Beiträge von TheGent

    Typischer Fall von schlechter Presse? Bevor corvus wieder meint, ich wäre CDU-kritisch, möchte ich sagen: Selbst wenn der Beschluss von den Frischluftliebhabern und Gesundheitsaposteln der Grünen gekommen wäre, ich hätte das genauso peinlich gefunden. Eine beleuchtete Joggingstrecke?! Nicht, wenn man bei Sozialleistungen kürzt!

    Allerdings hätte man es anders "verkaufen" resp. an den Mann/ die Frau bringen sollen: Die Fußgängerwege/ Promenaden an den Kaiserringen in Oberkassel sind noch immer nicht richtig beleuchtet, wer da abends entlang läuft, läuft komplett im Dunkeln! Und das ist ein öffentlicher Weg! In Punkto Sicherheit echt ein Mangel. Mit dem Argument wäre es sicher besser mit den Kritiken gelaufen.

    Wieso denn dort?! Mannesmannhochaus? Finger weg von der Karlstadt!!! Denke, du meinst südlich des Gebäudes, aber da sind doch schon Neubauten entstanden (gerade am Fuß der Rheinkniebrücke)! Die Höhe der Bebauung um das Ständehaus ist auch ideal und mit den Altbauten wunderschön! Zwischen GAP und Kirchplatz vielleicht noch, aber wieso? Okay, der Block der die Reichsgasse schützt, sollte möglichst schnell optisch verbessert / neu bebaut werden, natürlich OHNE die uralten Bilker Bauernhöfe anzutasten!

    Oder meinst du zwischen Friedrich- und Elisabethstr.? Was oder wo meinst du genau?

    Wenn es garantiert wird, dass der Friedhof UND die Bäume auf dem Friedhof nicht angetastet werden, dass der Friedhof nicht nur um die Mittagszeit in der Sonne liegt und dass die Belästigungen durch Erschütterungen etc. während der geplanten Bebauung dem Friedhof nicht schaden, könnte man dem Verkauf des Grundstückes davor zustimmen. Es könnte dem Friedhof sogar helfen, wenn die Abgase nicht noch mehr an den Grabsteinen nagen. Oh, und garantiert freier Zugang für alle Bürger natürlich!

    Ob ich als Versicherungsmensch allerdings vom Büro aus auf Gräber schauen möchte oder in der Mittagspause mein Butterbrot neben der letzten Ruhestätte von Immermann essen will ... Isch weeset niet ...

    Je mehr (internationale) Fachmänner (und nur Fachmänner im Sinne von Architekten, Verkehrsplanern etc.) sich emotionslos der Planung der Sache annehmen, desto besser! Aber man sollte hier definitiv einen festen Planungszeitraum setzen.

    Für die Emotionen sollte man gewisse Vorgaben setzen, damit das ganze nicht in einem brutalen Monstergebäudeensemble, etwa einem stahl- und glasgewordenen Denkmal eines Bankhauses endet. Ergo Traufenhöhe, verbleibende Größe des Schadowplatzes, Abstand zum Hofgarten. Das sollte schon gegeben sein. Da ist immer noch genügend Spielraum für Individuelles.

    Persönliche Vorliebe: Ich bin auch eher dafür, die Bebauung dem Stil der Kö-Umgebung anzugleichen, sprich mit Kaufhof, Breidenbacher Hof, Steigenberger und Co. in der Nachbarschaft fände ich Sandstein schon schöner. Trotzdem ich sehe nicht unbedingt zwingend einen gleichen Stil für die Zwillingsbauten, die Kö ist auch ein Flickenteppich. Sandstein käme auch der Historie an dieser Stelle etwas näher. Aber wie gesagt, das ist meine private Vorstellung von schön.

    Krass, mal bin ich komplett anderer Meinung als du, corvus, manchmal auch Deiner Meinung!

    Ich bin ja grundsätzlich für Bürgerinitiativen; das Recht ist wichtig und richtig. Allein für diese Initiativen fehlt auch mir das Verständnis. Der JWP muss verändert werden, an sich ist er nur eine Folge des Krieges; eine Bebauung würde nur den ursprünglichen Zustand (und den Charakter) wiederherstellen.

    Erhaltenswert wäre er in seinem jetzigen Zustand nicht, saniert und aufgehübscht möglicherweise. Aber dann wären die anderen Vorhaben betreffend Hofgarten und Tunnel nicht realisierbar und das wäre der größere Verlust. Teile der Stadtoberfläche "autofrei" zu bekommen durch Tunnel ist meiner Meinung nach ein hoher Gegenwert.

    Denkmalschutz für den Tausendfüssler? Es ist ein bisschen wie mit alten Traktoren: Sie sind eigentlich nur auf Nutzung ausgelegt, trotzdem gibt es Liebhaber für das Design und die Technik. Ich bin persönlich für Denkmalschutz, wenn es a) Vorkriegsobjekte UND/ODER b) Häuser mit regionalem oder kulturellem Bezug UND/ODER c) architektonische Meisterleistungen sind. Selbst wenn in Teilen c) zuträfe, mir nimmt der Tausendfüssler mehr (nämlich Luft, Licht und Platz) als er mir gibt (der Tunnel erfüllt den selben Zweck!).

    Abschließend möchte ich dazu sagen, dass ich persönlich heute die Mehrzahl der Läden für wenig exklusiv halte. Selbst wenn in wenigen Geschäften auch Maßanzüge und Unikate zu erwerben sind und ihre Anzahl im Vergleich zu anderen Straßen, ja sogar Städten, sehr hoch ist, sind diese Spezialläden doch auf dem Rückmarsch. Die Zahl der Läden, die Massenprodukte anbieten, ist mir einfach zu hoch für den Begriff Edle Meile oder Exklusiv, und die Anzahl ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Aber: Die Kö ist im Vergleich zu anderen in ganz Deutschland bekannten Straßen sicher eine "Edel-Meile", ich finde einfach die Entwicklung, auch wenn sie in allen deutschen Städten unter anderen Voraussetzungen fortschreitet, nicht gut. Die Edel-Version von H&M ist nun einmal auch H&M, ich glaube nicht, dass die plötzlich statt der indischen Kinder englische Schneider beschäftigen.

    Das Denken der Menschen, mit teurer Ware etwas exklusives zu kaufen, ist weit verbreitet, aber meiner Meinung nach falsch. Ein Maybach ist vielleicht noch exklusiv, aber eine S-Klasse schon lange nicht mehr (beides für mich zu teuer).

    Frei nach Dieter Nuhr: Treffen in der Pizzeria Vesuvio, also bei H&M vorbei, in die Passage, an DM und Axt Iga vorbei, dann bei Esprit gegenüber in die Straße, wo Burger King an der Ecke ist, die Straße bis zur Görtz Filiale entlang und gegenüber MediMax, also neben P&C, in die Pizzeria. Ich warte und warte, bis mir einfällt: Mensch, ich bin ja noch in Dortmund!

    Zu Recht meint Enzo: Back to Architektur!
    Aber darauf kann ich mich einigen: Das Erscheinungsbild ist edel. Hoffentlich werden es die neuen Bauten auch. Es gibt schon ein bis zwei in den letzten Jahren gebaute Gebäude, die wirklich edel UND modern wirken. Aber es gibt auch schon einige wenige Bausünden, oder?

    Gibt es einen allgemeinen Konsens, dass der Telekomkomplex der unansehnlichste Bau ist?

    Fast eine Werbeschrift, Corvus; allein mich überzeugt sie nicht. Eine Edelmeile ist die Kö momentan sicher nicht durch ihre edlen Waren.

    Die Sache liegt doch wohl eher so: Die überregionalen Marken können nur durch den massiven Absatz der billig produzierten Waren die horrent hohen Mieten bezahlen, während über den Verkauf von exklusiven Waren trotz hoher Preise kaum noch die Mieten hereingeholt werden. Mir kann keiner erzählen, dass sich eine der globalen Mode-Ketten wie H&M, Benetton, Esprit, Geox und Co allein durch den Verkauf im Kö-Geschäft die Miete reinholt.

    Und was attestieren die Seismografen? Hohe Mieten = Edle Meile? Kemper's jedenfalls argumentiert so. Dann Blick auf den Umsatz? Dann allerdings läge die Schadowstr. vor der Kö. Also viel gleich edel stimmt hier ebenso nicht! Edel im Sinne, was die Kö früher über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, waren Geschäfte, die exklusive Waren (auch zu teuren Preisen) anboten. Deine Argumentation aus der Sicht eines Beteiligten im "Hochpreis-Segment der Modebranche" kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Exklusiv sind meiner Meinung nach LV, Prada, Strenessse etc nicht; exklusiv heißt für mich: Nicht überall auf der Welt verfügbar, nicht tausendfach produziert.

    Da zieht das Argument, es wäre für alle, also auch für X, Y und Z inklusive der Unbekannten, etwas dabei, auch nicht, denn X, Y und Z inklusive der Unbekannten sind dem Geschmack nach Massenkäufer, während früher den Menschen ein Staunen entlockt wurde, wenn ein Mensch etwas auf Düsseldorfs Kö gekauft hat. Das hat auch den Ruf der Edelmeile mit begründet.
    (Und P&C, Carsch Haus und Hallhuber liegen nicht an der Kö, nur nebenbei ... :wink: ... ).

    Edel ist meiner Meinung nach nicht etwas, nur weil es teuer ist. Heute meinen ja auch die Menschen, es lockt noch ein Staunen, wenn man mit einem Riesenauto mit Sperrdifferential auf der Kö parkt; aber Blicke ziehen hier doch eher restaurierte Oldtimer, die gibt's nämlich selten für jeden Handyladenbetreiber als Leasingauto.

    Doch ein Beinbruch in meinen Augen. Längst ist die Kö zur Karikatur einer Edelmeile verkommen, denn früher waren dort Läden, die es sonst nirgendwo gab und die handelten, was es es sonst nirgendwo oder in der Umgebung kaum gab (Exklusivität der Waren). Und Franzen hat schon deutliche Zugeständnisse an die Mitnahme(markt)mentalität der Massenkunden gemacht. Modemäßig ist, was die Exklusivität betrifft, kaum noch ein Geschäft, dass Modellkleider oder Einzelstücke anbietet. Und was Esprit, H&M, Benetton und auch hochpreisigeres wie Gucci, Joop, Luis Vuitton, Cartier etc. heut noch besonders macht, habe ich nicht begriffen. Wohl nur der Preis, denn die Waren gibt's an jedem internationalen (und manchem Provinz-) Flughafenstore.

    Neuer RP-Bericht über Illuminationen zum Haus Alte Stadt 6; es sollte allerdings wirklich dabei bleiben, nur ausgewählte Gebäude hervorzuheben. Sonst haben wir bald ganzjährig weihnachtsdekoartige bzw. märklinlandschaftsharmonische Zustände ... Trotzdem, dieses ist echt gelungen! Oh, und so dezent (resp. nicht zu sehen) sind Leuchten ideal; wenn ich an die riesigen Armleuchter [sic!] am Gebäude daneben denke ...
    Aber Finger weg von meinen Gaslaternen, im Beitrag klang da so was an ...

    Da ist man mal für'n halben Tag nich da ... Leute, ich meinte "golden" und "passt zu Düsseldorf" natürlich extrem (selbst-)ironisch, zumal das wohlhabende Oberkassel ständig draufschauen muss/ darf. Muss wohl dann inflationär Smileys einbauen. Aber ich gebe erbsenzähler Recht, die Stele sieht ziemlich grau und stumpf aus, wenig nach Edelstahl ... und eigentlich weder gebürstet noch poliert.

    Ja, aber zu Düsseldorf hätte gepasst, wenn man die Steele golden gestrichen hätte, dann hätte man sie vom Rhein (oder von KD-Schiffen/ Oberkassel/ beiden Brücken) aus glänzen sehen können (Wahrzeichencharakter!) ... So sieht's doch etwas billig aus ...

    Viiiiiel einfacher wäre es gewesen, die "ausgestrahlten Dreiecke" durchschnittlicher roter Laser wie bei der gleichzeitig in Grün stattgefundenden Show breitgefächert und flächig auf Wasserhöhe so zu arrangieren, das der Rhein bis zum jeweilige Gegenufer ausgeleuchtet ist. Orthographisch falsch, aber wohl zutreffend: Billich und möchlich!