Beiträge von luchs

    Hallo Ludwigsburger85, ich bitte um Entschuldigung für den stark ironischen Unterton. Ich versuchte nur deiner Aufforderung nachzukommen und Anwohner wie Marbacher Nachbarn direkt anzusprechen. Dass du dich persönlich angegriffen fühlst ist nur begrenzt nachvollziehbar. Wenn nur einer von 10 Autofahrern die Alternativen Rad oder ÖPNV zukünftig nutzt hat das schon erheblich positiven Einfluss auf den Verkehrsfluss und Verbesserung auch für die anderen 9 Autofahrern zur Folge. Niemals deutete ich an, dass du nicht mit einem 1,2 Tonnen Anhänger weiterhin die Strasse nutzen darfst.
    Was wolltest du denn sonst mit der Erwähnung der Alleenstasse sagen?

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    Sag das mal den Anwohnern von der Neckarstraße, die schon heute Probleme mit Verkehr aus der Marbacher Straße zu kämpfen haben oder denen die dort täglich im Stau stehen.


    Gut bitte sehr:
    "Liebe Stau geplante Anwohner an der Neckarstraße, wie ihr vielleicht nicht mitbekommen habt staut sich der Verkehr jeden Morgen seit Ewigkeiten vor euren Häusern. Vor vielen Jahren wurde zur Entlastung schon eine Busspur ausgewiesen - seitdem werdet Ihr in diesem Bereich nur noch von halb so vielen Auspuffrohren vergast. Zumindest die Busfahrer unter euch kommen seitdem etwas pünktlicher ans Ziel. Um euch jetzt noch eine weitere Alternative anzubieten werdet ihr ab nächstem Jahr noch die Möglichkeit haben, bequem und ganz ohne Abgase für eure Nachbarn zu produzieren, einen gut ausgebauten Radweg zu benutzen. Um euch weiter von Abgasen zu entlasten wird dieser auch ebenso bequem für unsere Bürger aus Neckarweihingen und im Sommer auch die Freibadbesucher oder Besucher der Gastronomie am Neckar nutzbar sein."

    "Liebe Marbacher, die ihr täglich im Stau steht: Ihr beschenkt die Anwohner in Ludwigsburg täglich mit euren Abgasen. Vielleicht habt ihr es schon bemerkt - seit etwa 10 Jahren steht ihr nur noch einspurig in der Neckarstraße - wir haben eine Busspur eingerichtet. Übrigens in Marbach gibt es auch eine gute ÖPNV-Anbindung - es fährt eine S-Bahn nach Ludwigsburg, sogar nach Stuttgart und seit geraumer Zeit sogar nach Backnang. Natürlich verstehen wir, dass nicht jeder den ÖPNV nutzen möchte. Daher möchten wir Ludwigsburger den PKW-Verkehr reduzieren: damit auch ein paar PKWs vor euch weniger stehen und ihr vielleicht auch mal flüssig nach LB fahren könnt werden wir das Abgebot für Umsteiger auf das Fahrrad verbessern. Übrigends - viele, auch der Schreiber gehört dazu, erwerben ein neumodisches Fahrrad mit elektrischer Unterstützung und sind begeistert davon, damit kann man sogar bequem die Anstiege nach Marbach bewerkstelligen - wir laden euch ein, in Zukunft ebenso bequem wie unsere eigenen Bürger, den neuen Radweg zu testen."

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    Es hätte nichts dagegen gesprochen, das ganze erst ein mal zu testen, ob es überhaupt angenommen wird und wie sich das ganze auf den Verkehr auswirkt.


    Ich meine doch - da spricht einiges dagegen:

    • Man hätte 451 Tsd Euro Förderung des Landes in den Wind geschossen.
    • Da man ja schon ausgeschrieben hat hätte man Schadensersatz an die Baufirmen leisten müssen.
    • Man hätte zwei mal Kosten verursacht - wenn das Provisorium nicht ewig bestehen hätte sollen.
    • Man hätte nur eine halbgare womöglich sogar gefährliche Lösung gehabt.
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    Siehe aktuell Alleenstraße und den derzeitigen Verkehr in der Solitudestraße.


    Also das ist doch das beste Beispiel das ein Provisorium scheiße ist. Dort fahre ich wirklich öfters - niemals war ich als Radler alleine dort - selbst am späten Abend. Andererseits kommen viele dort nicht damit klar, wo sie denn jetzt fahren sollen - auf dem alten Radweg der eigentlich nur noch in eine Richtung genutzt werden soll oder auf der Radstraße die leider noch immer durch PKWs nutzbar ist. Zudem geht durch die unglückliche wirklich uralte und schlechte Asphaltierung allein davon eine Gefahr für Radfahrer aus. Selbst ein Rentner im PKW in Gegenrichtung (für nicht Ortskundige eine Einbahnstraße) musste ich schon ausweichen, der nicht einsah hier einen Fehler begangen zu haben.

    Der Stau in der Solitudestraße entsteht durch die bescheidene Vekehrsführung und Ampelregelungen an den drei Stellen am Schillerplatz. Hier jetzt die Radfahrer für schuldig zu erklären ist wirklich unterste Schublade.

    Meines Erachtens sollte man (1) sogar die Weiterfahrt in die Arsenalstraße/Wilhelmstraße ganz unterbinden, (2) das oberirdische Parken auf dem Arsenalplatz, den angrenzenden Straßen Myliusstraße, der Aleenstraße sowie Schillerstraße ganz verbieten, (3) die Ein- und Durchfahrt in die Myliusstraße außer für Busse ganz verbieten. All das, denn (1) dadurch würden sich am Schillerplatz viel weniger und leistungsfähigere Ampelphasen ergeben. Der Verkehr würde sich besser kanalisieren lassen. (2) Ein großteil der im Stau stehenden Verkehrs ist schlicht Parkplatzsuchverkehr - der warum auch immer nicht in die vorhanden Parkhäuser fahren möchte. Meinetwegen soll man die weggefallenen Parkplätze dann mit noch einem weiteren Parkhaus unterm Schillerplatz ersetzen. (3) wie (2) nur ganz extrem - ich habe mir das gestern mal angeschaut. Wirklich jeder PKW dort sucht dort ganz offensichtlich einen Parkplatz - findet aber keinen. Dann fahren viele wirklich straßenverstopfend, wendend wieder zurück, im Kreis Richtung Aleenstraße weiter oder parkt gar illegal auf den Behindertenparkplätzen oder gar den Busverkehr behindernd halb auf der Straße und den Gewegen die ja meist mit Pollern oder Pflanzkübeln abgesichert sind. Jetzt kommt mir bitte keiner mit dem Argument von der handvoll regulären immer zugeparkten Parkplätze würde der angrenzende Einzelhandel leben. Die paar Hansel, der wenigen Parkplätze müssten ja alle zu fünfstelligem Preis eine Rolex oder Ähnliches kaufen, damit sich das überhaupt im Umsatz spürbar auswirken würde.

    Die 4 Spuren in der Marbacher Strasser sind doch schon lange Vergangenheit. Es ist doch gefühlt schon 10 Jahre her, dass dort durch Markierung von Bussspur und völlig überdimensionierter Abbiegespuren effektiv auf je eine Fahrspur reduziert wurde. Ist doch jetzt nur endlich konsequent weiter gedacht, insbesondere da es sowohl von direkten kurzen Streckenführung als auch vergleichsweise gleichmäßiger Steigung beste Verbindung von Neckar zur Innenstadt ist.

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    (..)Oder macht es einen Unterschied, ob man jetzt auf zwei oder auf drei Spuren im Stau steht? Bitte um Aufklärung.


    <modus=sarkasmus>
    Wenn man komplett neue Alternative Strecken baut, kann man zumindest glauben, dass es auf der anderen Strecke es besser gelaufen wäre...
    Und der Feinstaub wird auch gleichmäßiger auf alle verteilt - dass nennt sich dann Gerechtigkeit.
    </modus=sarkasmus>

    In der LKZ heißt das dann "Erst BRT, dann die Stadtbahn?".

    Nicht online verfügbar sind die Bürger-Aussagen unter der Überschrift "Kurz Berichtet": Der letzte Punkt gibt ganz klar die Stimmung wieder: "Anscheinend sind viele Bürger gekommen die der Stadtbahn anhängen".

    LKZ berichtet in weiterern Artikel: "Kreishandwerker positionieren sich mit großer Mehrheit pro Stadtbahn".
    Mein Fazit: So langsam kippt die das Gewicht der Unterstützter eindeutig immer weiter zur Stadtbahn.

    Sowie in einem weiteren Artikel "Ein Express-Bus fürs Gewerbegebiet West" wird berichtet über einen gemeinsamen Antrag aller großer Gemeinderat-Fraktionen (CDU, SPD, Grüne, Freie Wähler) mit einem Vorschlag einer neuen Ring-Buslinie durch den Ludwigsburger Westen. (Vom Bahnhof-Westportal, entlang der Schwieberdinger Straße, auf Waldäcker zur Mörikestraße und dort zurück über Gänsefußalle und Hoferstraße zum Westportal. Nicht im Antrag steht etwas von Elektrobussen - aber es wird wohl daran gedacht. Ist das dann die Kompromiss BRT-Light Lösung für Spec und Co zusätzlich zur Stadtbahn?

    Die LKZ berichtet heute ganzseitig zum Thema mit zwei Artikeln:

    Einmal auch online verfügbar mit dem Titel Stadt wirbt für BRT+Bahn Lösung.

    Der zweite Artikel, leider nicht online verfügbar, unter dem Titel Aktionsbündnis denkt an einen Bürgerentscheid.

    Film zur Niederflurbahn findet großes Interesse beim Bewohnernetzwerk Hartenecker Höhe - Bürgerinfo ohne die Stadtbahn-Initiative.

    Zum Inhalt des zweiten Artikel darf ich hier wiedergeben:

    • Da Schlößlesfeld und Oßweil von einer Hochflurbahn nicht profitieren, wird unter den Anwohnern ganz klar die Niederflurbahn präferiert.
    • Die Kapazität bei den Linienbussen stoße längst an die Grenzen und der Bus stehe im Stau
    • Bei den Anwohnern stößen die Pläne der Stadt auf großen Unmut. Eine wörtliches Zitat einer Anwohnerin: "Eigentlich ist es ja Aufgabe der Stadt, alle Varianten zur Förderung den öffentlichen Verkehrs zu gleich zu werten"
    • Es wird bedauert, das die Stadt keinerlei Initiative für eine Lösung mit Niederflurstadtbahn zeigt.
    • Am 7. April möchte die Stadt über die Pläne berichten ohne die Stadtbahn-Initiative einzuladen.
    • Das Bewohnernetzwerk möchte einen Bürgerentscheid aktiv unterstützten, sofern sich der Gemeinderat gegen die Stadtbahn ausspricht.

    Meine Meinung:
    Zwei Aussagen zeigen mal ganz deutlich, das die Stadtverwaltung unter Spec und Ilk völlig von Realität und seinen Bürgern abgedriftet ist.
    Fragt man die eigenen Bürger, dann sind die Busse im Berufsverkehr übervoll und verspätet (siehe oben).
    Herr Ilk lässt sich am selben Tag in einer reinen Politik-Veranstaltung zitieren: "Es macht keinen Sinn, große Kapazitäten zu schaffen, wo keine Fahrgäste sind".
    Damit widerspricht er nicht nur der Meinung seiner eigenen Bürger sondern auch den vorliegenden Gutachten. Erst fordern die zwei Herren vor einem Gemeinderatsbeschluss müssen alle Gutachten und Zahlen vorliegen und wenn zur Stadtbahn jetzt wirklich alles vorliegt, dann soll das plötzlich ganz egal sein und man spricht sich klar für eine Lösung aus, obwohl für diese, ganz im Gegensatz dazu, noch rein gar nichts vorliegt, außer einer Vision als Power-Point-Präsi der Stadtverwaltung.

    Also noch offensichtlicher kann man seine eigenen Bürger nicht verarschen.

    Da kann man sich schon vorstellen, wie einseitig die öffentliche Info-Veranstaltung am 7. März 19 Uhr in der MHP-Arena ablaufen wird...

    Ergänzend der Link zum Bericht der STZ: Viel Kritik am neuen Verkehrskonzept

    Zwischen Begeisterung und völliger Ablehnung

    Heute schreibt die LKZ, sogar im Web verfügbar, unter dem Titel Zwischen Begeisterung und völliger Ablehnung von der heutigen Spec'schen Vorstellung für die Politiker der Anrainer-Kommunen sowie des Kreistags und der Region.

    Der Artikel zeigt, das Spec zumindest schon mal wieder eins geschafft hat. Nämlich die Meinungen so weit auseinander und gegeneinander aufzubringen. Das am Ende erst mal wieder auf "abwarten" umgeschaltet wird.

    Andererseits meiner Meinung nach ein klarer Auftrag an die Ludwigsburger Gemeinderäte endlich einen Entschluss zu fällen!

    Bürgerentscheid

    Nach den Grünen, wirft jetzt auch die SPD den Bürgerentscheid in den Ring...

    SPD-Text darf ich hier zitieren:

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    Bereits im Oktober hat sich die SPD Ludwigsburg als erste Partei einstimmig für die Stadtbahn ausgesprochen. Strittig war in der politischen Diskussion nur die Entscheidung für eine Nieder- oder Hochflurvariante, umso positiver sieht die SPD das Einlenken des Kreises, auch die Niederflurbahn in den Förderantrag aufzunehmen. Die jetzt von OB Spec ins Spiel gebrachte Variante zeigt, dass es der Stadtverwaltung nicht um die Verbesserung des ÖPNV in Ludwigsburg geht.

    „Unsere Ludwigsburger Innenstadt und die Einzelhändler vor Ort profitieren nur, wenn die Menschen aus dem Kreis umstiegsfrei in die Ludwigsburger Innenstadt fahren“, kritisiert der Ludwigsburger SPD-Vorsitzende Yannick Schulze den neusten Vorschlag des Oberbürgermeisters.

    Die von der Ludwigsburger Verwaltung vorgeschlagene Lösung fährt die Fahrgäste an Ludwigsburg vorbei. Perspektivisch werden mit BRT-Bussen und Regionalbahnen ausschließlich Direktverbindungen nach Stuttgart und in die Region geschaffen. Das widerspricht dem ausgesprochenen Ziel, den Verkehr in Stadt und Kreis attraktiv zu gestalten. Ludwigsburg selbst braucht einen besseren und günstigen ÖPNV, damit mehr Menschen vom Auto umsteigen.

    Kreisrätin Stefanie Liepins: "Ich als tägliche Berufspendlerin habe oft das Gefühl, als hätten viele Ideengeber noch nie ein öffentliches Verkehrsmittel in Ludwigsburg und der Umgebung benutzt. Da wird in der Diskussion alles wild durcheinander geschmissen: Betreiber, Betriebssysteme und Streckennetze. Klar ist, dass die Stadtbahn derzeit das zuverlässigste, pünktlichste und angenehmste Transportmittel im Verkersverbund ist. " Da können weder Bahn, noch S-Bahn, noch Bus, mithalten. Wo und wie die Trassen für Busspuren entstehen sollen, bleibt auch weiterhin unklar.

    Schon jetzt hat die Stadt Probleme einzelne Busspuren oder Fahrradwege einzurichten. Die Finanzierung des Verwaltungsmodells ist indes völlig unbekannt. "Wir führen eine jahrelange Diskussion, geben zig Gutachten in Auftrag, nur um jetzt wieder bei Null anzufangen", so Gemeinderat Daniel O`Sullivan. Die SPD fordert zeitnah eine Entscheidung für die Stadtbahn im Gemeinderat. Auch ein Bürgerentscheid wäre für die Sozialdemokraten eine denkbare Variante.

    Am Freitag stellt Spec und Ilk den Gemeinderäten der Nachbarkommunen seine neuen Pläne vor - man darf gespannt sein...

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    @Sprache
    wer seinem Gesprächspartner unterstellt "Alternative Fakten" und Märchen zu präsentieren, sollte bei sich einiges mal hinterfragen, Demut wäre hier nicht das schlechteste.


    Erledigt: Da ich weder an die Allmacht Gottes glaube, noch als Knecht irgendeinem Herren unterstehe, noch andere autoritäre Gesellschaften gut heiße, erachte ich Demut nicht als angebracht.

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    @Pedelec
    Da du ja dann auf Fußwegen unterwegs bist und dabei die Zeit sogar misst, i.a.W. auf jeden Fall schneller sein willst als mit dem PKW, hoffe ich, dass du nicht einer der Radfahrer bist, die uns Fußgänger auch mal vergessen, um ihr Ziel zu erreichen.
    Im Klartext sei Vorbild, grüße auch mal die Fußgänger an denen du vorbei willst und vielleicht kommt dann einer auf den Gedanken dir zu folgen.


    Den Schluss von meiner Aussage, ich fahre "im Grünen", zu, ich sei auf Fußwegen unterwegs, verstehe ich nicht. 90% meiner Strecke verlaufen auf ausgewiesenen Radstrecken außerorts und auch die anderen 10% fahre ich nicht auf Fußwegen.

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    @autonomes Fahren
    Jetzt ruderst du ja gewaltig zurück.


    Ich rudere nicht zurück. Ich stellte nur klar, dass ich vor meinem letzten Beitrag nicht ein einziges mal diesen Begriff eintippte - und nicht im geringsten damit argumentiere. Offensichtlich unterstellst du mir ich hätte mit dieser Argumentationskette angefangen. Wie ich im letzten Beitrag klar stellte erachte ich jeden Effekt den dies auf Kapazität in der Mobilität hat als pure Spekulation.

    Dagegen sind die Effekte anderer ÖPNV Maßnahmen seit langem bekannt und meist werden die positiven Prognosen insbesondere bei Schienen bezogenen Systemen noch übertroffen.

    Leider wird das hier doch sehr OT aber die Märchen möchte ich dann doch nicht so unwidersprochen stehen lassen.

    "Bis 2050 wird sich hier der Bevölkerungsanteil der über 80-Jährigen von heute 4 % auf über 12 % der Bevölkerung verdreifachen" (OECD, 2002; Pötzsch & Sommer, 2003; Ratzenberger, 2006).
    "Zwei Facetten des gesellschaftlichen Wandels wirken hier zusammen: die alternde Gesellschaft und die gerade bei den älteren Bevölkerungssegmenten noch weiter zunehmend mobile Gesellschaft" (Prof. Dr.-Ing. Bernd H. Müller - Gesellschaftlicher Kontext und motivationale Veränderungen der Mobilität im Alter 2008)
    Beides wird zu mehr Bedarf an Mobilität im Alter führen - auch mehr PKW Verkehr - das streite ich gar nicht ab. Aber man wird heute keine der mehrspurigen Straßen mit noch mehr Spuren versehen um das Problem durch noch mehr Kapazität zu lösen. Also benötigt man anderen Ansätze. Zum Beispiel wurden da in Ludwigsburg vorgebracht: Stadtbahn, Bus (Rapit System), Fahrrad, Seilbahn, selbst eine Hochbahn ala Wuppertal war schon im Gespräch. Von daher sind da selbst viele Stadtbahngegner meines Erachtens gedanklich weiter was den Verkehrsbedarf angehet als manche die Grundsätzlich nur für den PKW Verkehr argumentieren und einfach nur schneller auf noch mehr Asphalt an nochmehr Parkplätzen vorbei fahren wollen.


    Max BGF argumentiert:

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    "Langfristig sind bei ausgereifter erprobter Fahrzeugentwicklung deutlich höhere Geschwindigkeiten vorstellbar, zumal Lärm und Abgase bei E-Mobilität weitestgehend entfallen".


    Wahrheit ist: Für den Lärm eines Straßenfahrzeuges oberhalb von 30 km/h ist fast ausschließlich das Abrollgeräusch des Reifens verantwortlich. Die Geräusche des Antrieb sind hierbei heutzutage völlig vernachlässigbar. Das gilt übrigens genauso für Busse und "schienenlose Stadtbahnen".

    Was die von Max BGF kritisierten Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der B10, der Wildparkstraße, dem Stuttgarter Kessel mit der Ludwigsburger Stadtbahn zu tun haben bleibt mir ein Rätsel, ganz egal, ob diese aufgrund von Lärmschutz, Umweltschutz, Verkehrssicherheit oder zur Steigerung der Kapazität durch besseren Verkehrsfluss eingeführt wurden.

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    Auch in und um Ludwigsburg liesse sich einiges an Zeit sparen, so daß auch Deine Fahrzeit von Möglingen merklich schrumpft.


    Ich fahre ja neuerdings mit dem Pedelec zur Arbeit. Die Zeit Haustür zu Haustür meines Arbeitsweges sind mit dem Auto 20 Minuten, mit dem Pedelec 18 Minuten. Jetzt ist meine Pedelec-Strecke auch noch 600m länger (7,5 km) als die PKW Strecke (6,9 km), da ich lieber durchs Grüne fahre als entlang der Straße. Jetzt darf mein Auto auf dieser Strecke doppelt so schnell (50 km/h) fahren als mein Pedelec fährt (25 km/h). Ich glaube nicht, dass die von Max BGF gewünschten Beschleunigungsmaßnahmen zu einer nennenswerten Einsparung von Zeit führen würden. Ganz offensichtlich ist nicht die Höchstgeschwindigkeit der limitierende Faktor sondern schlicht die Zeit die ich vor Ampeln und hinter anderen Verkehrsteilnehmern verbringe sowie die Zeit die ich dann Fußweg entlang des Parkplatzes zurücklegen muss um an vielen anderen parkenden Fahrzeugen vorbei erst mal zur Haustür meiner Arbeitsstätte zu kommen.

    Das Thema autonomes Fahren sehe ich im Zusammenhang mit der Ludwigsburger Stadtbahn Diskussion als nicht relevant an. Denn das ist noch soweit weg. Selbst wenn es heute schon Pilotfahrzeuge gibt. Bis das innerstädtisch erlaub sein wird werden mehr als 15 Jahre vergehen. Dann wird es schweineteuer sein - das wird dann nochmals 15 Jahre brauchen, bis man diese Fahrzeuge so häufig sieht wie heute E-Mobile. Und dann ist die Aussage dass dies Kapazität der Straße erhöhen würde genauso pure Spekulation wie wenn man sagt, dass die ganzen Fahrzeuge die dann wenn sie Ihren Eigner in der Stadt abgesetzt haben, zur günstigen Parkplatzsuche wieder heraus fahren die Straßen verstopfen um dann Stunden später wieder umgekehrt ihren Eigner abzuholen.

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    Warum eigentlich?

    Für eine nachhaltige ÖPNV-Planung aus politischer Sicht sollte man meines Erachtens drei Dinge berücksichtigen, die sich aus der Vergangenheit kommend in der Zukunft ändern werden:

    • Demographie. Die heutige Babyboomer Generation, also aktuelle heutige Gruppe, welche heuer den Kern der Mobilitätsnachfrage bilden wird immer älter. Auch wenn einige wenige mit 90 Altersjahren, auch bei allen Gefahren, noch immer weiter Auto fahren werden. Wird der Großteil auch ohne eigenes Auto weiter mobil bleiben wollen.
    • In Zukunft wird die heute noch jungen Generation (so bis etwa 30) dann im mittleren Alter die größte Mobilitätsnachfrage bilden. Diese Generation sieht das eigene Auto nicht mehr als selbstverständlich an. Ein Statussymbol ist es hier schon länger nicht mehr. Diese Generation möchte intelligent mobil, flexibel sein. Und dank der heutigen Information-Technologie ist das mit ÖPNV, Fernbus, Bahn, Carsharing und übers Smatphone gebuchte Mitfahrgelegenheiten auch gar kein Problem mehr hier von jetzt auf nachher genau das nachzufragen was man gerade braucht.
    • E-Mobilität und Carsharing. Der Trend weg vom universal einsetzbaren PKW mit Verbrennungsmoter fängt gerade erst an. Wer glaubt die neuen Antriebstechnologien, Batterie-elektrisch, Brennstoffzellen-elektrisch, alternative Kraftstoffe werden die heutige universale Nutzung des PKW, den man sowohl im städtischen Kurzstreckenverkehr genauso wie für den Transport vom Baumarkt, genauso wie für die Urlaubsfahrt einsetzen kann, 1:1 ersetzten würde ich mal als Träumer bezeichnen.
      In Wahrheit werden sich ganz unterschiedliche Fahrzeuge für unterschiedliche Fahrprofile durchsetzen.
      Es wird das günstige Kleinfahrzeug mit kleiner Batterie und Reichweite < 200 km geben. Es wird das schwerere Fahrzeug mit größerer Batterie für Transport und auch mal die Fahrt aufs Umland geben. Es wird das Langstreckenfahrzeug z.B. mit Brennstoffzelle oder anderen alternativen Kraftstoffen (z.B. Methanol) geben aber das wird halt teuer sein.
      Es wird womöglich auch noch klassische Verbrenner-Fahrzeuge für die Landbevölkerung geben. Aber diese Fahrzeuge werden wegen dem massiven Aufwand für die Abgasreinigung eben auch vergleichsweise teuer sein und man läuft damit trotzdem Gefahr in Großstädten und deren Speckgürtel damit eben nicht fahren zu dürfen.
      Am günstigsten kann man dann einfach per Carsharing das eben gerade benötigte Fahrzeug aus der Flotte auswählen. Idealerweise per Handy gebucht und umgehend an dem Parkplatz um die Ecke abgeholt. Die alltäglichen Fahrten zur Arbeit, zum Ausgehen und zum Bummeln in der Stadt erledigt man per ÖPNV.
      Natürlich wird es auch dann noch gut bezahlte Manager oder Oberbürgermeister geben, welche sich einen eigenen Fuhrpark leisten können und daraus wählen. Aber das wird nicht die Mehrheit sein.

    Nimmt man diese drei Trends ernst, dann muss man für den ÖPNV der Zukunft mit erheblichen Kapazitätserweiterungen rechnen.

    Wenn man die Chance wie Ludwigsburg hat auf die Stadtbahn zu setzen - ist genau das die ideale Lösung.

    Denn nur hier kann man zukünftig problemlos die Kapazität durch Zugbildung auf das doppelte bis dreifache ausdehnen.

    Aufgrund der definitiv höheren Qualitiät (Leise, kein Rumpeln, kein engen Sitze, ohne Kompromisse barrierefrei) ist die Akzeptanz bei den Fahrgästen viel, viel größer und auch die Anwohner die bereits an einer Stadtbahntrasse leben schätzen diese meist mehr und möchten sich nicht vorstellen wenn dort die gleiche Menge an Bussen bei ihnen vorbeifahren würde.

    Nur durch die Stadtbahn, kann man in überschaubarer Zeit (10 Jahre) die Verbrenner-PKW-Flut und den alltäglichen Stau reduzieren.

    Grüße
    (hk)

    Nun auch ein Bericht in der STZ:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neues-v…cc497e9301.html

    Oh je - das hört sich doch alles nur nach weiterer Verhinderungs-Strategie des OB an. Was ist aus den vergangenen Aussagen zur Offenheit der Stadtverwaltung für alle Lösungen und Bewertung nach Vorlage aller Zahlen / Gutachten sowie Einbindung und Diskussion mit der Bevölkerung geworden?

    Glaubt der OB die Nutzen-Kosten Bewertung von 1996 ist noch heute ausreichend im obigen Sinne eine Entscheidung auf vergleichbaren Zahlen treffen zu können?

    So wie sich das anhört kann man das wohl lt. Spec ganz plötzlich entscheiden ganz ohne aktuelle standardisierte Bewertung und ohne Folgekostenrechnung. Wie kommt er eigentlich darauf das eine Verbindung nach Esslingen oder Renningen sinnvolle "Bausteine" sind.

    Das Geschwafel von modernen Brennstoffzellen-Zügen tut mir schon jetzt in den Ohren weh. Was hat der Fahrgast denn davon? Wen stört eine Oberleitung über der heutigen Strecke nach Markgröningen? Hey Spec - da steht weit und breit kein barockes Schloss das wegen einer Oberleitung Pickel bekommen würde. Das sind doch nur Nebelbomben damit möglichst lange über seine - völlig unausgegorene - Idee aus der Schublade geredet wird, zumindest solange bis sich die Gemeinderäte in LB gegen die Stadtbahn entschieden haben.

    Die Folien der Stadtverwaltung finden sich auf dem Server der Stadt LB: https://www.ludwigsburg.de/site/Ludwigsbu…ausur_Final.pdf

    20. März 2032: Ludwigsburger Innenstadt verödet.

    20. März 2032: Ludwigsburger Innenstadt verödet.

    In der ehemaligen Ludwigsburger Fußgängerzone schließen die letzten Geschäfte. Häuser verfallen. Da die Stadt kein Geld mehr hat verfallenen die zahlreichen innerstädtischen Tiefgaragen zusehends. Zukünftig wird Parken auf dem schon früher als Parkplatz dienen Arsenalplatz und Marktplatz erlaubt sein.

    Ursache dieser Entwicklung ist eine aus heutiger Sicht historische Fehlentscheidung zur Verkehrsentwicklung der Stadtverwaltung unter Leitung des damaligen Oberbürgermeister Spec.

    Dieser hat damals dafür gesorgt, dass alle Verkehrsströme an der Ludwigsburger Innenstadt vorbei heraus aus der Stadt geführt wurden. Seit dem die Möglinger und Markgröninger eine direkte Verbindung nach Stuttgart und gar den Schönbuch haben – geben sie Ihr Geld lieber in der Landeshauptstadt aus, selbst für einen WE Ausflug ins Grüne liegt eine Fahrt in den Schönbuch heute naheliegender als ein Ausflug ins Blühende Barock. Nach sinkenden Besucherzahlen wird der Stadt die Unterstützung dieses Gartenprachtstücks einfach zu teuer und keiner will die vertrockneten Beete heute mehr anschauen.

    Selbst die damals eingeführten Schnellbusse, damals von OB Spec als „schienenlose Stadtbahn“ bezeichnet, fahren auf in der in der Hindenburg und Leonberger Straße gebauten Betontrasse vorbei am ehemaligen Glanzstück Blühendes Barock. Die damals für die Anbindung der am stärksten wachsenden Wohngebiete bei Remseck, Pattonvill sinnvollste Trasse bewährte sich nicht. Nach den Protesten der direkten Anwohner über die lauten Fahrgeräusche der schnellen Busse in der Stadt war eine gleiche Trasse durch die Wilhelm- und Schorndofer Straße nicht mehr durchzusetzen, so dass seitdem auch die Busse von Oßweil und der Hartenecker Höhe über die Betontrasse in der Hindenburgstraße zwar schnell aber vorbei an der Innenstadt direkt zum Bahnhof donnern.

    Leider hatte die die Stadtverwaltung nicht damit gerechnet, dass die Fahrstrecke so schnell verschleißt. Aufgrund der klammen Situation der Stadtkasse (die Einnahmen aus Gewerbesteuer sinken ja schon Jahre lange, die Einwohnerzahlen sinken gegen den Landestrend seit Jahren – wir berichteten), werden nur noch die schlimmsten Schlaglöcher gestopft und die Attraktivität des heutzutage so wichtigen ÖPNV in Ludwigsburg sinkt immer mehr und hat heute wieder ein qualitatives Niveau erreicht wie in den Zeiten der 70 Jahren, als die Politik noch von der Auto gerechten Stadt träumte. Da hilft auch nicht, dass heute selbstverständlich alle Busse elektrisch fahren. Nachdem einige Linien ausgedünnt wurden wird inzwischen aus Kostengründen die Streichung ganzer Buslinien diskutiert.

    Heute hat kaum noch jemand ein eigenes Auto. Entweder man fährt eben mit dem mit dem ÖPNV, der außer in LB überall massiv ausgebaut wurde oder man nutzt eben ein gemietetes Fahrzeug, und kann je nach Bedarf die sinnvollste Motorisierung und Größe auswählen.

    Aus heutiger Sicht muss man leider sagen: Ludwigsburg ist das Negativbeispiel schlecht hin, diesen Trend vom persönlichen PKW-Verkehr, als noch fast jeder sein eigenes Fahrzeug besaß, hin zum heute üblichen Mix, aus ÖPNV und Carsharing zu verpassen.
    (hk)

    LKZ berichtet:
    http://www.lkz.de/lokales/stadt-…rid,413452.html

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    Schön, ist halt anhand der Stichprobengröße von 1 etwas unterrepräsentativ. (...)
    Fährst Du dann von Möglingen direkt mit S- oder Stadtbahn nach Stuttgart?


    Hab ich behauptet das meine oder deine vorherige Meinung repräsentativ ist? Nein.

    Und die zweite Frage ist ja auch nur provokativ und hast du dir sicher schon selbst beantwortet: Nein.

    Im Berufsverkehr kann man noch den 508er Richtung Stammheim nehmen. Am WE ist man aber schlicht auf PKW oder Pedelec angewiesen und dann steige ich dann sinnvollerweise in Stammheim oder Zuffenhausen auf die U- oder S-Bahn um.
    Das ist auch genauso der Weg wie wir unsere Stuttgarter ÖPNV-Gäste empfangen - wir holen sie mit dem PKW in Stammheim ab und bringen sie dorthin auch wieder zurück. Weil sonst muss man die Feier in Möglingen schon um 22 Uhr abbrechen - denn sonst kommen die Gäste vor dem frühen Morgen dann gar nicht mehr mit dem ÖPNV nach Stuttgart, denn die Anschlüsse der Nachtbusse und Nacht-S-Bahnen sind schlicht in die Richtung nach Stuttgart so katastrophal, das man gleich bis zum Morgen warten kann.

    Ich glaube ich kann das direkt vergleichen - ich lebe in Möglingen - arbeite in Ludwigsburg. Bin dort geboren und aufgewachsen. Im Prinzip bin ich also jeden Tag in Ludwigsburg - sollte mich also nichts hindern dort auch mein Leben zu verbringen aber:
    Wenn ich essen gehe oder abends ausgehe, dann 10 mal in Stuttgart und wenn überhaupt dann 1 mal in Ludwigsburg.
    Wenn ich einkaufen gehe, dann 5 mal in Stuttgart 5 mal auf der grünen Wiese und dann auch ein mal wieder in Ludwigsburg.

    Ich denke das ist ein sehr direkter Vergleich - mit den Füßen - abgestimmt.