Beiträge von Max BGF

    Das es in der Marbacher Straße einen nutzbaren Radweg gab ist einfach nur eine Fakemeldung. Keine Ahnung wie die Leute auf diese Idee kommen. Oder wo soll sich dieser auf den Bild befinden?
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    Das kleine Streifchen auf den Gehweg im Bereich der Busspur war so eng, dass man es eigentlich nicht benutzen durfte, da man zwangsweise in den Verkehrsraum der Fußgänger hineinragte. Man hätte also auf der Fahrbahn fahren müssen und zwar auf den einzigen MIV-Streifen. ein Glück wird diese Situation aktuell entschärft und eine vernünftige Radinfrastruktur eingebaut.

    Bin die Marbacher Strasse schon vor Jahren auf eben diesem Radweg geradelt. Hatte keine Probleme, die Breite war in Ordnung. Begünstigend dürfte sein, dass dort insgesamt wenig Fussgänger- und Radverkehr herrscht. Zudem ausser von den Tankstellen kaum jemand kreuzt, wobei solcher Verkehr ohnehin des Radlers Vorfahrt achten muss. Freilich sollten die Augen immer offen für radelnden Gegenverkehr sein. Soviel Rücksichtnahme und StVO-Vernunft darf man voraussetzen.


    Dass dort so wenig los ist, wird daran liegen, dass die Strecke fast nur für die wenigen Neckarweihinger interessant ist. Von weiter südöstlich nimmt man eine Route über Ossweil und von weiter nordöstlich Oberes Hoheneck oder Favoritepark. Aus Süden, Westen, Norden ist die Marbacher Strasse ohnehin irrelevant. Bleiben evtl. noch ein paar Marbacher oder gar Bottwartäler, die über den Neckarradweg kommen. Wieviele werden das sein?, ganz abgesehen davon, dass sie von Marbach Hbf oder ggf. Benningen in max. 12 Minuten per S-Bahn in Ludwigsburg sind.



    Die Graphik zeigt die Radverkehrsmengen auf die beiden großen Schulzentren hin. Deutlich kann man sehen, dass sich der meiste Radverkehr auf der Achse Alleenstraße/ Friedrich-Ebert Straße abspielt. Laut Aussage des Ludwigsburger Chefplaners werden hier teilweise bis zu 7.000 Radler am Tag gezählt.
    Der Grund für die Bündelung auf dieser Route: Es ist einfach die einzigste die sinnvoll durchgehend befahrabar ist.

    Gute Entwicklung. Ökologisch, günstig und gleichzeitig Bewegung. Wenn dort solch ein Radverkehrsaufkommen ist, kann die Strasse angesichts vorhandener Paralllelstrassen für den MIV dicht gemacht werden. Mir liegt in erster Linie an auch für den MIV leistungsfähigen Hauptverbindungen. Wenn es dann in den oft innerstädtischen und diichten Kleinbereich geht, darf Autofahrer gerne noch ein paar Meter laufen statt mit seinem Gefährt direkt vor dem Ziel zu parken. Kann durchaus Stadtqualität sowie Lebensqualität für alle Beteiligten steigern.

    Klar, wer hat sich nicht schon in Stuttgarts Wäldern verfahren. Bei Freizeitfahrten ist es weniger schlimm, Pendler wird spätestens am dritten Tag den Dreh raushaben.


    Bei Nässe sicher schlechter befahrbar als Asphalt; wie gesagt gibt es spätestens für den Fall nahegelegene Asphaltalternativen.


    Die Beschilderung für Fahrrad-Pendlerzwecke läßt aus meiner Erinnerung zu wünschen übrig. Nur gibt es dafür eindeutig zu benennende Schuldige. Die politisch in Stuttgart führende Partei bringt es also nicht mal fertig, ordentliche Beschilderung für die propagierte Mobilitätswende anzubringen. Was ein Armutszeugnis! Bescilderung wäre wohl die einfachste und günstigste konstruktive Massnahme.


    Ok, Reden schwingen und von anderen gebaute, finanzierte und durchgesetzte Infrastruktur ummarkieren mag noch einfacher sein.

    Was geht denn mit Dir ab? Willste jetzt diskutieren oder einen auf beleidigte Leberwurst machen? Wenn ich "Radler" schreibe, meine ich nicht Dich, sondern allgemein, sollte nicht so schwer zu verstehen sein.


    Und dass ich Deine Ortskenntnis infragestelle, ergibt sich eben, wenn Ortsrealitäten und Deine Behauptungen zur selben aus meiner Sicht auseinanderfallen. Es wäre auch nicht weiter schlimm, wenn jemand aus Ludwigsburg keine detaillierte Ortskenntnis im Stuttgarter Süden besitzt und in einem Diskussionsforum daher das beiträgt, was er dazu vernommen hat. Ebensowenig ist es schlimm, dann im ein oder anderen Fall korrigiert zu werden und möglicherweise neue Aspekte hinzuzulernen.


    Ok, Du hast also in der Hohenheimer Strasse gewohnt. Dann kennst Du als Radler (hoffe ich unterstelle damit nichts unverschämtes) sicher auch die Route über den Bopser, wo Du bspw. wählen kannst, ob Du Nähe Fernsehturm oder Haltestelle Weinsteige und somit direkt neben der B27 rauskommen willst. Was genau stört Dich an dieser Strecke? Ich habe diese immer vorgezogen, weil ich den ruhigen, gesunden, ungefährlichen Waldweg der Bundesstrasse vorziehe. Je nach Lust und Laune und Form stehen dabei sogar verschieden steile Wege zur Auswahl.
    Westlich der Hohenheimer besteht zudem die Möglichkeit über Wernhalde und Römerstrasse zu radeln. Alte Weinsteige wäre auch noch eine Option, allerdings müsstest Du dann zugegeben ein grobes Dreieck, sprich etwas Umweg, fahren. Wobei die kurvenreiche Neue Weinsteige ihrerseits keineswegs Luftlinie verläuft.

    Wenn du so viel Rad fährst, kannst du ja sicher auch sagen, wie sich das auf die deine tägliche Fahrzeit mit dem Rad auswirkt je nachdem welchen deiner Wege du da nimmst. Bei der Zacke bist du sicher auch schon mal nicht mitgekommen, weil Wagen einfach voll - oder unterhalte dich doch mal mit anderen Radfahrern auf der Strecke.

    Zacke habe ich selten genommen, wenn dann hatte ich vielleicht Glück. Ist also nicht repräsentativ. Allerdings erstaunt, mit welch Selbstverständlichkeit Radfahrer meint, nie im Stau landen zu müssen, während auf der anderen Seite Stau kritisierendem Autofahrer regelmäßig Bequemlichkeit vorgeworfen wird. Ihm sogar mehr Stau zugemutet wird, selber schuld, kann ja den ÖPNV nutzen. Ja, Radler kann genauso den ÖPNV nutzen, auch ohne Rad.


    Zu den Rad-FAHR-Optionen: Je nachdem, welchen meiner Wege ich nehme, kann ich mal langsamer, mal schneller sein, meist jedoch schneller. Du suggerierst ja geradezu dass eine andere Strecke als die Neue Weinsteige grundsätzlich langsamer wäre. Tendenziell ist das Gegenteil der Fall. Erstens und insbesondere weil dem Radfahrer - anders als dem Autofahrer - schon mehr Strecken zur Verfügung stehen, er also mehr Möglichkeiten besitzt, die Strecke abhängig von Quelle & Ziel zu optimieren.
    Zweitens weil die Strecken bisweilen deutlich kürzer, dafür steiler sind. Selbst steil (aufwärts) soll jedoch dank Pedelec & Co kein wirkliches Problem mehr sein - so zumindest die Pro-Rad-Argumentation, wenn bspw. Wagahai auf die topographische Nachteiligkeit Stuggis hinweist.


    Die Varianten Alte Weinsteige, Schimmelhüttenweg und Wernhalde/Römerweg sind ebenfalls durchgängig asphaltiert. Zugegeben weisen die Verbindungen über Bopser oder Dornhalde größere nicht asphaltierte Abschnitte auf. Nur ist das kein wirkliches Problem, bedenkt man den guten Zustand der Stuttgarter Waldwege. Wer natürlich erwartet, dass er auf dem Rad im Schnitt mit 50 km/h nach Stuttgart auf Asphalt hinunterrollen können muss, wird auch mit dem nun geplanten Radweg nicht zufrieden sein, spätestens wenn er diesen mit anderen teilen muss. Außerdem vermute ich, dass auch Radler an roten Ampeln halten muss. Ampeln wiederum finden sich nur an der Neuen Weinsteige, nicht bei den Alternativen.


    Mir stellt sich die Frage, ob Du Dich dort überhaupt auskennst oder Deine Strecken-/Fahrzeit-Kenntnis nur von jammernden Radlern beziehst, die sich gerne als Opfer sehen?


    Ich glaube sogar, dass dies zu besserem Verkehrsfluss und weniger Unfälle führen wird, da die bislang dort parkenden Werbeschilder auf Hängern und einzelnen parkenden PKW wesentlich mehr die Fahrspur verengen. Die meisten Autofahrer fahren doch sehr ungern 10cm mit dem Spiegel an einem anderen parkenden Fahrzeug vorbei. Das wird damit auch ein Ende haben.

    Naja, Unfälle gab es deswegen eher weniger, aber Dein Wort in Gottes Ohr. Mag kurz-mittelfristig durchaus zutreffen. Nur ist es nicht so, dass die ganze Neue Weinsteige entlang Parkplätze anliegen. Und politische Erfahrung mit den handelnden Charakteren lehrt, dass dies für einige im Hinterkopf nur ein erster Schritt bzw. Einstieg sein dürfte.


    Keine Sorge, bei 30km/h schickt die Stadt die Radfahrer auf die Fahrbahn - dort benötigt es nach aktuellen Richtlinien dann keinen Radweg mehr.

    Zur Info: Bei der B wie Berta 27 handelt es sich um eine Bundesstrasse. Auch wenn diese aufgrund ihrer innerstädtischen Lage naturgemäß stark vom lokalen Verkehr genutzt wird, besitzt sie überörtliche, sogar überregionale Funktion. "Benötigt" wird wenigstens eine leistungsfähige Nord-Süd-Querung Stuttgarts für den - übrigens steuerzahlenden - MIV. Als etwa allerletztes benötigt es genau betrachtet eine fünfte, sechste oder siebte Radwegoption zwischen Degerloch und Kessel.


    Plädiere für weniger Egozentrik plus ideologische Abrüstung und die Probleme der anderen Seite zumindest zu verstehen, wenngleich es nicht die eigenen sind.
    "Stimmt eigentlich, als Radfahrer hast Du deutlich mehr Streckenoptionen, von denen manche dem MIV sogar gänzlich verboten sind"
    könnte nebenbei sogar zufriedener machen als
    "typisch, der bevorzugte, schlechte MIV macht sich auf der Neuen Weinsteige breit, während wir arme Radfahrer den Gehweg mitnutzen müssen. Wie ungerecht!"

    Wie auch immer. Ich weilte jüngst mal wieder in Ludwigsburg. Sowohl Innenstadt als auch teilweise Aussenbezirke durchfahren.
    Was aufgefallen ist: Keinerlei Radler. Sicher war es kein Kaiserwetter, sondern winterlich, aber auch kein Schnee, nicht mal Regen.


    Anti-MIV mag nun argumentieren, das läge am schlechten Radwegeangebot. Dem läßt sich entgegenhalten, dass trotzdem Rad gefahren werden könnte. Tat man schon früher, selbst bevor die heute immerhin erreichten Errungenschaften wie bidirektionale Befahrbarkeit von Einbahnstrassen oder Tempo-30-Zonen eingerichtet wurden. Ludwigsburg erreicht Radler zudem schon viele Jahre bspw. bequem auf einem Radweg entlang der Marbacher Strasse.


    Ein Rad habe ich dann doch noch gesehen. Es wurde durch die Fussgängerzone geschoben. Offenbar möchte man Fussgängern keine fahrenden Räder zumuten. Dabei bräuchte man nur ein rundes blaues Schild aufstellen...

    Es gibt massig und schöne Wege, um mit dem Fahrrad Degerloch-Kessel zu bewältigen: Bopser, Alte Weinsteige, Wernhalde, Schimmelhüttenweg, Dornhalde, Zacke. Alle schon gefahren, hoch wie runter.
    Doch klar, in Stuttgart müssen die Bikes noch mit auf die einzige MIV-geeignete Strasse gepresst werden. Und nach dem ersten verunglückten Radler bitte Tempo 30 einführen. Was eine Sch*politik.

    Winne Weg(!)

    Wird eigentlich immer besser wenn man es genau betrachtet.
    2017 und man kann trotz ewiger Vorbereitung samt Fildererde statt Anhydrit noch nicht mal ein Flughafenbahnhöfle bauen. Köln hat einen, Frankfurt, sogar Berlin.
    Was wird die Verantwortlichen 2027 vor schier unlösbare Probleme stellen, Brandschutz für eine Rolltreppe?


    Den Weg vom autobahnnahen Flughafen-Halt zum Terminal könnte man übrigens "Winne Weg" nennen.

    2 Dinge übersiehst Du dabei:

    Eigentlich nicht.

    1. räumte die Bahn bei der Schlichtung selbst ein, dass schon bei damaligen 3,5 Mrd. die Wirtschaftlichkeitgrenze fast erreicht sei (Gegner und Bahn stritten sich ob 0,9 oder 1,1 Wirtschaftlichkeitsfaktor) und man sollte nicht davon ausgehen, dass die Bahn sich das selbst schlechtgerechnet hat!
    Nun kostet es das Doppelte als die Bahn selbst damals als "gerade noch sinnvoll" propagierte.

    Ich übernehme nicht die Wirtschaftlichkeitsrechnung der Bahn, sondern von Bürger/Staat. Die Bahnkalkulation dürfte zu kurz greifen, die Parameter wegen Operationalisierbarkeit deutlich abweichen, bspw. schon ein geringerer Amortisationszeitraum. Die Bahn als Unternehmen hat zurecht einen betriebswirtschaftlichen sowie monetären Fokus. Dass diese Sicht zu eng ist, ergibt sich schon daraus, dass derarige Basisinfrastruktur ökonomisch als öffentliches Gut gewertet wird.


    Die Bahn interessieren Dinge wie Ressourceneinsparung, Betriebskosten, Streckenflexibilität, Kundenzuwachs (Einnahmen) usw.
    Wenn bspw. eine Strecke um 10 km und 10 Minuten verkürzt wird, bedeutet dies für die Bahn c.p. weniger Ressourceneinsatz, also weniger Kosten und mehr Kunden im Falle von Umsteigern von anderen Verkehrsträgern. Die gewonnnene Zeit des schon zuvor Bahn Fahrenden, welche regelmässig dessen Hauptnutzen sein dürfte, geht überhaupt nicht in die Rechnung ein. Dabei handelt es sich zudem gewiß um die mit Abstand größte Gruppe.


    Überhaupt bilden sich die Bahnpreise nach Streckenlänge und Zuggattung (sowie Klasse). Eingesparte Kilometer würden der Bahn dann sogar geringere Einnahmen bescheren, welche sie durch damit einhergehende Kosteneinsparungen i.V.m. Kundenzuwachs (s.o.) ausgleicht und bei diesem Preismodell zusätzlich zur gewonnenen Zeit an Bahnreisenden abgäbe.



    2. ... mit 7 Mrd. könnte man wesentlich effektivere Ding im Bahnverkehr angehen die weit mehr Nutzen bringen. Diese 7 Mrd. fehlen nun zur Investition in das bundesweit marode Schienennetz.

    Aus aktuellem Anlass: Ich glaube an den Weihnachtsmann und dass ohne S21 endlich alle Langsamfahrstellen der Bahn behoben würden.


    Es ist zum Einen die alte, beinahe philosophische Diskussion: Sollen/Dürfen (gar moralisch) überhaupt staatliche Grossprojekte gebaut werden, solange im Kleinen noch soviel oder auch nur etwas im Argen liegt?


    Sehe es so. (Bahn)infrastruktur ist öffentliches Gut, s.o., und muss keinen Gewinn erwirtschaften. Genau dafür zahlt Bürger Steuern, ich jedenfallls gerne. Ähnlich für Bildung oder Sicherheit. Fernverkehrsinfrastruktur ist in der BRD Bundessache und wird - wie könnte es anders sein - zu großen Teilen nicht nur nach reiner sachlich-wirtschaftlicher Vernunft (KNF), sondern auch politisch nach Länderproporz, Lobbyismus, Interessen und Widerständen sowie Forderungsstärke entschieden.


    Bawü hat über Jahrzehnte jedes Jahr in den Länderfinanzausgleich einbezahlt. Stuttgart 21 kostet pro Jahr immer noch einen Bruchteil dessen, was BaWü jährlich an den Bund per LFA, Sonderzuweisungen, Umsatzsteuerausgleich, Sozialversicherungen u.a. abgibt. Man schaue sich im Vergleich die entstandene Infratruktur in Bayern, Hessen oder den Neuen Ländern an. Jetzt ist einfach mal Zeit, selbst etwas aus dem Topf zu holen, dass Andere etwas Solidarität zurückgeben. Wobei die entstehende Infrastruktur der Bahn gehört, sprich dem Bund. Ist ja nicht so, daß hier Bund/Bahn selbstlos für BaWü bauen, sondern sie bauen in erster Linie für sich, für das Bundesunternehmen, BaWü als Teil des Bundes und nicht zuletzt für durchfahrende EU- und BRD-Bürger. Die mt den Projektkosten verbundenen Steuern fliessen ohnehin größtenteils an den Bund zurück. Wäre BaWü ein selbstständiger Staat, vermutlich ähnlich der Schweiz, wäre selbst S21 angesichts LFA & Co-Einsparungen finanziell ein Leichtes.


    Anderswo in Deutschland werden solche Investitionen teils mit deutlich geringerem regionalen Kostenbeitrag geleistet und vor allem mit einem hohen indirekten Finanzierungsanteil aus BaWü. Hat sich S21-Kritiker über Geldverschwendung - noch dazu seiner baden-württembergischen Steuern - bei anderen Grossprojekten aufgeregt, dagegen demonstriert? Oder waren/sind diese alle sinnvoll? Auch Leipzig erhält bspw. einen City-Tunnelbahnhof. Wer echauffiert sich über EU- und damit auch BW-finanzierte große Infrastrukturprojekte bspw. in Griechenland, die allen Wirtschaftsdaten nach kaum bis nix gebracht haben können?


    Die Frage bzgl. öffentlicher Finanzierung ist also die: Warum haben Länder, die anscheinend so arm sind, daß BaWü sie jedes Jahr mit Milliarden unterstützt, eine bessere Infrastruktur als BaWü?
    Warum werden - und seien es unwirtschaftliche - Ausgaben für eigene Infrastruktur bekämpft, während man diese für fremde Infrastruktur unengagiert akzeptiert?


    Man könnt's ja verstehen, wenn alle oder die meisten anderen Projekte die hehren Wirtschaftlichkeitsziele erfüllen. Vielleicht sogar, wenn sich andernorts zumindest die kritischen Bürger ähnlich gegen öffentliche Geldverschwendung wenden. Vielleicht sogar noch, wenn alle gelobten ein wirtschaftliches S21 künftig als Vorbild für alle weiteren derartigen Projekte zu nehmen und nie wieder Kostenlimits zu reissen. Doch mal ehrlich: Nichts von alledem ist passiert und wird passieren.


    Allenfalls lachen die Anderen sich über die doofen Schwaben ins Fäustchen, welche aus sparsamer Tugendhaftigkeit sich verwehren, was sie anderen gestatten, gar finanzieren. Und überdies durch eigene Einsparung anderen sogar noch mehr vom Kuchen lassen. Der Ehrliche ist bekanntlich der Dumme. Hier besonders.