Beiträge von Iarn75

    Für mich ist jetzt auch die Stadt gefragt. Man hat sich jahrzehntelang bei dem Thema Ausbau der Querunhgsmöglichkeiten weg geguckt mit dem Argument, dass man ja bald den 4gleisigen Ausbau hätte. Selbst bei der Sanierung/Verbreiterung der Brücke Rappelhofstraße hat man sowohl laut Mitarbeitern Baureferat als auch Stadträten drauf gesetzt, dass das irgendwo mit dem Bahnausbau obsolet wird.

    Jetzt sollte man sich mal doch eingestehen, dass man nicht alle Probleme erst in den 40er Jahren lösen kann.

    Die Aufzeichnung des gestrigen Webcasts zur Projektvorstellung des 4gleisigen Ausbaus Daglfing- Nordring. Aktiv Fragen stellen durften Anwohner und Eigentümer entlang der Strecke (war leider gestern wegen Handwerkern im Haus nicht wirklich aktiv mit dabei sonst hätte ich kritische Fragen zur Zeitlinie gestellt. Link

    Für mich hat damit die ebenerdige Variante viel Charme verloren. Wenn man eh St. Nimmerlein plant, dann ist es auch schon wurscht und man kann das Einhornschloss sechs Jahre später planen. Das macht das Kraut auch nicht mehr fett.

    Das Problem ist, man betont zwar gerne, nicht mehr die Fehler der Vergangenheit zu machen und sie dann in genau diesem Moment wieder zu machen.

    Siehe Verkehrsanbindung. Und in ein paar Jaheen wundert man sich, dass die Leute nicht glücklich den tollen Quartiersbus nutzen und versuchen mit dem Auto zu fahren.

    5000 Einwohner laut SZ und dann will man möglichst autofrei bauen. Und das ganze ohne Tram, S-Bahn oder U-Bahn.

    Ich frage mich wie so oft, was unsere Stadträdte so rauchen. Nur mit Bus wird man die Leute nicht dazu bekommen, auf das Auto zu verzichten. Zentral genug für das Fahrrad ist man da draußen auch nicht.

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    Etwa 70% des Bedarfs vom heimischen Gemüse kommt aus dem Norden.

    Mit Verlaub. "70 Prozent des Gemüseanbaus stammt von den SEM-Gebieten." heißt für mich 70 % des München produzierten Gemüses stammt aus den SEM Gebieten, was auch halbwegs plausibel ist.

    70% des Gemüses insgesamt halte ich für unplausibel. Nehmen wir als Beispiel die Tomate, davon werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 27 kg konsumiert, das wären auf München hochgerechnet 40 000 Tonnen. Dafür bräuchte man mindestens eine Netto Gewächshausfläche von 1 000 000 qm (der durchaus optimistische Jahresertrag von 40 kg/qm ist nur im Gewächshaus zu erzielen) alleine für Tomaten. Die sehe ich beim besten Willen nicht in der Landschaft stehen.

    Im Endeffekt zwingen aus meiner Sicht die Wachstumsgegner von Heimatboden, München Liste und co die Stadt dazu, Zwang anzuwenden. Klar können sie sich dadurch in eine Märtyrer Rolle, haben ihrem eigentlichen Anliegen aber einen Bärendienst erwiesen.

    Zumindest bei mir sorgen sie auch für keine Sympathie. Sollten sie tatsächlich enteignet werden, kommt da schon der Gedanke "das haben sie sich selbst zuzuschreiben".

    Ich halte es für sehr unwahrscheinlich das Naherholungsgebiete verloren gehen. Im Gegenteil wenn es eine SEM Nord gibt, würden dort eher zusätzliche Naherholungsgebiete entstehen.

    Was "verloren" geht, sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Aber seien wir mal ganz ehrlich. Die deutsche Landwirtschaft liebt es doch sich mit Photos von freilaufenden Ferkeln und Streuobstwiesen selbst in Szene zu setzen und die Realität sieht dann doch eher anders aus. Ich kenne Feldmoching nicht so gut wie das SEM Gebiet Nordost, aber in letzterer ist es doch so, dass die Plakate von Heimatboden genau auf den Äckern stehen, wo seit Jahrzehnten nur Monokulturen wachsen. Mir ist jetzt auch nicht erinnerlich, dass die Äcker zwischen Fasaneriesee und Feldmochinger See was anderes wären als Monokulturen. Und der Freizeitwerk von solchen landwirtschaftlichen Gebieten ist doch überschaubar. Klar ist es schöner zwischen Äckern zu laufen als zwischen Häusern, aber solange die Flächen nicht betreten werden können, hält sich der echte Freizeitwert in Grenzen.

    Und dörfliche Atmosphäre ist ja ganz nett aber das hat meines Erachtens im Münchner MVV Innenraum nichts verloren. Da wo ein gutes Nahverkehrsangebot besteht, da müssen auch viele Wohnungen hin, sonst schaffen wir die Verkehrswende nie. Da hat Feldmoching halt auch wegen der U-Bahn andere Voraussetzungen.

    Bezüglich Allach: zusammenhängende unbebauten Gebiete dürften zu nah an der Autobahn und zu weit von der S-Bahn weg sein um sie sinnvoll zu entwickeln. Klar gibt es noch ein paar kleine Wiesen westlich der Würm, aber die würde ich persönlich mit höherem Freizeitwert taxieren als die Landwirtschaftlichen Flächen in Feldmoching.

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    Zusätzliche Querungen:

    Eylauer, Putziger, Balten, Libauer, Barlow Höhe Nr. 30.

    Und natürlich Englschalkinger und Johanneskirchner Str. geradeaus anstelle der heutigen Situation.

    Also ich sehe sowohl die Englschalkinger als auch die Johanneskirchner Straße geradeaus in alle drei Varianten. Und eine Fußgänger Querung in Verlängerung der Eylauer Straße.

    Barlowstr. 30 ginge nur mit Abtretung von Privatgrund, wobei ich den Nutzen nicht wirklich sehe. Die Baltenstraße endet relativ weit weg von der S-Bahn und selbst wenn ich eine fiktive Verlängerung bis zur S-Bahn ziehe wären das 50m südlich des Durchstichs der Englschalkinger Straße. Libauer das ganze noch mal dazwischen um ganze 2 Häuser südlich zur Englschalkinger versetzt.

    Putzinger Straße käme nur in Frage wenn man nicht die Memeler verlängert aber die Memeler dürfte deutlich interessanter und leichter zu haben sein, da dort kein Privatgrund im Weg ist und diese schon bis an die Bahntrasse heranreicht. Weiterhin hätte die Memeler zumindest für Radfahrer einen interessanten weiteren Verlauf nach Westen.

    Das sind doch alles keine echten Verkehrsbedürfnisse, selbst wenn auf der anderen Seite was interessantes gebaut wird Wer die 20-30 m von der Libauer bis zur Englschlakinger nicht gehen kann, aht ein anderes Problem als die Bahnquerung. Mir scheint, Du hast massives Eigeninteresse am Tunnel und suchst nach jedem Argument um den schön zu reden. Lass mich raten: Tarnowitzer Straße?

    Selbst wenn man den Messeschluss nicht sinnvoll findet, bis mindestens eine Haltestelle nach Englschalking sollte es eigentlich jeder einsehen, dass es die U4 Verlängerung braucht. Und die kostet sicher auch für den Abschnitt so um die 600 Mio, die die Stadt erst mal ausgeben muss. Und wenn ich vor der Wahl stehe ob U4 Verlängerung oder der Tunnel, finde ich, kann der Tunnel einpacken. Der ist maximal nice to have, aber löst an Münchens Verkehrsproblemen gar nichts, da er für viel Geld keinerlei zusätzlichn Kapazitäten schafft.

    Die S-Bahn über die Daglfinger Kurve sehe ich als weniger sinnvoll an. Erstens kommt die Kurve im Norden des Riemer Bahnhofs an und müsste das ganze Gleisvorfeld kreuzen, was quasi den ganzen Bahnhof lahmlegt. Dazu ist das Messegleis aktuell ein stromloses Rangiergleis, was aus Sicht befahren wird. Bis da S-Bahnen fahren können, müsste noch ordentlich Geld in die Hand genommen werden.

    Die U2 ist aktuell bei Großmessen am Limit, insofern wäre es schon sinnvoll die Messe über eine zweite U-Bahn Linie die auch aus der Stadt kommt anzuschließen.

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    Neben einer optischen, besteht ja auch eine funktionale Trennung, die durch die wenigen, massiven Unterführungen erzeugt wird. Der Tunnel erlaubt hier eine nahezu beliebige Querung. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist mMn Ismaning.

    Abraum: Bei Stamm-2 konnten die LKW-Fahrten auch noch während der Bauphase durch verbesserte Detailplanungen deutlich reduziert werden.

    Spundwände: Für Tunnel kommen i.d.R. Bohrpfahlwände oder gleich (wie aktuell beim Erdinger Ringschluss) Schlitzwände zum Einsatz. Deren Herstellung ist zwar auch laut, doch nimmt diese Arbeit nur einen Bruchteil der Bauzeit in Anspruch. Nachdem der Deckel aufgesetzt wurde, hält sich die Anwohnerbeeinträchtigung in Grenzen. Generell finde ich, dass man die Jahre des Baulärms und -drecks gegen die Nutzungszeit des Projekts gegenrechnen muss, wenn man Vor- und Nachteile verrechnen will. Da verschwindet die Belastung sehr schnell. Ähnliche Argumente kamen damals auch beim Tunnelbau an der Richard-Strauss-Straße und heute hört man von den Anwohnern nur, wie froh sie über die Tieferlegung doch sind. Der Ausbau ist schließlich kein Projekt für die nächsten 30 Jahre, sondern für einige Generationen.

    Ich sehe nicht viel Potential für zusätzliche Querungen außer den geplanten. Allenfalls eine Verlängerung der Memeler Straße nach Osten kann je nach Gestaltung der SEM für mich Sinn machen. Ansonsten gibt es ja wenig Straßen die sich sinnvoll verlängern lassen, egal ob da eine Barriere liegt oder nicht.

    Dass man wie bei Stamm den Tunnelbau optimieren könnte, stelle ich nicht in Frage. Nur gewinnt aus meiner Sicht erst ein optimierter Tunnel bzw Tunnelbau an Attraktivität. Aktuell sehe ich mit dem was aus dem Innsbrucker Bericht hervorgeht eher zwei mäßige Lösungen.

    Wenn wir bei Projekten für Generationen reden, fallen jir persönlich aber auch andere Projejte ein wie der U4 Messeschkuss oder ein echter S-Bahn Ausbau des Nordrings (und nicht nur ein paar Alibi Pendelzüge ab Karlsfeld). Ich bin durchaus ein Befürworter von Infrastruktur Ausbau auch wenn es kurzfristig Lärm und Dreck macht. Allerdings sehe ich aktuell (!) Den Tunnel als nicht wirklich besser, so dass ich skept5bin, ob nicht die Euronen in anderen Projekten besser aufgehoben würden wie im Tunnel

    Zudem ja die SEM noch nicht in trockenen Tüchern ist. Gerade die CSU, die ja für den Tunnel trommelt, ist ja strikt gegen die SEM und will maximal ein paar tausend Wohnungen und keine Arbeitspl6. Was ist wenn die Weichen Richtung Tunnel gestellt werden und die CSU und andere bringen die SEM doch noch zu Fall? DNn baut die Stadt einen teuren Tunnrlel um die Barrierewirkung aufzuheben und auf der anderen Seite sind weiterhin Monokultur Äcker....

    Für mich wäre eine Grundbedingung für den Tunnel, dass die tunnelfürwortenden Parteien sich klar und deutlich zur SEM mit 20000 oder 30000 EW bekennen.

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    Zur Illustration:

    https://knoten-muenchen.de/km/wp-content/…ng-Daglfing.pdf

    (als Variante inkl. temporärer Bahnhof Daglfing).

    Eine der hier schon angeschnittenen Fragen: wie macht man das bei dem hohen Grundwasserstand in der Gegend?

    Angesichts der geringen Überdeckung kann ich mir nicht vorstellen, dass man Züge so einfach auf dem Deckel fahren lassen kann. Oder man muss die Decke massiv verstärken, was die Kosten stark in die Höhe treiben dürfte.

    DIe Lärmschutzwand der A9 Höhe Freimann ist je nach Abschnitt 6 bis 9 Meter hoch. Dazu kommt noch die Höhenlage der Autobahn deutlich über Geländeoberkante.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin jetzt kein Freund von Lärmschutzwänden aber der Tunnel hat halt auch gewaltige Nachteile auch für die Anwohner. Ich wohne bald wieder 500m weg vom Daglfinger Bahnhof und muss sagen aus rein subjektiver Sicht überwiegen die Nachteile des Tunnels für mich. Neben der Finanzierung sehe ich noch die Themen Abtransport Abraum und die betriebliche Situation während der Bauzeit als Problempunkte. Das Thema Rammen von Spundwänden wird man nicht vermeiden können, aber es sollte auch klar sein, dass dagegen der Verkehr der Güterzüge Kinderfasching ist.

    Den Abraum könnte man evtl mit der Bahn abtransportieren, statt mit Hunderttausenden von LKW Fuhren. Und aus meiner Sicht muss man ein Konzept finden wie man eine über 2 Jährige Eingleisigkeit der S8 vermeidet. Die platzt eh schon aus allen Nähten. Da möchte ich mir Taktausdünnung und jahrelangen SEV nicht vorstellen. Erst wenn die Punkte geregelt sind, kann ich mich für den Tunnel erwärmen

    Was das Interieur angeht sicherlich. Aber ich denke die Positionierung dieser doch recht massiven Technikräume über den Stationen ist durchaus ernst gemeint.

    Bezüglich Parks hätte ich lieber zum Ausgleich was anderes als einen 3km langen Schlauch mit alle 500 m einen Rettungsplatz oder ein Technikhaus.

    Der Trog war für mich von Anfang an keine gute Option.

    PS Meine Meinung zur zerschneidenden Wirkung: Da wo es wirklich zerschneidend wirkt und zwar auf Höhe Zamilapark hat auch der Tunnel Lärmschutzwände. Ansonsten ist ja neben der Strecke eh bebaut bzw soll mit der SEM bebaut werden. Da geht die Wirkung der Lärmschutzwand mit etwas lateralem Abstand schnell verloren.

    Wobei für mich weiß auch nur die Station Daglfing im Fall des Tunnelausbaus zu gefallen mit ihren Oberlichtern. Ich bin kein Freund rein künstlich beleuchteter Stationen. Und die beiden Technikhäuser über den Stationen Englschalking und Johanneskirchen werden bestimmt auch keine Schmuckstücke.

    Dazu 12 Jahre Bauzeit mit insgesamt 240 000 LKW Fahrten. Ich bin zwiegespalten.