch 60 weitere Kirchen und Schloesser wiederaufgebaut werden.

    Wie Du siehst, so ueberzogen wie die Anhaenger der Linken, kann man auch auf der buergerlichen Seite fordern.

    Was mich am meissten in diesem Forum erstaunt ist, das sich die Buergerlichen staendig in die Verteidigerroller begeben und die Linken in die Rolle der Anklaeger.

    Auf dieses Niveau sollten wir uns gar nicht begeben. Sondern ganz rational Argumentieren.
    Baut was der Mehrheit gefaellt und nehmt mal zur Abwechselung weniger Ruecksicht auf all die lauten Randgruppen, die staendig nur fordern und anklagen, aber nichts beitragen zum Gemeinwohl.

    Dekoratives Anführungszeichen

    .... Wie alles hat auch die Sache mit dem Kreuz zwei Seiten. Und es steht eben auch für viele Millionen Tote, für grausamste Missionierung, für Inquistition und Folter. Für Zerstörung all der Kulturgüter und Architekturen die nicht mit dem Kreuz und dem Glauben dahinter kompatibel waren. Es steht auch für Unfreiheit und Wissenschaftsverweigerung. Insofern kann ich die Argumentation das Senats völlig nachvollziehen.

    Da hast Du wohl recht. Aber, mit dem selben Argument koennte man auch den Abriss aller DDR Bauten befuehrworten. Die DDR stand unter anderem fuer Mauertote, Bautzen, Einschraenkung der Reisefreiheit, Einschraenkung der Informationsfreiheit, Zensur, schlechte Frisuren, Eduard Schnitzler, Erich und Margot Honecker.
    Also, weg mit dem Fernsehturm, weg mit Plattenbauten, etc.

    @3397

    Deine Kernaussage will ich nicht in Zweifel ziehen. Es wäre vermutlich ziemlich voreilig und nachteilig gewesen wenn der König von Preußen, sich angemaßt hätte Kaiser von Deutschland sein zu wollen.
    Aber, Kurfürst war er nicht, denn das Heilige Römische Reich gab es ab 1805 nicht mehr und somit gab es auch keine Kurfürsten und Kaiserwahlen mehr. 1848/49 gab es den Deutschen Bund (eher eine lose Konföderation) und hier gab es kein Staatsoberhaupt.
    Das wäre in etwa so, als ob Merkel verkünden würde Kanzlerin von Europa sein zu wollen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...Ausweiskontrollen beim Kauf von Spraydosen und Eddings...den unbelehrbaren Intensivsprayern kann man ja noch die Sprühhand abhacken!

    Auch wenn es sich bei Tunnelklick's Beitrag um Sarkasmus handelt und offensichtlich nicht wirklich der Wunsch besteht Argument auszutauschen, will ich moeglichst sachlich auf den Beitrag antworten.
    Auffaellig ist allerdings das erfolgreiche Beispiele (Law and Order, Zero Tolerance) die die Links-Gruene Ideologie widerlegen, nicht mit Argumente sondern mit Veraechtlichmachung begegnet wird.

    Wie die Justiz in Dubai mit Sprayer umgeht, oder ob es ueberhaupt Spraydosen zu kaufen gibt, weis ich nicht. Jedoch wird hier sehr auf Sauberkeit geachtet. Jeden Morgen ruecken Reinigungstrupps aus und sammeln den Muell ein und fegen den Staub/Sand weg. Wobei Staub und Sand das groessere Problem sind.

    Eine Umgebung in der alles sauber und ordentlich ist, hat einen Einfluss auf das Verhalten der Bewohner und Besucher. Jedenfalls ist das mein Eindruck. Von daher ist die Strategie Muell sofort zu entsorgen und Schmierereien sofort zu entfernen, der richtige Weg. Gehoert zur Broken Window Theorie, die man wohl in Dubai anwendet.

    Ansonsten duerfte ein "Vandale" es in Dubai vergleichsweise ungemuetlich finden. Es gibt recht viele Ueberwachungskameras und verdaechtiges Verhalten zieht die Aufmerksamkeit der Passanten, des Reinigungs- und Security Personals auf sich.
    Ein Sprayer wuerde vermutlich sofort gefasst. Ob ihm oeffentlich die Hand abgehackt wird, halte ich fuer unwahrscheinlich. Hier ist nicht Saudi Arabien.

    Ist er ein Expat so duerfte die Strafe im Maximalfall, Schadensersatz, Strafzahlung und Entzug des Residence-Visas sein.
    Bei einem Einheimischen duerfte ebenfalls Schadensersatz und Strafzahlung anstehen. Aber, und das duerfte die schlimmere Strafe sein, soziale Aechtung. Der Typ waehre unten durch bei,seiner Familie und seinen Freunden.

    Die oben erwaehnte "Broken-Window-Theorie" erscheint schluessig. Laut dieser Theorie bewirken mehrere Faktoren den Niedergang einer Gemeinde, oder eines Viertels.

    Die Aufzaehlung ist aus einem Wiki-Artikel zu den Thema.

    Um also den Verfall zu stoppen und das Sicherheitsempfinden der Buerger zu
    verbessern duerfte in der Tat, das sofortige entfernen von Graffiti's und Muell ein wirksames Mittel sein.

    Null Toleranz ala Guiliani laesst sich in Frankfurt wohl nicht durchsetzen, jedenfalls solange Links-Gruen noch tonangebend ist.
    Somit wird sich nichts aendern. Appelle an die Vernunft und Anstand fruchten nun mal nicht bei allen.
    Also, entweder man ertraegt die Nachteile der laissez faire und appeasement Politik, oder man waehlt in Zukunft Parteien die eine haerter Gangart versprechen. Hat aber den Nachteil, das Freiheiten eingeschraenkt werden.

    In Dubai wo ich jetzt schon 6 Jahre lebe, gibt es kaum Kriminalitaet, oder Vandalismus. Am Strand kann man sein Zeug liegen lassen und wenn man nach einer Stunden vom schwimmen zurueck ist, ist alles noch da. Schluessel, Geld, Photo-Kamera, etc.

    Also, ideal fuer Familien um ihre Kinder grosszuziehen. Allerdings ist das Leben dort wie ein langsamer ruhiger Fluss. Etwas Langweilig und ereignislos. Frankfurt ist da schon aufregender und quirliger.

    Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Muss jeder selbst entscheiden was fuer ihn besser ist.

    Schon in Deutschland gibt es feine Unterschiede. In Erlangen hatte ich mal eine Zeit lang gelebt. Dort wurde man schon wie ein Kindermoerder angesehen, wenn man bei rot die Strasse ueberquert hat.
    Bei meinem ersten Wochenende als ich nach Frankfurt umgezogen bin, ist mir gleich der nackte Joerg begegnet.

    Das Lebensgefuehl und die Freiheit die man in Frankfurt spuert wuerde vermutlich verschwinden mit einer Null-Toleranz Politik. Aber, etwas mehr Law and Order wuerden vermutlich nicht schaden.

    Lassen wir den einen Teufel doch mal in der Kiste (Adolf und die NS Zeit) und wenden uns dem anderen Teufel (Ulbricht) zu.

    Die Rekonstruktion der Garnisonkirche ist für viele Alt-Stalinisten, SED Funktionäre und deren Adepten die ultimative Demütigung. Am besten man schaut mal nach ob Walter Ulbricht schon im Grab rotiert.
    Schon allein aus diesem Grund finde ich es klasse das die Garnisonkirche wieder aufgebaut wird.
    Damit würdigt man die Menschen die damals dem Abriss, Widerstand entgegen gesetzt hatten.
    Ich sehe also den Wiederaufbau der Garnisonkirche als ein Akt der Wiedergutmachung.
    Daneben ist es natürlich auch ein Bauwerk welches stadtbildprägend für Potsdam ist und ein architektonisches Juwel.
    Es wird für Touristen eine weitere Attraktion sein und somit auch wirtschaftliche Vorteile für Potsdam haben.
    Also, viele gute Gründe die Kirche wieder aufzubauen.

    Ob da jetzt ein paar Neinsager ihr Lebensziel darin sehen das Bauwerk zu verhindern sollte uns eher Ansporn sein die Reko weiter zu unterstützen.

    Ist wie bei den kleinkariert Spießbürger, die sich über die Nachbarn ärgern. Einfach weiter machen und ignorieren.

    Irgendwie schaffen es die Gegner der Garnison-Kirche es immer wieder, die Befuehrworter einer Reko in eine Ecke zu draengen, aus der sie sich rechtfertigen muessen.
    Aber, das ist doch Unsinn. Ulbricht und seine Kulturbanausen haben im Nachkriegs-Deutschland Schloesser, Kirchen und Denkmaeler abgerissen. Wenn man nun einige dieser Frevel rueckgaengig macht, sollten man sich nicht rechtfertigen muessen.
    Im Gegenteil ich wuerde die PDS zur Kasse bitten und sie die Wiederaufbaukosten tragen lassen.

    ^

    Klugscheissermodus an:
    97% der Flaeche der Tuerkei liegt in Asien, deshalb wuerde ich die Chance als recht hoch ansehen, dass das tuerkisch staemmige Parlaments-Mitglied aus Asien ist.
    Somit duerfte nur der Kontinent Australien nicht vertreten sein.
    Kulgscheissermodus aus.

    Videowaende und vielleicht auch grossflaechige Werbewaende um das Elend zu verdecken? Warum nicht. :rolleyes:

    Besser waere es allerdings etwas mehr Geld in gefaellige Fassaden zu investieren.

    Macht man doch so in Einkaufscenter und die Zeil ist ja sowas wie ein Open Air Einkaufscenter.

    Wenns nach mir gehen wuerde, wuerde ich Gruenderzeit-Fassaden bevorzugen. Mit einer pitoresken Dachlandschaft. Etwa so wie das Bahnhofsviertel vor dem 2. WK.

    Das sehe ich so wie Rohne. 08/15 Stahl- und Glas-Fassaden erzeugen nicht die noetige anheimelnde Atmosphere.
    Gutes Beispiel ist Wiesbaden. Dort wurde scheinbar wenig entstuckt und zumindest mir geht es so, wenn ich dort durch die Strassen des ersten und zweiten Rings gehe, stellt sich ein Gefuehl der Zufriedenheit ein.
    Im Bahnhofsviertel, Sachsenhausen und Nordend ist das schon weniger. Denn Neubauten, Notdaecher und entstuckte Gruenderzeitler beeintraechtigen die Stimmung negativ.
    Deshalb meine subjektive Einschaetzung, die staedtebaulichen Prinzipien sind wichtig, aber genauso die Fassaden.

    Wenn ich mir die Gebaeude der einzelnen Bau-Epochen, bzw Dekaden ansehe, dann koennte ich am ehesten auf die Gebaeude der 60er und 70er Jahre verzichten. Das ist natuerlich Geschmackssache, aber wenn man sich ansieht wo die meissten Passanten verweilen, dann sind das eher nicht die 60er Jahre Ensemble.
    Das Zuerichhaus wurde angesprochen. Ich kannte das Zuerichhaus, aber ich finde der Opernturm ist eine klare Verbesserung.
    Olivetti Tuerme? Ok, die haben tatsaechlich Charme und ich finde die auch gut. Allerdings stehen die auch in der Buerostadt und passen da ganz gut hin.
    Im Bahnhofsviertel, Nordend, oder in anderen Gruenderzeit-Viertel wuerden sie nicht hin passen.
    Schweizer-National-Hochhaus das ist eines der wenigen Hochhaeuser das mir absolut nicht gefaellt. Ok, die Tragkonstruktion ist ungewoehnlich, aber das Gebaeude ist dennoch nicht huebsch. Allein die Farbkombination.... :(

    Wie schon gesagt die Jahrhunderthalle stoert mich nicht sondernlich, steht eh buchstaeblich auf der gruenen Wiese. Aber, wer wirklich anmutige Architektur sehen will muss nicht lange suchen, nicht weit davon ist die Kolonie in Zeilsheim. Dabei handelt es sich um eine Jugendstil Siedlung, mit vielen kleinen Backsteinfassaden-Haeuser.

    Ich bleibe dabei, den meissten der 60er und 70er Jahre Gebaeude wuerde ich keine Traene nachweinen.

    Nun, wenn das die Vorzeige-Gebaeude sind, die fuer die Architektur der 60er Jahre stehen, dann waren die 60er wohl sowas wie das dunkle Zeitalter.

    Vieles davon wurde schon abgerissen und machtem besserem Platz. Nur das Loch und die Fassade des Bundesrechnungshof gibt es noch.
    Die Jahrhunderthalle und die Neckermann-Zentrale stehen eh im Industriegebiet, oder auf der gruenen Wiese.