Beiträge von Max BGF

    Ok, nächste Runde :)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und genau so isses ja auch, da Anleihen als Papier zum Börsenwert (Angebot und Nachfrage) gehandelt werden und nicht zum Nominalwert! (Bei Börsenwerten schonmal den Begriff "ex Dividende" gehört?)

    Klar. Ist aber eben neben EK vs. FK einer der Unterschiede dieser Anlageform. Bei Aktien besteht der (komplette) Dividendenanspruch durch Halten zum Stichtag, bei (Stückzins-)Anleihen Zinsanspruch durch Haltedauer.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Variante, die Du darlegst gibt es nur so ähnlich, nämlich dass die Käufer einen Inhaberwechsels des Papiers melden und der Initiator dann anteilig ausschüttet, ist meiner Erfahrung nach aber extrem selten (gibt es eher bei Beteiligungen als bei Anleihen) und dass bei einem Anleihefonds der Käufer den Zins anteilig an den Vorinhaber überweisen muss, habe ich wirklich noch nie gehört! (überleg mal welch Aufwand dazu nötig wäre ...

    Nach meinem Kenntnisstand war/ist die Stückzinsvariante die regelmäßige bei Anleihen, auch Projekt-, Objekt- und Unternehmensanleihen.

    Natürlich überweist Käufer nicht selbst bzw. manuell an den Verkäufer. Sowas funktioniert automatisch über Börse/Clearing. Die zugehörigen Merkmale müssen dazu nur beim Wertpapier hinterlegt werden. Eine AG überweist die Dividende doch auch nicht manuell an eine Liste aktueller Anteilseigner. Oder beim WP-Kauf wird die Provision vom Broker ebenfalls automatisch aufgerechnet und belastet, ohne dass Käufer eine manuelle Überweisung vornehmen müßte.
    Wäre sonst zudem ein Datenschutzproblem.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Geld von 20% stammt vermutlich noch aus der Zeit, als der ominöse Investor das berappen wollte plus Sternen-Rendite am Ende.

    Als der zuletzt noch als relativ konkret genannte Investor aktuell war, stand der Kurs grob zw. 25% und 30%. Sobald dieser mit der Begründung Baumängel abgesprungen ist, ging es nochmals steil runter unter 20%. Nachdem erhebliche Baumängel bestritten wurden wieder über 20%. Seither ohne weitere Meldungen seitwärts bis runter auf nun etwa 18,50%.


    Dekoratives Anführungszeichen

    denn ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass bei der aktuellen Lage noch irgendeiner 20% zahlt

    Nun, meiner Frage bzgl. Zinszahlung trotz Insolvenz liegt folgende Überlegung zugrunde:

    Nehmen wir an, ich sähe einen Wert von 20%. Den könnte ich für 18% kaufen. Ergibt Rendite von etwas über 10%. Wir vernachlässigen Barwertminderung wg. bspw. Hängepartie samt längerer zinsloser Anlage.

    Daher ist für mich die Frage nach der Zinszahlung gemäß m.E. bei dieser WP-Gattung üblichen Stückzinsmodells durchaus relevant. Kommen 6,5% drauf, die ja von 100% gerechnet werden, erhöht sich der Kaufpreis kurz vor Zinstermin auf etwa 24,5 %, womit aus 1/5 etwa 1/4 wird - schon signifikant.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Im Fall des Türmles macht es aber eben keinen Unterschied, da die erwartete Zinszahlung Null und deswegen das Papier ja auch nur noch 20% seines Nominalwertes "notiert",

    Aus o.g. kann es aus meiner Sicht je nach zutreffendem Fall doch relevant sein:

    FALL 1: Beim Anleihekauf via Börse werden dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Käufer bezahlt, s.o. und meine Vermutung.

    Fall 1a: GEWA zahlt die Zinsen nicht mehr aus, weil sie wg. Insolvenz nicht mehr kann, muss oder darf

    => Dann habe ich den Zins ohne Gegenwert bezahlt, der Verkäufer hätte einen "Dummen" gefunden, dem er seine Anleihe noch rechtzeitig angedreht hat. Hielte er sie noch hätte er jetzt nur noch den Anleihekurswert - wie nun ich.

    Fall 1b: GEWA zahlt zum 28.3.2018 dem Käufer die fälligen Jahreszinsen, weil bspw. Rückstellungen oder Treuhandkonto für Zinszahlung dieser erstrangigen Anleihe gebildet

    => Dann wäre die Zinszahlung an den Verkäufer c.p. nicht nachteilig für mich.
    Du hast natürlich recht, dass es insgesamt mangels Masse Richtung Nullsumme geht. Was GEWA an Zinsen zahlt, bleibt weniger an Masse für die spätere Quote. Nur flössen die Zinsen sofort und 100% zu. Was man hat, das hat man. Würden die Zinsen nicht ausbezahlt, ggf. unter Zustimmung der Gläubiger um damit den weiteren Veräußerungsprozess zu unterstützen, fllössen sie am Ende nur zu einem kleine(re)n Prozentsatz zu, wenn überhaupt bzw. wenn bis dahin nicht aufgebraucht.

    FALL 2: Beim Anleihekauf via Börse werden dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Käufer nicht bezahlt, sei es weil doch kein Stückzinsmechanismus oder weil wg. Insolvenz bspw. vom Insolvenzverwalter ausgesetzt:

    => Dann stellt sich mein Problem nicht, weil ich nur den geplanten bzw. für angemessen erachteten Preis bezahle.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Deine Annahme wäre ein ziemlich wildes Konstrukt, das ich so noch nirgendwo gesehen habe, weil würde ja bedeuten dass der Erstkäufer generell zinsberechtigt bliebe egal wer aktuell Anleiheinhaber ist und zugleich der Anleiheinhaber für die Zinsverpflichtungen des Anleihenehmers haftet. Wer würde sowas unterschreiben und wo läge der Sinn dabei?

    Dann hast Du mich falsch verstanden. Meine Argumentation entspricht genau der gängigen Stückzinstheorie. Der Erstkäufer erhält nur für die gehaltene Zeit, in der er das Geld verliehen hat, den anteiligen Zins. Da dieser jedoch nur jährlich und nicht täglich gutgeschrieben wird, besteht innerhalb des aktuellen Zinsjahres das Problem der gerechten Zurechnung. Da der Zweitkäufer zum nächsten Zinszahlungstermin den vollen Jahreszins erhält, das Geld aber nur 365-X Tage verliehen hat, hat er nur Anspruch auf 365-X Tage Zins, der Erstkäufer auf X Tage. Wobei X maximal 365. Die zurückliegenden Jahre sind irrelevant, weil bereits mit früheren Zinszahlungen abgegolten. Künftige Jahre fliessen dem Zweitkäufer zu.

    Wenn dies nicht so gehandhabt würde, würde der Anleihekurs tatsächlich bis zur Zinszahlung stetig steigen, weil sie immer attraktiver würde, schliesslich gibt es den kompletten Jahreszins für immer kürzere Haltedauer. Stiege er nicht oder unterproportional (Arbitrage) machte ein Kauf kurz vor Zinszahlung Sinn.

    Danke. Bist Du Dir bei dem Punkt ganz sicher:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wer diese Anleihe jetzt kauft muss gar keinen Zins zahlen, zahlungspflichtig für die Zinsen ist die insolvente GEWA

    Mir war schon klar, dass die Zinsen grundsätzlich von GEWA an Anleihehalter fliessen, ist ja der Sinn des Anleihekaufs. Mich dünkt nur, dass wer an der Börse unterjährig die Anleihe von einem bisherigen Anleihegläubiger kauft, den angelaufenen Zins an den Verkäufer zahlen muss.

    Beispiel:
    Zinszahlung jährlich zum 31.12.
    Anleihekauf am 01.07.
    => Kaufpreis: Zum Anleihekurs wird noch der aufgelaufene Zins je Anleihe addiert, hier also der halbes Jahreszins.
    Grund:
    Der Verkäufer hat sein Geld bereits ein halbes Jahr gegen Zins geliehen.
    Der Käufer bekommt nachdem er selbst ein halbes Jahr gehalten hat den vollen Jahreszins am nächsten 31.12. gut geschrieben.

    Im Grunde gerecht gerechnet wie auf dem Sparbuch. Zinsen anteilig gemäß Einlagedauer und Einlagehöhe.

    Freilich ist das hier faktisch Makulatur. Aber gilt diese Formalie nicht mehr, nur weil GEWA insolvent? Muss ja das Fiinanzierungsinstrument an der Börse nicht kümmern bzw. woher weiss die abrechnende Stelle, dass von der üblichen Behandlung abzuweichen ist?
    Meinem Verständnis nach müsste zumindest die Börse einen Hinweis erhalten, die Anleihe entspr. zu markieren, dass hier keine Kuponvergütung mehr gilt.

    Anleihespekulation

    Am 24.03.2018 ist die letzte Zinszahlung der Anleihe.

    Sapperlott, da Du vom Fach bist: Wer die Anleihe jetzt spekulativ kauft, muss üblicherweise den aufgelaufenen Zins mitzahlen. Könnte mir vorstellen, dass der Emittent diesen jedoch am 24.03.2018 nicht mehr auszahlt. Sogar ziemlich wahrscheinlich, da schon in Insolvenz.
    Der Verkäufer der Anleihe würde dann zumindest zinstechnisch vom Anleihekäufer bezahlt. Gleichzeitig hat er in dem Moment den Anleihekursverlust realisiert und keine Ansprüche mehr auf steigenden Kurs/Insolvenzmasse.

    Müßte der Anleihekurs im vorliegenden Fall modelltechnisch nicht stetig sinken, weil der Käufer von Tag zu Tag höhere Zinsen berappen muss, ohne dass der für ihn aus der Insolvenzmasse erwartbare Wert deshalb steigt?
    Wenn der Kurs hingegen bis 24.03.2018 stabil bleibt, müßte er doch am 25.03.2018 um den Kupon fallen oder sehe ich das falsch?

    Zu Anfangszeiten wurde davon gesprochen, dass eine spätere Erweiterung um zwei Gleise möglich sei. Mehr ginge dann platzmässig nicht mehr. Keine Ahnung, ob diese Aussage noch mit heutiger konkreter Planung oder Baufortschritt kompatibel ist.

    Bei der Schlichtung haben sich Pro und Contra lieber 100 mal Klappt vs. Klappt nicht entgegengeworfen statt gemeinsam die 10 Gleise voranzutreiben. Bedenkt man dass der Tiefbahnhof den klensten Kostenblock von S21 darstellen soll, dann wären die zwei weiteren Gleise sicher keine Megainvestition.

    Äh, nö. Kretschmann ist keineswegs der Sündenbock. Hatte doch erst vor kurzem geschrieben, dass sich die Grünen verhalten wie zu erwarten und das Wenigste Interesse am Erfolg haben, was ich ihnen nicht wirklich vorwerfe.

    Ändert jedoch nichts an der Richtigkeit dieses Satzes:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Jeder andere MP hätte das Thema längst zur Chefsache gemacht, der angebliche Realo in BaWü muss offenbar selbst beim recht grünen Bahnthema zum Jagen getragen werden, um dann etwas Aktivität vorzutäuschen. Irgendwas mit Bürger mitnehmen.

    Ganz abgesehen davon, dass es hier nicht um Vergangenheit samt möglicher Sünden geht, sondern zukünftiges Krisenmanagement, unabhängig wer evtl. wann welche Sünden begangen hat.

    Tut mir leid sollte der Eindruck entstanden sein. Dachte es sei klar, dass ich Widerspruch und Kontroverse schätze, wenngleich ich gerne klar bis polemisch meine Meinung zurück schreibe.

    Sowas habe ich m.W. allerallererstensmals geschrieben:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und es ist mir völlig egal, ob hier widersprochen wird. Karten, Verbindungen, Zeitangaben, Kapazitäten, Zahlen, Vergleiche belegen es. Fakten also.

    Dabei bleibt's. Nicht weil ich Widerspruch nicht ertrüge, sondern weil er in dem Fall vor, während und nach Diskussion gleichermassen widerlegt bleibt, sprich 0,nix bringt, außer Zeitverlust. Und nein, ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Für mich ist nur nicht alles Grauzone, Gewöhnungssache, zu differenzieren. Nein, es gibt fallweise auch Schwarz und Weiss, 0 und 1, gut und schlecht.

    Andere mögen dazu gerne weiter diskutieren, wenn sie zu einer anderen Einschätzung als ich gelangen, so what :)

    Übrigens: Ich danke jeden Tag dem Herrn ein Stück mehr, den Blick aufs Musterländle inzwischen von außen genießen zu dürfen als von innen erleiden zu müssen.
    Leider kommt es noch etwas zwangsweise zu einigen legalen Grenzübertritten, wobei mir das Musterländle schnell mit aller Härte des Gesetzes begegnet. Bilanz des letzten Besuchs: 2x Strafe wegen einstelliger Geschwindigkeitsüberschreitung, u.a. in einer auf 30 km/h begrenzten Orts-Hauptstrasse! Das andere auf einer vierspurigen, aber auf 80 beschränkten Strasse. Rasertum! Und natürlich Stau hin und zurück nur in BaWü, welcher den musterländischen Streckenteil im Schnitt ein Drittel so schnell gemacht hat wie ausserhalb. Künftig lasse ich mich aus dem Ländle nur noch besuchen, sollen die BaWüs sich quälen und mal sehen, dass es auch anders geht.

    Typisch. In und um Stuggi werden immer Gründe gefunden, die miserable Infrastruktur und Entwicklung zu erklären. Woanders wird diese geändert, dann muss man sie nicht länger erleiden und fatalerweise noch als gut verkaufen.

    Ja, Stuttgart ist kein Drehkreuz.
    Aber auch Stuttgart hätte sich zum Drehkreuz entwickeln können.

    Ja, ab DUS fliegen auch Holländer.
    Aber auch Nordrhein-Westfalen fliegen ab Schiphol, Frankfurt oder Hahn.

    Ja, die Nordländer haben noch größere Fläche.
    Aber es zählen Einwohnerzahlen und Distanz. Westniedersachsen hätte auch DUS oder Schiphol.

    Unterstellt Baden-Württemberger fliegen nicht unterproportional. Dann fliegen sie deutlich überproportional ab anderen Flughäfen und eben nicht nur interkontinental.


    Vielleicht kann man mal alles Schöngerede weglassen. Warum fliegen so viele trotz größerer Distanz ab außerhalb?

    Weil BaWü eine beschissene Infrastruktur hat und STR ein zweitklassiges Angebot. Mut zur Ehrlichkeit.
    Und es ist mir völlig egal, ob hier widersprochen wird. Karten, Verbindungen, Zeitangaben, Kapazitäten, Zahlen, Vergleiche belegen es. Fakten also.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Naja, München hat ja auch nur eine traurige Bummel-S-Bahn ins Erdinger Moos.

    Wird nur dort auch permanent kritisiert und als Hauptschwachpunkt gesehen, weshalb sogar die Transrapid-Idee aufkam. Die hohe Fahrdauer ergibt sich schlicht aus der Entfernung (Luftlinie), nicht aus schwachsinniger Linienführung.

    In Stuttgart hingegen ist man offenbar ganz happy, erst mal in den westlichsten Bezirk zu fahren und dann wieder zurück in den südöstlichsten. Das Flugfeld in Böblingen wäre näher. Kritik daran war nie spürbar. Isch halt so, immerhin hen mir d S-Bahn zum Ärport. Gell da glotzsch.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Und 10 Mio. und Passagiere im Jahr sind doch als Nicht-Drehkreuz selbst im europäischen Maßstab ganz ordentlich, wenn auch bei richtiger Standortpolitik längst deutlich mehr drin gewesen wäre.

    10 Mio in ~ 3 Mio-Region bzw >5 Mio Metropolregion ist grob verhältnismässig zu Nürnberg oder Hannover, eher noch unterproportional. Im Falle Nürnberg handelt es sich um den Flughafen Br. 2 in Bayern, man vergleiche mit Karlsruhe im Musterländle.

    Im Ländervergleich wird's noch härter, grobe Zahlen:

    NRW: EW: 18 Mio , PAX: DUS & CGN = ~35 Mio (kaum Drehkreuz)
    BY: EW: 13 Mio , PAX: MUC + NUE = ~46 Mio
    BW: EW: 11 Mio , PAX: STR + FKB = ~12 Mio
    HE: EW: 6 Mio , PAX: FRA ~ 61 Mio

    Oder im Norden Einwohner von HB + HH + NDS + SH den PAXen BRE + HAM + HAJ (PAX = ~ 26 Mio , kein Drehkreuz) gegenüberstellen. Berlin & Brandenburg noch deutlicher.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die nächste Lachnummer, der Durchgangsbahnhof könnte zum Kopfbahnhof für Regionalzüge werden, weil diese wieder zurück in den Abstell- und Wartungsbahnhof in Untertürkheim fahren müssen bis zum nächsten Einsatz:
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttga…9d5eadbc0d.html

    Naja, nun wird der negative Nachrichtenstrom offenbar genutzt, eine Globalattacke zu fahren. Das Thema wurde ellenlang diskutiert, geprüft, simuliert, geschlichtet. Der gesunde Menschenverstand fragt: Was hätte die Bahn davon? Nix, außer erhöhten Betriebskosten und schlechterer Statistik. Eben.

    Dass es in Ausnahmesituationen mal dazu kommen könnte, ist freilich nicht auszuschliessen. Wie schon heute und etwa überall gibt es Störungen und in solchen Fällen Störungsmanagement. Diesen Fall nun jedoch quasi als Regelfall an die Wand zu malen, ist von interessierter Seite durchsichtig, von glaubender Seite panisch.

    Die vorrangigen Schnellzüge sind überschaubar, handelt es sich doch im der Hauptsache um die Relation Mannheim-Ulm. Man könnte glatt meinen, da führen alle 5 Minuten ICEs ein und aus, um die herum dann diffizilst und permanent der komplette Nahverkehr einzusteuern ist, stets nervös auf eine sich offenbarende Lücke wartend.

    Wie schon mehrfach geschrieben sollen die einfach nochmal 400-500 Mio in die Hand nehmen und 10 Gleise bauen plus den Filderbahnhof in seiner optimalen Variante. Oder wie aktuell diskutiert auf den Filderbahnhof verzichten und mit dem eingesparten Geld den Tiefbahnhof erweitern. Jetzt ist die Baugrube noch offen, die Steuereinnahmen sprudeln.

    Dekoratives Anführungszeichen

    M.E. hat die ganze Aktion auch nur das Ziel mehr Geld vom Steuerzahler zu erpressen, weil die Bahn die zuvor ausgeschlossenen Mehrkosten für S21 nicht zahlen will!

    Gut möglich. Da macht sie jedoch die Rechnung ohne den Wirt. Den dem ist nichts an zukunftsfähiger Infrastruktur für seine Bürger gelegen. Es ist also würde vom Wirt verlangt, mehr Mineralwasser anzubieten, wo er doch mit Durst und Schimpfen auf die Getränkelieferanten viel mehr Profit und Sympathiepunkte einsammelt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Erkenntnis ist M.E. das es keinen Sinn macht nur für die paar Ulmer die davon profitieren würden einen eigenen Flughafenbahnhof zu bauen ...

    Ist schon was dran, solange der Flughafen ein lokales Ärpörtle bleiben will/muss.

    Dennoch sind es nicht nur Ulmer. Selbst Augsburger dürften dann trotz Distanz kaum länger nach STR als MUC brauchen. Dank Durchbindung käme man insbes. aus nördlicher Richtung schneller und umsteigefrei ans Ziel. Auch nicht vergessen, dass die bisher einzige Bahnverbindung zu Messe/Flughafen alles andere als Luftlinie ist, sondern so ziemlich der größte denkbare Umweg. Typisch Schwaben/Stuttgart eben, die sind darauf sogar noch stolz, Flughafen mit S-Bahn-Anschluss, Wow!, während wohl jeder andere internat. Flughafen in D eine bessere Verbindung aufweist.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die FSG fürchtet im Saldo um 1,2 Mio. weniger neue Fluggäste, wenn die DB von den ursprünglich geplanten und kommunizierten 100 Fernbahnhalten auf absurde 6 Halte pro Tag zurück geht. Zur Landesmesse kämen bis zu 50% der Gäste mit der Bahn.
    ...
    Der DB müssen hier vor allem auch politisch vereint auf allen Ebenen jetzt gehörig die Leviten gelesen werden, von Mutti bis zum kleinen Mann von der Straße. So ein Ärger!

    Wüßte nicht, welches Interesse das Land politisch, also dessen grüne Führung, daran hätte. (Die zwar nicht mit regierende aber mit Pöstchen versorgte CDU im Land hat zurecht nichts zu sagen. Dafür hat sie Strobel.)
    Weniger Aufkommen = weniger S21- & Messe-Projekterfolg = Haben es immer gewußt = Neue Startbahn kann dauerhaft über das Oettinger-Moratorium hinweg zu begraben versucht werden.

    Insgesamt weniger Wachstum sowie Emission. Und den Individualverkehr bekommt man ohne Alternativen noch besser kaputt gestaut.

    Scheint nachhaltig vergessen zu werden: Die da gewählt wurden und regieren sind Anti-Wachstum und Anti-Gross-Denken. Den Grünen mache ich dabei den kleinsten Vorwurf, sind halt so und haben nie das Gegenteil behauptet. Zwar nicht meine Richtung, aber immerhin offen und ehrlich. Wundern tun hingegen immer wieder an sich für recht schlaue Köpfe gehaltene Mitbürger oder Foristen, die das pardout ausblenden (wollen).

    Jeder andere MP hätte das Thema längst zur Chefsache gemacht, der angebliche Realo in BaWü muss offenbar selbst beim recht grünen Bahnthema zum Jagen getragen werden, um dann etwas Aktivität vorzutäuschen. Irgendwas mit Bürger mitnehmen.

    Schon klasse wie die Bahn seit ihren Anfängen die Filderregion irgendwie außen vor läßt. Nun plant man dort den zweitgrößten Bahnhof einer knapp 3 Mio-Region, mit ÖPNV-Anschluss, Parklplätzen, Landesmesse und Flughafen gebündelt - doch wieder nix, bis auf ein paar ICs aus Mitleid.

    Dekoratives Anführungszeichen

    selbstverständlich gehen Anleger für 0,1% höheren Zins gerne ein höheres Risiko ein, nämlich dann, wenn dieses Risiko nur 0,05% höher liegt und damit sind wir wieder bei vorstehender Rechnung, die im positivsten Fall über 10% Totalverlustrisiko ausweist bei 6,5% Festzins!

    Denke wir beide haben das Kalkül verstanden, nichts anderes habe ich behauptet und argumentiert. :)

    Unterschied liegt evtl. nur beim Wortverständnis Gier:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Hier hatten wir schon rein rechnerisch ein Totalverlustrisiko von über 10%, aber auch 30% wären keine Gier, wenn der Anleger sich dessen bewusst ist und entweder zocken will ...

    Für mich ist das schon Gier, nur halte ich Gier nicht grundsätzlich für schlecht. In wirtschaftlichen Dingen geradezu systemimmanent, mehr noch: systemverbessernd. Märkte führen mehr oder weniger gierige Nachfrage und gieriges Angebot zu einem meist vernünftigen Preis zusammen.
    Wer auf (richtig) hohe Renditen zockt ist m.E. also schon gierig. Die Frage , ob dies jedoch gut oder schlecht ist, entscheidet sich nicht durch Ausmaß von Gier oder Rendite, sondern ob er sich dies leisten kann, also im Extremfall Totalverlust aushält und ob seine Investition zumindest subjektiv vernünftig begründet ist (Informiertheit, Wahrscheinlichkeiten, Erwartungswert), sprich bspw. keiner naiven Euphorie o.ä. folgt.

    Denke aber auch da stimmen wir im Kern überein.

    Einen Punkt habe ich dann doch noch. Wenn ich Deine Argumentation lese, stellt sich mir etwas die Frage, warum flächendeckend um Privatanlegers Geld für bspw. Anleihen geworben wird? Gerade in diesen Zeiten von EZB-Strafzinsen und enormem Tresorbau der Banken, um Strafzins mit 0%-Rendite samt Bau- und Sicherungskosten zu umgehen, könnten doch Banken wenn schon nicht in GEWA so doch in die zahlreichen xDAX-Unternehmensanleihen investieren. M.a.W-: wenn Deine Argumentation des klaren Indikators: Banken investieren nicht zutrifft, besteht dann nicht für jede Anleihe, bei welchen Banken quasi wissend zulassen, dass ihnen Private Anteile "wegschnappen" erhöhte Verlustgefahr? Oder noch anders: Ist Anleihe an Privatbürger dann nicht per se ein Verlustindikator?, sollte Staat/BaFin den gemeinen Bürger davor bewahren?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Da widersprichst Du Dir jetzt selbst und sind wir wieder bei der Gier!

    Wenn es eine höhere Rendite gibt, muss sich der Anleger eben schon fragen wofür und warum!

    Ist so triviel wie klar. Das höhere Risiko wird mit höherer Rendite/Zins abgegolten. Mehrfach geschrieben.

    Es geht hier aber ums Verhältnis. Teilweise wird - im nachhinein - so getan als hätte es den Anlegern geradezu klar sein müssen, nur deren Gier hätte überwogen.

    Dazu klares Nein von mir. Vermutlich haben wir andere Definitionen von Gier. Zinssatz von 6,5% ist für mich keine Gier. Satz zeigt leicht erhöhtes Risiko an. Gier bzw. hochspekulativ wird es bspw. bei > 15% für Anleihen aus Zypern, Türkei, Argentinien & Co. Oder bei gehebelten Termingeschäften. Oder bei Kryptowährungen, Pennystocks usw.

    Aber doch bitte nicht bei einer moderat verzinsten Objektanleihe in grundsätzlich guten Wirtschafts- und Branchenzeiten und gewissem Trend zu Aussichtswohnen. Was wäre Deiner Meinung nach keine Gier? Wenn die Verzinsung 0,1% über vierjährigem Festgeld liegt? Anleger wäre dann wohl eher saudumm als ungierig. Dafür geht kein normaler Mensch auch nur ein minimalstes Risiko ein.

    Dekoratives Anführungszeichen

    War wohl ein Wunsch von Erwin Teufel die ursprüngliche Planung der Bahn, die NBS von Ulm direkt nach Plochingen hinunterzuführen zu ändern und ne Verlängerung über den Flughafen zu bauen, wodurch die 90°-Drehung (und Tieferlegung) des Stuttgarter Bahnhofs erst nötig wurde.

    Falsch. Die Drehung wurde nötig, um die Beschleunigung Köln-Frankfurt-Mannheim-S-Ulm-München zu erzielen, sicher nicht wegen des Flughafens. Das war immer Primärziel der Bahn. Flughafen und Messe anzubinden sowie nebenbei den zweitgrößten Regionalbahnhof der Region zu kreieren war Landes- und Regionalziel. Für die Bahn wäre ein solcher Halt etwa ein ungeliebtes Montabaur hoch 2, liegt er doch noch wesentlich näher am Hauptbahnhof mit ergo geringerer Erschliessungsfunktion.

    Etwas anderes wäre es, wenn der Flughafen wenigstens ansatzweise Ambitionen Richtung 20-30 Mio und also 2 Startbahnen zeigte. Mehr Fernflüge und damit Attraktivität, so dass die PAXe nicht nur von S nach FRA/MUC/ZRH strömen, sondern auch umgekehrt.

    Den Flughafenhalt/Filderbahnhof am betsen komplett verwerfen, auch diese autobahnnahe Alibilösung. Wäre Win-Win:
    - Geringere Kosten
    - Geringere Fahrzeiten
    - Flughafen/Messe/Region sparen Geld, können sich aus der Finanzierung zurückziehen

    Möglicherweise kann man dann gleich noch auf die Rohrer Kurve verzichten. Es ist eigentlich egal wie lange Schwaben durchs Gäu nach Flughafen oder S-City brauchen. Die wollens eh entschleunigt. Vielleicht egoistischerweise nicht gerade dann, wenn es sie einmal selbst betrifft. Aber immer dann, wenn es andere betrifft, die sollen langsam. Wie geplant den Bhf Vaihingen aufwerten und dort in die S- oder Stadtbahn umsteigen.

    Allerdings sind Anleihen, insbesondere solche Projektanleihen im Ggs. zum Bsp. zu Bundesanleihen, wie Aktien und weiitere Anlageformen immer mit erhöhtem Risiko verbunden, wofür es eine höhere Rendite im Erfolgsfall gibt.

    Im Prospekt werden daher regelmäßig mehr oder weniger sämtliche denkbare Risiken aufgeführt, um rechtssicher zu sein. Wenn da also was von Zahlungsunfähigkeit steht, ist das nicht so zu interpretieren, dass Anleger eine solche hätte vorausahnen müssen. Dort steht auch was von möglichem Flugzeugabsturz. Wäre nun tatsächlich ein Flugzeug auf den Tower gestürzt, würde dem Anleger deshalb (hoffentlich) nicht vorgeworfen, er hätte sich denken können, dass dort ein Flugzeug abstürzt, wurde doch davor gewarnt. Es geht um mögliche Risiken und deren Wahrscheinlichkeiten.