Ist finde ich nur konsequent. Wenn dort wirklich autoarm gebaut werden soll, braucht es den Tunnel nicht.
Die Trambahnverlängerung nach Johanneskirchen ist auf einem guten Weg, auch die Verbindung von Steinhausen ist wohl innerhalb von 10 Jahren realisierbar. Die Bustaktung in dem Gebiet gibt auch noch einiges her. Wenn man die U-Bahn bis Englschalking auf den Weg bringt könnte man mit einem Shuttlebus vom Quartierszentrum bis Englschalking eine extrem gute ÖPNV-Verbindung schaffen. Mit dem Fahrrad kommt man über die Stegmühlstraße/ Salzsenderweg/ Mauerkirchnerstraße wahnsinnig schnell und komfortabel in den Englischen Garten und von dort nach Schwabing und zum Sendlinger Tor. Die MIV-Anbindung kann über einen nördlichen Anschluss an die M3 und südlich über die Olympia-Reitanlagen an die A94 erfolgen. Entgegen anderslautender Anwohnerklagen ist die Ecke heutzutage auch sicher nicht am Limit.
Der Tunnel betrifft eine völlig andere Baustelle, dort wird es am Ende vermutlich einfach auf eine Klage der Stadt gegen die DB hinauslaufen. Die Tunnelmehrkosten in Milliardenhöhe (laut erster Prognose 1,5 Mrd, realistischer 3) sind an der Stelle für das Ausmaß an Neubau schlicht nicht zu rechtfertigen, wenn man von dem gleichen Geld Tram und U-Bahn verlängern kann. Der Tunnel ist auch weniger eine Sache der SEM Nordost als des Brennerbasiszulaufs, das Geld wird man also sicher nicht im Rahmen von Erschließungskosten auf Grundstückseigentümer umlegen können. Wenn man darauf wartet können wir den Thread hier 20 Jahre auf Eis legen und 2040 weiter diskutieren.
Bei der Trambahnverlängerung nach Johanneskirchen ist entscheidend, ob diese auch über die S-Bahn hinaus verlängert werden kann. Macht der aktuellen Planung hat sie fast nur westlich der Bahn verkehrliche Wirkung.
Die Verlängerung von Steinhausen ist in 10 Jahren machbar, ich traue allerdings unserer Verwaltung nicht zu, dies in unter 15 Jahren zu schaffen.
Bei den Bussen gebe ich Dir recht. Ironischerrweise gab es noch zu Stadtwerke Zeiten (vor Gründung der MVG) noch einen Bus der teilweise im 10 Minuten Takt die Lücke zwischen Westlandanger und Daglfing geschlossen hat.
Ja die U-Bahn könnte einen großen Schub geben aber da sind wir bei der Verwaltung und Stadtrat und deren Neigung zum Aussitzen. Schon bei der Einweihung Laimer Platz bis Arabellapark sprach man davon "bald" bis Pasing und Englschalking weiterbauen zu wollen. Beide Endstation wurden nur als Interim angesehen.
Beim Thema Rad wäre für die Erschließung der SEM immer noch die bisherige Lösung eines Durchstichs der Englschalkinger Straße nebst Radweg auf die Brodersenstraße die beste Route. Stegmühlstraße geht auch aber ist alles andere als optimal.
Zum MIV tatsächlich staut es sich in den Stoßzeiten schon ganz gerne und das liegt halt an den teilweise völlig vermurksten Straßen. Wer auch immer die Idee hatte, die Stegmühlstraße durch die selbst für Tempo 30 viel zu schmale Savitsstraße anzubinden, war wohl nie vor Ort (jetzt soll Tempo 20 eingeführt werden, was an der Tatsache nichts ändert, dass es immer noch der Schleichweg ist, wenn die A94 dicht ist und die Schranken zu sind).
Prinzipiell wäre alles aoberirdisch machbar aber bitte nicht mehr als Interimslösung. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass genau dies nicht funktioniert. Dann soll man wenigstens der Arsch in der Hose haben und sagen das mit de Tinnel hat nicht geklappt, wir bauen oberirdisch aber anständig.