Ich glaube für die Bismarkstraße interessiert sich schlicht niemand außer die direkten Anlieger. Kaum ein Anderer wird überhaupt wissen wo diese liegt. Das wird auch der Grund sein warum die CDU überhaupt auf diese Idee kam - schlicht ihrem Motto folgend "Fahrradfahrer nur dort zu tolerieren wo sie der gemeine Autofahrer nie zu Gesicht bekommt und sie daher nicht einschränkt".
Auch deine "Fragen" beziehen sich ja auch nur auf die immer wieder gehörten Kritikpunkte aus Sicht des Autofahrers: Parken, Überholen und Rotlichtvergehen von Radfahrern. Damit wirst du offiziell natürlich auch nur Standardantworten bekommen und da das jeder erwartet auch kaum Unterstützer.
Aber da ich Urlaub habe möchte ich dir hier aus meiner Sicht Antworten geben:
1. Parken:
Ist die Fahradstraße für anderen Verkehr freigegeben, kann in dieser auch geparkt werden. Grundsätzlich haben Anwohner kein Anrecht auf öffentlichen Parkplatz im öffentlichen Raum zu Kosten der Allgemeinheit. Umgekehrt besteht sogar häufig die Pflicht der Eigentümer Parkraum auf eigenem Grund zu schaffen der dafür auch zu nutzen ist, aber leider wird dieser dann dennoch zweckentfremdet.
2. Überholen:
Fahrradstraßen dem Fahrradverkehr vorbehalten. Mit anderen Fahrzeugen dürfen sie nur dort benutzt werden, wo dies durch Zusatzzeichen angezeigt ist. Häufig wird so der Verkehr anderer Fahrzeuge nur für Anlieger zugelassen. Kraftfahrer müssen gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern, um eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern zu vermeiden. Ein Recht zum Überholen besteht grundsätzlich nicht, aufgrund der überschaubaren Strecke in der Bismarkstraße ist es dem PKW Verkehr zumutbar auch hinter Fahrrädern her zu fahren.
3. Sicherheit / Rotlichtvergehen:
Es ist keine Auswirkung auf die allgemeine Sicherheit zu erwarten. Ein erhöhtes Gefährdungspotential für andere aufgrund von Rotlichtvergehen ist allgemein statistisch nicht herleitbar und da bislang auch keine Ampel geplant ist nicht zu erwarten.
Grundsätzlich zum Thema.
Ich erwarte keine Entscheidung für einen Radweg in der Bismarkstraße. Das war von der CDU nur ein politisches Strohfeuer um Ausgaben an anderer Stelle zu vermeiden.