Dass die Plattenbauten an der 'Stalin'allee so trist wirken liegt ja wahrscheinlich noch nicht mal daran, dass es sich um Plattenbauten handelt. Es gibt sicher Beispiele, wo Wohnviertel aus Platten gut funktionieren und nicht leblos wirken (fragt mich jetzt nicht nach konkreten Beispielen :D).
Meiner Einschätzung trägt die Stalinallee durch ihre Gestaltung die Hauptschuld daran dass es so ein Un-Ort ist. Die Allee wurde von der SED-Diktatur vornehmlich als Fassade für ihre Selbstdarstellung geplant und genutzt - wie beim jährlichen Aufmarsch zu 1.Mai. Wer sich davon ein Bild verschaffen will, kann sich mal auf Youtube umschauen, z.B. die heute sehr amüsant wirkende Live-Übertragung von 1989, wo die SED noch völlig ahnungslos gegenüber den beginnenden Widerstand war: http://www.youtube.com/watch?v=hS5w6cVypik.
Als Aufmarsch-/Paradestrasse ist die Allee übermäßig breit, daher wirkt sie heute wie eine Schneise die die umgebenden Viertel zertrennt. 'Glücklicherweise' gibt es aber gar keine umgebenden Viertel, weil hinter der Fassade aus hohen Plattenbauten nur spärliche Bebauung zu finden ist. Der Grund hierfür ist dass für die SED-Führung die Plattenbauten wirklich nur als Fassade gedient haben um die dahinterliegenden Kriegsbrachen zu kaschieren damit die Parade durch die Stadt nicht ganz so peinlich ist... 
Fazit: wenn man heute über die Stalinallee diskutiert, muss man sich immer auch diesen historischen Kontext vor Augen führen. Die Plattenbauten an sich haben nur geringen Wert, der ideelle Wert für das damalige System und seine heutigen Verehrer ist sicher ungleich höher.