Beiträge von Iarn75

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    Stimmt, Ottobrunn ist quasi vollständig mit Neubiberg, Hohenbrunn und München verwachsen. Aber das muss eine Gemeinde eben bei der Ausweisung tausender neuer Arbeitsplätze berücksichtigen. Sonst brauchen sich die Politiker nicht über zunehmend verstopfte Straßen wundern. Da eh eine Bauleitplanung erfolgt, könnten im Rahmen des Urbanen Gebiets auch Wohnungen im nördlichen Bereich zum Landschaftspark hin entstehen. Wo ein Wille, da auch ein Weg.

    Der nördliche Bereich des Landschaftspark ist aber nicht mehr Ottobrunn.

    Einzig und allein das winzige ausgesparte Dreieck am nordwestlichen Eck der Finsinger Flur gehört noch zu Ottobrunn, alles dahinter sind schon die Nachbargemeinden.

    Ich kann mir vorstellen, dass wenn der Freistaat an die Stadt verkauft, dass sich die Haltung vieler Grundbesitzer ändern wird. insbesondere wenn sich die Stadt geschickt verhält und sagt, wenn sie ausreichend Flächen hat, wird der Status für den Rest der Flächen eingefroren.


    Viele insbesondere die sich aktuell noch bei Heimatboden engagieren, haben in der Vergangenheit ja durchaus verkauft, aber halt häppchenweise und zu ihren Bedingungen/Preisen. Wenn dann im Raum steht, evtl gar nicht mehr verkaufen zu können, dann kann ich mir vorstellen, dass die Idee 100 Millionen für SEM Preise zu bekommen vielleicht doch der Zukunft als Landwirt arge Konkurrenz machen wird, egal was sie in den letzten Jahren in Interviews von sich gegeben haben.

    Das sagt in Wahrheit mehr über Deutschland aus, als über Ottobrunn.

    Die Gemeinde hat hauptsächlich nur Einfamilienhäuser. Das besondere an ihr ist, dass einfach fast die gesamte Gemeindefläche bebaut ist. Alle anderen Umlandgemeinden haben in ihrer Bebauung ganz ähnliche Dichten.

    Das ist so nicht richtig. Ottobrunn hat sowohl nördlich (bis zum Rehazweg) als auch östlich (entlang der Robert Koch Straße) des Luft und Raumfahrt Technologieparks durchaus eine Siedlungsdichte die eher mit Münchner Vierteln wie Harthof vergleichbar ist. Es gibt noch einige weiter Cluster von Mehrfamilienhäusern. So dominant sind EFH in Ottobrunn nicht wie es beim Blick aus der S-Bahn den Anschein haben mag.

    Aus der Süddeutschen

    Der neue U-Bahnhof im Werksviertel kam dabei nur beiläufig zur Sprache. Die MVG will in den 2030er-Jahren die Takte der U5 verdichten und müsste damit ohnehin einen unter anderem mit Bahnsteig und Aufzügen ausgestatteten Not-Halt bauen. Deshalb überlege man, gleich einen richtigen U-Bahnhof zu bauen, sagte MVG-Chef Ingo Wortmann. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.

    Artikel online


    Die Argumentation macht Sinn.

    Aus dem RIS Beschluss zum ersten ÖPNV Programm 2021 geht aus diesem Steckbrief zur Planungspauschale U-Bahn hervor, dass man offensichtlich einen weiteren Halt der U5 zwischen Ostbahnhof (Bestand, Nordseite) und Innsbrucker Ring im Werksviertel plant.

    Neubau eines U-Bahnhofs im Werksviertel


    Städtebaulich macht es auf jeden Fall Sinn, das Werksviertel besser zu erschließen, durch die Lage der U5 Station im Norden des Ostbahnhofs sind die Wege hier recht lang. Weiterhin ist der Abstand vom Ostbahnhofs zum Innsbrucker Ring für Münchner Verhältnisse sehr lang.

    Allerdings hat man in München eher schlechte Erfahrungen mit dem nachträglichen Einbau eines U-Bahnhofs gemacht. Der einzig bisher nachgerüstete U-Bahnhof an der Poccistraße ist ja baulich alles andere als eine Erfolgsgeschichte und eher einsturzgefährdet als Vorbild. Und bei dem gab es Vorleistungen. Ein nachträglicher Einbau auf der U5 dürfte ungleich komplexer sein und längere Sperrungen bedingen.

    Beschlussentwurf zur Planfeststellungseinleitung der Verlängerung der Tram 23 zum Kieferngarten im RIS


    1. Planfeststellungsabschnitt Verlängerung zum Kiefergarten

    2. Planfeststellungsabschnitt Querspange zur U2


    Zum Bedienungskonzept:


    Die vorgesehene Linienführung der Linie 23 wurde gegenüber den Annahmen von 2011 überprüft und weiterentwickelt. Verschiedene Voruntersuchungen zeigten, dass - bei gleichwertiger Bedienung - die prognostizierte Nachfrage auf dem westlichen Streckenast von der Bayernkaserne zum U-Bahnhof Am Hart (U2 Richtung Hauptbahnhof) nahezu doppelt so hoch ist, wie die auf dem östlichen Streckenast von der Bayernkaserne zum UBahnhof Kieferngarten (U6 Richtung Münchner Freiheit). Daher wurden bei weiteren vertieften Nachfrageuntersuchungen zur Linie 24 Kieferngarten - Am Hart im westlichen Streckenast zusätzlich die Führung der Linie 23 vom U-Bahnhof Münchner Freiheit zum U-Bahnhof Am Hart zugrunde gelegt. Nach derzeitigem Planungsstand erfolgt die Bedienung der Tram-Neubaustrecke für die Linien 23 und 24 tagsüber jeweils im 10min-Takt (Spät- und Abendverkehr analog den Bedienungsstandards im übrigen Münchner Tramnetz)Durch die Linienführung der Tram 23 von Schwabing Nord zum U-Bahnhof Am Hart und der tangentialen Tram 24 von Am Hart zum Kieferngarten ergibt sich im westlichen Streckenabschnitt zwischen Bayernkaserne und Am Hart ein 5min-Takt (2 Linien jeweils 10min-Takt). Dies entspricht der zu erwartenden Nachfrage und führt zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Fahrzeuge.


    Das Gesamtprojekt hat übrigens einen NKF von lediglich 1,0.


    Die Aufwuchsfähigkeit (Kosten 10 Mio für die längere Brücke) für den Nordring für evtl zusätzliche S-Bahn Gleise und einen Nachrüstbarkeit eines Kreuzungsbahnhofs erfolgt im Falle der Finanzierung durch Dritte (DB).


    Vor 2028 wird das mal wieder nichts.

    Die Realisierung dieses Streckenabschnitts ist derzeit ab 2024 geplant. Die Bauzeit bis zur Fertigstellung der Tramstrecke beträgt vsl. 4 Jahre.


    Trotz gegenteiliger Behauptungen von Stadträdten, dass dies nicht mehr vorkomme, wird mal wieder ein Neubaugebiet (Bayernkaserne) gebaut, was zum Bezug nicht adäquat an das ÖPNV Netz angeschlossen ist.

    Ich würde sogar soweit gehen, dass man alle im Stadtgebiet landwirtschaftlich genutzten Flächen auf eine alternative Nutzung prüfen sollte.

    Es wird immer zurecht drauf hingewiesen, dass München relativ 2enig Grünflächen pro Einwohner hat. Und auch wenn das hier im DAF natürlich kontrovers ist, für eine europäische Stadt recht viele Einwohner pro km2. Aus meiner Sicht würde es die Wachstumsbefürworter und Gegner versöhnen, wenn auch mehr öffentliche Grünflächen eingerichtet werden.

    a) Aus Enteignung ist in München noch kein Mensch wirtschaftlich schlecht gestellt worden.

    b) Wie viele profitieren vom Gartenstadtcharakter in der Großstadt? Ob es nicht doch die Mehrheit ist, die dadurch benachteiligt wird?

    c) Es geht auch nicht um die Gartenstadt per se sondern um Bereiche, die durch Gartenstädte eingenommen werden und einen erheblichen Nachteil der Gesamtstadt bewirken.

    Trotzdem wage ich die Behauptung, dass trotz a. b und c das Thema Enteignungen von selbst genutzen Häusern gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig ist. Denke auch, dass sich da keine Partei deswegen die Finger dran verbrennen will.