Beiträge von ReinhardR

    Über die 777 Millionen EURO für den Kanzleramts-Erweiterungsbau kann ich mich weniger aufregen als über die Milliarden für zu viel bestellte Covid-Impfdosen und überteuerte FFP-2-Masken.
    Und wenn es schlußendlich über eine Milliarde EURO sein sollten:
    Die Architektur ist schwungvoll, passt gut zum Bestand, kompensiert die Schwächen des Hauptgebäudes und bringt die derzeit über ganz Berlin verteilten Kanzleramts-Büros unter ein Dach, was ja auch der Sicherheit dient.
    Vielleicht ist es ja wie beim Stadtschloss: wäre es eine häßliche modernistische Kiste, niemand würde Anstoß nehmen.

    Es gibt vieles, über das man sich in Berlin (zu recht!) aufregen kann. Die Erweiterung des Kanzleramtes ist es nicht.

    >>> Wiederaufbau der Bauakademie <<<
    "Dazu veranstalten die TU Berlin, der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) und die Baukammer Berlin das Symposium
    „So viel Schinkel wie möglich, so wenig Schinkel wie nötig? Auf dem Weg zur Wiedererrichtung der Berliner Bauakademie“,
    zu dem wir Ihnen dieses Save the Date senden.

    Bitte merken Sie sich vor:

    Symposium „So viel Schinkel wie möglich, so wenig Schinkel wie nötig?“

    Freitag, 10. Februar, 17 bis 20 Uhr

    Bertelsmann Repräsentanz

    Unter den Linden 1, 10117 Berlin


    Die Anmeldung ist bereits möglich hier: www.bauakademie.jetzt.

    Die Teilnahme ist kostenlos, aber es stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung.


    Wir werden Ihnen das genaue Programm zusenden, sobald alle Redner feststehen.


    Herzliche Grüße

    Fabian Burns

    Geschäftsstelle Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V."

    Wie wird der UA EWR Flug angenommen ?

    Mein Stiefsohn ist letzte Woche von Berlin nach Newark und dann weiter nach Los Angeles geflogen und letztes Wochenende wieder zurück.
    Es hat alles wie am Schnürchen geklappt - alles bestens!

    Sicherlich ist es für jeden statdthistorisch Bewanderten klar, dass die von Cloth von Jürgensburg geschaffenen Rossebändiger mit Bedacht ausgewählt und 1844 vor dem Portal IV aufgestellt wurden. Sie wirkten als Verbindung von der Schloss-Fassade zum Vorplatz und zum Lustgarten.
    Heute findet der Blick beim Betrachten der Schlossfassade keinen Halt, wenn er weiter ins Umfeld schweift.
    Das Sanchi-Tor ist ein Fremdkörper, der eher vor die Stella-Fassade gepaßt hätte.

    Der vom Künstler Begas speziell für Portal II der barocken Südfassade einfühlam geschaffene Neptunbrunnen stand dort auch am idealen Punkt.

    Es ist also keine Stilfrage sondern eine rein politische Entscheidung, dies nicht zu berücksichtigen.
    Diese Öde ist gewollt. ?(

    ...und wenn alles nicht gefällt, da ist noch ne irre schöne Großplastik ganz versteckt hinter Gebüsch am Großen Stern die es gilt wieder dekorativ zu inszenieren.. ... eine gelungene Revanche in Blickweite des Außenministeriums ... :rolleyes: :love::!:


    https://de.wikipedia.org/wiki/…ionaldenkmal_%28Berlin%29

    Ja, toll, prima Idee! Wo kann ich dafür unterschreiben? ;)

    Ein anderer Vorschlag:
    Friedrich Schinkel hat für genau diese Stelle lange vor Begas einen "Borussia-Brunnen" entworfen, der auch nicht zu verachten ist:
    Plädoyer für den Schlossbrunnen / BERLINER EXTRABLATT

    "Ich weiß nicht, was hier geschehen muss, aber irgendetwas..."

    Ja, natürlich: der Balustradenschmuck auf dem Marstall fehlt - und der Neptun-Brunnen von Reinhold Begas. Und Pflanzen sowieso. Aber sowas von!
    Im aktuellen BERLINER EXTRABLATT des Schloss-Fördervereins wird darauf hin gewiesen, dass der Haushaltsausschuß des Bundestages bereits die Mittel für die vollständige Restaurierung und die Verlegung des Neptun-Brunnens einschließlich der Straßenbauarbeitn im Bereich der Einmündung der Breiten Straße bewilligt hat.
    Jetzt hängt es ausschließlich von der Entscheidung des Berliner Senats ab, ob aus der herrschenden Steinwüste des Schlossplatzes ein urbanes Ereignis wird. :thumbup: 8) <3

    Oder ist es doch nicht so schlimm geworden, wie zuvor befürchtet?

    Doch, ist es. ?(
    Aber ich tröste mich damit, dass, wäre das Schloss vom Krieg verschont geblieben, irgendwer auch dort etwas Unpassendes oben drauf gesetzt hätte.
    Zum Trost ist das Lokal gut und die Aussicht grandios!

    Ich hoffe darauf, dass die "umstittenen" Statuen doch noch oben auf die Portale kommen, das würde den Fassaden an Schloßplatz- und Lustgartenfront mehr Grandezza verleihen.
    So sieht es jetzt eher wie eine aufgemotzte Gründerzeit-Fassade aus. ;)