Beiträge von Fabio

    Krupp & Essen (4) Alfred Krupp (3)

    Krupp-Arbeitersiedlungen unter Alfred Krupp

    [size=-2]Plan der Gussstahlfabrik und Umgebung, Infotafel vor dem IKEA-Parkhaus[/size]
    [size=-2]Bild und GIF-Animation: Fabio[/size]

    Alfred Krupp ließ ständig Arbeiter für sein expandierendes Unternehmen anwerben. Die Wohnungssituation in der Essener Altstadt war zu Beginn der Industrialisierung katastrophal, zumal ohnehin immer mehr Menschen ins Ruhrgebiet wegen der Zechen und Fabriken zogen. Unter den schlechten hygienischen Bedingungen brachen sogar Seuchen wie Typhus, Cholera und Tuberkulose aus. Das ehemalige Weberviertel entwickelte sich zum Elendsviertel mit engem Wohnraum und unhygienischen Verhältnissen. Abhilfe leistete vor allem der Essener Oberbürgermeister Erich Zweigert (1849-1906), der 1895-1898 den Weberplatz anlegen ließ.

    Für Arbeiter gab es in der Regel keine gesetzlichen Sozialleistungen wie Kranken- oder Rentenversicherungen. Die ältere Generation wurde von den Kindern versorgt oder lebte von Rücklagen. Kinderarbeit war nicht selten und die Säuglingssterblichkeit war hoch. So verstarb 1860 jeder zweiter Säugling im ersten Lebensjahr, da vor allem die Versorgung der Stadtbevölkerung mit Milch unzureichend war. Bereits 1836 führte Alfred Krupp eine freiwillige Hilfskasse für Krankheits- und Todesfälle ein, die 1853 in eine Kranken- und Sterbekasse mit Beitrittspflicht umgewandelt wurde. 1855 entstand die Pensionskasse.

    1859 begann mit der Siedlung Alt-Westend der Kruppsche Wohnungsbau. Zunächst war das Stammhaus Vorbild für den Bau von einfachen Arbeiterwohnhäusern in unmittelbarer Nähe zur Fabrik. 1871 entstanden verstärkt mehrgeschossige Mietskasernen in Zeilenbauweise. In seinen letzten Lebensjahren entwickelte Alfred Krupp die Vorstellung von Arbeitersiedlungen in aufgelockerter Bauweise mit Gärten in grüner Umgebung. Sein Sohn Friedrich Alfred Krupp setzte dann diese Idee um.

    Heute erinnern nur noch die Straßennamen und Gewerbegebiete an die ersten Arbeitersiedlungen unter Alfred Krupp.

    1859-1862 Arbeitersiedlung Westend



    [size=-2]Neu-Westend, erbaut 1871-1872[/size]
    [size=-2]Bild: Historisches Archiv Krupp, GEO.de[/size]

    Heute befindet sich die Westend-Druckerei, die aus den graphischen Betrieben der Firma Krupp hervorgegangen ist, auf dem Gelände der ehemaligen Siedlung Westend.


    [size=-2]Westendstraße mit der Westend Druckerei[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]


    1871 Beamtensiedlung Baumhof
    Für seine leitenden Angestellten, Kruppsche Beamte genannt, ließ Alfred Krupp in Rüttenscheid südlich vom Stadtgarten eine Siedlung mit mehr Wohnkomfort bauen.


    [size=-2]Kolonie Baumhof, 1900-1920[/size]
    [size=-2]Bild: bildindex[/size]


    1871 Arbeitersiedlung Nordhof

    1872-1873 Arbeitersiedlung Schederhof
    Als Reaktion auf einen von der Arbeiterbewegung initiierten Bergarbeiterstreik auf der Zeche Graf Beust erließ Alfred Krupp 1872 das "Generalregulativ", das den Mitarbeitern strenge Pflichten auferlegte und zugleich Sozialleistungen zusicherte. Gearbeitet wurde von 6 Uhr bis 18 Uhr mit einer Stunde Mittagspause sowie 15 Minuten Frühstücks- und Vesperpause. Sonst betrug die Arbeitszeit oft 13 Stunden am Tag und nur der Sonntag war ein freier Tag. Zu spätes Erscheinen am Arbeitsplatz wurde mit Lohnabzug bestraft.
    Gewerkschaftliche und sozialdemokratische Betätigung wurde den Mitarbeitern verboten. Werkmeister und Vorarbeiter bekamen Eckwohnungen, um so die anderen Arbeiter besser kontrollieren zu können. So wurden Arbeiter entlassen, die zu Versammlungen der Sozialdemokraten gingen oder die häufig betrunken nach Hause kamen. Wer sich etwas zu Schulden kommen ließ musste noch am gleichen Tag mit seiner Familie die Kruppsche Wohnung verlassen, so dass die Arbeiterfamilien ohne Wohnung und Arbeit vor dem Nichts standen.



    [size=-2]Kolonie Schederhof, 1900-1910[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf, Seite 4[/size]


    [size=-2]Hinweisschild auf das heutige Gewerbegebiet Schederhof[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, November 2008[/size]


    1872-1874 Arbeitersiedlung Cronenberg



    [size=-2]Kolonie Cronenberg, 1906[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf, Seite 4[/size]


    [size=-2]Kolonie Cronenberg[/size]
    [size=-2]Postkarte um 1900[/size]


    [size=-2]Im Vordergrund Siedlung Cronenberg, dahinter die Gussstahlfabrik mit dem Turmhaus von 1910[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf, Seite 6[/size]


    [size=-2]Im Vordergrund Siedlung Cronenberg, dahinter die Gussstahlfabrik mit dem Turmhaus von 1910[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf, Seite 4[/size]


    [size=-2]Hinweisschild auf das heutige Gewerbegebiet Cronenberg[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, November 2008[/size]

    Porscheplatz und Ribbeckplatz 1950-1980
    Der Porscheplatz und der Ribbeckplatz sind durch Kriegszerstörung entstanden. Der Porscheplatz lag westlich der Schützenbahn unterhalb der Porschekanzel. Er war seit den 1950er-Jahren bis Mitte der 1970er-Jahre der zentrale Omnibusbahnhof und ein Knotenpunkt der Straßenbahnlinien. Östlich der Schützenbahn lag der Ribbeckplatz. Dieser war nicht asphaltiert, sondern nur mit Schotter befestigt. Von der Porschekanzel hatte man einen schönen Blick auf die Synagoge. War ein Zirkus oder die Kirmes in der Stadt, so konnte man abends von der Porschekanzel auf die bunten Lichter auf dem Ribbeckplatz blicken.


    [size=-2]Porscheplatz als Omnibusbahnhof 1954, dahinter der Ribbeckplatz[/size]
    [size=-2]Bild: Stadtbildstelle Essen[/size]


    [size=-2]Blick von der Altkatholischen Friedenskirche auf den Porscheplatz
    Rechts unten: Kopf der Figur vom Jahrhundertbrunnen, dahinter die Straßenbahn auf der Alfredistraße.
    Im Hintergrund der Kirchturm der Kreuzeskirche, links davon das Keramikhaus, rechts das DGB-Haus.[/size]
    [size=-2]Postkarte von 1956[/size]



    [size=-2]Luftbild von 1958, vorne der Burgplatz, hinten links der Porscheplatz und rechts der Ribbeckplatz [/size]
    [size=-2]Bild: Stadtbildstelle Essen[/size]


    Installation Stadtwunde
    Vor dem Zweiten Weltkrieg befand sich an der Stelle des Porscheplatz die Straße Schwarze Poth, in der sich während der Nazi-Diktatur 1943-1945 eine Aussenstelle des KZ Buchenwald mit etwa 150 KZ-Häftlingen befand. Diese mussten schwerste Aufräumarbeiten in den durch Bombenschäden zerstörten Straßenzügen verrichten. Im überbauten 1950er-Jahre Treppenaufgang zur Porschekanzel erinnert seit der 1150-Jahrfeier der Stadt Essen im Jahr 2002 die Installation Stadtwunde von Astrid Bartels und Werner Ruhnau an diese ehemalige KZ-Aussenstelle.


    [size=-2]Installation Stadtwunde
    Ärgerlich: Jede Infotafel wird in Essen beschmiert.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio [/size]


    [size=-2]Installation Stadtwunde, Treppe zur Porschekanzel [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio [/size]


    [size=-2]Installation Stadtwunde, Treppe zur Porschekanzel [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio [/size]


    Rathaus und City-Center
    Das Rathaus (1975-1979) und das City Center (1979) sind Ergebnisse der Politik in den 1970er-Jahren als die Stadtverwaltung einen Höhenflug an Selbstdarstellung erlebte.


    [size=-2]Modell vom Rathaus und City Center 1977 [/size]
    [size=-2]Bild: bildindex[/size]


    [size=-2]Rathaus und City Center im Jahr der Eröffnung 1980[/size]
    [size=-2]Postkarte von 1980[/size]


    [size=-2]Rathaus und City Center im Jahr der Eröffnung 1980[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Zeittunnel-Plakat 2009[/size]

    Umbau zur Rathausgalerie
    Die „West-Halle“ im City Center wird in der nächsten Bauphase verkleinert, um mehr Verkaufsfläche und damit mehr Mieteinnahmen zu gewinnen. Der rot markierte Bereich war bisher Freifläche und wird neuer Verkaufsraum.


    [size=-2]Bild: Detail aus Lageplan City Center Essen[/size]

    Hinter der Abtrennung wird die neue Fassade hochgezogen, die künftige Ladenfront verläuft in der Flucht des langen nördlichen Ganges. Der Blick durch das Glasdach auf das Rathaus wird von hier nicht mehr möglich sein.


    [size=-2]Die Breite der Lauffläche wird so bleiben.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Der linke hintere Teil wird zur Ladenfläche umgebaut.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Fassadenanstrich
    An der Ostfassade wurden Probeanstriche in verschiedenen hellen Farbtönen in grau und beige zur Wahl der künftigen Fassadenfarbe angebracht. Dabei wurden die grünen Treppenhaustürme und die Klinkerflächen zum Teil gestrichen.


    [size=-2]Ostfassade an der Ribbeckstraße, rechts die Probeanstriche am grünen Treppenturm[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Ostfassade an der Ribbeckstraße, unten der Probeanstrich an der Klinkerfläche[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Seit vielen Jahren ändert sich das Erscheinungsbild des City Centers - ein schöner Anblick wird auch die Rathausgalerie nicht werden.


    [size=-2]Blick von der Alfredistraße auf das Rathaus und City Center[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Blick vom „Steeler Tor“ auf das Rathaus und City Center[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Eingang an der Friedrich-Ebert-Straße

    Rechts vom Eingang an der Friedrich-Ebert-Straße soll noch eine kleine Fläche mit Aussengastronomie unter dem Vordach eingerichtet werden. Hier werden auch die renovierten Fassadenelemente vom Althoffhaus eingebaut. Laut Lageplan der wbp Landschaftsarchitekten gehören die Türen des 2. Bauabschnitts zum neuen Café bzw. Bistro.


    [size=-2]Bild: Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße, wbp Landschaftsarchitekten[/size]


    [size=-2]Bild: architekten24[/size]


    [size=-2]Bild: architekten24[/size]

    Ich finde den Eingangsbereich als Ort für ein Straßencafé nicht gelungen. Der Erhalt des alten Limbecker Platzes mit seinen Bäumen wäre da die bessere Alternative für ein Straßencafé gewesen, zumal bei schönem Wetter viele gerne im Freien sitzen. Auch eine Dachterrasse wie beim Duisburger Forum ist bei der Architektur des Limbecker Platzes mit dem Parkhaus auf der gesamten Dachfläche nicht möglich.

    IHK / Industrie- und Handelskammer Essen

    Die Kosten der Instandsetzung der Fassade des IHK-Gebäudes betragen vorraussichtlich 2.100.000 € (siehe Geschäftsbericht_2007.pdf, Seite 30). Ein Rendering der neuen Fassade für das Gebäude aus dem Jahr 1958 am Waldthausenpark ([url=http://maps.google.de/maps?f=q&sourc…002309&t=h&z=19]Google Maps[/url]) konnte ich nicht finden.


    [size=-2]IHK Essen vor dem Umbau[/size]
    [size=-2]Bild: IHK[/size]


    [size=-2]IHK Essen vor dem Umbau[/size]
    [size=-2]Bild: IHK[/size]


    [size=-2]IHK Essen am Waldthausenpark[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Bilder vom Kennedy Tower

    Erste Umbauergebnisse sind nun sichtbar.


    [size=-2]Kennedy Tower, Ostfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Kennedy Tower, Ostfassade, II. Hagen [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Kennedy Tower, Nord- und Westfassade, Kreuzung III. Hagen / Vereinstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Filmstudio Glückauf 2005 und heute


    [size=-2]Das Filmstudio Glückauf vor dem Umbau 2005, Rüttenscheider Straße [/size]
    [size=-2]Bild: rettet-das-filmstudio [/size]


    [size=-2]Filmstudio Glückauf heute, Rüttenscheider Straße
    Künftig befinden sich Büroräume über dem Kino[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Glückaufhaus Ostfassade, Rüttenscheider Straße
    Links neben dem Filmstudio ist die Ein- und Ausfahrt zur neuen Tiefgarage [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Bilder vom Glückaufhaus


    [size=-2]Glückaufhaus Ostfassade, Ansicht vom STEAG-Gelände an der Hohenzollernstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Glückaufhaus Südfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Glückaufhaus Westfassade, Bismarckstraße, Blick von der Folkwangbrücke[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Glückaufhaus Nordfassade, Kreuzung Hohenzollernstraße / Bismarckstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Glückaufhaus Nordfassade, Hohenzollernstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Die Nordfassade ist wohl tatsächlich aus einem anderem Material, die Streben sind dort auch nicht „abgerundet“ verkleidet. Die Originalfassade aus dem Jahr 1955 wurde beim Umbau wieder sichtbar, sie bestand damals aus grünen Mosaiksteinchen. Die neue Rasterfassade ist also eine Orientierung an das 50er-Jahre Original. Mir gefällt die Umgestaltung, vielleicht wurden auch noch „Lichteffekte“ eingebaut.


    [size=-2]Gildehaus, Fassade aus dem Jahr 1955: grüne Mosaiksteinchen[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]Gildehaus, Nordfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]

    Gildehaus am Kennedyplatz

    Die Fassadenarbeiten am Gildehaus gehen zu Ende (siehe # 174), das Gerüst wird abgebaut.


    [size=-2]Gildehaus, Nordfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 14.03.2009[/size]


    [size=-2]Gildehaus, Südfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 14.03.2009[/size]


    [size=-2]Gildehaus, Südfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 14.03.2009[/size]


    [size=-2]Gildehaus, Ostfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 14.03.2009[/size]


    [size=-2]Gildehaus, Westfassade[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 14.03.2009[/size]

    Krupp & Essen (3) Alfred Krupp (2)

    Essen in der Zeit von Alfred Krupp


    [size=-2]Plan von 1889, Detail der Infotafel „Tor zur Krupp-Stadt“ beim IKEA-Parkhaus[/size]
    [size=-2]Bild und GIF-Animation: Fabio[/size]

    1864 Blick vom Hammer-Fritz-Kamin auf die Essener Altstadt
    Das nachfolgende Foto aus dem Jahr 1864 wurde vom Hammer-Fritz-Kamin aus aufgenommen. Es zeigt, dass Essen um diese Zeit noch eine ländliche Kleinstadt war. Im gleichen Jahr wurden Kruppsche Kanonen zum ersten Mal von der Preußischen Artillerie erfolgreich im Krieg gegen Dänemark eingesetzt. Zu Lebzeiten von Alfred Krupp waren Kriege zwischen den europäischen Staaten keine Seltenheit und die Fabrikation von Kanonen galt nicht als verwerflich. In vielen Ländern gab es damals noch den Sklavenhandel. Ebenfalls im Jahr 1864 wurde Abraham Lincoln als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt. Als Reaktion auf dessen ablehnende Haltung zur Sklaverei traten die meisten Südstaaten aus der Union aus und es kam 1865 zum amerikanischen Sessionskrieg.

    Die Gussstahlfabrik lag direkt am Hellweg, dieser führte über die Altendorfer und Limbecker Straße hinauf zum Marktberg mit der Marktkirche. Das Hotel der Familie Schäfer an der Limbecker Straße wurde von Krupp übernommen und unter dem Namen Essener Hof weitergeführt.


    [size=-2]Blick nach Osten vom Hammer-Fritz-Kamin auf die Essener Altstadt im Jahr 1864.[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf, Seite 3[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]


    [size=-2]Blick nach Osten auf die Essener „Altstadt“ vom IKEA-Parkdeck. Die heutige Bebauung ist so hoch, dass man z. B. den Turm der heutigen Johanniskirche nicht mehr von dort sehen kann. Mit dem Baubeginn des Einkaufzentrums „Limbecker Platz“ im Jahr 2007 wurde der Hellweg erstmals in der Essener Geschichte zugebaut. Hinter dem Einkaufzentrum „Limbecker Platz“ sieht man die Zentrale der Sparkasse Essen, den Kennedy Tower und das Deutschlandhaus. Links vom Deutschlandhaus befindet sich der Standort des ehemaligen Kapuzinerklosters.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]


    Batz’sches Haus und Fleisch-Konsum
    Beim Trucksystem zahlten die Zechen- und Fabrikbesitzer ihren Arbeitern einen Teil des Lohnes in Geld und einen anderen Teil in Form von Sachgütern wie z. B. Lebensmittel aus. Oft waren die Waren von mangelhafter Qualität, so dass die Arbeiter übervorteilt wurden. Nach den Revolten der gescheiterten Märzrevolution von 1848 wurde ab 1849 das Trucksystem in Preußen verboten.

    Alfred Krupp richtete für seine Arbeiter die damals sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen ein. Dazu zählten die Kruppschen Konsum-Anstalten. Den Anfang machte 1858 eine kleine Bäckerei, es folgte ein Fleisch-Konsum. Das Batz’sche Haus mit dem kleinen Uhrenturm wurde von den Arbeitern u. a. in der Mittagspause aufgesucht. Hinter dem Gebäude befanden sich die Viehställe und die Metzgerei. Alfred Krupp wollte seinen Arbeitern das Gefühl geben, dass es ihnen bei keinem anderen Arbeitgeber besser ergehe als bei ihm. So wollte er die Einflüsse der Arbeiterbewegung von seiner Fabrik fernhalten.


    [size=-2]Mittagspause: Batz’sches Haus mit dem kleinen Uhrturm, davor die Consum-Anstalt, links die Brücke der Ringwerksbahn.[/size]
    [size=-2]Postkarte um 1910[/size]


    [size=-2]Kruppscher Fleisch-Konsum der Gussstahlfabrik[/size]
    [size=-2]Postkarte um 1875[/size]


    1872 Brücke der Werksbahn
    Zwischen 1872 und 1874 wurde über die Altendorfer Straße die Eisenbahnbrücke der Werksbahn gebaut. Der Bahndamm mit der Stützmauer ist vor der VIII. Mechanischen Werkstatt - heute Colosseum-Theater - sichtbar. Von der Originalbrücke sind nur noch die Stahlträger erhalten.


    [size=-2]Brücke der Werksbahn über die Altendorfer Straße, aus dem ehemaligen Press- und Hammerwerk Ost von 1916 wurde das IKEA-Parkhaus. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]Brücke der Werksbahn vor den Weststadt-Türmen [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, September 2008[/size]


    [size=-2]Stahlkonstruktion der Werksbahn, die Träger wurden zu Lebzeiten von Alfred Krupp in der Zeit 1872-1874 gefertigt.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, September 2008[/size]


    1873 Geschossdreherei
    Die ehemalige Geschossdreherei ist das einzige Gebäude der ehemaligen Gussstahlfabrik, das bereits zu Lebzeiten von Alfred Krupp existierte. Heute ist das Gebäude Sitz des Zentrum für Türkeistudien.



    [size=-2]Blick aus dem ehem. Press-und Hammerwerk Ost (heute IKEA-Parkhaus) auf die ehem. Geschossdreherei [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, März 2009[/size]


    [size=-2]Blick aus dem ehem. Press-und Hammerwerk Ost (heute IKEA-Parkhaus) auf die ehem. Geschossdreherei [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, September 2008[/size]


    [size=-2]Ehemalige Geschossdreherei[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, September 2008[/size]


    [size=-2]Blick entlang der Altendorfer Straße in Richtung Essener Altstadt, hinten die Brücke der Ringwerksbahn[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, September 2008[/size]


    [size=-2]Die ehemalige Geschossdreherei ist heute Sitz des Zentrum für Türkeistudien[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Oktober 2008[/size]


    1874 Kruppscher Bazar
    Am 1. Juli 1874 eröffnete die Central-Verkaufsstelle für Kolonial-, Manufaktur, Schuh-, Eisenwaren und Hausgeräte an der Ostfeldstraße. Der Zutritt zu dem Warenhaus, das im Volksmund Kruppscher Bazar genannt wurde, war wie bei allen Kruppschen Konsum-Anstalten nur Kruppianern und ihren Angehörigen erlaubt.



    [size=-2]Kruppscher Bazar nahe dem Limbecker Platz in der Ostfeldstraße[/size]
    [size=-2]Postkarte um 1874[/size]


    [size=-2]Kruppscher Bazar um 1900[/size]
    [size=-2]Bild: Historische Ausstellung Krupp, Villa Hügel[/size]

    Die folgende Aufnahme entstand drei Jahre nach dem Tod von Alfred Krupp (1812-1887). Am III. Hagen befand sich damals das Amtsgericht mit dem Gefängnis (heute steht dort das Haus der Evangelischen Kirche, ehemals Finanzamt Essen-Nord) und das Landgericht (heute befindet sich dort die Zentrale der Sparkasse Essen). Ganz rechts nicht im Bild sieht man die Brandstraße. Nicht mehr im Bild weiter rechts stand um 1900 die Hotel-Passage zwischen Brandstraße und dem Kornmarkt mit dem Galsdach. Die Häuser vorne standen im Bereich des heutigen Kennedyplatzes.


    [size=-2]Blick vom Rathaus nach Westen auf die Gussstahlfabrik im Jahr 1890, im Hintergrund der Kruppsche Bazar[/size]
    [size=-2]Bild: MasterplanRuhr_2008_eBook.pdf, Seite 44[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]

    Am Standort des ehemaligen Kruppschen Bazars befindet sich heute der Kinokomplex CinemaxX mit den Weststadt-Türmen.


    [size=-2]Blick vom Parkdeck des EKZ Limbecker Platz nach Westen.
    Rechts neben den Weststadt-Türmen sieht man die Baukräne für das neue ThyssenKrupp Quartier.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]


    1847 Bahnhof Altenessen
    Alfred Krupp hielt seine Entwicklung des nahtlosen Eisenbahnnreifens 1852 für seine wichtigste Erfindung. Das Riesengeschäft bescherte ihm den Beinamen Eisenbahnkönig. Der Anschluss der Stadt Essen an das Bahnnetz ließ allerdings auf sich warten. Zuerst wurde 1847 der nördliche Vorort Altenessen an das Netz der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft angeschlossen, von hier traten damals die Essener und Kruppianer ihre Fernreisen an.


    [size=-2]Der Bahnhof Altenessen um 1900 [/size]
    [size=-2]Bild: Der Bahnhof Altenessen[/size]


    1862 Essener Hauptbahnhof
    Ab 1862 war die Stadt Essen an das Netz der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft angeschlossen. Der erste Essener Bahnhof befand sich gegenüber der heutigen Hauptpost (siehe Plan von 1889).


    [size=-2]Essener Bahnhof aus dem Jahr 1862 [/size]
    [size=-2]Bild: Historische Galerie - Essener Hauptbahnhof[/size]

    1863-1912 Amtsgericht Essen
    Im III. Hagen standen das Amtsgericht und das Landgericht der Stadt Essen.



    [size=-2]Bild: Amtsgericht Essen 1863, ag-essen.nrw[/size]


    [size=-2]Das Gebäude des ehemaligen Finanzamt Essen-Nord ist heute das Haus der Evangelischen Kirche.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]

    1618-1912 Kapuzinerkloster
    Zur Lebzeit von Alfred Krupp führten die Barmherzigen Schwestern von der heiligen Elisabeth neben ihrem Kloster ein Krankenhaus in der Lindenallee. 1913 wurde das Kloster mit dem Krankenhaus abgerissen und das neue Elisabeth-Krankenhaus in Essen-Huttrop errichtet.


    [size=-2]Kapuziner-Kirche um 1912 kurz vor dem Abriss, rechts die Dachgauben der Rheinischen Bank, später Commerzbank[/size]
    [size=-2]Bild: Denkmalpfad (Denkmalpfad) [/size]


    [size=-2]Postkarte um 1912, Innenansicht der Kapuziner-Kirche[/size]


    [size=-2]Infotafel Kapuzinerkloster[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]

    Auf dem Standort des Kapuzinerklosters wurde 1913 das Nobelhotel Kaiserhof errichtet. Hier logierte in den 1930er-Jahren Adolf Hitler wenn er in Essen mit Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und anderen Ruhrindustriellen zusammentraf.


    [size=-2]Hotel Kaiserhof Essen (1913-1974) [/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte[/size]

    Dem schönen Nobelhotel Kaiserhof folgte 1975 der Bau der BfG-Bank, heute SEB-Bank bzw. Lindencenter.


    [size=-2]Das Straßenschild erinnert an das Kapuzinerkloster[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]

    SchachtZeichen

    Im Rahmen der SchachtZeichen-Tage (22. Mai bis zum 30. Mai 2010) werden an vielen Standorten der mehr als 3300 ehemaligen Zechen im Ruhrgebiet gold-gelbe Ballone als Schachtzeichen schweben. Sie sollen an das "Schwarze Gold" erinnern, das aus den Schächten im Laufe der Jahrhunderte zutage gefördert worden ist. Die gold-gelben Ballone haben einen Durchmesser von 3,70 m. Ein ca. 10 m langer „Fahnen-Schwanz“ deutet auf den Boden bzw. Schacht hin. Die Auflasshöhe beträgt bis zu 80 m.



    [size=-2]Bild: RUHR.2010[/size]


    [size=-2]Blick vom Tippelsberg im Bochumer Norden nach Essen [/size]
    [size=-2]Bild: Copyright: © Jesiorkowski/Moos/SchachtZeichen[/size]

    Hachestraße im Stadtmodell STEP 2015+

    Die BEV Bundeseisenbahnvermögen und EBA Eisenbahn-Bundesamt Außenstelle Essen sowie die bisherige Hauptstelle der Geno Bank Essen am Stadttor West sind in dem Modell STEP 2015+ hellgelb dargestellt (siehe Bildmitte), so dass diese Gebäude wohl erhalten bleiben.


    [size=-2]3D-Stadtmodell Hachestraße, STEP 2015+
    Bildmitte: Stadttor West[/size]
    [size=-2]Bild: Perspektive_Innenstadt.pdf[/size]


    [size=-2]Plan Hachestraße, STEP 2015+[/size]
    [size=-2]Bild: Perspektive_Innenstadt.pdf[/size]


    [size=-2]BEV Bundeseisenbahnvermögen und EBA Eisenbahn-Bundesamt, gebaut 1999[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 2007[/size]


    [size=-2]BEV Bundeseisenbahnvermögen und EBA Eisenbahn-Bundesamt sowie das Stadttor West, dahinter das Rheinstahl-Hochhaus von 1960 (heute ThyssenKrupp)[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 2007[/size]


    [size=-2]Geno Bank Essen an der Hachestraße / Hindenburgstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 2007[/size]


    [size=-2]Stadttor West, der hoch gelegene Parkplatz rechts ist für eine Bebauung vorgesehen.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 2007[/size]


    [size=-2]Parkplatz an der Hachestraße, hinter der DB-Trasse die Essener Hochhäuser an der Freiheit und Kruppstraße.
    Rechts mit dem braunen Dach sieht man die ehemalige Luisenschule, das Gebäude wird zum Haus der Essener Geschichte umgebaut und um das Stadtarchiv erweitert.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 2008[/size]

    http://img517.imageshack.us/img517/3277/gms20090227waz1600.jpg
    [size=-2]Neubauplan Georg-Melches-Stadion[/size]
    [size=-2]Bild: WAZ vom 27.02.2009[/size]

    http://img517.imageshack.us/img517/6830/gms20090227waz2600.jpg
    [size=-2]Letzte Ausbaustufe Georg-Melches-Stadion[/size]
    [size=-2]Bild: WAZ vom 27.02.2009[/size]

    -----------------
    Eingebundene Bilder von der Moderation in Links umgewandelt. Bitte künftig unsere Richtlinien beachten. Sollte die Zeitung die Rechte haben, liegt eine Ausnahme im Sinne von Punkt 4 sicher nicht vor. Andernfalls fehlt die Angabe des Rechteinhabers.

    Bilder vom Folkwang-Museum / Chipperfield-Erweiterungsbau


    [size=-2]Museum Folkwang, Glaskeramik-Fassade, Goethestraße
    Im Hintergrund sieht man die Erlöserkirche[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]Museum Folkwang, Glaskeramik-Fassade, Goethestraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]Museum Folkwang, Glaskeramik-Fassade, Goethestraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]Museum Folkwang, Haupteingang, Bismarckstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]Museum Folkwang, Haupteingang, Bismarckstraße
    Die Einfahrt zur Tiefgarage muss noch freigelegt werden.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]Museum Folkwang, Haupteingang, Bismarckstraße[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]

    RUE 199 – Headquarter der HOPF-Gruppe


    [size=-2]Modell des Headquarters der HOPF-Gruppe „RUE 199“ [/size]
    [size=-2]Bild: Hopf IEG [/size]

    Bilder vom Rohbau


    [size=-2]RUE 199
    Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]RUE 199
    Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]RUE 199
    Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]


    [size=-2]RUE 199
    Bild: Fabio, 01.03.2009[/size]

    Merkez Moschee Altendorf


    [size=-2]Bild: NRZ 21.08.2008[/size]


    Der Bau der Merkez Moschee (auf deutsch: Zentralmoschee) des türkisch-islamischen Ditib-Vereins in Altendorf soll im Herbst 2009 fertig sein. Bisher sieht man von außen noch nicht viel vom Umbau des ehemaligen Böhmer-Schuhlagers.


    [size=-2]Der Sandhaufen kündet den Umbau an…
    Aus der Drehtreppe entsteht ein 22 Meter hohes symbolisches Minarett.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio 01.03.2009[/size]

    Der Umbau sieht folgende Nutzung vor:

    • Untergeschoss:
      600-Quadratmeter-Sporthalle,
      200-Quadratmeter-Jugendtreff, Kultur- und Bildungszentrum mit Bibliothek, Mehrzwecksaal für 180 Personen
    • Erdgeschoss:
      Gebetsstätte für Männer und Frauen für maximal 360 Personen.
    • Dach:
      Alu-Kuppel 7 Meter hoch, 35 Meter im Durchmesser
    • Minarett:
      22 Meter hoch
    • Aussenanlagen:
      Wohneinheiten (z. B. für Imam),
      110 Kfz-Stellplätze

    Bilder vom Umbau des City Centers zur Rathaus-Galerie


    [size=-2]Eingang Porschekanzel [/size]


    [size=-2]Passage in Richtung Rathaus, links die neue Fassade. Die Überdachung soll später nicht aus Glas sein. [/size]


    [size=-2]Passage in Richtung Porschekanzel, rechts die neue Fassade. [/size]


    [size=-2]Blick in Richtung Porschekanzel / Innenstadt, im Hintergrund der Baukran der Caritas-Baustelle. [/size]


    [size=-2]Blick in Richtung Porschekanzel, die neuen Räume von Strauss Innovation[/size]


    [size=-2]Blick in Richtung Porschekanzel, die neuen Räume von Strauss Innovation [/size]


    [size=-2]Neue Fassade von Freenet, der Lift für den Zugang zum Parkhaus wird wohl noch abgerissen.[/size]


    [size=-2]Blick in Richtung Rathaus[/size]


    [size=-2]Links die Baustelle des Caritas-Gebäudes, der Treppenaufgang zur Porschekanzel entsteht dort, wo der Bauarbeiter zu sehen ist. [/size]
    [size=-2]Alle Bilder: Fabio, 14.02.2009[/size]

    Parcours d’Amour auf dem Kirmesplatz

    Der für den Straßenstrich im Umbau befindliche Kirmesplatz liegt nördlich des Energiequartiers. Für die angestrebte Quartiersentwicklung gilt bekanntlich nach Aussage der Stadtentwicklung ein hoher gestalterischer Anspruch. Man will gute Investoren locken.


    [size=-2]Lage Kirmesplatz[/size]
    [size=-2]Bild: Stadt Essen[/size]

    Direkt neben dem Kirmesplatz fließt die Berne, die im Rahmen des Emscherumbaus renaturiert werden soll. Neue Wege zum Wasser verbinden dann Grünflächen von Fluss (Ruhr) zu Fluss (Emscher). Der Straßenstrich liegt künftig an der (Sub)Kulturroute.


    [size=-2]Neue Wege zum Wasser: Wasserroute, Kulturroute und Naturroute[/size]
    [size=-2]Bild: flyer_wasserroute.pdf[/size]

    Der Kirmesplatz-Umbau erinnert ein wenig an das Sport-Event „Biathlon auf Schalke“. Statt einem Loipen-Rundkurs wird ein „Parcours d’Amour“ in Form einer großen Acht durch Poller markiert. Das Gegenstück zu den Schießplätzen bilden sogenannte Verrichtungsboxen für 10 Autos. Strafrunden kann man auch drehen. Für Fußgänger und Radler gibt es spezielle Séparées (kein Scherz). Die Wohnwagen der Frauen und die Container der „Betreuer“ stehen am Rande des Platzes. Auf dem gesamten Platz gilt die „Straßenverkehrsordnung“, der ein oder andere „Verkehrsunfall“ ist wohl auch nicht zu vermeiden...


    [size=-2]Der „Parcours d’Amour“ erhält die Form einer großen Acht.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]


    [size=-2]Links geht es zum Verrichtungsplatz, rechts geht der Parcours d’Amour weiter. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]


    [size=-2]Standort der 10 Verrichtungsboxen[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]


    [size=-2]Noch haben die Verrichtungsboxen keine Seitenwände.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]


    [size=-2]Vom „Verrichtungsplatz“ rechts geht es wieder auf den Parcours. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]

    :cool2: Love-Plaza 2010 ???? :cool2:
    Da die Loveparade in Duisburg wackelt, will Essen 2010 eventuell einspringen. Die Freifläche am Berliner Platz wurde bei der Loveparade 2007 zur Love-Plaza mit der Bühne für die spektakulären DJ-Sets. Diese Fläche steht 2010 leider nicht mehr zur Verfügung. Aber die Abschlußparty könnte dann auf der neuen Love-Plaza stattfinden und die jetzt geschaffenen Einrichtungen könnten Tausende Partypeople begeistern.


    [size=-2]Kirmesplatz-Umbau[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Februar 2009[/size]

    Für das geplante Energiequartier und die Kulturroute entlang der Berne ist der neue Standort für den Straßenstrich keine gute Wahl :nono:

    Krupp & Essen (2) Alfred Krupp (1)

    Alfred Krupp, der Eisenbahn- und Kanonenkönig

    [size=-2]Bild: Historische Ausstellung Krupp, Villa Hügel[/size]


    Das folgende Panorama aus dem Jahr 1850 zeigt, dass die Stadt Essen zu Beginn der industriellen Entwicklung eine ländliche Kleinstadt war. Man war stolz auf rauchende Fabrikschornsteine, sie zeigten den Fortschritt an.


    [size=-2]Essen im Jahr 1850
    Blick von Osten nach Westen, vorne die Steeler Straße und das Steeler Tor[/size]
    [size=-2]Bild: Eine Nation – geboren aus Kohle und Stahl, Seite 9 (DhM_553487a.pdf , ACHTUNG: 18 MB)[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]

    Schäfers Windmühle lag vor dem Limbecker Tor zwischen der Altendorfer und Frohnhauser Straße auf dem Gebiet der heutigen Weststadt. 1866 kam der gelernte Brauer und Fassbinder Theodor Stauder aus Laub in Unterfranken nach Essen und arbeitete ein Jahr lang bei dem Müller und Gastwirt Schäfer in dessen Mühle. Stauder brachte die untergärige Brauweise nach Essen, in der Stahl- und Zechenstadt war sein Bier bald sehr gefragt. Bereits im Folgejahr 1867 pachtete Stauder die Hausbrauerei Schlicker in der Steeler Straße nahe dem damaligen Rathaus und ließ seine Familie nachkommen. 1888 verlagerte sein Sohn Jacob Stauder die Brauerei nach Essen-Altenessen und gründete die Privatbrauerei Jacob Stauder.
    [size=-2]Quellen: altenessen.info und die-hobbybrauer[/size]

    [size=-2]Schäfers Windmühle vor dem Limbecker Tor musste um 1883 dem Ausbau der Kruppschen Werke weichen.[/size]
    [size=-2]Bild: Stadtarchäologie Essen, Fund des Monats Mai 2001[/size]

    Das Rathaus von Essen in der Zeit von Alfred Krupp:

    [size=-2]Essener Rathaus um 1865[/size]
    [size=-2]Bild: Stadtbildstelle Essen[/size]

    Die folgende Karte von 1889 zeigt, dass in den letzten Lebensjahren von Alfred Krupp die Gussstahlfabrik (links im Bild) viel größer war als die Altstadt von Essen (rechts im Bild).
    Die Gussstahlfabrik wurde auch als Krupp-Stadt bezeichnet.


    [size=-2]Karte: Quelle: Schroedel Verlag: Zeit für Geschichte, Band 3, Hannover 2002, S.128.[/size]

    Gussstahlfabrik um 1835
    Die Firma von Friedrich Krupp war bei seinem frühen Tod im Jahr 1826 mit 10.000 Talern verschuldet. Seine Witwe Therese übernahm die Leitung des Betriebes, der damals sieben Arbeiter beschäftigte. Der 14-jährige Sohn Alfred musste den Besuch des Gymnasiums abbrechen und anstelle einer geplanten Lehre bei der Düsseldorfer Münze arbeitete Alfred in der Firma mit, da ihn sein Vater frühzeitig in die Geheimnisse und Grundlagen der Gussstahlherstellung eingeführt hatte. Der Betrieb produzierte hauptsächlich Werkzeugstahl, Feilen, Gerbergeräte, Münzstempel und Walzmaschinen.
    In Deutschland entwickelte sich zunehmend das Eisenbahnwesen, damit stieg der Bedarf an Gussstahl zur Herstellung von Schienen, Achsen und Radreifen. Nach Gründung des Deutschen Zollvereins vergrößerte sich 1834 der Kundenkreis. Das Hammerwerk in der Walkmühle in Altenessen wurde durch die steigenden Aufträge zum Problem, da die Wasserkraft der Berne nur ungleichmäßig verfügbar war. 1835 wurde die Gussstahlfabrik an der Altendorfer Straße durch den Erwerb einer Dampfmaschine um ein Hammerwerk erweitert. Durch den Dampfhammer konnten nun alle Arbeitsgänge der Stahlherstellung kostengünstig an einem Standort ausgeführt werden.
    Alfred Krupp bereiste 1838-1839 über ein Jahr lang Frankreich und England, um auch dort neue Abnehmer für seine Produkte zu finden. Sein jüngerer Bruder Hermann (1814-1879) führte während seiner Abwesenheit die Firma weiter. Als "Baron Schropp" getarnt spähte Alfred Krupp in England Walzwerke und Schmieden aus. Mit dem erworbenen Wissen gelang es ihm die Gussstahlfabrik weiter voran zu bringen. 1839 wurde der Besitz der Walkmühle in Altenessen verkauft.


    [size=-2]Gussstahlfabrik 1835[/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte von 1912 zur Kruppschen Hundertjahrfeier [/size]


    [size=-2]Gleicher Blickwinkel wie das Bild oben:
    Stammhaus-Nachbildung von 1961 (in etwa in der Perspektive wie oben).
    Im Hintergrund entsteht das neue ThyssenKrupp-Hauptquartier.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    1844 Wohnhaus
    Das Stammhaus wurde 1844 um das zweigeschossige Wohnhaus erweitert. Alfred Krupp kaufte 1848 seiner Mutter Therese (1790-1850) für 40.000 Taler die Fabrik ab und wurde Alleininhaber. 1850 beschäftigte die Firma Krupp 241 Mitarbeiter. Alfred Krupp heiratete 1853 die 18 Jahre jüngere Bertha Eichhoff, 1854 kam ihr Sohn Fritz (Friedrich Alfred) zur Welt.



    [size=-2]Stammhaus und Wohnhaus um 1844
    Das Wohnhaus war das Geburtshaus von Fritz (Friedrich Alfred) Krupp (1854-1902).[/size]
    [size=-2]Bild: Historisches Archiv Krupp, monumente-online[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]

    Durch immer neue technische Erfindungen und Entwicklungen änderten sich nach und nach die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Immer mehr Menschen suchten in den schnell wachsenden Städten Arbeit und die Schicht der Landlosen und Lohnabhängigen wuchs rasch an. Soziale Missstände führten zur Entstehung der Arbeiterbewegung. 1848 veröffentlichten Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895) in London gemeinsam ihr kommunistisches Manifest.
    Nach dem Scheitern der http://Deutschen Revolution von 1848 und begünstigt durch den Goldrausch in Kalifornien folgte eine Auswanderungswelle aus den Staaten des Deutschen Bundes. Das Ruhrgebiet erfuhr hingegen eine Zuwanderung, so wuchs von 1850 bis 1870 in der Hellwegzone die Bevölkerungszahl von etwa 250.000 Menschen auf etwa 700.000 an.
    In dieser Zeit entwickelte sich Alfred Krupp zum entschiedenen Gegner der Arbeiterbewegung und Sozialdemokraten. Er war ein Patriarch, der als Herr im Haus bedingungslosen Gehorsam von seinen Arbeitern verlangte. Als Gegenleistung zahlte er seinen „Kruppianern“ hohe Löhne, er baute eigene Wohnsiedlungen und Wohlfahrteinrichtungen wie Schulen und Läden. Krupp richtete eine Kranken- und Rentenversicherung ein. Die Kruppschen Sozialleistungen waren später für Bismarck das Vorbild für dessen Sozialreform.

    Gussstahlfabrik um 1852
    1852-1853 gelang Alfred Krupp die Erfindung des nahtlosen Radreifens für die Eisenbahn. Von nun an expandierte die Fabrik. Die bruchsicheren Radreifen brachten sehr viel Gewinn. So orderten z. B. fast sämtliche Eisenbahngesellschaften der USA die Radreifen bei Krupp. Drei übereinander gelegte Eisenbahnräder wurden 1875 das Firmenzeichen des Unternehmens.

    [size=-2]Bild: Krupp-Ringe[/size]

    Auf der ersten Weltausstellung 1851 in London präsentierte Krupp den bis dahin größten gegossenen Stahlblock von 2 Tonnen Gewicht und eine Gussstahlkanone. Die stählerne Kanone war nur als Werbegag gedacht, da Krupp glaubte, die Ausstellungsbesucher würden sich eher für Waffen als für seinen gegossenen Stahlblock interessieren. Alfred Krupp nutzte die Weltausstellungen zu Werbezwecken.

    [size=-2]Krupp-Kanone auf der Weltausstellung 1851 in London[/size]
    [size=-2]Bild: schoene-aktien[/size]

    1853 empfing Alfred Krupp im Wohnhaus Prinz Wilhelm von Preußen, den späteren Kaiser Wilhelm I. (1797-1888), und fünf Jahre später Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859). 1859 setzte Prinz Wilhelm von Preußen den kauf von 300 Geschützrohren aus Gussstahl durch. Es war der Beginn einer intensiven Beziehung zwischen den beiden Familien Hohenzollern und Krupp. Krupp lieferte Waffen an viele Staaten in Europa und der Gewinn wurde wieder in die Firma investiert.

    Alfred Krupp setze die jeweils neuesten Verfahren zur Stahlerzeugung ein, so 1862 das Bessemer-Verfahren, mit dem die Massenproduktion von z. B. Eisenbahnschienen möglich wurde. 1869 folgte das Siemens-Martin-Verfahren.


    [size=-2]Gussstahlfabrik Friedrich Krupp um 1852[/size]
    [size=-2]Bild: Historisches Archiv Krupp, gymnasium-meschede[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]


    [size=-2]Heute: links die Stammhaus-Nachbildung mit der grauen Schiefer-Verkleidung, rechts der Rohbau für das Volkswagen Zentrum Essen. Dahinter standen vor 150 Jahren die Schmelzöfen.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    Gussstahlfabrik um 1875
    Alfred Krupp baute 1868-1872 die Villa Hügel und er begab sich seltener in die Fabrik. 1875 trat Fritz Krupp in die Firma ein, zu der Zeit waren 13.900 Mitarbeiter bei Krupp beschäftigt. Bis zu Alfred Krupps Tod im Jahr 1887 stieg die Zahl auf 20.200 Beschäftigte an.


    [size=-2]Gussstahlfabrik Friedrich Krupp um 1875[/size]
    [size=-2]Bild: Spiegel, Fotostrecke Spiegel Krupp (Die Spiegel-Angabe 1912 ist falsch)[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]

    Prof. Dr. Roland Günter, Autor des Revier-Reise-, Städte- und Kulturführers Im Tal der Könige (gemeint ist das Emschertal), regte 2003 in seiner (NRZ-Kolume) an, die Gewerbegebiete im Revier durch Nachbesserungen mit z. B. Tafeln, Bildern und Texten über ihre interessante und spannende Geschichte attraktiver zum machen. Es gelte die Bedeutung dieses Gebietes als das „Heilige Land“ der industriellen Entwicklung hervorzuheben.
    In der folgenden GIF-Animation wird die Lage einiger Gebäude der alten Gussstahlfabrik aus der Zeit von Alfred Krupp bezogen auf die heutige Situation erkennbar.
    Der älteste Teil der Gussstahlfabrik befand sich auf dem Gelände der heutigen Automeile.


    [size=-2]Plan der Gussstahlfabrik von 1889, unten links im Bild liegt der Limbecker Platz.[/size]
    [size=-2]Karte: Quelle: Schroedel Verlag: Zeit für Geschichte, Band 3, Hannover 2002, S.128.[/size]
    [size=-2]GIF-Animation: Fabio[/size]

    Panorama der Gussstahlfabrik 1864
    Alfred Krupp ließ 1864 seine Gussstahlfabrik fotografieren, mittlerweile waren 7.000 Arbeiter in der Fabrik beschäftigt. Die Fotos wurden sonntags gemacht, damit kein Rauch die Aufnahmen störte. Wegen der damals langen Belichtungszeit mussten die Arbeiter während der Aufnahme still stehen bleiben.


    [size=-2]Panorama der Gussstahlfabrik im Jahr 1864[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf[/size]


    [size=-2]Panorama im Jahr 2008 [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    Panorama 1864 (1)

    [size=-2]1864: In der Bildmitte sieht man die VI. Mechanische Werkstatt, hinten links war der firmeneigene Schießstand zum Testen der Kanonen[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf,
    GIF-Animation: Fabio[/size]


    [size=-2]Wo früher die VI. Mechanische Werkstatt stand, verläuft künftig die Wasserachse vor dem ThyssenKrupp-Hauptquartier. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    Panorama 1864 (2)

    [size=-2]Man sieht hier den „Kern“ der Gussstahlfabrik, hinter dem Haupt-Comptoir stand das Original-Stammhaus, links daneben ist ein Teil des Wohnhauses von 1844 erkennbar.[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf,
    GIF-Animation: Fabio[/size]


    [size=-2]Heute steht keines der Gebäude von 1864 mehr, lediglich die Stammhaus-Nachbildung von 1961 erinnert an die Gussstahlfabrik aus den Tagen Alfred Krupps.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    Panorama 1864 (3)

    [size=-2]Blick in Richtung Innenstadt, im Hintergrund sieht man Schäfers Mühle vor dem Limbecker Tor (heute Weststadt).[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Guertel_historisch.pdf,
    GIF-Animation: Fabio[/size]


    [size=-2]Blick in Richtung Innenstadt 2008, vorne rechts die Rückseite des Tiegelgussdenkmals[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    Kruppscher Schießplatz
    Die Kruppschen Schießplätze an der Pferdebahnstraße waren sehr klein, so nutzte die Firma Krupp einen eigenen Schießplatz bei Dülmen und den staatlichen Militär-Schießplatz in Berlin-Tegel. Um sich vom Kriegsministerium unabhängig zu machen, mietete Alfred Krupp ab 1876 bei Meppen ein größeres Gebiet von rund 17 km Länge und 2 km Breite, um Versuche an Reichweitensteigerungen an schweren Rohrwaffen durchzuführen. Alfred Krupp lud 1879 die britische Konkurrenzfirma Armstrong zu einem Vergleichsschießen ein. Armstrong sagte ab, aber 97 Offiziere aus 18 Nationen kamen nach Meppen und das Treffen wurde als Völkerschießen von Meppen bekannt.


    [size=-2]Transport einer Kanone zum Schießplatz südlich der Pferdebahnstraße 1865[/size]
    [size=-2]Bild: Stadtbildstelle Essen, Historische_Broschuere_Krupp_Guertel.pdf, Seite 3[/size]


    [size=-2]Ausbildung chinesischer Offiziere auf dem Schießplatz in Essen, südlich der Pferdebahnstraße, im Jahr 1890.
    Fritz Krupp (Zweiter von rechts) beobachtete die Übungen, diese Kundenbetreuung war Chefsache.[/size]
    [size=-2]Bild: Historisches Archiv Krupp, TK_MAGAZIN_1_07.pdf, 100 Seiten, 4 MB, Seite 80 [/size]


    [size=-2]21cm Kanone in Verschwindlafette auf dem Schießplatz, nördlich der Pferdebahnstraße, während des Ersten Weltkriegs, 1916[/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte[/size]

    Der ehemalige Schießplatz nördlich der Pferdebahnstraße ist heute Sitz der EBE - Entsorgungsbetriebe Essen (Fotogalerie).
    Das Gelände des alten Schießstandes südlich der Pferdebahnstraße liegt innerhalb der nördlichen Grünfläche des künftigen ThyssenKrupp Quartiers.


    [size=-2]Die ehemaligen Schießplätze an der Pferdebahnstraße im Jahr 2008.[/size]
    [size=-2]Bild: Krupp-Gürtel[/size]

    1861-1911 Schmiedehammer Fritz
    Am 16.09.1861 wurde der damals größte Schmiedehammer der Welt von Alfred Krupp in Betrieb genommen. Er hatte ein Fallgewicht von 1.000 Zentnern und diente zum Ausschmieden besonders großer Werkstücke. Alfred Krupp hat den Schmiedehammer selbst konstruiert und nannte ihn nach seinem Sohn Fritz (1854-1902). „Fritz“ wurde zum Symbol der Leistungsfähigkeit der Firma Krupp und blieb 50 Jahre lang im Einsatz. Im Jahre 1911 wurde „Fritz“ abgebrochen, als hydraulische Schmiedepressen leistungsfähigere Werkzeuge waren. Das heutige IKEA-Parkhaus wurde 1917 als Press- und Hammerwerk Ost gebaut, dort stand die damals größte Schmiedepresse der Welt.



    [size=-2]Schmiedehammer „Fritz“, ca. 1861[/size]
    [size=-2]Bild: Historisches Archiv Krupp, ThyssenKrupp [/size]


    [size=-2]Mit „Fritz“ geschmiedet: die Kruppsche Riesenkanone auf der Pariser Weltausstellung 1867[/size]
    [size=-2]Bild: preussen-chronik[/size]


    [size=-2]Stahlblock aus dem Jahr 1906
    Vergleich der Wirkung des 50-Tonnen-Hammers „Fritz“ aus dem Jahr 1861 mit der Wirkung einer hydraulischen 5000-Tonnen-Schmiedepresse aus dem Jahr 1906.
    Der flache Eindruck entstand durch einen Schlag des 50 Tonnen schweren Hammerbärs aus 3 m Fallhöhöhe. Den tiefen Eindruck erzielte die 5000-Tonnen-Presse in 45 Sekunden.[/size]
    [size=-2]Bild: Deutsches Museum München[/size]


    [size=-2]Blick vom Dach des IKEA-Hauses in Richtung Altendorf, im Hintergrund sieht man das Kreuzgebäude und die Baukräne rund um das das neue ThyssenKrupp Haupt-Quartier. Vorne auf dem IKEA-Parkplatz befand sich damals der runde Hammer-Fritz-Kamin, von dem aus Alfred Krupp seine Fabrik zu Werbezwecken fotografieren ließ. Dahinter auf dem heutigen Gelände der Mercedes-Niederlassung stand von 1861-1911 das Hammer-Fritz-Haus mit dem weltberühmten Schmiedehammer „Fritz“. Weiter westlich befand sich das Gartenhaus Alfred Krupps von 1861.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]


    [size=-2]Das Tor zur Krupp-Stadt um 1875, hinten das Hammer-Fritz-Haus, vorne die Brücke der Ringwerksbahn und das Batz’sche Haus. Aus der Metzgerei Batz wurde der Kruppsche Fleischkonsum, hier konnten die Kruppianer günstig Fleisch einkaufen. [/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte[/size]


    [size=-2]Das Tor zur Krupp-Stadt 2009 vom Parkdeck des Limbecker Platzes aus gesehen.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]


    1859-1861 Gartenhaus
    Als das Wohnhaus von 1844 den repräsentativen Ansprüchen nicht mehr genügte, ließ Alfred Krupp das Gartenhaus als Wohngebäude mit zwei angrenzenden Gewächshäusern mitten auf dem Firmengelände nach seinen Entwürfen vom Architekten Ferdinand Barchewitz errichten. Das Gartenhaus war von einer Parkanlage mit Wassergraben für Bootsfahrten umgeben. Nördlich des Gartenhauses befand sich der Pferdestall mit eigener Reitbahn. Die Scheiben der Gewächshäuser waren durch den Ruß der Fabrikschornsteine ständig verschmutzt. Der gewaltige Schmiedehammer „Fritz“ befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Hämmern ließ das Geschirr im Gartenhaus zu Bruch gehen. Alfred Krupps Ehefrau Bertha reiste mit dem kränklichen Sohn Fritz oft für Monate nach Italien.


    [size=-2]1865: Blick vom Hammer-Fritz-Kamin in Richtung Altendorf auf die Gussstahlfabrik.
    Im Vordergrund befindet sich das Gartenhaus mit der Parkanlage, dahinter der Wasserturm.
    Heute entsteht links vom damaligen Wasserturm das Volkswagen Zentrum Essen.
    Vorne ganz rechts befindet sich heute der Eingangsbereich vom Möbelhaus Kröger.[/size]
    [size=-2] Bild: Deutsches Historisches Museum – Ausstellung Industriebilder[/size]


    [size=-2]Gartenhaus 1861[/size]
    [size=-2] Bild: Historisches Archiv Krupp[/size]


    [size=-2]Heute betrachtet befand sich das Gartenhaus von Alfred Krupp südlich der Möbel-Kröger-Brücke mitten auf der B224 in Höhe der alten Halle rechts.
    Im Bereich der Rampe rechts in Richtung IKEA, Möbelhaus Kröger bzw. McDonald-DriveIn befand sich der Pferdestall mit Alfred Krupps vierbeinigen Lieblingen.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Dezember 2008[/size]

    1864 empfing Alfred Krupp im Gartenhaus den Preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck (1815-1862), der das Deutsche Kaiserreich mit seiner Politik aus Blut und Eisen einte und den Preußischen König zum ersten Deutschen Kaiser Wilhelm I. machte. Die Kruppschen Kanonen waren für Preußens Siege 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg, 1866 im Deutschen Krieg und 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg von entscheidender Bedeutung. Beim Deutschen Krieg 1866 zwischen Preußen und Österreich kämpften die Truppen auf beiden Seiten mit Kruppschen Kanonen. Alfred Krupp wurde Teil des Mythos des neuen Kaiserreiches und Essen wurde Kanonenstadt. Das Bismarck-Denkmal aus dem Jahr 1899 vom Bildhauer Felberhoff auf dem Bismarckplatz erinnert mit viel National-Pathos an diese Zeit.


    [size=-2]Bismarck-Denkmal am Essener Bismarckplatz[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]Germania hält schützend die Arme über die Schmiede der Kanonenstadt Essen [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]Alfred Krupp zeigt stolz Otto von Bismarck seine Geschütze. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]Deutsche Soldaten aus Nord und Süd besiegeln nach dem Sieg über Erzfeind Frankreich unter Eichenbäumen die Deutsche Einheit, darüber die Schwingen des Reichsadlers. [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]


    [size=-2]König Wilhelm I. von Preußen (links) setzt nach dem Sieg über die Franzosen die Pickelhaube ab, der Krieg 1870/71 ist vorbei, eine demütige Siegesgöttin Viktoria fällt auf die Knie und hält die Kaiserkrone bereit.
    Bismarck (rechts) huldigt Kaiser Wilhelm I. – „Seine Majestät der Kaiser lebe hoch!“.
    1865 erhielt Bismarck den Titel Graf und 1871 den Titel Fürst. Alfred Krupp war sehr stolz und er lehnte den angebotenen Adelstitel ab - "Ich heiße Krupp, das genügt."[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, August 2008[/size]

    1870 Kruppsches Lazarett
    Auch Kruppianer zogen 1870/71 gegen Frankreich in den Krieg. Für die Kriegsverwundeten ließ Alfred Krupp in einem Arbeiterwohnheim ein provisorisches Krankenhaus einrichten. Dies war bald zu klein, so dass ein Barackenlazarett gebaut wurde. Daraus entwickelte sich 1872-1920 ein Werkskrankenhaus im Pavillonstil.

    Die Straßen Lazarettstraße und Hoffnungstraße ([url=http://maps.google.de/maps?f=q&sourc…004758&t=h&z=18]Google Maps[/url])erinnern an das Lazarett aus der Zeit von Alfred Krupp.


    [size=-2]Ecke Hoffnungstraße / Lazarettstraße mit dem Torhaus von 1937[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]


    [size=-2]Werkskrankenhaus im Pavillonstil 1929[/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte[/size]

    1937 wurde das Torhaus für die Krankenhausverwaltung gebaut.


    [size=-2]Torhaus des Krankenhaus Krupp 1940[/size]
    [size=-2]Bild: Postkarte[/size]


    [size=-2]Torhaus 2009[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Januar 2009[/size]


    [size=-2]Bild: Fabio, Juni 2008[/size]


    [size=-2]Torhaus-Reliefs[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Juni 2008[/size]


    [size=-2]Torhaus-Reliefs, in der Mitte die Krupp-Ringe mit dem Äskulapstab, Krupp war der größte Waffenproduzent seiner Zeit, Äskulap war der griechische Gott der Heilkunst.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio, Juni 2008[/size]

    Rheinische Bahn Essen (RBE)

    Auf der Internet-Seite des Planungsbüros DTP-Essen (Davids, Terfrüchte + Partner – Landschaftarchitektur, Umweltplanung & Stadtentwicklung) gibt es eine PDF-Datei (49 Seiten, 8,4 MB) mit weiteren Informationen zum Radwege-Projekt Rheinische Bahn Essen.


    [size=-2]Rheinische Bahn Essen im Bereich Univeristätsviertel[/size]
    [size=-2]Bild: Planungsbüro DTP-Essen, 2008, PDF-Datei [/size]

    Der Reisebusparkplatz und die Radfahrerbrücke an der Segerothstraße sollen bis 2010 fertig sein.


    [size=-2]Rheinische Bahn Essen im Bereich Segerothstraße / Uni-Tor West[/size]
    [size=-2]Bild: Planungsbüro DTP-Essen, PDF-Datei [/size]

    Der Rückbau der alten Eisenbahnbrücken an der Gladbecker Straße soll folgen. Laut Plan werden nur noch zwei schmale Radfahrerbrücken bleiben, eine davon als Anschluss zum Energie-Quartier / Nordviertel (Eltingviertel), die andere führt in Richtung Viehofer Platz.


    [size=-2]Rheinische Bahn Essen im Bereich Gladbecker Straße / Uni-Tor Ost [/size]
    [size=-2]Bild: Planungsbüro DTP-Essen, PDF-Datei [/size]



    [size=-2]Die vielen Brücken an der Gladbecker Straße / Uni-Tor Ost werden abgerissen.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio , 2008[/size]

    [/URL]
    [size=-2]Das „dunkle Loch“ verschwindet.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio , 2008[/size]


    [size=-2]Heutige Brücke in Richtung Viehofer Platz.[/size]
    [size=-2]Bild: Fabio , 2008[/size]


    [size=-2]Heutige Brücke in Richtung Energie-Quartier / Nordviertel (Eltingviertel) [/size]
    [size=-2]Bild: Fabio , 2008[/size]