Beiträge von mamamia

    Ich kann nur hoffen, dass im Zuge der Neugestaltung des KAP und des Umbaus des Empfangsgebäudes die unsäglichen Nachkriegsbauten auf der Westseite des KAP ausnahmslos verschwinden und durch angemessene Gebäude ersetzt werden.

    Wer sich alte Aufnahmen des Bahnhofsvorplatzes anschaut, sieht, dass die ursprüngliche Bebauung deutlich repräsentativer und ambitionierter war. Es war Architektur für das Entree einer Stadt, wenn auch mit einer etwas überladenen und bisweilen schwülstigen Gestaltung - das war halt der Geschmack der wilhelminischen Epoche.

    Das Kö-Quartier ist wirklich sehr gut geworden; der Naturstein wirkt sehr hochwertig und die Fassaden sind unaufgeregt, aber nicht langweilig.

    Um so schlimmer wirkt jetzt aber der 80er Jahre Altbau an der Ecke Bastionsstraße; eigentlich kann das Gebäude nicht so bleiben.

    Wenn es nicht gelingt, dort einen Frequenzbringer zu etablieren, sehe ich für die obere Schadowstraße mittelfristig schwarz.

    Ein schon vorgeschlagener Opernhaus Neubau an der Stelle des Kaufhof am Wehrhahn würde das Problem auch nicht lösen können.

    Das alles ist halt auch ein Ergebnis der Kundenabwanderung zu den Online Shops; dadurch gehen leider auch immer mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im stationären Einzelhandel dauerhaft verloren.

    Ich würde gerne wissen, wie es nun um die ambitionierten Pläne für das KdW im Carsch-Haus steht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Hättest du lieber öffentlich geförderten Wohnungsbau an diesem Standort?

    Das ist natürlich Blödsinn und polemisch dazu!

    Wohnungsbau dürfte dort generell ausgeschlossen sein, da der Bereich meinem Wissen nach als Kerngebiet ausgewiesen ist.

    Der Standort des "Alte Leipziger" Grundstücks ist nach meinem Dafürhalten Ideal für Büronutzungen in den Obergeschossen.

    Büroflächen an zentralen Standorten werden immer nachgefragt; auch wenn aktuell alle über Home Office reden (was ja auch nichts neues ist).

    Ob es in der nächsten Zeit eine entsprechende Nachfrage für neue Hotels gibt, wäre abzuwarten.

    Ich habe den Eindruck, dass ein Hotel oft eine Exit Strategie ist, wenn Projektentwicklern nichts mehr einfällt.

    Die Umfahrt um den Corneliusplatz ist nicht für das Kaufhof Parkhaus oder die Anlieferung erforderlich, da es auf der Kö Seite nur Ausfahrten als Rechtsabbieger gibt.

    Dieses Stück Straße ist eigentlich nur für den Anliegerverkehr erforderlich; hierfür hätte sicherlich auch eine Mischverkehrsfläche ausgereicht, die nur eine Zufahrt für Anlieger gestattet.

    Persönlich finde ich den Entwurf von Kadawitfeld etwas zu verdreht für die Ecke; es braucht dort keinen autistischen Solitär.

    Der Wettbewerbsbeitrag von SOP, sah hier ein unaufgeregtes, schlankes Hochhaus mit einem quadratischen Grundriss vor; die Fassade war klar gegliedert.

    Der sehr schlank wirkende Turm hätte zwischen den anderen Solitären in der Nachbarschaft eine fast schon ordnende Wirkung und würde sich durch seine vornehme Zurückhaltung abheben.

    Die Tuchtinsel ist ja erst durch die Verkehrsführung beim Bau der Berliner Allee in den 50er Jahren entstanden; der vorhandene Häuserblock wurde für die Fahrspur FR Nord durchbrochen. Ziel war die Trennung von Individual- und Straßenbahnverkehr.


    Eigentlich könnte man jetzt darüber nachdenken, diesen Durchbruch, zumindest entlang der Schadowstraße wieder zu schließen;

    durch den Tunnel ist dieser Durchbruch ja nicht mehr erforderlich.

    Der Schadowstraße würde es gut tun und es würde mehr wertvolle Schaufensterfläche entlang der Fußgängerzone ergeben.

    Ein Hochhaus ist dort hingegen aus städtebaulicher Sicht nicht unbedingt erforderlich; mir wäre eine Stärkung der Einkaufsstraße wichtiger.

    Der Platz wird auf keinen Fall mit einem durchgehenden Dach versehen, weil dieses ein zu großes Bauwerk wäre und den Platz als solches auflösen, bzw. in einzelne Plätze trennen würde.

    Die Haltestellen sollten aber generell windgeschützte Unterstellmöglichkeiten bekommen, was auch unter den Dächern möglich ist.

    Den Entwurf für das Empfangsgebäude und den Turm finde ich soweit sehr gut; auch wenn das anhand einer Visualisierung noch kaum zu beurteilen ist.

    Insgesamt bin ich gespannt, ob die Planung so die Gremien passieren und vor allem darauf, wann die Bauarbeiten konkret beginnen.

    Die Duisburger Gleishalle dürfte etwa aus der gleichen Zeit stammen, wie die ehemalige Gleishalle des Düsseldorfer Hauptbahnhofes.

    Die Düsseldorfer Halle wurde in den 30ern, im Zuge des damaligen Neubaus des Hauptbahnhofes errichtet.

    Ich habe mal gelesen, dass es eine der ersten komplett geschweißten Stahldachkonstruktionen in Deutschland war.

    Eigentlich waren es einzelne Überdachungen der Bahnsteige; die Gleise waren, sehr wahrscheinlich wegen der damals noch üblichen Dampflockmotiven, nicht überdacht, sondern nur durch die Stahlkonstruktion überspannt.

    Ob es nun damals ersatzlos abgebrochen oder verlagert wurde ist eigentlich egal.

    An das Werk hinter dem Bahnhof, direkt hinter Gleis 18, kann ich mich auch noch erinnern; ob damals noch dort produziert wurde, kann ich nicht sagen.

    Entscheidend ist, dass die Gleishalle erst in den 80ern neu errichtet wurde, und deshalb ein Neubau leider mittelfristig nicht zur Debatte steht.

    Der Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde in den 80er Jahren umgebaut. Bahnsteige, Verteilerebene und die Gleishalle wurden damals im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn komplett neu errichtet; das Empfangsgebäude wurde in Teilen entkernt.

    Der Bahnhof konnte damals nach Osten geöffnet werden, da das bis dahin dort existierende Stahlwerk an den Rand der Stadt verlagert wurde. Das alles war in den 80er Jahren ein großer Schritt. Östlich des Bahnhofes entstand ein komplett neues Quartier.

    Einen Neubau der leider sehr unschönen Gleishalle wird es in den nächsten Jahren keinesfalls geben.

    Ab den 90ern wurde bei entsprechenden Bahnhofs Um- und Neubauten mehr auf Architektur geachtet; es wurden Architekten Wettbewerbe veranstaltet. Ich habe damals selber an einigen teilgenommen und auch bei dem Umbau eines großen Hauptbahnhofs mitgewirkt.

    Sozusagen wurde der Düsseldorfer Hauptbahnhof zu früh umgebaut.

    In Sachen Vorplatz sollte die Stadt aber möglichst Druck auf die Bahn AG machen; damit sich wenigstens hier, nach bereits zwei Architekturwettbewerben, endlich was tut.

    Auf competitionline sind neben dem 1. Platz auch die zweitplatzierten Arbeiten von SOP und HPP zu sehen.

    Aus städtebaulicher Sicht finde ich den unaufgeregten Entwurf von SOP besser geeignet für den Standort; gerade auf Grund der direkten Nachbarschaft zum "L´Oreal" Hochhaus von HPP und dem geplanten Hochhaus "Gateway" von KPF.

    Es ist schon ungewöhnlich, ein solches Gebäude in eine Blockrandbebauung einzufügen; also eine "Oper an der Straßenecke".

    Den Standort verbinde zudem auch ich nicht unbedingt mit Kultureinrichtungen.

    Da ist der aktuelle Standort deutlich besser; auch wenn ein Neubau nur möglich wäre, wenn der direkt angrenzende Teil des Hofgartens mit einbezogen werden könnte.

    Die Preisträger hätten sich wenigstens die Mühe geben können, die Straßen- und Platznamen richtig wiederzugeben; aus dem Corneliusplatz (Nordende Kö) machen sie den "Comeniusplatz".


    Bezüglich der Aussagen zu Oberkasseler Brücke und Hofgartenrampe / Haltestelle Tonhalle sehe ich die Vorschläge als nicht realisierbar.

    Die Oberkasseler Brücke für den Individualverkehr jeweils einspurig zu machen, wäre hingegen eine realistische Überlegung; die Anbindung zum Rheinufertunnel halte ich jedoch für wichtig, in welcher Form auch immer.

    Weshalb man die Düssel mit Gewalt durch den Hofgarten leiten will, erschließt sich mir nicht - die historische Parkanlage sollte man unangetastet lassen.

    Möglich wäre sicherlich eine partielle Offenlegung der Düssel im Bereich der Mühlenstraße;: jedoch fließt sie, meinem Wissen nach, bislang unter dem ehemaligen Amtsgericht (AQ) hindurch.

    Die "hingewürfelte" Bebauung an der Harold-/Kavalleriestraße ist städtebaulich sehr unbefriedigend; sie reagiert weder auf das interessante Spannungsfeld dieses Ortes noch auf das gebaute Umfeld.

    Den Durchgangsverkehr aus der inneren City zu nehmen, halte ich für gut und sogar für wichtig; Zielverkehr sollten jedoch möglich sein.

    Hierfür könnten Einbahnstraßenregelungen helfen und Tempo 30 Zonen sowie. Mischverkehrsflächen (Schritttempo) ausgewiesen werden.

    Die Kasernenstraße könnte z.B. als Fahrradstraße ausgebaut werden, wo dann Pkws den Fahrrädern Vorfahrt gewähren müssen; die vorhandenen Tiefgaragen bleben weiterhin angebunden.