Nebelkerzen und Schönfärberei
Gestern abend war die Bürgerversammlung mit über hundert Leuten, vielen Bezirksratsmitgliedern und den HerrenLindemann mit seinem Architekten Fritz Seydel.
Viel interessanter als die sicherlich nur Kopfschütteln bewirkende Rolle von Rackwitz ( http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8494849 ) ist die Strategie, die jetzt sozusagen als "konzertierte Aktion" in der Stadt angelaufen ist.
Ziel scheint zu sein, Verwirrung zu stiften und alles ins Leere laufen zu lassen.
Wir kommen zur Phase der Schönfärberei und der Nebelkerzen:
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8495507
- Rackwitz (SPD) heute in der BZ: glaubt immer noch ans Millenium;
- Hoffmann übergibt alle Akten (-zig Akten wurden heute vorm Rathaus in zwei Lieferwagen verladen) an Staatsanwaltschaft und will daher nichts mehr dazu sagen;
- Gewerbeaufsichtsamt, sonst zuständig für Deponien, erklärt Unzuständigkeit, weil die Lindemann´sche Berg-Deponie nur ein Teil der Alt-Deponie darstelle, wofür die Stadt allein zuständig sei;
- Lindemann, Betreiber und Nutznießer des Verwirrspiels (gestern abend auf der gut besuchten Bürgerversammlung) erklärt: er würde ja allem gern nachkommen, aber die Stadt habe ihm jegliche Aktivitäten auf dem Berg und an dem Berg verboten;
- Lenz CDU, Freundeskreis Millenium und Ex-Staatsanwalt streitet für seinen Freund Lindemann. Er möchte den ganzen Dreck nur der Stadt anlasten, deswegen vorsorglich der Hinweis auf die alte Hausmülldeponie, wo man den Umweltgedanken noch nicht so streng nahm.
Jetzt hat die Staatsanwaltschaft den "schwarzen Peter", die Stadt hat ihre Verfahren wg. Ordnungswidrigkeit daraufhin erst einmal eingestellt.
Fragt sich, welche Rolle möchte nun die Staatsanwaltschaft spielen und welchen Einfluss hat noch Ex-Kollege Lenz ?
Den politischen Fraktionen liegt seit gestern die Baugenehmigung zur Rekultiviertung der Altdeponie von 1995 vor (wenn auch unvollständig).
Dort ist eindeutig - bauordnungsbindend - festgelegt, daß v o r Aufschüttung des jetzigen Berges eine Abdichtungsfolie einzubauen ist.
So geht es aus allen Schnittzeichnungen, die gestempelt beigefügt und maßgeblicher Teil der Baubeschreibung und somit der Baugenehmigung sind, hervor.
Die Stadt (Zwafelink und Hoffmann) spielen also Lindemann in die Hände, wenn sie alles auf seinerzeitige Versäumnisse schieben, die Abdeckfolie wegdiskutieren und damit Lindemanns Berg zum Bestandteil der Altdeponie erklären; so macht es jetzt übrigens auch liebend gern das Gewerbeaufsichtsamt.
Aber mit einer ordentlichen Kenntnisnahme der Baugenehmigung von 1995 ist eine klare Trennung zwischen Altdeponie - zumindest vor 1995 und Lindemanns Milleniums-Berg - ab 1995 dokumentiert.
Damit ist doch wieder das Gewerbeaufsichtsamt wegen illegaler Mülldeponie ab 1995 mit im Spiel.
Übrigens hat sich gestern abend eine eigenständige Bürgerinitiative gebildet, die sich am 5. Juni 1008 um 19 Uhr wieder im Vereinsheim Rot-Weiss, Madamenweg 70 trifft.