Beiträge von Iarn75

    Prinzipiell sind die meisten Störfälle wesentlich weniger gravierend als die Beispiele die Du hier nennst. Es kommt um Größenordnungen häufiger vor, dass S-Bahnen ohne die genannten Ereignisse wenden, sei es eine Stellwerkstörung oder geplante Baustellen.

    Liegen die S-Bahnen innen, ist das Wenden sehr einfach möglich. Bei Außengleisen hast Du im Endeffekt betrieblich zwei eingleisige Strecken statt einer zweigleisigen.


    Zum Bauaufwand und damit der Länge des SEV. Insgesamt liegen 7 von 8 geplanten Zufahrtsgleisen schon. Lediglich das Gütergleis südwärts existiert noch nicht. Insofern dürfte es auf der Hand liegen, dass es viel leichter ist, ein weiteres Gleis hin zu fügen als 7 bestehende Gleise zu verschwenken um auf ein anderes Gleisbild zu kommen und noch ein neues zu legen.

    Sowohl im Norden sind 2 SGV Gleise zum Nordring außen als auch im Süden das bisherige Gleis. Das alles umzubauen wäre viel Aufwand und jahrelang SEV.

    Darüber hinaus hätte es betrieblich den Nachteil im Störfall keine S-Bahnen wenden zu können.

    Das wäre in meinen Augen die schlechteste mögliche Lösung.

    Die Motive von Söder sind klar unlauter. Schon als bayrischer Finanzminister hat er alles getan um Gelder von München abzuziehen.

    Trotzdem mag es für München architektonisch kein Schaden sein, dass der Schneewittchen Sarg nicht kommt. Deswegen ist Söder trotzdem kein anständiger MP.

    Langfristig fände ich einen Eisenbahnring an der a99 am besten, wohin auch alle Umschlagbahnhöfe verlagert werden könnten. Warum müssen wir die ganzen Güterzüge durch die Stadt führen, v.a. auch mit der stark ansteigenden Last durch den Brennerbasistunnel. Sicher wäre das immer noch keine Lösung für die S8 Strecke, würde aber viel Last aus München generell wegnehmen.

    Die Idee ist sicher richtig aber vom Zeithorizont etwas, was definitiv nach der SEM Nordost kommen würde.

    "Nein" ist hier in dieser Epoche eh das Schlüsselwort.

    Ich hab an die Abteilung gedacht gehabt , die die Entwürfe zu München 21 gemacht hat, oder die Flächen vom neuen Hbf vermarktet.

    Welchen qm Preis könnt man eigentlich verlangen an den S Bahnhöfen?

    Für München 21 gab es vor über 2 Jahrzehnten grobe Konzeptstudien. Die Vermarktung von Flächen des neuen Hauptbahnhofs hat meines Wissens nach nicht begonnen.

    Die DB vermarktet Flächen, die schon da sind (ehemalige Bahnhöfe) oder aus Gründen des Bahnverkehrs neu gebaut werden.

    Mir ist kein Projekt bewusst, bei dem die Bahn reine Immobilien Projekte geplant und gebaut hätte.

    Wo soll denn diese ominöse Abteilung beheimatet sei (Ort bzw. wo in der Konzernstruktur?)


    Ich bezweifle stark, dass es diese Abteilung wirklich gibt.


    Und selbst wenn es sie gebe, sehe ich noch keine Argumentation, wieso es die Aufgabe der DB wäre, eventuelle Flächen über dem Bahntunnel in München zu entwickeln.

    Die DB hat doch eine Immo Sparte, oder nicht ? Wär deren Aufgabe.

    Nein. Die Aufgabe der Bahn ist der Transport von Ersonnen und Gütern. Und mittlerweile gibt es meiner Beobachtung nach sogar einen breiten Konsens das sogar nur auf Schienentransport zu beschränken (Verkauf der LKW Sparte).

    Die Immobilienentwicklung zumal von unverkäuflichen abseits von Bahnhofsgebäuden ist nicht Aufgabe der DB

    Ist finde ich nur konsequent. Wenn dort wirklich autoarm gebaut werden soll, braucht es den Tunnel nicht.

    Die Trambahnverlängerung nach Johanneskirchen ist auf einem guten Weg, auch die Verbindung von Steinhausen ist wohl innerhalb von 10 Jahren realisierbar. Die Bustaktung in dem Gebiet gibt auch noch einiges her. Wenn man die U-Bahn bis Englschalking auf den Weg bringt könnte man mit einem Shuttlebus vom Quartierszentrum bis Englschalking eine extrem gute ÖPNV-Verbindung schaffen. Mit dem Fahrrad kommt man über die Stegmühlstraße/ Salzsenderweg/ Mauerkirchnerstraße wahnsinnig schnell und komfortabel in den Englischen Garten und von dort nach Schwabing und zum Sendlinger Tor. Die MIV-Anbindung kann über einen nördlichen Anschluss an die M3 und südlich über die Olympia-Reitanlagen an die A94 erfolgen. Entgegen anderslautender Anwohnerklagen ist die Ecke heutzutage auch sicher nicht am Limit.

    Der Tunnel betrifft eine völlig andere Baustelle, dort wird es am Ende vermutlich einfach auf eine Klage der Stadt gegen die DB hinauslaufen. Die Tunnelmehrkosten in Milliardenhöhe (laut erster Prognose 1,5 Mrd, realistischer 3) sind an der Stelle für das Ausmaß an Neubau schlicht nicht zu rechtfertigen, wenn man von dem gleichen Geld Tram und U-Bahn verlängern kann. Der Tunnel ist auch weniger eine Sache der SEM Nordost als des Brennerbasiszulaufs, das Geld wird man also sicher nicht im Rahmen von Erschließungskosten auf Grundstückseigentümer umlegen können. Wenn man darauf wartet können wir den Thread hier 20 Jahre auf Eis legen und 2040 weiter diskutieren.

    Bei der Trambahnverlängerung nach Johanneskirchen ist entscheidend, ob diese auch über die S-Bahn hinaus verlängert werden kann. Macht der aktuellen Planung hat sie fast nur westlich der Bahn verkehrliche Wirkung.

    Die Verlängerung von Steinhausen ist in 10 Jahren machbar, ich traue allerdings unserer Verwaltung nicht zu, dies in unter 15 Jahren zu schaffen.


    Bei den Bussen gebe ich Dir recht. Ironischerrweise gab es noch zu Stadtwerke Zeiten (vor Gründung der MVG) noch einen Bus der teilweise im 10 Minuten Takt die Lücke zwischen Westlandanger und Daglfing geschlossen hat.


    Ja die U-Bahn könnte einen großen Schub geben aber da sind wir bei der Verwaltung und Stadtrat und deren Neigung zum Aussitzen. Schon bei der Einweihung Laimer Platz bis Arabellapark sprach man davon "bald" bis Pasing und Englschalking weiterbauen zu wollen. Beide Endstation wurden nur als Interim angesehen.


    Beim Thema Rad wäre für die Erschließung der SEM immer noch die bisherige Lösung eines Durchstichs der Englschalkinger Straße nebst Radweg auf die Brodersenstraße die beste Route. Stegmühlstraße geht auch aber ist alles andere als optimal.

    Zum MIV tatsächlich staut es sich in den Stoßzeiten schon ganz gerne und das liegt halt an den teilweise völlig vermurksten Straßen. Wer auch immer die Idee hatte, die Stegmühlstraße durch die selbst für Tempo 30 viel zu schmale Savitsstraße anzubinden, war wohl nie vor Ort (jetzt soll Tempo 20 eingeführt werden, was an der Tatsache nichts ändert, dass es immer noch der Schleichweg ist, wenn die A94 dicht ist und die Schranken zu sind).


    Prinzipiell wäre alles aoberirdisch machbar aber bitte nicht mehr als Interimslösung. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass genau dies nicht funktioniert. Dann soll man wenigstens der Arsch in der Hose haben und sagen das mit de Tinnel hat nicht geklappt, wir bauen oberirdisch aber anständig.

    Süddeutsche: Ein Tunnel, auf den man verzichten kann?


    Wie man der Süddeutschen entnehmen kann, scheint die Stadt auf den Bahntunnel als Voraussetzung der SEM Nordost verzichten zu wollen. Dies ist kein Schwenk hin zu einer oberirdischen Lösung, man will vielmehr die mindestens 50 jährige Tradition der Interimslösung weiterpflegen. Die SEM soll nach und nach unter Erschließung mittels Tram (SL17 von Joki, SL19 via Steinhausen, Daglfing Süd plus U4 vom Arabellapark) erschlossen werden. Für den MIV inklusive Fahrrad und Fußgänger soll es lediglich "ergänzende Anbindungen" (Interimsquerungen der Bahntrasse) geben.

    Startpunkt soll der Nukleus in Verlängerung der Brodersenstraße werden (auf den bisherigen Karten mit A bezeichnet) der Rest dann innerhalb von 20 (vermutlich mehr Jahren) entwickelt werden.